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Forum: HF, Funk und Felder Energy Harvesting vom Sender zu bemerken?


Autor: S. Nafu (Firma: flipdot hackerspace kassel) (snafu)
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Moin,

Die Antwort lautet "im Prinzip ja". Aber erstmal die Frage, die wir am 
Freitag im Hackerspace Kassel diskutiert haben und nicht lösen konnten:

In der Nähe ist ein Funkturm (GSM UMTS UKW NÖBL). Idee: Mit abgestimmter 
Antenne Energie gewinnen. Dann war die Streitfrage: Kann das der 
Senderbetreiber merken?

Die eine Fraktion sagte: Klar, so funktioniert ja auch RFID, die anderen 
meinten, nee, vielleicht im Nahfeld, aber die Sendeenergie "verpufft" ja 
sowieso im "Äther", und ob sie in 500m Entfernung eine LED zum leuchten 
bringt oder im Kosmos zerstrahlt ist egal, die Sende-Antenne ist ein 
ohmscher Widerstand so oder so...

Kann jemand Helfen?

mny tnx!

Autor: Knilch (Gast)
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z.B. NÖBL:
wenn in den Randbereichen dieses Senders plötzlich ein RTW oder die 
Feuerwehr keine Verbindung mehr bekommt, dann melden die das sicherlich. 
Und dann wird nachgemessen. Viel Spaß mit den Ergebnissen, wenn ein 
illegaler "Saugkreis" bei euch gefunden wird...

Autor: karadur (Gast)
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Hallo


nach dem Prinzip arbeitete z.B. ein Dipmeter. Der Sender merkt das sehr 
wohl. Nur wirst du schon sehr nah an den Sender gehen müssen um z.B. 
eine LED zum Leuchten zu bringen.

Autor: Michael U. (amiga)
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Hallo,

das Internet giebt irgendwie wenig dazu her, aber:

in den dreißger Jahren wurde der Großsender Hamburg in Betrieb genommen.
Die Fläche unter den Antennen wurde auch weiterhin von Kleingärtnern 
benutzt.
Die entdeckten relativ schnell, daß man mit Glühlampe und etwas Antenne 
schön die Gartenlaube beleuchten konnte...

Die Dämpfung war offenbar durchaus störend, die Passage im Gesetz, daß 
die Sendungen von Rundfunksendern nur zum Empfang der Sendungen genutzt 
werden dürfen, kam damals rein.

Man müßte da mal genauer recherchieren.

Gruß aus Berlin
Michael

Autor: S. Nafu (Firma: flipdot hackerspace kassel) (snafu)
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Ich will das mal präzisieren:

Ja, Dipmeter arbeitet genau so. Meine offene Frage ist, ob jenseits des 
Nahfeldes, wo noch eine direkte magnetische Kopplung besteht (Dipmeter, 
RFID, Diebstahlschutz im Kaufhaus) eine Entnahme Senderseitig gemessen 
werden kann.

Die elektromagnetischen Blasendinger, wie die in den Illustrationen zum 
Maxwellschen Gesetz immer gemalt werden, haben sich ja schon von der 
Antenne abgelöst und sind unterwegs nach Alpha Centauri...

Darum gehts mir - gibt es auch dann noch einen Mechanismus der 
Rückwirkung?

Autor: Michael U. (amiga)
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Hallo,

ich frage mich jetzt gerade: ein Sender sendet mit Leistung x.
Ich befinde mich in Abstand y von der Antenne.
Wieviel Leistung kann ich dort noch empfangen unter Berücksichtigung 
Strahlungsdiagramm Sendeantenne, Gewinn Empfangsantenne usw.
Bin da nicht der Theoretiker für diese Berechnung/Abschätzung.
In welcher Entfernung ist es also überhaupt ein relevanter Anteil und 
wieviele derartige Empfänger muß man in Betrieb nehmen, damit es einen 
erkennbaren Einfluß auf die Reichweite in dieser Richtung hat?

Gruß aus Berlin
Michael

Autor: Ralph Berres (rberres)
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Die Leistungsdichte eines Senders nimmt quadratisch mit der Entfernung 
ab.

Ich glaube nicht das im Fernfeld der Sender das mitbekommt. Allerdings 
muss der Sender schon ganz schön Leistung haben um in ein paar hundert 
Meter ein Lämpchen zum glühen zu bekommen.

Ralph Berres

Autor: AA117 (Gast)
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Abgesehen davon, dass es verboten ist, aus Sendeanlagen Energie zu 
gewinnen, werden die Sender mit Meßempfängern überwacht. Zum einen 
werden dadurch Mediendaten erhoben (u.a. "Einschaltquoten") zum anderen 
um die Qualität des Sendesignals zu überprüfen.

Eine solche Überwachung ist immer mit Fehlern z.B. durch das 
"Funkwetter" behaftet. Deshalb wird eine kleine Anzahl von LED's in 
diesen Fehlern untergehen.
Um jedoch eine LED zum Leuchten zu bringen, wird viel Energie benötigt.
So bringt ein gut aufgehänter ca. 41m langer Dipol eine Summenspannung 
von etwa 50mV zu Stande.

Man wird wohl einige Dipole mit Saugkreisen hoher Güte benötigen, um 
0,9V zu bekommen, damit man Spannungswandler betreiben kann.

Ob dazu allerdings die Leistungen am Sender "Tannenwäldchen" ausreichen 
werden .....?


Tipp:
Baut ersteinmal einen Detektorempfänger für MW auf. 100 Windungen auf 
eine Papprolle mit einer AA117 Diode. Anschließend die Spannung mit 
einem uV-Meter messen.

Erst dann würde ich mich an einen UKW-Detektor im MHz-Bereich wagen. War 
das erfolgreich, dann kann man sich an einen Detektorempfänger für den 
GHz-Bereich herantasten.
--- Das gibt einen Spiegeldurchmesser ;)

Autor: Jens G. (jensig)
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>gewinnen, werden die Sender mit Meßempfängern überwacht. Zum einen
>werden dadurch Mediendaten erhoben (u.a. "Einschaltquoten") zum anderen

Spaßvogel ...


Im Grunde isses egal, ob man damit 'ne LED speist, oder sonstwas. Jede 
Antenne entzieht dem Feld Energie. Und ist diese Antenne auch noch mit 
ihrem Wellenwiderstand abgeschlossen, entzieht sie ein Maximum an 
Energie. Jeder ordentliche Empfänger verheizt diese Energie in seinem 
Eingang.
Selbst wenn man 10m vom Sender weg damit eine LED versorgt, wird der 
Senderbetreiber nicht messen können, ob hinter der Antenne eine LED, 
oder der Empfängereingang angeschlossen ist.

Autor: Knilch (Gast)
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> Selbst wenn man 10m vom Sender weg damit eine LED versorgt, wird der
> Senderbetreiber nicht messen können, ob hinter der Antenne eine LED,
> oder der Empfängereingang angeschlossen ist.
Welcher Empfänger hat eine Eingangsimpedanz, die dem Widerstand einer 
einer LED entspricht? Kopfschüttel...

Autor: kopfschüttel (Gast)
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also, wenn ich das hier so lese, dann kann ich ja nichts mehr empfangen, 
wenn ich hinter jemandem stehe, der ein DIP-Meter betreibt. der nimmt 
mir ja die ganze energie weg.

sollte man da nicht auch besser die anzahl der radioempfänger pro 
quadratkilometer beschränken? sonst ist ja an sendeenergie nicht mehr 
genug für alle da.

dass das alles verboten ist, ist sowieso klar und der hinweis auf die 
bundespost darf natürlich auch nicht fehlen

mann-o-mann, dieses forum nimmt wirklich den weg alles irdischen....

Autor: Ralph Berres (rberres)
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Knilch schrieb:
> Welcher Empfänger hat eine Eingangsimpedanz, die dem Widerstand einer
>
> einer LED entspricht? Kopfschüttel...

Nach deiner Aussage ist die Chance dann sogar noch kleiner das man eine 
LED im Fernfeld zum leuchten bringt.

Natürlich müßte man von ausgehen, das die LED irgendwie Impedanzmäßig an 
die Antenne angepasst wurde. Aber selbst dann wird die dem Feld 
entzogene Energie nicht ausreichend sein, um eine LED zum leuchten zu 
bringen. Zumindest nicht im Fernfeld. Ein Empfänger würde in diesem 
Falle hoffnungslos übersteuert sein, wenn nicht sogar der 
Eingangstransistor abrauchen.

Ralph Berres

Autor: Abdul K. (ehydra) Benutzerseite
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Das ist alles relativ! Schauen wir uns mal den neuesten Schrei der Amis 
an: Ein Zaun der die USA schützt, bestehend aus mehreren kilometerlangen 
Antennen, die die Leistung eines kompletten Atomkraftwerks abstrahlen.

Oder ein Loran-C Sender mit 1,5MW Pulsleistung.

Oder die Mikrowelle, die eine Leckstrahlung von 1W hat.

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