Hochohmiges Signal übertragen

Gast #2069843
Lesenswert?
• ▲
▼
Hallo,

ich möchte ein Audiosignal über eine Strecke von mehreren Metern (<20 m) 
übertragen. Leider ist die Signalquelle relativ hochohmig (ca. 5 kOhm) 
und ich bin mir nicht sicher, ob das Signal dann auch ohne großartige 
Störungen am Verstärker (natürlich wesentlich hochohmiger) ankommt. 
Könnt Ihr dazu etwas sagen?


Viele Grüße und Danke!
#2069860
Lesenswert?
• ▲
▼
Hallo,
die Leitung bringt vor allem eine kapazitive Last mit sich. In 
Verbindung mit 5 KOhm ergibt das einen Tiefpass. Höhere Frequenzen 
werden stärker bedämpft. Das könnte man wieder mit einer Entzerrung 
kompensieren. Am einfachsten wäre es an der Quelle einen OP als 
Impedanzwandler einzusetzen.
Gruss Klaus.
Persönliche Seite #2070126
Lesenswert?
• ▲
▼
Zusätzlicher Lastwiderstand um die 2kΩ einbauen. Verringert halt auch 
den Signalpegel (und solange es den Verstärker nicht stört)

Jedenfalls würde ich die Kapazität bei einem so langen Kabel schon 
genauer ermitteln. Fehlende hohe Frequenzen kann man nicht unbedingt auf 
anhieb bemerken. Da verlässt man sich besser auf eine technisch 
einwandfreie Umsetzung.
#2070153
Lesenswert?
• ▲
▼
Man könnte jetzt trixen und das selbe machen wie bei einen Tastkopf für 
einen Oszillografen.

Also auf der Quellenseite einen Widerstand in Reihe zum Kabel der den 
selben Wert hat wie der Eingangswiderstand des Verstärkers. Parallel zu 
dem Widerstand ein Kondensator schalten, der die selbe Kapazität hat wie 
die Kabelkapazität + die Eingangskapazität des Verstärkers.

Die Quelle muss die kapazitive Last natürlich auch treiben können.

Besser wäre es in der Tat einen Impendanzwandler direkt hinter die 
Quelle zu schalten. Am besten mit einen Ausgangswiderstand von nur 
wenige Ohm.


Es gibt noch eine dritte Möglichkeit. Den Eingang des Verstärkers als 
Stromeingang dimensionieren ( Null Ohm Knotenpunkt Eingang , wie bei 
Summierverstärker bei Mischpulten üblich )  dann fällt die Kapazität 
praktisch komplett weg.

Ralph Berres
(Firma: Rehrmann Elektronik) #2071941
Lesenswert?
• ▲
▼
Ralph Berres schrieb:

> Es gibt noch eine dritte Möglichkeit. Den Eingang des Verstärkers als
> Stromeingang dimensionieren ( Null Ohm Knotenpunkt Eingang , wie bei
> Summierverstärker bei Mischpulten üblich )  dann fällt die Kapazität
> praktisch komplett weg.

Dann gibt es noch eine vierte Möglichkeit:
Signal an den Eingang eines OP-Spannungsfolgers und dessen Ausgang an 
die Abschirmung des Signalkabels. Dadurch wird die Kabelkapazität zu 
null kompensiert und die Schirmwirkung bleibt erhalten, da der Schirm 
über den OP-Ausgang AC-mäßig niederohmig mit Masse verbunden ist.
Vorteil: Das Signal bleibt hinsichtlich Pegel und Impedanz original 
erhalten wird wenig verrauscht und der Signalweg ist bidirektional.

Jörg

Antwort schreiben

Hinweis: der ursprüngliche Beitrag ist mehr als 6 Monate alt. Bitte hier nur auf die ursprüngliche Frage antworten, für neue Fragen einen neuen Beitrag erstellen.

Formatierung
  • [c]C-Code[/c]
  • [code]Code in anderen Sprachen, ASCII-Zeichnungen[/code]
  • [math]Formel in LaTeX-Syntax[/math]
  • [[Titel]] – Link zu einem Artikel
  • Verweis auf einen anderen Beitrag: Rechtsklick auf dessen Beitrags-ID (#8078628), „Adresse kopieren“, in den Text einfügen

Mehr zur Formatierung

Längeren Sourcecode als Anhang, nicht in den Text. JPG nur für Fotos und Scans; Zeichnungen und Screenshots als PNG oder GIF. Siehe Bildformate.

Schon registriert? Anmelden

Wird nicht angezeigt. Wir schicken dir einen Link; sobald du damit bestätigst, erscheint dein Beitrag.

Mit dem Abschicken legst du einen kostenlosen Account an und erkennst die Nutzungsbedingungen und die Datenschutzerklärung an.