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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Thinkpad Mini Dock - Absturz bei Stromausfall - Modifikation möglich?


Autor: Mathias A. (mrdelphi)
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Hallo zusammen,

hab mal eine Frage: es geht um ein älteres Thinkpad R60 in einer 
Dockingstation (Advanced Mini Dock). An der Dock sind LAN, Strom und 
RS-232 angeschlossen. Leider bleibt das Notebook nun jedesmal hängen, 
sobald die Stromversorgung der Dock ausfällt. Laut Lenovo sei das bei 
einigen Modellen eben so - als "Lösung" gibt es eine BIOS-Option um den 
seriellen und parallelen Port der Dock abzuschalten, was mir aber leider 
nicht viel nützt da die Dock gerade wegen der RS-232 genutzt wird :-/ Am 
Notebook selbst ist leider kein RS-232, und mit USB-Adaptern hatte ich 
bisher kein Glück...


Nun zur Frage: habe die Dock einmal aufgeschraubt, darin sitzt (u.a.) 
ein Winbond WPCN384U der wohl den seriellen und parallelen Port bedient. 
Nach einem Kurz-Datenblatt ist der per Low-Pin-Count-Bus (LPC) ans 
Notebook angebunden. Möglicherweise stört der nun diesen Bus sobald er 
seine Versorgung verliert...?  Weiß jemand ob man den Bus extern 
irgendwie entkoppeln kann?

Oder hat jemand noch eine Idee das zu lösen? schließlich soll es 
angeblich Chargen der Dock geben die das Problem nicht haben...

viele grüße & danke schonmal

Autor: Rufus Τ. Firefly (rufus) (Moderator) Benutzerseite
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Wie wäre es, beim eigentlichen Problem anzusetzen und was gegen den 
Stromausfall zu unternehmen?

Autor: Mathias A. (mrdelphi)
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Nunja, das würde ja bedeuten eine USV davorzuhängen, was wir eigentlich 
gerade durch Verwenden eines Notebooks mit eigenem Akku vermeiden 
wollten ;-)

Das ganze läuft fest installiert am Stromnetz, d.h. allzu häufig wird 
ohnehin kein Stromausfall auftreten - nur wenn, dann ist es eben 
ärgerlich wenn der Rechner plötzlich stehenbleibt, zumal er danach auch 
nicht von selbst wieder anläuft sondern manuell per Powertaster aus- und 
eingeschaltet werden will...

Autor: ./. (Gast)
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Also selbst in meinem Kaff was vom Energieversorger nur mit
einer Einspeisung bedacht wurde, fällt der Strom vielleicht
alle 2 Jahre einmal aus.

Wenns Dich stört, setz halt eine USV davor.

Sorgen haben manche Leute...

Autor: Rufus Τ. Firefly (rufus) (Moderator) Benutzerseite
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Tja, wenn die Dockingstation nicht vom Notebook mit Strom versorgt wird, 
sondern ein eigenes Netzteil hat, dann ist eine USV unumgänglich. Eine 
"Busisolation" oder "Entkopplung" ist kaum möglich; stell Dir das 
Verhalten eines normalen PCs vor, aus dem während des Betriebes eine 
PCI-Karte 'rausgezogen wird.

Zwar gibt es auch eine hotplugfähige Variante des PCI-Busses, aber das 
muss auch vom Rest unterstützt werden. Der Rest ist hier die PC-Hardware 
und die Treiberarchitektur des Betriebssystems; außerdem scheint die 
Peripherie Deiner Dockingstation gar nicht am PCI-Bus zu hängen.

Mit der Wahl dieser Dockingstation jedenfalls hast Du die 
USV-Ersatz-Funktion des Notebooks nutzlos gemacht.

Wenn es nur um serielle und parallele Schnittstellen geht: Dafür braucht 
man keine "Dockinstation". Das geht auch mit ExpressCards (sofern bei 
deren Auswahl darauf geachtet wird, daß sie keine USB-Bridges 
enthalten).
Wobei oft auch ganz normale USB-Adapter verwendet werden können, wenn 
auf Frickelbastenanwendungen für den Parallelport oder besonders 
ungeschickte Programmierung der seriellen Schnittstellen verzichtet 
wird.

Autor: Mathias A. (mrdelphi)
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Rufus Τ. Firefly schrieb:
> Tja, wenn die Dockingstation nicht vom Notebook mit Strom versorgt wird,
> sondern ein eigenes Netzteil hat, dann ist eine USV unumgänglich.

stimmt schon; allerdings darf die serielle Schnittstelle während des 
Stromausfalls auch gerne ausfallen, insofern müsste die Dock nicht 
unbedingt in Betrieb bleiben. Leider stört sie aber im abgeschalteten 
Zustand das Notebook so, dass dieses abstürzt (bzw. auch gar nicht 
anläuft wenn man es neu einschaltet, habe das inzwischen auch getestet).

> Eine
> "Busisolation" oder "Entkopplung" ist kaum möglich; stell Dir das
> Verhalten eines normalen PCs vor, aus dem während des Betriebes eine
> PCI-Karte 'rausgezogen wird.

ja, bei Standard-PCI tut das vermutlich schon der Hardware nicht gut 
(eine alte ISA-Karte habe ich auf ähnliche Weise mal gekillt, möchte es 
daher lieber nicht ausprobieren ;-) ). Die Mini Dock ist aber 
prinzipiell hotplug-fähig, s.u...

> Zwar gibt es auch eine hotplugfähige Variante des PCI-Busses, aber das
> muss auch vom Rest unterstützt werden. Der Rest ist hier die PC-Hardware
> und die Treiberarchitektur des Betriebssystems; außerdem scheint die
> Peripherie Deiner Dockingstation gar nicht am PCI-Bus zu hängen.

ja, laut Datenblatt hat der verbaute I/O-Chip ein LPC-Bus-Interface, 
kein PCI. "Hot-plug-fähig" heißt ja im wesentlichen, dass beim 
ein-/ausstecken weder die Hardware kaputt geht noch die Software 
durcheinander kommt -- was hier auch der Fall ist, denn ab-/andocken ist 
im laufenden Betrieb erlaubt.

> Mit der Wahl dieser Dockingstation jedenfalls hast Du die
> USV-Ersatz-Funktion des Notebooks nutzlos gemacht.

Ist wohl so, leider war mir das vorher nicht bekannt, und hätte es 
ehrlich gesagt auch nicht erwartet. Kenne es z.b. sowohl von einem 
älteren Thinkpad mit Dock als auch einem Fujitsu-Siemens im Büro so, 
dass bei Stromausfall zwar die Ports der Dock ausgefallen sind, der Rest 
aber problemlos weiterlief.

Und schließlich soll wie ich im Netz gelesen habe auch bei "meinem" 
Modell das Problem nicht bei allen Exemplaren auftreten, sonst wäre ich 
auch gar nicht auf die Idee gekommen da selbst etwas umbauen zu 
wollen...  ;-)


> Wenn es nur um serielle und parallele Schnittstellen geht: Dafür braucht
> man keine "Dockinstation". Das geht auch mit ExpressCards (sofern bei
> deren Auswahl darauf geachtet wird, daß sie keine USB-Bridges
> enthalten).
> Wobei oft auch ganz normale USB-Adapter verwendet werden können, wenn
> auf Frickelbastenanwendungen für den Parallelport oder besonders
> ungeschickte Programmierung der seriellen Schnittstellen verzichtet
> wird.

stimmt schon, Problem dabei ist dass auf dem Rechner Linux mit Xen 
läuft, und die Serielle an eine virtuelle Maschine durchgereicht werden 
soll - was mit PC-Card oder auch USB zwar auch möglich sein soll, aber 
nicht so einfach wie mit "echten" Ports. Jedenfalls habe ich das nicht 
ohne weiteres zum Laufen bekommen, und da es mit der Dock ja auf Anhieb 
lief auch nicht weiter verfolgt. Bevor ich eine USV anschließe werd ich 
mich aber sicherlich eher nochmal damit beschäftigen, wäre ja in jedem 
Fall die bessere Lösung...

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