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Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Symmetrische Spannungsquelle 2,5V


Autor: Daniel (Gast)
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Hallo,

ich stehe gerade ein bisschen auf dem Schlauch. Ich benötige für ein 
Array mit mehreren ADG709 eine stabile Spannungsversorgung +-2,5V. Der 
Trafo ist nicht das Problem. Ich hätte einen mit zwei Sekundärwicklungen 
gekauft, da bleibt man flexibel.

Mit zwei positiven Spannungsreglern bekomme ich das ja vermutlich nicht 
hin. Oder kann ich zwei eigenständige Netzteile mit 2,5V aufbauen und 
dann + des einen Netzteils mit - des anderen Netzteils verbinden?

Was hätte ich denn sonst für Möglichkeiten? Einen -2,5V-Regler habe ich 
nicht bezahlbar gefunden. Die ADG709 (max. 35 Stück) ziehen ja - so wie 
ich das Datenblatt verstanden habe - nur eine Hand voll Elektronen aus 
dem Netzteil, d.h. Stromverbauch ist ja extrem niedrig. Ich würde mal 
ganz grob mit <<10mA schätzen. Oder bleibt es tatsächlich bei nur 35µA? 
Ich kann das gar nicht so recht glauben, dass die so wenig Strom 
ziehen^^

Wenn die Teile tatsächlich so sparsam sind, dann reicht doch auch eine 
Vorstufe mit LM7805 und LM79L05 (+5V brauche ich sowieso) und dann über 
nen Spannungsteiler mit OPAMP-Buffer die +-2,5V rausholen?

Autor: Tom K. (ez81)
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>Oder kann ich zwei eigenständige Netzteile mit 2,5V aufbauen und
>dann + des einen Netzteils mit - des anderen Netzteils verbinden?
Ja.

>Was hätte ich denn sonst für Möglichkeiten? Einen -2,5V-Regler habe ich
>nicht bezahlbar gefunden.

LM337 und LM317.

Autor: Daniel (Gast)
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Tom K. schrieb:
>>Was hätte ich denn sonst für Möglichkeiten? Einen -2,5V-Regler habe ich
>>nicht bezahlbar gefunden.
>
> LM337 und LM317.

Achja, die Idee hatte ich. Und genauso schnell hab ich's wieder 
vergessen... Aber das ist gar nicht schlecht. Das Grobmotorikerzeug 
bekomme ich wenigstens auf eine selbstgeätzte Platine (->günstig). So 
ein hübscher SMD-Regler wäre zwar toll gewesen, lässt sich auf Platinen 
ohne Lötstopp aber so beknackt löten...

Autor: MaWin (Gast)
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> ADG709

Normalerweise versorgt man die mit 0V/5V
und bezieht nur das durchzureichende Signal auf
eine virtuelle Masse von 2.5V, z.B. durch
einen Spannungsteiler aus den 5V gewonnen.

Autor: Daniel (Gast)
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MaWin schrieb:
> Normalerweise versorgt man die mit 0V/5V
> und bezieht nur das durchzureichende Signal auf
> eine virtuelle Masse von 2.5V, z.B. durch
> einen Spannungsteiler aus den 5V gewonnen.

Bei so niedrigen Strömen muss ich diese Spannung vermutlich auch nicht 
über einen OpAmp puffern? Ich hab da ein wenig Bammel, dass das dann 
irgendwie verrauscht klingt wegen den Widerständen (Es handelt sich um 
Audio).

Die Ansteuerung über einen µC macht man dann über einen Spannungsteiler 
aus zwei gleich großen Widerständen zwischen Port und VCC, dessen 
Mittelabgriff am ADG709 hängt? Das gibt dann 2,5V und 5V-Pegel.

Autor: Pete S (Gast)
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Bei den Strömen passt doch ein Shuntregler wie TL431 ganz hervorragend. 
Den gibt es auch in besonders hochwertigen Genauigkeiten falls benötigt.

Autor: MaWin (Gast)
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> nicht über einen OpAmp puffern

Nicht nötig. Schwankungen der virtuellen Masse sind unrelevant da man an 
Eingang und Ausgang das Signal auf diese virtuelle Masse bezieht. 
Ausserdem sind Audioengänge eher hochohmig, jenseits von 20k.

> Die Ansteuerung über einen µC macht man dann über einen Spannungsteiler
> aus zwei gleich großen Widerständen zwischen Port und VCC, dessen
> Mittelabgriff am ADG709 hängt?

Nö. Direkt 0V/5V an den mit 0V/5V versorgten ADG709

Autor: Daniel (Gast)
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Ich hätte noch eine Frage, zwar eigentlich offtopic, aber dieselbe 
Entwicklung betreffend.

Ich möchte ja mehrere Quellen mit jeweils einem Multiplexer auf vier 
Kanäle verteilen. Dabei kann es passieren, dass zwei Quellen auf dem 
selben Kanal liegen und sowohl auf dem Kanal, als auch jeweils direkt an 
der Quelle abgegriffen werden müssen (Siehe Prinzipskizze).

Da ich sehr viele Quellen verwalten muss, wäre es nicht schlecht, wenn 
ich statt dem teuren ADG709 den günstigeren CMOS4052 verwenden könnte, 
dessen Ron aber wesentlich höher liegt (100R statt 4R).

Da das Signal zum einen nicht kurzgeschlossen werden soll/darf und zum 
anderen die Lautstärke beider Quellen an jedem Punkt gleich sein sollte, 
wollte ich die Signale über (im Vergleich zu Ron) hochohmige Widerstände 
zusammenführen.

Im Falle des CMOS4052 würde ich hier also mindestens 1 kOhm 
Vorwiderstände einplanen, um den hohen Innenwiderstand des Chips 
auszugleichen. Frage Nummer eins: Ist diese Vorgehensweiße sinnvoll? Wie 
sieht das mit Verzerrungen bei so geringer Last am Kopfhöreranschluss 
aus (Es handelt sich um Yamaha Keyboards).

Ein weiteres Problem: Die Leitungen zwischen den 
"Schüler-Kopfhörerverstärkern" und der eigentlichen Multiplexerschaltung 
sind teilweise sehr lang (bis zu 10 Meter). Kann ein derart 
abgeschwächtes Audiosignal über so große Distanzen übertragen werden, 
ohne das es deutlich verfälscht wird?

Ich hoffe ihr könnt mir da weiterhelfen. Ich sag schon mal ganz herzlich 
"Danke!".


Viele Grüße

Daniel

Autor: Michael H. (michael_h45)
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Daniel schrieb:
> ich stehe gerade ein bisschen auf dem Schlauch. Ich benötige für ein
> Array mit mehreren ADG709 eine stabile Spannungsversorgung +-2,5V. Der
Hast du stabile 5V?
Falls ja, dann nimm zwei kapazitive Ladungspumpen. Eine zum Halbieren 
der Spannung und eine nachgeschaltete zum Invertieren.
Geht winzig auf die Leiterplatte, ist richtig effizient und nicht 
wesentlich teurer als irgendwelche Verrenkungen mit LM317 oder sonst 
einem Urgestein.
http://www.maxim-ic.com/app-notes/index.mvp/id/1876
http://www.maxim-ic.com/app-notes/index.mvp/id/725

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