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Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Qualitätsunterschiede NYM-J Kabel?


Autor: Thomas O. (kosmos)
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Ich habe mal eine Frage zu der Qualität von normalen Installationskabeln 
wie Sie in jedem Wohngebäude zum Einsatz kommen. NYM-J 3 x 1,5 mm² bzw. 
3 x 2,5mm².

Gibt es da arge Qualitätsunterschiede? Was mir bisher aufgefallen ist 
das die äußere Isolierung manchmal sehr steif ist aber ansonsten habe 
ich keine weiteren Unterschiede bemerkt.

Nun ich möchte nun ca. 1000 Meter davon für meine Hausverkabelung kaufen 
und habe einen extremen Preisunterschied entdeckt.

500 Meter 3x2,5mm² kosten im Netz um die 450€
400 Meter 3x2,5mm² kostet bei Hornbach 268€

Was meint ihr kann man bedenkenlos zugreifen oder gibts hier einen Haken 
an dem Preis?

Autor: HWK Meister (Gast)
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Baumärkte haben meist einen zentralen Einkauf und nehmen dadurch riesige 
Liefermengen (um nicht zu sagen Schiffsladungen) ab, dadurch haben die 
Jungs auch ganz andere Einkaufspreise. In deinem Fall würde ich ich mir 
einen Nachweis zeigen lassen das diese Leitung nach DIN VDE 0250 
gefertigt wurde, dann entspricht sie auch dem Stand der Technik.
MfG

Autor: Elektrofix (Gast)
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Wenn in Deiner Nähe ein Elektrofachhandel ist, bei dem auch Handwerker 
einkaufen, würde ich dort ein Angebot einholen. Dein Bedarf ist ja keine 
Mindermenge.
Die werden sich hüten, mindere Qualität anzubieten.
Vor vielen Jahren hatte ich meine Gewerberäume mit Osram 
Leuchtstofflampen+EVG ausgerüstet: preislich lag der Elektrohändler bei 
etwa der Hälfte von Baumärkten.

Autor: Thomas O. (kosmos)
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Auf die Gesichter bin ich gespannt, ob die so etwas bei Hornbach wissen? 
Sollten die Kabel wenn Sie der DIN VDE 0250 entsprechen einen bestimmten 
Aufdruck haben.

Kann mir aber kaum vorstellen das die dort Kabel für einen bestimmten 
Zweck verkaufen die nicht zugelassen sind.

Ich hatte es mal bei einem Elektrofachhandel versucht, die wollen nur an 
Elektrofachbetriebe mit Gewerbenachweis verkaufen. Denke aber trotzdem 
nicht das die diesen Preis toppen. Ja mit Lampen ist das etwas anderes 
aber dieses Elektrozeug ist bei Hornbach aber schon sehr günstig also 
16A B Sicherungsautomat von ABB 1,88€ also da brauch ich nicht beim 
Elektrofachhandel anklopfen.

Autor: Paul2 (Gast)
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>Nun ich möchte nun ca. 1000 Meter davon für meine Hausverkabelung kaufen

@Thomas O.
Meine Hinweise:
Gleich 1000 m vom einem Querschnitt und Aderzahl ?
Das halte ich für übertrieben, denn man braucht unterschiedliche Kabel !

3x 2,5mm²  macht Sinn in Zuleitung von Verteilung zum jeweiligen Raum.
Evtl. auch zu einzelnen Steckdosen wo leistungsstarke Verbrauchen 
dranhängen (Spülmaschine, Waschmaschine, Trockner, etc.)

Für "normale" Steckdosen und Lampenleitungen ect. reicht aber 3x 1,5mm² 
; das lässt sich auch viel leicher verdrahten, z.B. in tiefen UP-Dosen.

I.d.R. braucht man aber auch oftmals  5x 1,5mm² , z.B. bei Zuleitungen 
zu Steckdose+Taster (Eltakoschaltung) in Flur oder sonstigen Räumen. 
Oder wo Wechselschaltung oder 2-fache Schalter sitzen.

Für Herdzuleitung (und evtl. Cekon-Dose 3P-16A Werkstatt / Garage) wird 
zudem ein  5x 2,5mm² Kabel benötigt.

Eher selten braucht man 7x 1,5mm²  (viele Schalter - Wohnzimmer).

Von Zählerkasten zu evtl. Etagen-Unterverteilungen werden grössere 
Querschnitte benötigt, 5 x 4 qmm oder gleich 5 x 6 qmm. Das wird aber 
i.d.R. metergenau von grösserer Rolle geschnitten, muss man vorher also 
exakt abmessen (+ 2 m !).

Autor: Düsendieb (Gast)
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Es gibt aber schon "Qualitäts"-Unterschiede auch wenn alle Leitungen 
nach VDE sind.

Das Hornbach Zeugs lässt sich deutlich schlechter absetzen. Wenn man da 
versucht mehr als 20cm Isolierung abzuziehen geht es schon nicht mehr. 
Bei Handwerkerqualität geht da locker 50cm.

Wenn es ein mal in der Wand ist, macht es bestimmt keine Unterschiede.

Autor: HWK Meister (Gast)
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Grundlegend sollte alles was in D (mittlerweile auch in Europa) in 
Sachen Elektro vertrieben wird dem "Stand der Technik" entsprechen. Der 
wird in verschiedenen Normen festgelegt. Ob jetzt die Einkäufer der 
verschiedenen Baumärkte auf sowas achten oder eher in Richtung 
Einkaufspreis (siehe Chinaware) schielen ist wieder eine andere Sache. 
Meist sitzen im Einkauf auch nicht zwangsläufig Techniker, die sich 
damit auskennen. Aber meißt geht es danach: Wo kein Kläger, da kein 
Richter. Es währe jedoch nicht das erste Produkt das aus den 
Verkaufsregalen auf nimmer Wiedersehen verschwindet. Ob jetzt die 
Baumarktverkäufer sich damit auskennen oder jemals davon gehört haben 
ist wohl eher Schulungssache des Baumarktes (jedoch bei heutigem 
Lohndumping und Sparfetisch der Unternehmen?!?).
Als Beispiel: mein Vater ist gelernter Elektriker, arbeitet als 
Verkäufer in einem Baumarkt und seine Chefität prädestinierte ihn dazu 
Kundenberater für Boschhandys zu werden. Er erhielt eine 4h Schulung 
(Verkaufsgespräch hätte eher gepasst) und wurde auf die Kunden 
losgelassen. Nur das mein Vater mit 55 Jahren froh darüber ist wenn er 
am PC Solitär gestartet bekommt und lieber von Telefonzellen telefoniert 
als mit nem Handy wurde dabei nicht bedacht.

Autor: HWK Meister (Gast)
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Düsendieb schrieb:
> Es gibt aber schon "Qualitäts"-Unterschiede auch wenn alle Leitungen
> nach VDE sind.
>
> Das Hornbach Zeugs lässt sich deutlich schlechter absetzen. Wenn man da
> versucht mehr als 20cm Isolierung abzuziehen geht es schon nicht mehr.
> Bei Handwerkerqualität geht da locker 50cm

Liegt oft auch daran wo und wie lang das Zeug gelaget wurde.
Irgendwann geht der Weichmacher raus (ob mit der Zeit, durch 
Sonneneinstrahlung, Feuchtigkeit, Frost) und die Verarbeitung wird mehr 
oder minder bescheiden.

MfG

Autor: nicht Gast (Gast)
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Ein Kollege, der frueher bei seinem Vater im Elektrogeschaeft war, hatte 
mal eine Lieferung, die nach ein paar Jahren anfing zu broeckeln. Davor 
bist Du nirgends sicher.

doch Gast

Autor: Thomas O. (kosmos)
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ja ich habe die ganzen anderen Querschnitte und Leiteranzahl mal 
großzügig unterschlagen. Da es hier eher um die Kabelqualität ging. 
Zudem ist dieser Preis ja so gut das ich gleich alles in 2,5mm² verlege. 
Gut für die Küche kommt noch ein 5x2,5er Herdzuleitung zum Einsatz.

Autor: ... (Gast)
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Thomas O. schrieb:
> Zudem ist dieser Preis ja so gut das ich gleich alles in 2,5mm² verlege.

Sorry, aber das ist Schwachsinn.
3x1,5 mm² wirst du sicher billiger bekommen.

Autor: Michael K-punkt (charles_b)
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... schrieb:
> Thomas O. schrieb:
>> Zudem ist dieser Preis ja so gut das ich gleich alles in 2,5mm² verlege.
>
> Sorry, aber das ist Schwachsinn.
> 3x1,5 mm² wirst du sicher billiger bekommen.

Ich könnte mir gut vorstellen, dass eine große Menge 2,5er Kabel 
womöglich billiger ist als viele kleien Einzelpakete.

Als Physiker bin ich auch eher dafür, sich Optionen offenzuhalten. Wer 
weiß, vielleicht will ich ja in der hintersten Garage doch mal das dicke 
Schweißgerät anschließen oder ne Sauna hinstellen und bin dann froh, 
dass die Kabel schon die richtigen sind.

Die Hauptkosten sind ja sicherlich die Verlegekosten.

Autor: Sascha W. (bucky2k)
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Bitte, tu es Dir nicht an. Jeder Elektriker weiss was für ein Krampf die 
Verdrahtung von Steckdosen und Schaltern mit 2,5mm² ist. An 
Spülmaschine, Trockner und Waschmaschine sowie Zimmerzuleitungen bis in 
die ggf. vorhandenen Abzweigdosen ok. Aber nicht an die Steckdosen und 
Schalter, Du wirst nur fluchen...

Autor: MaWin (Gast)
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Obwohl es sinnvoll WÄRE, alles in 2.5mm2 zu verlegen (und ich das in 
einem Hausteil auch gemacht habe), ärgert, daß viele Schalter, 
Verteilerdosen etc. extrem widerwillig das dicke Zeug annehmen, es ist 
einfach kein Platz für das schlecht biegsame Zeug darin und die modernen 
Klemmen sind bei 2.5mm2 am Limit.

Stell dich also drauf ein, daß es sich DEUTLICH schwerer sauber verlegen 
lässt. Versuche, immer nur eine (3-adrige) Leitung in eine Dose zu 
führen, niemals eine Steckdose/Schalterdose als Weiterleitung oder 
Verteiler von 2 Kabeln zu nutzen wie man es sosnt bei 1.5mm2 problemlos 
macht.

Bei mir geht von jeder Dose das Kabel erst mal in den Keller, und wird 
dort mit viel Platz auf langen Klemmblöcken verdrahtet, ohne enge 
Verteilerdosen.

Autor: sv r (Gast)
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Die Unterschiede gibt es ordentlich.

Vor allem in dem Punkt wie viel Kupfer man bekommt.

Kauf ein paar 50 Meter 3x1,5 Trommeln und leg sie auf die Waage.

Für die Dummschwätzer welche meinen die Isolierung fällt ins Gewicht, 
sollen einfach flüssigen Stickstoff drüber schütten.

Die Hersteller differenzieren zwischen -12 bis + 3%.

Eine Widerstandsmessung bescheinigt dies natürlich auch.

Desweiteren gibt es im Kabelaufbau auch noch deutliche Unterschiede.

Autor: ... (Gast)
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Michael K-punkt schrieb:
> Wer weiß, vielleicht will ich ja in der hintersten Garage doch mal das dicke
> Schweißgerät anschließen oder ne Sauna hinstellen

Ja, aber doch nicht mit 3x2,5mm². Weil eine übliche Schuko-Steckdose 
darf max. mit 16A, B-Automat, abgesichert werden und da reicht auch 
1,5mm².

Wenn du in der hintersten Garage ein Schweißgerät oder eine Sauna 
betreiben willst, dann leg da 5x4mm² und setz dort eine Unterverteilung.

Auf der einen Seite beim Hausbau an den Gewerken sparen wollen, aber 
keine Ahnung von dem Gewerk haben, kommt letztlich teurer.
Wie war das? Schuster bleib bei deinen Leisten.

Autor: Paul2 (Gast)
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@Sascha W.

Endlich einer, der auch Ahnung von praktischer Arbeit hat !
Danke.
Bereits in meinem gestrigen Beitrag vom  23.02.2011 13:45  hatte ich ja 
versucht, es dem Fragesteller plaubsibel zu machen.
Naja, falls er es selbst eingipst und verdrahtet, wird er nach dem 
ersten Raum oder schon nach den ersten 3er-UP-Dosen draufkommen... 
hoffentlich ist dann nicht schon alles verlegt, sonst wird man das 
Fluchen weit hören.

Autor: Thomas O. (kosmos)
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Gast: Hast du einen Quellenangaben für diese Begrenzung bei 
Schukosteckern/Dosen, also die 16A sind klar aber das B-Automaten 
vorgeschrieben sind habe ich noch nichts gelesen.

@Sascha und Paul2: Danke für den praktischen Hinweis, mit der Verbindung 
an Schaltern und Steckdosen habe ich auch schon zu kämpfen gehabt. Diese 
Qual werde ich mir aber die nächsten Jahrzehnte nur einmal machen und 
das nehme ich dann in Kauf. Es ist verständlich das man das nciht 
täglich im Beruf haben möchte.

Vorsorglich werden aber auch nur die tiefen Kaiser Dosen verwenden, die 
anders als die Baumarktdosen auch M25 Anschlüsse für große Leerwellrohre 
haben. Davon habe ich welche die innen glatt/beschichtet sind so das das 
Durchziehen auch etwas leichter von der Hand geht.

Und kleinen Verbraucher wie z.B. in der TV Ecke kann ich immer noch 
1,5mm² von der Verteilerdose nach unten ziehen.

Da ihr anscheinend vom Fach seid, wurde es mich interessieren ob ihr 
Einzelleitungen oder immer ein fertiges Kabel durchzieht. Ich kenne es 
aus dem ausland das da oft Einzelleitungen durchgezogen werden. Was gibt 
es hier für Vor- und Nachteile bei einer richtigen 
Absicherung(Verlegeart) sollte es doch nie vorkommen das da etwas 
gewechselt werden muss.

Autor: Michael K-punkt (charles_b)
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... schrieb:
> Michael K-punkt schrieb:
>> Wer weiß, vielleicht will ich ja in der hintersten Garage doch mal das dicke
>> Schweißgerät anschließen oder ne Sauna hinstellen
>
> Ja, aber doch nicht mit 3x2,5mm². Weil eine übliche Schuko-Steckdose
> darf max. mit 16A, B-Automat, abgesichert werden und da reicht auch
> 1,5mm².

Klar, nachher zu schwach ausgelegte Steckdosen kann man sich dann auch 
sparen. Wird aber ein Saunanofen nicht sowieso an Drehstrom 
angeschlossen.

> Wenn du in der hintersten Garage ein Schweißgerät oder eine Sauna
> betreiben willst, dann leg da 5x4mm² und setz dort eine Unterverteilung.

Guter Tipp.

> Auf der einen Seite beim Hausbau an den Gewerken sparen wollen, aber
> keine Ahnung von dem Gewerk haben, kommt letztlich teurer.
> Wie war das? Schuster bleib bei deinen Leisten.

Na ja, lieber etwas zu viel bezahlt und dann Ruhe (vom Fluchen beim 
Verlegen mal abgesehen) haben (Unterverteilung klingt prima).

Wenn ich mir ein Auto kaufe, überlege ich ja auch nicht vorher, wie 
schnell ich überholen will ob 95 PS langen oder ob es auch 89 PS tun.

Autor: Thomas B. (detritus)
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sv r schrieb:
> Die Unterschiede gibt es ordentlich.
>
> Vor allem in dem Punkt wie viel Kupfer man bekommt.
>
> Kauf ein paar 50 Meter 3x1,5 Trommeln und leg sie auf die Waage.

Also mir ist bekannt, dass die Kupfermenge im Kabel auch von dessen 
Leitfähigkeit abhängt. Kriegt der Hersteller nur weniger reines Kupfer, 
muss dafür der Querschnitt hoch, so dass der Widerstand zum 
Nennquerschnitt passt.

> Eine Widerstandsmessung bescheinigt dies natürlich auch.

Genau das dürfte nicht vorkommen.

Autor: Besucher (Gast)
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> Kriegt der Hersteller nur weniger reines Kupfer, muss dafür der
 > Querschnitt hoch, so dass der Widerstand zum Nennquerschnitt passt.

Du beliebst zu scherzen, überlege mal was bedeuten würde:
du misst von verschiedenen Herstellern den Ader-Durchmesser und 
schliesst über unterschiedliche Messerwerte auf die Qualität des 
verwendeten Cu.

Du kaufst einen 100m-Ring Mantelleitung 3x1,5qmm:
  Es steht bereits fest, dass dieser 100m-Ring 4,30kg Kupfer enthält.
  Der Kupferzuschlag wird am Verkaufstag ermittelt für diese 4,30kg.
  Da ändern sich weder der Durchmesser noch die Länge der Leitung.

Autor: Florian V. (Gast)
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Thomas O. schrieb:
> Da ihr anscheinend vom Fach seid...

Ich kann mich natürlich täuschen, aber ich glaube hier hat kaum einer 
eine einschlägige Ausbildung (ich übrigens auch nicht...).

Das fängt mit den 16A über den 1,5mm² an. So etwas pauschal zu sagen ist 
unmöglich, denn das hängt von der Verlegeart und der Kabellänge ab. Hier 
hat es vor Jahren (Jahrzehnten?) mal eine Normänderung gegeben, die zur 
Folge hat, dass jetzt bei 1,5mm² oft nur noch mit 10A oder 12A 
abgesichert wird. Aber da streiten sich selbst die Fachleute drüber, 
denn da ist viel Interpretationssache in den Normen drin. Und ja, viele 
"vom Fach" verlegen für 16A 2,5mm² (aber halt nicht alle...).

> ... wurde es mich interessieren ob ihr
> Einzelleitungen oder immer ein fertiges Kabel durchzieht.

Im meiner Wohnung liegen Einzeladern in Kunststoffleerrohren. Und im 
Keller Kabel in Leerrohren... Ich gehe also mal davon aus, dass beides 
zulässig ist. Der Vorteil an Einzeladern ist, Du kannst schnell mal eine 
Ader zusätzlich einziehen bei Bedarf. Der Nachteil ist, Du wirst in 
einer besteheneden Installation nirgendwo mal eine freie Ader finden.

Autor: Thomas B. (detritus)
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Besucher schrieb:
>> Kriegt der Hersteller nur weniger reines Kupfer, muss dafür der
>  > Querschnitt hoch, so dass der Widerstand zum Nennquerschnitt passt.
>
> Du beliebst zu scherzen, überlege mal was bedeuten würde:
> du misst von verschiedenen Herstellern den Ader-Durchmesser und
> schliesst über unterschiedliche Messerwerte auf die Qualität des
> verwendeten Cu.

Kann man. Wobei "Qualität" nicht wörtlich zu nehmen ist: Wo 1.5² 
draufsteht, ist auch ein äquivalenter Querschnitt drin.
Man könnte auch sagen, dass der Nennquerschnitt über den Leitwert des 
Kupfers definiert ist.

> Du kaufst einen 100m-Ring Mantelleitung 3x1,5qmm:
>   Es steht bereits fest, dass dieser 100m-Ring 4,30kg Kupfer enthält.
>   Der Kupferzuschlag wird am Verkaufstag ermittelt für diese 4,30kg.
>   Da ändern sich weder der Durchmesser noch die Länge der Leitung.

Die 4.30kg wird wohl einfach der Erwartungswert sein. Man könnte auch 
den Durchmesser nachmessen statt dem Gewicht, aber das muss dann schon 
sehr genau passieren, und wenn möglich mehrfach an mehreren Stellen.

Kupfer ist eben nicht gleich Kupfer, da muss man gar nicht mit Voodoo 
ala Sauerstofffreiheit anfangen. Das Zeugs wird sicher mit nem großen 
Anteil Schrott hergestellt, dazu kommt dann noch Erz wechselnder 
Qualität. Der Hersteller wird auch kaum ständig hunderttausende Liter 
flüssiges Kupfer vorhalten, damit sich die Schwankungen in der Masse 
verlieren können.

Offizielle Quelle finde ich dazu gerade keine, aber halt sowas:
http://forum.electronicwerkstatt.de/phpBB/topic322...

Autor: Thomas B. (detritus)
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Ok, aber hier:

> 4. Für isolierte Leiter und Kabel sind die wirksamen Querschnitte durch
> Widerstandsmessungen zu ermitteln. Unter wirksamen Querschnitt ist der
> elektrische, nicht der geometrische Querschnitt zu verstehen.

http://forum.electronicwerkstatt.de/phpBB/topic707...

Autor: Franz (Gast)
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Jetzt driftet der Thread schon wieder mehrfach in so unwirkliche Details 
ab, daß man sich wirkl. fragen muß, was war eigentlich der Auslöser, was 
war der ursächl. Post!

Daß es verschiedene Hersteller für NYM-J Kabel in DE gibt sollte doch 
wohl klar sein!

Daß es spezielle Hersteller nur für Baumärkte und Lebensmitteldiscounter 
gibt, also für Nicht-Fachfirmen > .....?

Wonach der Preis für das Bund NYM-J mit welcher Anwendung / Querschnitt 
auch immer von welchen Faktoren abhängt > der pure Kapitalismus und 
Globalismus, nix = Qualitätszuschlag positiv bei höherem Preis!

Autor: Daniel (Gast)
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Das von mir verarbeitete Hornbach-Kabel ließ sich sehr gut verarbeiten. 
Allerdings ist unklar, ob die Isolation in 50 Jahren noch hält, oder ob 
dann alles bröselt wie der Kabelbaum im Mercedes W124 E320.

Verwunderlich war, dass das 111-er Sat-Koaxkabel von Kathrein beim 
Großhandel kaum mehr kostet als Billigkabel von Reichelt.

Autor: Thomas O. (kosmos)
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ja das mit den Verlegearten ist bekannt, laut meinem Fachkundebuch 
Elektrotechnik ist man 2,5mm² und 16A Absicherung auf der Sicheren Seite 
die schlechteste Verlegeart erlaubt 18A durch Kabel. Und ungewohnlich 
lange oder aufgewickelte Kabel gibt im Einfamilienhaus auch nicht.

Autor: Dennis (Gast)
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Also ich bin werdender Elektromeister, bin sonst eig eher zum lesen 
hier, weil ich von den Themen, die hier besprochen werde, eher keine 
Ahnung habe, aber bin bisschen am lernen, was MC betrifft.

Zu deinem Thema, wegen 2,5mm², wenn du nen ganzen riesen Bund bekommen 
kannst, warum nicht, kauf ihn, und leg damit alles, geht einfach 
schneller, als wenn du jedesmal bei jeder Strippe überlegst, ob du jetzt 
auch 1,5mm² nehmen solltest, weil schon ab 17m ist der Spannungsfall bei 
1,5mm² zu groß, und musst sowieso 2,5mm² ziehen. Bei gewerblichen Bauten 
wirst du nirgends 1,5mm² finden, zuhause ist das natürlich was anderes.

Und wegen Verlegearten, mach dir darüber mal nicht zu sehr nen Kopf, 
schau einfach mal in solche Tabellen rein, so krasse unterschiede gibts 
da nicht, das interessiert dich zuhause meistens nicht so sehr, weil 
wieviel Steckdosen hast du schon zuhause, die du wirklich mit 16A oder 
schon alleine über 10A belastest, das meiste ist Küche, und noch die 
Waschmaschine, bei dem ganzen Rest hängen nun nicht wirklich große 
Lasten dran.

Also was ich machen würde, einfach überall hin das 2,5mm² ziehen, machst 
du auf jedenfall nix verkehrt, das fährst du nicht an seine Grenzen, und 
damit hast du auch ganz sicher die Abschaltbedingungen erfüllt, die 
besagten, das im Kurzschlussfall der Automat innerhalb von 0,4 Sek 
auslösen muss(DIN VDE 0100 Teil 410), was mich persönlich zuhause 
überhaupt nicht kratzen würde, aber der Vollständigkeit halber erwähne 
ich es mal.

Zum Thema Querschnittstoleranzen sage ich mal, was macht das schon aus, 
wenn man das einen Elektriker machen lässt, der kauft auch das billigste 
Kabel, was er bekommen kann, und natürlich nimmt der kleine Elektriker 
auch solche Angebote von Baumärkten wahr, und kauft da einiges ein, weil 
das zum schluss keiner mitbekommt. Wenn es nur um 5V Spannung geht, 
macht das sicher manchmal einiges aus, aber doch nicht bei 230V, ist 
doch völlig egal, ob an der Steckdose 228V oder 225V ankommen.

Ansonsten ist ein geringerer Querschnitt vielleicht noch interessant, 
was die wärm angeht, aber da hält ein Nym auch einiges aus, das darf 
laut norm bis 70Grad warm werden, außerdem darf es eine Stunde lang mit 
dem 1,45fachen des Nennstromes belastet werden. Somit ist die geringe 
Querschnittsänderung ehrlich gesagt ziemlich egal, deswegen liegen die 
Toleranzen ja auch so hoch.

Ich hoffe, ich konnte mal helfen, und hoffe, das ich soweit die meisten 
Fragen geklärt hab.


Dennis

Autor: Thomas O. (kosmos)
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by the Way: Kennt ihr 70 oder 80mm Verteilerdosen mit M25 Anschlüssen? 
Komisch das Kaiser Gerätedosen mit M25 anbieten die Verteilerdosen aber 
nur mit M20

Autor: HWK Meister (Gast)
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Google mal:
Spelsberg HerstNr.
40640601 o. 49040601 o. 80640701

MfG

Autor: HWK Meister (Gast)
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oh Sorry seh grad du wolltest UP.
Wer lesen kann ist klar im Vorteil.

Autor: Thomas O. (kosmos)
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spricht irgendeine Vorschrift dagegen, die Verteilerdosen in der oberen 
waagrechten Installationszone mit normalen 60er Gerätedosen auszuführen. 
Ich konnte dazu nur finden, das sich die Deckel nicht per Hand lösen 
lassen dürfen sondern nur mit Werkzeug (also Deckel mit Schrauben 
befestigt)

Klar wird das etwas enger aber dann habe habe ich Dösen mit M25-Öffnung 
und kann durchgängig 25er Wellrohr nehmen.

Autor: Peter (Gast)
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Thomas O. schrieb:
> spricht irgendeine Vorschrift dagegen, die Verteilerdosen in der oberen
> waagrechten Installationszone mit normalen 60er Gerätedosen auszuführen.

nein, nicht das ich wüsste.

Autor: mr. mo (Gast)
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hab mich vor kurzer zeit mal wieder gefreut 2,5 NYM zu verdrahten ...
macht besonders viel spaß wenn man viel platz hat :D

für einfache steckdosen ist 1,5 besser, aber die leitungslänge nicht 
über 20m.

man sollte auch evtl. noch 5x2,5 bzw. 5x1,5 nehmen. ist oft auch ganz 
praktisch wenn man paar steckdosen und lichtschalter zusammen hat.

solltest auch drauf achten "hauptleitungen" (z.b für ein neues 
stockwerk) auch einen dickeren querschnitt zu verpassen.

für die garage, keller und garten sollte man überlegen, ob man da nicht 
irgendwann mal ne drehstromdose brauchen könnte.

und immer schön farbentreu bleiben und manchmal lohnt es sich auch mit 
den LS nicht zu sparen. aber da gibt es auch wieder ausnahmen.
bevor ich es vergesse, sobald der querschnitt verringert wird muss auch 
wieder abgesichert werden.

kühlschrank am lampenstromkreis der küche macht auch sinn, sieht man 
sofort wenn da was nicht stimmt.

Autor: asl (Gast)
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Die Kaufentscheidung ist letztendlich der Preis bei privaten 
Angelegenheiten.

In der Industrie/ Kraftwerksbau schau ich, dass die Zertifizierungen 
stimmen und sich das Material schnell verlegen lässt und nach 
Möglichkeit von einem zuverlässigen Hersteller ist.

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