> Ich frage mich nun, wo die Vorteile bei diesen LED Treibern liegen.
Ursprünglich gab es ein Problem: Geringe Betriebsspannung aus 2
Batteiezellen oder einer LiIon, und LEDs die 3.6V brauchen um ihren
Nennstrom durchzulassen.
Da kamen solche kleinen Schaltwandler wie der PR4401 auf und wurden als
LED Treiber angepriesen. Das waren letztlich minderwertige Schaltregler,
die aber für dieses Problem eine angemessen kompakte Lösung darstellten.
Dann gab es das Problem der Matrixanzeigen mit vielen LEDs im
Multiplexbetrieb, zu deren Versorgung man höhere Ströme brauchte, bei
1:8 Multiplex eben den 8-fachen Strom, und es kamen Bausteine wie
TPIC6B595 auf den Markt um so hohe Ströme schalten zu können. Und um
sich den immer fälligen Vorwiderstand sparen zu können
Weiterentwicklungen wie den TB62715, die man auch LED Treiber nennen
kann.
Ab diesem Zeitpunkt rückten LEDs auch in den Focus von Laien und die
Sache verselbständigte sich. Dumpfbacken glauben, ohne LED-Treiber gar
keine LED mehr anschliessen zu können, und das ist auch gut so,
schliesslich hat die Mehrheit bis heute nicht begriffen, daß LEDs nicht
wie Glühbirnen an eine konstante Spannung gehören, sondern von einem
definierten Strom durchflossen werden sollen bei dem sich dann
irgendeine Spannung einstellt, und noch mehr haben nicht begriffen, daß
bei einem Multiplexbetrieb, wo eine LED nur einen Bruchteil der Zeit
eingeschaltet ist, es nicht ausreicht den Nennstrom durchzuschicken,
sondern man den vielfachen Strom braucht.
Alle anderen brauchen keine "LED-Treiber", und haben dadurch die
Möglichkeit, mit weniger Aufwand mehr aus den Dingern rauszuholen.
Es gibt bzw. gab für viele Probleme teure spezialisierte ICs die
inzwischen wieder vom Markt verschwunden sind weil die Unerfahrenen, die
im IC die Lösung für ihre Unkenntnis suchten, in den Gebieten durch
Profis ersetzt wurden.