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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Probleme Verständnis ADC 0804-1


Autor: Wünsch Dir Was (Gast)
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Ich hab mir den ADC 0804-1 gekauft, hier ist der Link zu dem Datenblatt

http://www.produktinfo.conrad.com/datenblaetter/15...

Ich hab das Datasheet versucht zu verstehen und ein paar kurze Fragen zu 
den Pins.

D0-D7 sind klar, dass sind die Ausgabepins, wie hoch die gemessene 
Spannung sit.

Vin(+) und Vin(-) - daran schließe ich die Kabel für die zu messende 
Spannung an.

Aber ich verstehe die anderen Pins noch nicht.

Vcc: schließe ich dort die Spannungsversorgung für den ADC an? Im 
Datenblatt steht Vcc = 6,5 Volt - ist das die Maximalspannung - würde 
der ADC auch mit 5,0 Volt laufen?

Ich kann dem Datenblatt nicht entnehmen, welchen Spannungsbereich ich 
zw. Vin(+)/(-) abdecken kann - z.B. -5 Volt bis +5 Volt?

Dann gibt es noch Vref/2. Hab ich das so richtig verstanden? ist Vref/2 
= 0 Volt, dann misst der ADC von Vin(-),max bis Vin(+),max - also kann 
der ADC von -5V bis +5V messen, dann geht bei Vref/2 = 0 der gesamte 
Bereich

Und angenommen, Vref/2 = 2,0 Volt - geht dann der Messbereich des ADC 
von Vin(-)= 0V bis Vin(+) = 4 Volt?

Kann ich zum Test an die Pins D0-D7 jeweils eine LED dranhängen gegen 
Masse, um dann zu sehen, welche Pins beim Anlegen einer Spannung an 
Vin(-)//+) anliegt?

Dann gibt es noch die Pins CS, RD und WR - und Clock und die anderen, 
mein Englisch ist leider nicht ganz so gut, darum verstehe ich das 
Datenblatt nicht mit dem ganzen Text. Aber CS, RD und WR sind doch 
praktisch, wenn ich nicht die Datengänge D0-D7 auslesen will, sondern 
ähnlich wie eine serielle Schnittstelle die Daten auslesen will - oder? 
So denke ich es zumindest.

Aber dann gibt es noch die Pins INTR und CLk - was ist mit denen?

Autor: Jobst M. (jobstens-de)
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Wünsch Dir Was schrieb:
> Vcc: schließe ich dort die Spannungsversorgung für den ADC an? Im
> Datenblatt steht Vcc = 6,5 Volt - ist das die Maximalspannung - würde
> der ADC auch mit 5,0 Volt laufen?

Du hast bei Absolute maximum ratings geguckt. Bei (ab) 6.5V geht er 
kaputt.
Bei Operating ratings steht 4.5 - 6.3V
Ich gehe im folgenden von 5V aus.


> Ich kann dem Datenblatt nicht entnehmen, welchen Spannungsbereich ich
> zw. Vin(+)/(-) abdecken kann - z.B. -5 Volt bis +5 Volt?

Du kannst den Eingang so beschalten, daß Du auch -5 - +5V messen kannst. 
Unbeschaltet sind es 0 - +5V, wobei beide Eingänge sich zwischen GND und 
Vcc befinden müssen.

> Dann gibt es noch Vref/2. Hab ich das so richtig verstanden? ist Vref/2
> = 0 Volt, dann misst der ADC von Vin(-),max bis Vin(+),max - also kann
> der ADC von -5V bis +5V messen, dann geht bei Vref/2 = 0 der gesamte
> Bereich

Nein. Vref/2 sind 2.500V. Der maximale Bereich sind also 5V.
Bei Vref/2 = 0V arbeitet er nur noch als Comperator.


> Und angenommen, Vref/2 = 2,0 Volt - geht dann der Messbereich des ADC
> von Vin(-)= 0V bis Vin(+) = 4 Volt?

Jepp. Oder Vin(-) = 1V bis Vin(+) = 5V. Aber die Differenz bleibt 4V.


> Kann ich zum Test an die Pins D0-D7 jeweils eine LED dranhängen gegen
> Masse, um dann zu sehen, welche Pins beim Anlegen einer Spannung an
> Vin(-)//+) anliegt?

6mA schafft er ...


> Dann gibt es noch die Pins CS, RD und WR - und Clock und die anderen,
> mein Englisch ist leider nicht ganz so gut, darum verstehe ich das
> Datenblatt nicht mit dem ganzen Text. Aber CS, RD und WR sind doch
> praktisch, wenn ich nicht die Datengänge D0-D7 auslesen will, sondern
> ähnlich wie eine serielle Schnittstelle die Daten auslesen will - oder?
> So denke ich es zumindest.

CS und RD müssen 0 sein, damit Du Daten an den Ausgängen bekommst.
Wenn CS und WR 0 sind, wird eine Wandlung gestartet.
Ein Clock wird für die internen Abläufe benötigt.

Wenn Du CS und RD auf Masse legst, WR mit INTR verbindest, CLK R und CLK 
IN mit R und C beschaltest, liefert Dir der Wandler ständig Daten.

INTR liefert ein Signal, wenn neue Daten gewandelt wurden.

Seriell ist da garnüscht.
Lerne englisch :-)


Gruß

Jobst

Autor: Wünsch Dir Was (Gast)
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wie muss ich denn dann das genau anschließen, wenn ich es auf einem 
steckbrett ausprobieren will?

Autor: Jobst M. (jobstens-de)
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Ich habe alles beschrieben.
Funktioniert auf einem Steckbrett auch so.


Gruß

Jobst

Autor: Wünsch Dir Was (Gast)
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Jobst M. schrieb:
> Ich habe alles beschrieben.
> Funktioniert auf einem Steckbrett auch so.

Ja stimmt, dass hast Du, vielen Dank.

Jobst M. schrieb:
> 6mA schafft er

Schafft das Dingen insgesamt 6mA oder pro Ausgang? Dass heisst, wenn ich 
eine LED noch daran hängen muss, dann muss ich sowas machen wie bei dem 
AVR-Turorial bei den uC:

http://www.mikrocontroller.net/wikifiles/0/0d/Transi2.gif

Da ist dann an dem Ausgang ein Transistor mit mehreren Widerständen 
verknüpft.

Autor: Falk Brunner (falk)
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@  Wünsch Dir Was (Gast)

>Schafft das Dingen insgesamt 6mA oder pro Ausgang?

Pro Ausgang. Braucht man aber nicht zwingend. Nimm Low Current oder 
Ultrahelle LEDs und betreibe die mit 1-2mA. Reicht dicke.

> Dass heisst, wenn ich
>eine LED noch daran hängen muss, dann muss ich sowas machen wie bei dem
>AVR-Turorial bei den uC:

Viel zu aufwändig.

MFG
Falk

Autor: Jobst M. (jobstens-de)
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Hin und wieder hilft es auch, sich Datenblätter anderer Hersteller 
anzusehen. Hier solltest Du genau das finden, was Du suchst ...


Gruß

Jobst

Autor: Wünsch Dir Was (Gast)
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Guten Morgen!

Ich habe das jetzt alles mal auf einen Steckbrett nachgebaut, habe die 
Referenzspannung angeschlossen, die Ausgänge D0-D7 mit LEDs zur Anzeige 
bestückt.

CR, RD, CLK_In (nur Clk_inüber nen Kondensator) mit Masse verbunden und 
Clk_in+Clk_r mit nem Widerstand verbunden - so dass der ADC dauernd 
misst.

Ich hab einen 7805 zur Spannungserzeugung genommen, einen 
Spannungsteiler mit zwei gleichen Widerständen gemacht, um Vcc/2 als 
Vref/2 zu bekommen.

Dabei sind mir zwei Dinge aufgefallen. der 7805 (den ich so mit den 
Kondensatoren und der Diode bestückt hab wie in dem AVR-Turorial als 
Spannungsquelle für einen uC), dass da auch nicht genau 5 Volt 
herauskommen, sondern 4,8 Volt. Liegt das an meinem Multimeter, dass das 
nicht so genau ist? Ich speise den 7805 mit etwa 6,4 Volt, also etwas 
mehr als 5 Volt.

Beim Messen mit dem ACD ist mir aufgefallen, dass die Lampen nicht 
kontinuirlich leuchten. Ich habe z.B. eine Batterie mit 1,55 Volt 
angeschlossen und die Lampen gingen als verschieden An- und aus, ich 
hatte erst gedacht, der ADC braucht eine kurze Einschwingzeit, aber auch 
nach 2 Minuten haben die LEDs fleissig verschieden geblint. Verwundert 
hat mich dabei, dass die LED an D7 auch regelmässig aufgeblinkt hat. 
Denn wenn D7 aufleuchtet, ist das ja das Bit für Vref/2, und Vref/2 
beträgt ja 2,4 Volt und wenn die Batterie aber "nur" 1,55 Volt liefert, 
dann düfte doch eigentlich das Bit 8 an D7 überhaupt nicht über die LED 
aufleuchten, das verwirrt mich doch. Woran könnte das liegen?

Autor: Sympathikus (Gast)
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Wünsch Dir Was schrieb:
> Ich speise den 7805 mit etwa 6,4 Volt, also etwas
> mehr als 5 Volt.

Woher kommen die 6,4 Volt?

Autor: Jobst M. (jobstens-de)
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Also 6,4V sind 'etwas' wenig. 7,5V sollten das schon sein.


Gruß

Jobst

Autor: Wünsch Dir Was (Gast)
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Ich habe die Spannung nun auf etwa 8 Volt vor dem 7805 erhöht.

Leider blinken die LEDs immer noch hin- und her. Ich habe die Kontakte 
V_in(+) und V_in(-) einfach an eine Batterie drangehalten mit 1,55 Volt 
Spannung und manchmal leuchtet auch die Diode auf,die für 2,4 Volt 
stehen. Woran liegt das?

Autor: Jobst M. (jobstens-de)
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Dieses Ding hier?

http://www.mikrocontroller.net/wikifiles/c/c5/V_Regler.gif


Gehst Du dort mit Wechselspannung rein?
Erhöhe C1 mal auf 470uF oder mehr ...


Gruß

Jobst

Autor: Wünsch Dir Was (Gast)
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Jobst M. schrieb:
> Gehst Du dort mit Wechselspannung rein?

Nee, mit Gleichstrom. Ich hab ein etwas älteres Netzteil, was mir den 
Gleichstrom liefert.

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