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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik 78XX als Heizung verwenden


Autor: Heizer (Gast)
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Hallo Leute,

Möchte gerne eine Festplatte, die ich im Auto verwende vor der 
Verwendung auf Betriebstemperatur bringen (Flüssigkeitslager).
Daher hatte ich mir folgendes gedacht: Ausgang eines 78XX 
Festspannungsreglers gegen GND schalten. Nun wird der Strom auf 1A 
begrenzt.
Ich nehme mal an, das nun 12W verbraten werden. Also müsste es ja 
funktionieren, wenn ich den Regler mit einem Wärmeleitkleber an einen 
Kühlkörper hänge, der von einem Ventilator angeblasen wird, das ich eine 
Heizung erhalte. Nun ist meine Frage, ob die Wärme genügend abgeführt 
werden kann, oder der Regler stirbt. Regler ist in TO220.
Oder währe es sinnvoll Dioden im TO220 Gehäuse vom Ausgang gegen GND zu 
ziehen. Würde dann ja pro Diode nur ca.1 Watt frei. Wenn ich z.B. einen 
7809er nehme und 9Dioden drannhänge, dann würde (bei 12V) am Regler 3 
WAtt und dann den Dioden je 1W abfallen (Bei 9 Stk Dioden in Serie).

Habe ich da einen Denkfehler?

Autor: Tishima (Gast)
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Ne gegenfrage,

Wer benutzt für solche Einsatzgebiete noch eine Festplatte ?

Dafür wurden SSD erfunden.

gruß,
Bjoern

Autor: Ingolf O. (headshotzombie)
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Alles andere als diese hier zu nehmen, halte ich für sehr gewagt -> 
http://www.pollin.de/shop/dt/Nzg5OTQxOTk-

Autor: Dr. CarBat (Gast)
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wobei es wohl nicht zu empfehlen ist das Teil ständ bestromt zu haben - 
bei 15W ist die Autobatterie am nächsten Morgen furzleer!

Autor: Dr. CarBat (Gast)
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auch wegen den Erschütterungen ist eine SSD der HDD vorzuziehen!

Autor: A. K. (prx)
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Heizer schrieb:

> Daher hatte ich mir folgendes gedacht: Ausgang eines 78XX
> Festspannungsreglers gegen GND schalten. Nun wird der Strom auf 1A
> begrenzt.

Unabhängig vom Sinngehalt der Sache und den Aussichten für die Batterie: 
Zum Heizen kann man Leistungswiderstände verwenden. Anders als ein 78xx, 
bei dem das eine Notabschaltung ist die er nicht unendlich lange 
mitmachen muss, wird der Widerstand das länger durchhalten als dein 
Auto.

Autor: oszi40 (Gast)
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Irgendeine Festplatte??? Wie oft beschrieben herrschen im Auto von -30 
bis +75 Grad Lufttemperatur, Erschütterungen, Kondenswasser, böse 
Bordspannung usw. Lies F23 
http://www.dse-faq.elektronik-kompendium.de/dse-faq.htm#F.23

Ein SD-Speicher oder eine SSD dürften die bessere Wahl sein.

Autor: Thomas S. (thomas_s74)
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Nimm nen Transistor mit Widerstand an der Basis.

Autor: Om Pf (ompf)
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Heizer schrieb:

> Daher hatte ich mir folgendes gedacht: Ausgang eines 78XX
> Festspannungsreglers gegen GND schalten. Nun wird der Strom auf 1A
> begrenzt.

Ein 78xx ist dafür nicht robust genug, den haut's früher oder später 
durch. Mit einem LM317 funktioniert diese Nummer recht zuverlässig und 
findet sich auch in diversen kommerziellen Schaltungen.

Der LM317 "regelt" eine Gehäusetemperatur von 130..150°C ein. D.h. wenn 
es heisser wird, fährt er den Strom runter.


Patrick

Autor: MaWin (Gast)
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> Nun wird der Strom auf 1A begrenzt.

Nein. Der 78xx enthält eine Foldback-Stromregelung,
die im Kurzschlussfall auf deutlich UNTER 1A begrenzt,
probier's aus bzw. schau ins Datenblatt.

Was spricht gegen einen Hochlastwiderstand ?

Autor: A. K. (prx)
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Patrick S. schrieb:

> Der LM317 "regelt" eine Gehäusetemperatur von 130..150°C ein. D.h. wenn
> es heisser wird, fährt er den Strom runter.

Ich will hoffen, dass er diese Sperrschichttemperatur einstellt, denn 
zwischen dieser und der vom Gehäuse sind es bei TO-220 4°C/W.

Autor: Knut Ballhause (Firma: TravelRec.) (travelrec) Benutzerseite
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Patrick S. schrieb:
> Der LM317 "regelt" eine Gehäusetemperatur von 130..150°C ein. D.h. wenn
> es heisser wird, fährt er den Strom runter.


Patrick S. schrieb:
> recht zuverlässig und
> findet sich auch in diversen kommerziellen Schaltungen.

Das ist trotzdem nichts von Dauer. Ein Spannungsregler ist nicht dazu 
gedacht, an seiner Betriebsgrenze betrieben zu werden. Das Ansprechen 
der Thermoschutzschaltung ist kein normaler Betriebszustand.

Autor: Michael Dierken (Gast)
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Bis Mitte durchgelesen:

Seid doch nicht immer so unfreundlich. Wenn er ne HDD nehmen will soll 
er das machen, mache ich auch. Die Festplatte wird ohne aufheizen bei 
den tiefsten Temperaturen eingeschaltet, es wird mit 70 durch den Wald 
gebheizt und sie läuft! Es kommt nämlich nicht nur drauf an was das für 
eine Technik ist sondern auch wie sie positioniert ist (Also Hochkant 
oder liegend, denn bei mir ist die überm Radkasten befestigt). Wenn man 
die Festplatte so befestigt das der Arm in Ruheposition nach unten hängt 
kann schonmal kaum was passieren.

Zum Heizen würde ich das bereits angegebene Heizemelemt von Pollin 
empfehlen. Dazu einen NTC Spannungsteiler und Komparator, sodass beim 
einschalten die Festplatte aufgeheizt wird und bei einer bestimtmen 
Temperatur die Heizung abgeschaltet und der Rechner eingeschaltet wird.
Die Festplatte würde ich in diesem Falle nicht zu sehr gedämmt einbauen 
(es seihe denn es besteht weiter die Möglichkeit der Kühlung), da es 
sonst im Sommer (wenn es ein ganzJahresAuto ist) ziemlich warm werden 
kann.

Wenn dir das zu kompliziert ist und eine SSD zu teuer kann ich dir einen 
CF Adapter empfehlen auf welchen zu dein OS packst und dann einen USB 
Stick als Datenfestplatte.

Autor: Peter Dannegger (peda)
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Heizer schrieb:
> Ausgang eines 78XX
> Festspannungsreglers gegen GND schalten. Nun wird der Strom auf 1A
> begrenzt.

Nein.
Der 78xx hat keinen Konstantstromausgang. Er begrenzt bei etwa 
1,6..1,8A, nimmt das aber übel über längere Zeit (Hitzetod).

Du kannst aber einen LM317 nehmen und als Stromkonstanter schalten.


Peter

Autor: Norbert (Gast)
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Jetzt helft mir bitte noch mal...
was genau spricht gegen einen 12 Ohm Widerstand?

Autor: Franz (Gast)
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Und was spricht gegen ein Peltierelement?
Heizt und kühlt zugleich, gerade wie man es im Winter oder Sommer 
braucht oder will!
Immer diese Basteleien auf Amateurebene, ich dachte wir sind im 21. 
Jahrhundert angekommen, und nicht in der Steinzeit!

Autor: G.Mischnix (Gast)
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Herr OHM moechte dass du einen HEIZWIDERSTAND einbaust.

HEIZ...kommt von heizen !

Autor: Jobst M. (jobstens-de)
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Ich hatte 2 Jahre lang eine 10GB Platte in einem Rechner unter dem Sitz.
Dabei habe ich eigentlich auf gar nichts geachtet (die Lebensdauer der 
Platte war mir egal, da ich davon genug hatte)
Die Platte läuft immernoch.


Gruß

Jobst

Autor: Andrew Taylor (marsufant)
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Ein PTC als selbstregelndes Heizelement und das Problem ist mit sehr 
kleinem Aufwand gelöst. D.h. 1 Bauelement.

Noch irgendwelche Vorschläge?

Autor: Remo@ Te (remo)
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in Elektor 7/8 2010 ist unter dem Titel
"Streifenrasterplatine als Heizplatte"
eine Hiezung beschrieben, die nur aus den Streifen
einer 60x100mm Streifebnrasterplatine besteht und bei
12V ca 4A zieht. Wenn du die an die Festplatte klebst und
nur ein paar wenige Minuten mit Strom betreibst dann hast du
was du eigentlich suchst. Vorsicht, nicht zu lange, das Ding wird bis zu 
100C heiss, dann stirbt die Platte eher an Hitze als an der Kälte.

Ob das Ansinnen die Platte zu heizen überhaupt Sinn macht musst du 
selbst entscheiden.

Viel Spass
Remo

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