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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Verkabelung im Wohnmobil


Autor: Maximilian F. (Gast)
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Ich habe ein uraltes Wohnmobil, das ich restaurieren will. Dazu will ich 
auch die ganze Elektrik im Wohnteil erneuern und möglichst sauber neu 
verlegen. Was ist in diesem Gebiet "Best Practice"? Welche Kabelqualität 
ist sinnvoll? Sind Sicherungsautomaten sinnvoll oder besser 
Schmelzsicherungen?
Was sollte ich sonst noch beachten?

Autor: Joachim K. (minifloat)
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1. Automaten und FI. Wenn nicht sogar Isolationsüberwachung.
Möglichkeit, alles potentialfrei abzuschalten.

2. Flexible Leitungen mit professionell aufgepressten Aderendhülsen.
Leitungen ruhig ein bisschen Überdimensionieren. 16A -> 2,5mm^2 statt 
der üblichen 1,5mm^2. Robuster und es kann schließlich sein, dass ein 
paar Äderchen in den Leitungen in den nächsten 20 Jahren mal abreißen. 
Kabel nicht auf Zug verlegen, ca. 5% Spielraum geben 
(Wärmeausdehnung/Kälteschrumpfung). Temperaturbeständigkeit
(massive Sonneneinstrahlung oder Eiseskälte im Winter) der Leitungen 
wäre vllt. noch ein Thema.

3. Steckdosen- und Schalterserie in die man Flexible Leitungen mit 
Aderendhülsen anklemmen kann. Immer an zusätzliche 
Befestigung/Zugentlastung denken!

4. Kabelkanäle(diese gerippten grauen/schwarzen/orangenen Dinger) helfen 
ungemein, Salat zu vermeiden und sind zusätzlicher Schutz gegen 
mechanische Beschädigung.

5. An Brandschutz denken.

Ist so was mir dazu einfällt. mfg mf

Autor: WW-Gast (Gast)
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Hi,

"2. Flexible Leitungen..."
sind die eigentlich vorgeschrieben? Was spricht gegen starre Leitungen?

Autor: mexman (Gast)
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> Was spricht gegen starre Leitungen?


Im Automobilbau nicht erlaubt. Wenn dein Wohnmobil nicht bewegt wird 
sondern als Gartenhaeuschen fungiert, isses in Ordnung ;-)


Michael

Autor: WW-Gast (Gast)
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mexman schrieb:
> Wenn dein Wohnmobil nicht bewegt wird

Danke, genau das wollte ich hören!

Autor: Elektriker (Gast)
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Ich würde zu "ölflex" Leitung raten.

Autor: noch ein Gast (Gast)
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Hallo,
als erstes solltes du zwischen Netzstrom und 12V Versorgung trennen. Bei 
Reimo gibt es eine Ratgeberseite: 
http://www.reimo.com/de/fahrzeugbau/ausbau_09_12v230v.html Ein paar 
wichtige Punkte noch zur Zweitbatterie die selbst die Edelhersteller 
nicht alle beherzigen:
- die Kabel sollten einen hohen Querschnitt haben
- die Plusverbindung Fahrbatterie Zweitbatterie muß an beiden Batterien 
abgesichert werden (macht nicht mal Westfalia ist aber unbedingt 
notwendig)
- die Kabellängen sollten nicht zu lang sein, sonst erhöht sich der 
Spannungsabfall und die Zweitbatterie wird nicht voll geladen.
Tipp: wenn die Masseverbindung massiv genug ist kannst du dir im Notfall 
selber Starthilfe geben indem du mit dem Starthilfekabel die Pluspole 
beider batterien verbindest, war bei mir schon mal hilfreich

Autor: Micha H. (mlh) Benutzerseite
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noch ein Gast schrieb:
> die Kabellängen sollten nicht zu lang sein, sonst erhöht sich der
> Spannungsabfall und die Zweitbatterie wird nicht voll geladen.

Erklär mal wie das bei einer IU-Ladekurve zustande kommen soll.

Autor: noch ein Gast (Gast)
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Bei Wohnwagen gibt es Booster die die Spannung zum Laden erhöhen, da die 
Batterie im Wohnwagen weit von der Lima entfernt ist, und noch die 
Übergangswiderstände der Anhängerkupplungszugvorichtungssteckverbindung 
hinzukommen. Sicher wird der Akku auch geladen und bei sinkendem Strom 
verringert sich der Spannungsabfall. Also revidiere ich meine Aussage 
von nicht voll geladen zu Ladung dauert länger.

Autor: Caraman (Gast)
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@Maximilian F. (Gast)
Darf ich leise auf die relevante Norm DIN VDE 0100-721:2010-02 
verweisen?

Autor: Sebastian (Gast)
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noch ein Gast schrieb:
> Anhängerkupplungszugvorichtungssteckverbindung

Donaudampfschifffahrtselektrizitätenhauptbetriebswerkbauunterbeamtengese 
llschaft  ... ;)

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