Braunes Wasser

(Firma: Nisch-Aufzüge) Persönliche Seite #2059632
Lesenswert?

Doch,

das könnte ein Problem werden. Allerding erst in einigen Jahren.
Wenn in Fließrichtung vor dem  Speicher Kupferrohre verlegt wurden und 
das Wasser im Speicher mit Eisen/Stahl in Berührung kommt sorgt die 
Elektrolyse für die  kontinuierliche Zersetzung des Eisens.

http://www.chemieonline.de/forum/showthread.php?t=87125

http://www.fvshk-nrw.de/upload/bilder-downloads_fuer_beitraege/dokumente/technik/leseprobe_werkstkde.pdf

MfG Winne
#2059655
Lesenswert?

Normalerweise ist doch der Warmwasserspeicher mit einem Zinküberzug 
versehen. Um den zu schützen, sitzt in dem Kessel eine sog. Opferanode.
Nicht, daß die Anode schon verbraucht ist und die Elektroliese, äh -lyse
schon den Kessel bis auf den Stahl herunter abgefressen hat.

Dann hättest Du die Brille auf und müßtest Dir einen neuen Kessel 
kaufen.

MfG Paul
(Firma: Nisch-Aufzüge) Persönliche Seite #2059735
Lesenswert?

Paul Baumann schrieb:
> Normalerweise ist doch der Warmwasserspeicher mit einem Zinküberzug
> versehen. Um den zu schützen, sitzt in dem Kessel eine sog. Opferanode.
> Nicht, daß die Anode schon verbraucht ist und die Elektroliese, äh -lyse
> schon den Kessel bis auf den Stahl herunter abgefressen hat.
>
> Dann hättest Du die Brille auf und müßtest Dir einen neuen Kessel
> kaufen.
>
> MfG Paul

Zink, aber nicht in der  Trinkwasserseite !!!

im zweiten link meines Vorletzten Postes sind Isoliermuffen beschrieben 
welche die elektrolys verhindern sollen das gibt jedoch Probleme beim 
Potentialausgleich ..... besser ist bei Instllationen die Spannungreihe 
zu beachten!
(Firma: Nisch-Aufzüge) Persönliche Seite #2059842
Lesenswert?

Tja,

 dann greift Baurecht und das sind 5 Jahre Gewährleistung!  Achtung es 
ist 5 vor Zwölf die Uhr tickt. Wurde des Zeugs nicht fachgerecht 
installiert (verdeckter Mangel!)..... Nachbesserung zu Lasten der 
ausführenden Firma! Am besten gleich einen Gutachter fragen. Stellt der 
eine Mangelhafte Installation fest, so geht auch sein Gutachten zu 
Lasten der ausführenden Firma. Wichtig ist den Mangel sofort schriftlich 
und mit Eingangsbestätigung anzeigen um Fristversämnisse von vornherein 
auszuschließen.


MfG Winne
(Firma: Nisch-Aufzüge) Persönliche Seite #2060013
Lesenswert?

Das bedeutet das der Beuler sich auflöst. Wie lange das dauert ??? bis 
er durch ist weiss ich nicht. dickwandige gefäße halten länger aber bie 
Eisen Wasser und Druck kann es auch schnell gehen, da die Korrosion in 
Eisen nicht homogen und linear verläuft.  Klarheit kann auch eine 
Ultraschalmessung liefern.

Ich würde mich schlau machen was ich da vor mir habe. zumindest wenn ich 
mich nicht überrachen lassen will.

MfG Winne
Gast #2060077
Lesenswert?

Ich würde auch darauf tippen, dass die Opferanode verkalkt/abgenutzt 
ist, und/oder der Behälter Transportschäden hatte (abgeplatzte 
Emailbeschichtung innen), und das Teil nun vor sich hin rostet.

Wenn machbar würde ich das Wasser ablassen und die Innenwand des 
Behälters inspizieren, evtl. mit einem Endoskop, falls ausleihbar.
#2060150
Lesenswert?

Winfried J. schrieb:
> Das bedeutet das der Beuler sich auflöst.

Klar!
>  Wie lange das dauert ??? bis
> er durch ist weiss ich nicht. dickwandige gefäße halten länger aber bie

Auch klar!
> Eisen Wasser und Druck kann es auch schnell gehen, da die Korrosion in
> Eisen nicht homogen und linear verläuft.  Klarheit kann auch eine
> Ultraschalmessung liefern.

Teuer, teuer, teuer...
> Ich würde mich schlau machen was ich da vor mir habe. zumindest wenn ich
> mich nicht überrachen lassen will.
>
> MfG Winne


...drum fragt er ja hier nach....
Gast #2060202
Lesenswert?

@Mario:

Seit wann ist das Wasser braun? War es von Beginn an, oder trat es erst 
später bzw. plötzlich auf?

In Heizungskreisläufen jedenfalls hatte man immer ein Zusatzmittel, 
Korrosionsschutz, was dem Wasser beigefügt wird. Daher ist die 
Heizungsbrühe immer etwas schwarz. Ein guter Installateurbetrieb füllt 
den Korrosionsschutz tatsächlich auch ein. Aber bei dir, ist das ja was 
anderes.
#2060219
Lesenswert?

Wilhelm Ferkes schrieb:
> In Heizungskreisläufen jedenfalls hatte man immer ein Zusatzmittel,
> Korrosionsschutz, was dem Wasser beigefügt wird. Daher ist die
> Heizungsbrühe immer etwas schwarz. Ein guter Installateurbetrieb füllt
> den Korrosionsschutz tatsächlich auch ein. Aber bei dir, ist das ja was
> anderes.

Falsch, das Wasser im Heizungskreislauf ist "fertig", aber gut. Kein 
Sauerstoff mehr und Kleinstteile der chemischen Reaktion mit dem 
Heizungsrohr. Das ist das beste Heizungswasser! Das Heizungsrohr ist 
durch die Reaktion von innen sozusagen versiegelt. Man sollte auch nicht 
so oft frischen Wasser (Sauerstoff) nachfüllen, da die Reaktion das Rohr 
dann noch mehr zersetzt und irgendwann hat es ein Leck.

Jetzt mal zum Trinkwasser: Ist das Wasser "noch" geruchs- und 
geschmacksneutral???

---
Gast #2060227
Lesenswert?

Wilhelm Ferkes schrieb:
> In Heizungskreisläufen jedenfalls hatte man immer ein Zusatzmittel,
> Korrosionsschutz, was dem Wasser beigefügt wird. Daher ist die
> Heizungsbrühe immer etwas schwarz.

Das Schwarze ist normalerweise Metallabrieb von Eisenrohren, Heizkörpern 
und der Pumpe.
Hydrazin als Korrosionsschutz wird heute nicht mehr verwendet, weil 
krebserregend. Das Wasser im Heizkreis ist nach ein paar Tagen tot (kein 
Sauerstoff mehr drin), da kann dann nichts mehr rosten, muss also kein 
Schutz 'rein. Darum sollten für Fussbodenheizungen keine Kunststoffrohre 
verwendet werden, weil die den Sauerstoff ins Wasser durchlassen. Dafür 
werden Verbundrohre benutzt (Kunststoff-Kupfer/Alu-Kunststoff).
Gast #2060243
Lesenswert?

Thilo M. schrieb:

>Hydrazin als Korrosionsschutz wird heute nicht
>mehr verwendet, weil krebserregend.

OK. Bin nicht auf dem allerneuesten Stand. Hab das vor über 20 Jahren 
mal gesehen, und das Zeug riecht auch chemisch, ist kein Metallabrieb. 
Ein Heizungsbauer erklärte es mir dann nach meiner Frage nach der 
Schwärzung und dem chemischen Geruch.
Gast #2060247
Lesenswert?

Thilo M. schrieb:
> Wilhelm Ferkes schrieb:

> Darum sollten für Fussbodenheizungen keine Kunststoffrohre
> verwendet werden, weil die den Sauerstoff ins Wasser durchlassen. Dafür
> werden Verbundrohre benutzt (Kunststoff-Kupfer/Alu-Kunststoff).


Bei der Verlegung von Fußbodenheizung habe ich of zugesehen und alle 
haben sie Kunststoff genommen. Wenn das nicht sicher wäre würde man 
sowas bestimmt nicht nehmen. Oder?
Gast #2060255
Lesenswert?

Mario K. schrieb:
> Bei der Verlegung von Fußbodenheizung habe ich of zugesehen und alle
> haben sie Kunststoff genommen. Wenn das nicht sicher wäre würde man
> sowas bestimmt nicht nehmen. Oder?

Unsicher ist das bestimmt nicht, nur fördert es eben die Korrosion in 
allen Eisenhaltigen Bauteilen im Heizkreis (Kessel, Pufferspeicher, 
Pumpe, Heizkörper usw.).
Das Kunststoffrohr ist eben billiger, da ist das Verkaufsargument dem 
Kunden gegenüber eben schwierig, dass die Haltbarkeit der Komponenten 
kürzer ist.
Auch müssen Bauherren normalerweise auf den Geldbeutel achten.

Wilhelm Ferkes schrieb:
> und das Zeug riecht auch chemisch, ist kein Metallabrieb.

Das kann sein, dass das Zeug schwarz färbt. In Industrieanlagen 
(Leckageüberwachung an Dampferzeugern/Wärmetauschern) wird es heute noch 
eingesetzt, weil es sich im Wasser in kleinen Dosen leicht detektieren 
lässt.
(Firma: Nisch-Aufzüge) Persönliche Seite #2060257
Lesenswert?

So dille,

nochmal zum mitmeißeln: Im Trinkwasswerbereich gibt es Keine 
Opferanode/n weil das Schwermetallvergiftungen nach sich zöge. Der 
Trinkwasserstrang (-kreislauf falls Zirkulation vorhanden) ist 
hydraulisch vollständig vom Heizkreislauf getrennt oder sollte es zu 
mindest sein sonst wird die Sache giftig. Insofern ist Rost ein 
Anzeichen welches entweder auf Elektrolyse und/oder Beschädigungen des 
Boilers hindeutet. Und im 5. Jahr des Neubaues ist es höchste Zeit der 
Ursache auf den Grund zu gehen, will man nicht riskieren durch Säumen 
über kurz oder lang vor hohen Reparaturkosten zu stehen.

MfG Winne
#2060317
Lesenswert?

Thilo M. schrieb:
> Darum sollten für Fussbodenheizungen keine Kunststoffrohre
> verwendet werden, weil die den Sauerstoff ins Wasser durchlassen. Dafür
> werden Verbundrohre benutzt (Kunststoff-Kupfer/Alu-Kunststoff).

Die "Rohre" werden aber vergossen und da sollte dann kein Sauerstoff 
mehr ran kommen (theoretisch). Bei Stahlbeton wird durch den Beton der 
pH-Wert geändert und dadurch rostet er etwas langsamer, gibt es ein 
äquivalent für Kunststoffrohe in der Fussbodenheizung?

---
#2060458
Lesenswert?

>Das stimmt nicht. Ich hatte einen Elektroboiler, der hatte eine.

Ist doch weiter oben mit den Link zu den Bildern und wenn man
da dann nach unten scrollt, ausreichend beschrieben und geklärt.

Werft lieber nicht Heizkreislauf und Brauchwasserkreis zusammen.
Die sind immer getrennt. Hier gehts dem TO nur ums Brauchwasser.
Da muss der Mario eben zusehen das da mal einer reinschaut.
Ich glaube auch nicht das mit großen Theorien bezüglich der
Opferanode das Problem gelöst werden kann. Wenn der Stahl bereits
Schaden genommen hat hilft auch keine neue Anode. Da muss eben
repariert oder ersetzt werden.

Antwort schreiben

Bitte melde dich an, um einen Beitrag zu schreiben.

oder

Mit Google-Account einloggen

Die Registrierung ist kostenlos und dauert nur eine Minute.

Jetzt registrieren