Hallo,
heute wollte ich die Gartenbeleuchtung in Betrieb nehmen. Dabei handelt
es sich über Niederspannungsleuchten, welche über einen Trafo versorgt
werden. Der Trafo wiederum steckt in einer Außensteckdose, deren
Zuleitung (via Erdkabel) ins Gartenhaus führt.
Dort hatte der Vorbesitzer einen Schukostecker an die Erdleitung
gefriemelt und zum Einschalten in die Steckdose gesteckt.
Sicherheitshalber habe ich noch einen FI - Zwischenstecker zwischen
Steckdose und Zuleitung angebracht.
Beim Test heute Mittag war alles OK, heute Abend hat es aber den FI
rausgehauen, als ich die Gartenhausbeleuchtung eingeschaltet habe.
Deshalb habe ich die Gartenhausbeleuchtung ausgeschaltet und den FI
wieder reingedrückt.
Daraufhin leuchtete die Gartenhausbeleuchtung (2 x 40W Glühbirne) trotz
offenem Lichtschalter, allerdings nur schwach.
Wodurch könnte dieser Effekt zustandekommen?
Die Erdung an der Steckdose habe ich überprüft, die ist OK.
Hast du Ahnung von Elektrik? Wenn nein, dann lass liebr einen Fachmann
ran. Wenn du ahnung haben solltest, könntest du folgendes Probieren.
Zieh den Trafo der Beleuchtung mal auf der Steckdode und schalte diese
dann an. Fliegt jetzt auch der FI?
Sieht eigentlich nach einem Defekten Schalter aus, wenn das Licht
trotzdem an bleibt. Ist das erdkabel die einzige versorung des
Gartenhauses? Kontrollier besser auch gleich alle Stecker, Steckdoen,
Schalter und Abzweigdosen mal und schau nach ob die Verkabelung richtig
und sachgemäß gemacht wurde (Alles richtig angeschlossen, wurde sauber
gearbeitet, vielleicht wurde auch beim abisolieren der Kabel in den
Mantel der Adern geschnitten und durch Feuchtigkeit sind Kirechströme
entstanden, hatte ich auch mal in einer Elektrik vorgefunden, da suchst
du ewig nach)
Von Elektrik habe ich schon Ahnung.
Wenn ich den Trafo ausstecke bleibt der FI drinnen und das Licht
leuchtet auch nicht mehr.
Das von mir erwähnte Erdkabel führt vom Gartenhaus zu der
Außensteckdose.
Das Gartenhaus selbst wird über ein anderes Erdkabel versorgt.
Wie könnte ein defekter Schalter zu diesem Effekt führen?
Hast du also 2 Kabel die zum Gartenhaus hinführen? Gibts da irgendwo
vielleicht eine verbindung.
Der Schalter könnte Leckströme zulassen
Könntest du das ganze vielleicht mal als Skizze darstellen, damit man es
sich einfacher vorstellen kann
Sind die Kabel auch für soetwas geeignet/spezifiziert?
Ich habe mal von einem Prof. gehört, dass bei ihm gerne der FI
anscheinend vollkommen willkürlich ausgelöst hat. Er wohnte über einem
feuchten Keller, und da drang irgendwann halt Feuchtigkeit in die
Isolation der Steigleitungen ein, da sie nicht für Feuchträume
zugelassen waren....
Hi,
ich hoffe aber vor seiner Zeit als Prof., ansonsten: Wow, als Prof.
bekommt mann ja ein "Traumgehalt" (von wegen im feuchten Keller
wohnen... ;-) )
Gerüchten zu Folge hat einer, als der Herr Prof. Multi noch lebte, das
Multimeter erfunden. Damit könnte man sogar stromlose!! Kabel messen.
Wenn das Wissen dazu allerdings nicht vorhanden ist, sollte man lieber
einen Fachmann bestellen bevor es gefährlich wird.
FI-Funktion siehe http://de.wikipedia.org/wiki/Fehlerstromschutzschalter
"Dort hatte der Vorbesitzer einen Schukostecker an die Erdleitung
gefriemelt und zum Einschalten in die Steckdose gesteckt."
lies deinen Kram mal bevor du Ihn abschickst, wie soll das jemand
verstehen!? Was heißt dort und in welche Steckdose wurde was wann zum
Einschalten gesteckt?
"Das von mir erwähnte Erdkabel führt vom Gartenhaus zu der
Außensteckdose."
Es ist übrigens enfachen wenn man beim Aufzählen solcher Verbindungen
die Richtung einheitlich hält und das nicht ständig mischt, sonst weis
keiner wo nun was ist.
"Daraufhin leuchtete die Gartenhausbeleuchtung (2 x 40W Glühbirne) trotz
offenem Lichtschalter, allerdings nur schwach."
Wo ist nun der Lichtschalter? Ich denke es wurde gesteckt um zu
schalten?
"Das Gartenhaus selbst wird über ein anderes Erdkabel versorgt."
Ist das Licht von dem du sprichst denn nicht Teil des Gartenhauses, oder
benötigt das Haus die weitere Zuleitung damit es aufrecht steht und
zusammenhält?
Das ist wirklich der schlechtest beschriebene Problemfall den ich hier
gelesen habe....
Hau mal in die Tasten und schaffe mal etwas klarheit hier!
M.
@Loetknecht
>Von Elektrik habe ich schon Ahnung.
Da hab ich auch ernste Zweifel.
Ansonsten würde ich mal die Steckdosen (und Schalter)überprüfen
ob da der Kunststoff noch okay aussieht oder ob das ganze schon
langsam am schmoren ist(Kunststoffe können verkohlen). Jemand
der von Elektrik Ahnung hat, weiß das und prüft das nämlich.
Alternativ mal die Kabel an den Knick-gefährdetsten Stellen
checken ob da eine Schadstelle ist.
Hoffentlich weißt du, wie man einen FI anschließen muss?
Maddin schrieb:> Hau mal in die Tasten und schaffe mal etwas klarheit hier!
Ich fände eine Skizze praktischer, aber beim Rest bin ich völlig deiner
Meinung.
Bei der zweiten Leitung, die da irgendwo hingeht, bin ich
ausgestiegen...
@oszi40:
Was ein Multimeter ist und wie man es bedient ist mir schon klar. Damit
habe ich z.B. die Erdverbindung der Steckdose überprüft.
Was sollte ich deiner Meinung nach weiter durchmessen?
Mein Problem ist, dass alle Leitungen eingegipst sind und die
Leitungsführung nicht leicht nachzuvollziehen ist.
Die Leitungen wurden anscheinend von keinem Fachmann verlegt. Eine
andere Steckdose in dem Gartenhaus musste ich bereits stillegen, da dort
PE nicht angeschlossen war.
@technicans:
Bevor ich alle Wände aufklopfe wollte ich, zwecks gezielter Fehlersuche,
erstmal hier im Forum nach Tips fragen. Ich hatte gehofft, das evtl.
schon mal jemand ein ähnliches Problem hatte.
Wenn das nicht erwünscht ist sollte man dies irgendwo auf der Startseite
vermerken.
@ALL:
Tut mir leid, dass ich mich anscheinend nicht klar ausgedrückt habe.
Deshalb nachfolgend nochmals der Versuch einer genaueren Beschreibung:
Sicherungskasten
|
| Erdkabel 1
|
V
Gartenhaus
|
---> Lichtschalter ---> Deckenlampe (2 x 40W Glühlampe)
|
---> Steckdose
|
|
V
FI (Zwischenstecker)
|
| Erdkabel 2; über Schukostecker mit FI verbunden
|
V
Außensteckdose
|
|
V
Außenlampen
Ich hoffe, damit konnte ich die Verkabelung etwas verdeutlichen.
Inzwischen habe ich auch weitere Tests gemacht und herausgefunden, das
das Erdkabel 2 und alles nachfolgende "unschuldig" sind.
Wenn ich, bei ausgeschaltetem Lichtschalter, eine normale Handlampe an
die Steckdose anschließe, leutet die Deckenleuchte ebenso schwach.
Loetknecht schrieb:> Deshalb nachfolgend nochmals der Versuch einer genaueren Beschreibung:
aaah, alles klar.
> Wenn ich, bei ausgeschaltetem Lichtschalter, eine normale Handlampe an> die Steckdose anschließe, leutet die Deckenleuchte ebenso schwach.
Ist die Steckdose vielleicht parallel zum Lichtschalter angschlossen?
Also so:
1
Lampe
2
+-----------(X)-------------N
3
|
4
| --._ Schalter
5
+----o o-------------------L
6
| |
7
| |
8
| |
9
/¯|¯¯|¯\ Steck-
10
| O O | dose
11
\______/
Kannst du so überprüfen: Wenn du die Handlampe an die Steckdose steckst
und den Lichtschalter betätigst, müsste die Lampe ausgehen.
1.Ist irgendwo eine (ausgebrannte) Abzweigdose wo einer allerlei
Verwirrung gestiftet oder herumgeklemmt hat?
2.Ein FI löst immer dann aus, wenn der hin- und der rückfließende Strom
sich nicht aufheben sondern etwas irgendwo anders abfließt. Siehe
Wiki-Skizze.
@michael_h45:
Vielen Dank nochmals, die Steckdose hing wirklich parallel zum Schalter.
Danach hätte ich wohl noch eine Weile gesucht.
Ich werde wohl doch einen kompletten Plan der Elektrik in dem Gartenhaus
anfertigen müssen und alles kontrollieren.
Wer weiß, was für Überraschungen sich da noch verstecken.