DC/DC Wandler Problem

Gast #2053067
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Hallo,

ich verwende den DC/DC Wandler TES1-2411 von Traco.
Leider sind mir in den vergangenen Tagen drei von acht Stück, in 
identischen Platinen, abgeraucht.
Schaltung wie oben.
Im Dauerbetrieb funktionierte alles tadellos.
Bei erneutem Einschalten explodierte einer der Wandler.

Liegt es vieleicht an den Kondensatoren ?

Hat jemand schon mal ähnliche Erfahrungen damit gemacht?
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Gast #2053244
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>Die Spannung kommt von einem Schaltnetzteil 24V
1.Dann würde ich diese Spannung mal mit dem Oszi zur Kontrolle genauer 
ansehen. Evtl. sind böse Spikes zu sehen?
http://www.tracopower.com/datasheet_g/tes1-d.pdf

2.Wenn Deine DC/DC Wandler schon Jaaahre herumgelegen haben sollTen, 
wären auch evtl. Elkos verdächtig. Kann man da was an den defekten 
Teilen sehen?

3.Woher bist Du sicher, daß das Übel nicht von der restlichen Schaltung 
kommt? Evtl. gelangt von hinten über den Bus eine Spannung auf den 
Wandler?
Gast #2053294
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2.Leider nicht, wie gesagt bei einem ist komplett der Hut hochgegangen.
3. Wie gesagt, ich poste heute noch die Schaltung. Vielleicht fällt euch 
etwas auf.
4. Ja, ich steuere Magnetventile über Mosfets an. Ich habe aber immer 
mit Freilaufdioden entstört. Auffällig ist aber das die Regler immer 
beim Einschalten hochgegangen sind.
Gast #2053302
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Einige Tracos funktionieren nicht korrekt bei Verbindung beider Massen!

Trenne die Massen und danach sollte Dein Problem behoben sein!

Prüfe auch genau Deine 24V Eingangsspannung. Die TES1 Serie erlaubt 
meiner Erinnerung nach nur eine Toleranz von +/- 10%. Und nein, sie 
verzeihen es nicht, wenn auch nur Sekundenbruchteile die Spannung drüber 
liegt (selbst "getestet" mit TES1-1212).
Gast #2053327
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>Auffällig ist aber das die Regler immer beim Einschalten hochgegangen sind.

Das heißt aber nicht, daß sie nicht schon beim Ausschalten durch die 
induktiven Abschaltspitzen oder hochlaufen des Netzteils beschädigt 
wurden?

Erst beim erneuten Einschalten reicht dann die Leistung um "Flüssiges 
Siliziun" mit einem freundlichen Peng zu melden.
Moderator (Firma: Titel) Persönliche Seite #2053424
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tripledot schrieb:
> Einige Tracos funktionieren nicht korrekt bei Verbindung beider Massen!
Warum?

> Gibt es vergleichbare Typen die mehr Toleranzen verzeiht bzw. einen
> größeren Eingangsspannungsbereich haben?
Weil die dinger ungeregelt sind, ist die Eingangsspannung so eng 
spezifiziert. Dir sollte auch klar sein, dass die abgegebene Spannung 
nur bei Nennlast und richtiger Eingangsspannung korrekt ist. Bei 
geringer Belastung steigt die Ausgangsspannung, bei höherer 
Eingangsspannung steigt die Ausgangsspannung ebenfalls! Das sagt das DB:
1
Regelabweichungen  – Eingangsänderung    1.2 % / 1 % Änderung Uein
Oder in Worten: wenn du 5% mehr Eingangsspannung hast, dann hast du 6% 
mehr Ausgangsspannung.
Gast #2053600
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> Oder in Worten: wenn du 5% mehr Eingangsspannung hast, dann hast du 6%
> mehr Ausgangsspannung.

1W-Typ mit 400mW belastet wird kaum die Todesursache sein? Es wird wohl 
eher induktive Spitzen geben, von seinen Magnetventilen, die evtl. 
ungünstig angeordnet sind?

5.Frage wäre noch: ob schon DC/DC Wandler gestorben sind als noch keine 
Magnetventile angeschlossen waren.
Gast #2053667
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"Gibt es vergleichbare Typen die mehr Toleranzen verzeiht bzw. einen
größeren Eingangsspannungsbereich haben?"

Ja, es gibt zB die 2 Watt Typen, die ich momentan als Ersatz für die 
TES1 einsetze: TES2N-1212 (12V->12V), die haben 9..18V 
Eingangsspannungsbereich, es gibt auch noch welche, die einen doppelt so 
großen Eingangsbereich haben). Das war jetzt das Beispiel für den 12V 
Eingangs-Typ. Die gibt es auch noch mit 24Vnenn Eingang.


"> Einige Tracos funktionieren nicht korrekt bei Verbindung beider 
Massen!
Warum?"

Warum? Ich habe hier die ehrenvolle Aufgabe gehabt, eine bereits fertig 
bestückte Platine in Betrieb zu nehmen. Dabei hat jemand die Massen 
eines TES2N-Typs verbunden. Raus kamen dann keine 5V sondern 
irgendwelcher schwingender Mist, dann habe ich gemerkt, dass die Massen 
verbunden waren -> Massen getrennt und direkt waren stabile 5V da.

Was da intern passiert, müsste man die Traco Ingenieure fragen.
Gast #2053759
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Hallo Sascha,
ich denke auch, dass du dir mit den 10uF am Ausgang dein DCDC Wandler 
beim Einschalten zerstörst.
Ich würd den Vorschlag von Hauspapa aufgreifen!
Auch ich versorge eine kleine 5V Logik aus 24V. Dazu verwende ich im 
ersten Schritt ein Schaltregler der aus 28V 8V zaubert und anschließend 
wird mit einem Linearregler auf 5V geregelt. Läuft bei mir seit Jahren 
Problemlos die Schaltung.
Grüße Matze
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#2053810
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@  Matze (Gast)

>ich denke auch, dass du dir mit den 10uF am Ausgang dein DCDC Wandler
>beim Einschalten zerstörst.

Nein. Der Wandler verkraftet offiziell 33uF und da glaube ich auch.

>Auch ich versorge eine kleine 5V Logik aus 24V. Dazu verwende ich im
>ersten Schritt ein Schaltregler der aus 28V 8V zaubert und anschließend
>wird mit einem Linearregler auf 5V geregelt.

Und was soll der Unsinn?

MFG
Falk
#2053848
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@  Matze (Gast)

>Wenn ich gleich einen Linearregler benutzt hätte würden bei 24V
>Eingangsspannung und 500mA Strom ca. 8W Verlustleistung entstehen

Ach was? Und warum nicht gleich 5V direkt per Schaltregler erzeugen? Das 
kann der auch. Und es ist ein Irrtum, den Rippel eines Schaltreglers mit 
einem Linearragler wegzubüglen, die sind dafür praktisch zu langsam.

MFG
Falk
Gast #2053868
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@Falk Brunner
Achso...tut mir Leid, aber trotz deiner sehr präzisen Fragestellung "Und 
was soll der Unsinn?" wusste ich nicht, welchen Teil meiner Schaltung du 
in Frage stellst.
Also der Linearregler dient mir als Überspannungsschutz, da ich recht 
empfindliche Bauteile verwende und eine sehr genaue 5V Spannung 
benötige.
Und ja, ich habe auch gehofft eventuelle Schwingungen damit weg zu 
bügeln.
Moderator (Firma: Titel) Persönliche Seite #2053878
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Matze schrieb:
> Also der Linearregler dient mir als Überspannungsschutz, da ich recht
> empfindliche Bauteile verwende und eine sehr genaue 5V Spannung
> benötige.
Ein Halbleiter ist prinzipiell ein schlechter Schutz:
Was passiert, wenn dein Schaltregler kaputtgeht?
Und was passiert, wenn dein Linearregler kaputtgeht?
Fazit: zwei Komponenten, die kaputtgehen können, und jedesmal ist die 
Schaltung dahinter kaputt... :-/

> Und ja, ich habe auch gehofft eventuelle Schwingungen damit weg zu
> bügeln.
Ein Linearregler lässt den Ripple eines Schaltrglers geradeaus durch, 
denn der Regler ist einfach zu langsam (immerhin ist der für die 
traditionellen 100Hz nach einem Brückengleichrichter optimiert).
Schlimmstenfalls bringt der Ripple den Regler noch durcheinander und zum 
Schwingen...
Gast #2054197
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Lothar Miller schrieb:
>> Und ja, ich habe auch gehofft eventuelle Schwingungen damit weg zu
>> bügeln.
> Ein Linearregler lässt den Ripple eines Schaltrglers geradeaus durch,
> denn der Regler ist einfach zu langsam (immerhin ist der für die
> traditionellen 100Hz nach einem Brückengleichrichter optimiert).
> Schlimmstenfalls bringt der Ripple den Regler noch durcheinander und zum
> Schwingen...

Das halte ich für Quatsch... Ein Linearregler hat auch bei 100 kHz noch 
einen PSSR von ~30 dB oder mehr... Und normal wird ein Linarregler dafür 
eingesetzt, damit er schnelle Änderungen ausgleicht und stabilisiert - 
nicht um einen 50 Hz Rippel zu Glätten - das kann ich auch mit einem 
"dicken" Kondensator erreichen.
Moderator (Firma: Titel) Persönliche Seite #2054392
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Michael schrieb:
> Ein Linearregler hat auch bei 100 kHz noch
> einen PSSR von ~30 dB oder mehr...
Aus dem DB eines angesagten Highrunner-Standard-Linearreglers 7805:
1
Ripple Rejection RR   f = 120Hz    VO = 8V to 18V     min. 62 typ. 73 dB

> Und normal wird ein Linarregler dafür eingesetzt, damit er
> schnelle Änderungen ausgleicht und stabilisiert -
> nicht um einen 50 Hz Rippel zu Glätten
Es dürfte klar sein, woher diese 120Hz vom DB kommen, oder?

Und jetzt zeig mir die Stelle mit den 100 kHz...  :-/

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