Abkürzungen in der (Job-) Alltagssprache

OP #2056473
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Hallo

Es ist schon eine richtige Seuche, wie sich immer neue sprachliche 
Abkürzungen in der Abeitswelt verbreiten.

Man könnte jede neue Abkürzung als eine Viren Attacke vergleichen: Weiss 
man was sie bedeutet - Glück gehabt. Aber wenn nicht fühlt man sich 
schlecht.

Natürlich könnte man fragen was die Abk. bedeuet, tut man aber nicht. 
Die Gefahr sich sprichwörtllich  zu disqualifizieren ist doch zu gross. 
hat aber die Konsequens dann z.B. den Rest der Besprechung im "Wachkoma" 
zu sitzen.

- Wie hantiert Ihr solche Wissenslücken?
- Was sagt ihr wenn man nach der Erklärung die Bemerkung bekommt "das 
müsstest Du eigentlich wissen"


~Kurt
Gast #2056492
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Ich nenne das "Aküfi", Abkürz-Fieber, Abkürzfimmel.
Eine Frage was das Kürzel bedeutet ist in meinen Augen nicht
schlimm, man nicht alles wissen.
Eine Antwort wie "das müsstest Du eigentlich wissen"
qualifiziert den Sprecher, denke Dir Deinen Teil dazu.

Ich vermeide (unklare) Abkürzungen, kostet auch nicht
mehr, trägt aber zum meist zum besseren Verständnis bei.

Bei manche die so gerne mit Abkürzungen arbeiten hebe ich das
Gefühl daß sie nichts anderes können als solchen Unfug zu
"erfinden". Paßt auch wuderbar in die oben genannte Kategorie.

Also: Denke Dir Deinen Teil und frage was die Abkürzung
bedeutet, wirst sehen das wird interessant! Macher verwendet
die Abkürzung, weiß aber nicht was die bedeutet.
(Alles schon erlebt) Hier ist dann ausnahmsweise die Antwort
"das müsstest Du eigentlich wissen" angebracht.
Moderator #2056511
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Kurt W. schrieb:
> Es ist schon eine richtige Seuche, wie sich immer neue sprachliche
> Abkürzungen in der Abeitswelt verbreiten.

Das erlebe ich auch immer öfter.

> Natürlich könnte man fragen was die Abk. bedeuet, tut man aber nicht.

Ich schon.

> Die Gefahr sich sprichwörtllich  zu disqualifizieren ist doch zu gross.

Ich stelle die Frage nach der Bedeutung in einem Ton, die erkennen
lässt, dass mir die Verwendung nicht allgemein bekannter oder mehrdeuti-
ger Abkürzungen missfällt. Dadurch steht nicht die eigentliche Frage,
sondern die Aussage des Missfallens im Vordergrund, eine Antwort erhalte
ich aber trotzdem.

Interessanterweise häufen sich in letzter Zeit die Fälle, wo der andere
die Bedeutung der Abkürzung selbst nicht kennt und sich damit selbst
disqualifiziert :)

Das ist die Folge davon, dass sich die Leute schämen nachzufragen und
trotzdem durch die Verwendung der Abkürzungen cool dastehen wollen.
#2056546
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Yalu X. schrieb:
>> Natürlich könnte man fragen was die Abk. bedeuet, tut man aber nicht.
>
> Ich schon.

Ich auch. Bei uns ist das eigentlich so, daß man sowas ruhig nachfragen 
kann, ohne einen Mangel an Qualifikation zu demonstrieren. Es kommt 
natürlich ein bißchen drauf an, ob die "Vokabel" wirklich zum Répètior 
(?) gehört oder nicht. Wenn ein E-Techniker nicht weiß, was SMD 
bedeutet, dann sollte er da wirklich nacharbeiten.
Mein Aküfi-Fav.:

RGB-SMD-LED-PCB !!!

Gruß
#2056582
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d. G. schrieb:
>> ob die "Vokabel" wirklich zum Répètior gehört
> Dieses Wort gehört offensichtlich nicht dazu. ;-)
> Repertoire, Repertoire!

Richtig, darum auch mein "(?)" was ich dahinter geschrieben haben. 
Hättest du ruhig mitzitieren können ;) ...

>> RGB-SMD-LED-PCB !!!
> Naja, das sind ja keine unbekannten Abkürzungen (zu mindestens unter
> Elektronikern und artverwandten Berufen).

Auch richtig. Wir wissen, was gemeint ist. Darum ja auch mein Verweis 
dadrauf, ob die Vokabel zum Repertoir (!!!) gehört. Alles i.O. also.

Artsfremde werden da allerdings fragen: WTF?!?

Aber zum TO:
Ich würd echt nachfragen. Mama sagte immer "Der Ton macht die Musik.". 
Ich wette du kannst das so rüberbringen, daß man dich nicht für doof 
hält :)

Gruß
Gast #2056627
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Kurt W. schrieb:
> Natürlich könnte man fragen was die Abk. bedeuet, tut man aber nicht.
> Die Gefahr sich sprichwörtllich  zu disqualifizieren ist doch zu gross.

Diese Einstellung ist der Karriere hinderlich.

Es kommt drauf an wie du nachfragst. Wenn du devot und ängstlich fragst 
wissen die anderen, dass man mit dir 'Radfahren' kann.

Frage im interessierten Ton nach, schmücke deine Frage aus, bestätige 
die Antwort die du bekommst. Der Antwortende fühlt sich dann 
'gebauchpinselt' und hilft dir gerne immer wieder.

Bedenke: "Wer fragt der führt". Achte da mal drauf.
Gast #2056648
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wurst schrieb:
> Unternehmensspezifische Abkürzungen sind wie eine Geheimsprache. Wenn
> man die Abkürzungen versteht und benutzt gehört man eben dazu.

Und wenn man sie nicht versteht und falsch benutzt, kann das 
hochnotpeinlich werden. Höhere Chargen können sich in solchen Fällen 
erlauben, nix zu sagen und wissend zu nicken, oder das Thema zu 
wechseln. "Normale Indianer" müssen irgendwann ihren Senf dazugeben, 
ansonsten fragt man sich, was sie in der Besprechung eigentlich verloren 
haben.

Daher meine Meinung: Wenn die Bedeutung der Abkürzung wichtig ist, um 
dem Gespräch folgen zu können: Auf jeden Fall zwischenfragen.
OP #2056666
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>> RGB-SMD-LED-PCB !!!

Bevor wir fallen, fallen wir lieber auf.

Bis jetzt habe ich in meinem Berufsleben nur zweimal nachgefragt und 
jedesmal neben der Erklärung eine dumme Bemerkung mitbekommen.

- AVT (Aufbau- und Verbinidungstechnik),
- MTF (Manual Transmission Fluid)

~Kurt
Gast #2056833
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