Wobei der Artikel in der Süddeutschen nicht ganz richtig ist:
Die Schwankungen sind viel größer, siehe Wikipedia.
http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Datei:Netzfrequenz_20061104_Area_1.jpg&filetimestamp=20061112123742
Die Kraftwerksbetreiber haben m.E. nicht unbedingt die Netzfrequenz
als Ziel wenn sie bei höherem Bedarf an den Verbrauchern weitere
Generatoren anfahren, sondern:
- Ihren Strom billig zu produzieren (möglichst Grundlastkraftwerke),
und ohne lange Leitungsverluste zu den Abnehmern zu bringen.
- Das Energienetz nicht zu überlasten (Verteilung / Transformatoren)
- Die Spannung bei den Verbrauchern nicht unter einen Mindestwert sinken
zu lassen.
Die Netzfrequenz wird auch nur im Tagesmittel auf 50Hz gehalten, damit
die berühmten Radiowecker mit Netzfrequenz als Zeitbasis richtig gehen.
Hans H. schrieb:> Wobei der Artikel in der Süddeutschen nicht ganz richtig ist:>> Die Schwankungen sind viel größer, siehe Wikipedia.>> http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Datei:Netzfrequenz_20061104_Area_1.jpg&filetimestamp=20061112123742>> Die Kraftwerksbetreiber haben m.E. nicht unbedingt die Netzfrequenz> als Ziel wenn sie bei höherem Bedarf an den Verbrauchern weitere> Generatoren anfahren, sondern:> - Ihren Strom billig zu produzieren (möglichst Grundlastkraftwerke),> und ohne lange Leitungsverluste zu den Abnehmern zu bringen.> - Das Energienetz nicht zu überlasten (Verteilung / Transformatoren)> - Die Spannung bei den Verbrauchern nicht unter einen Mindestwert sinken> zu lassen.>> Die Netzfrequenz wird auch nur im Tagesmittel auf 50Hz gehalten, damit> die berühmten Radiowecker mit Netzfrequenz als Zeitbasis richtig gehen.
Da wird dann wieder mal Wikipedia zitiert und was dort steht, ist ja in
Granit gemeiselt.
1. Ob die Messung stimmt sei dahingestellt. Wir wissen NICHT wer da was
wie gemessen hat.
2. Die EVU arbeiten dann effektiv, wenn die 50 Hz penibel eingehalten
werden. Nur wenn f sozusagen in ganz Europa konstant ist, funktioniert
das Netz.
3. Dass es aus irgendwelchen technischen Gründen Einbrüchen gibt ist
auch klar. Dies zum EVU-Bashing herzunehmen erscheint mir anhand der
EINEN Messung etwas gewagt.
Michael K-punkt schrieb:> Dies zum EVU-Bashing herzunehmen erscheint mir anhand der> EINEN Messung etwas gewagt.
Fällt dir nichts anderes, als Bashing und durch Ortschaften gescheuchte
Suidae ein?
Hans H. schrieb:> Die Schwankungen sind viel größer, siehe Wikipedia.
und dann lies mal, um was es dabei geht...
nämlich um einen störfall.
> Die Kraftwerksbetreiber haben m.E. nicht unbedingt die Netzfrequenz
dein erachten interessiert dabei aber herzlich wenig. du hast
offensichtlich keinen blassen schimmer von kraftwerksregelung.
> Die Netzfrequenz wird auch nur im Tagesmittel auf 50Hz gehalten, damit> die berühmten Radiowecker mit Netzfrequenz als Zeitbasis richtig gehen.
genau... das is der einzige grund...
also sorry, aber dein post ist zimelich dämlich.
Michael H. schrieb:>> Die Kraftwerksbetreiber haben m.E. nicht unbedingt die Netzfrequenz> dein erachten interessiert dabei aber herzlich wenig. du hast> offensichtlich keinen blassen schimmer von kraftwerksregelung.
Dann erklär uns doch mal, was passiert wenn das eine Kraftwerk mit 50 Hz
und das andere mit 49 Hz arbeitet...
Glaubst du wirklich, die drehen am Abend noch mal die Netzfrequenz nach
oben, damit Onkel Otto am nächsten Morgen pünktlich aufwacht?
Ok, hab mich verlesen...
Hatte es halt auch anders in Erinnerung, da gab es mal eine schweizer
Site wo man die aktuelle Netzfrequenz abfragen konnte und da dacht ich
es waren größere Schwankungen dabei.
Michael K-punkt schrieb:> Glaubst du wirklich, die drehen am Abend noch mal die Netzfrequenz nach> oben, damit Onkel Otto am nächsten Morgen pünktlich aufwacht?
zitierst du den falschen oder kannst du nicht lesen?
Michael H. schrieb:> Michael K-punkt schrieb:>> Glaubst du wirklich, die drehen am Abend noch mal die Netzfrequenz nach>> oben, damit Onkel Otto am nächsten Morgen pünktlich aufwacht?>> zitierst du den falschen oder kannst du nicht lesen?
...sorry, da ging es wohl etwas im Kreise zu!
Um hier meinen kleinen Lapsus bzgl. der Frequenz zu korrigieren,
hier ein Diagramm was zeigt wie stabil die Frequenz wirklich ist
http://www.amprion.net/netzfrequenz
Und ja ich bin kein Experte für Netzregelung, aber mein Verständnis ist
- das Netz ist ein riesiges recht phasenstarr gekoppeltes System
- man kann nur Stromerzeuger mit gleicher Frequenz und Phase aufschalten
- schnelle Schwankungen der Frequenz führen zu Ausgleichsströmen
Was mir wirklich nicht klar ist, warum so geringe Abweichungen
der Frequenz angestrebt werden.
Arbeiten die Generatoren wirklich nur in der Solldrehzahl
effektiv das der Leistungsabfall ein Thema ist.
Oder sind Leistungsverbraucher so empfindlich?
Hans H. schrieb:> Was mir wirklich nicht klar ist, warum so geringe Abweichungen> der Frequenz angestrebt werden.
Weil das ganze UCTE-Netz eine gewaltige Verbindung ist.
Stimmt die Frequenz beim Erzeuger nicht, wird er entweder die Leistung
nicht los, die er könnte oder kann die Leistung nicht bringen, die er
können müsste.
Damit Schwebungen und v.a. Lastwechsel effektiv abgefangen werden
können, gibt es die Führungsgröße 50Hz.
> Arbeiten die Generatoren wirklich nur in der Solldrehzahl> effektiv das der Leistungsabfall ein Thema ist.
nein.
> Oder sind Leistungsverbraucher so empfindlich?
nein.
http://www.aeberle.com/index.php?option=com_jdownloads&Itemid=628&task=viewcategory&catid=47&lang=german
Da gibts nette Doku zum Thema.
Hans H. schrieb:> Was mir wirklich nicht klar ist, warum so geringe Abweichungen> der Frequenz angestrebt werden.
Naja, die Radiowecker halt. Manche älteren haben keinen Quarz oder gar
Funkuhr, sondern zählen die Netzfreuenz für ihren Sekundentakt,
Weiterhin wäre es denkbar, dass in Anlagen Synchronmotoren laufen. Wenn
dann ein Förderband ein bisschen langsamer läuft, greift vielleicht
irgendein Greifer daneben - wenn es schlecht programmiert ist. Nur so
ein Szenario.
Ist es nicht so, dass wir Schwebungsvorgänge mit konstruktiver und
destruktiver Interferenz bekommen, wenn wir zwei Kraftwerke mit
unterschiedlichem f zusammenkoppeln?
Nur in theoretischem Ausmaß.
Bei optischen Wellenvorgängen nimmt man immer Licht gleicher Intensität
- das ist bei Einspeisern nicht der Fall.
Nimm die 50Hz einfach als von der großen Masse gegeben vor. Strebt einer
dagegen, wird er nachgeregelt - klappt das nicht, wird er abgeschaltet.
Schwebungen, WindUp der Regelung oder Kaskadeneffekte werden prädiktiv
erkannt und führen sofort zur Abschaltung.
Michael H. schrieb:> Nur in theoretischem Ausmaß.> Schwebungen, WindUp der Regelung oder Kaskadeneffekte werden prädiktiv> erkannt und führen sofort zur Abschaltung.
Hoffentlich! Meine Vermutung war natürlich rein theortischer Natur. Man
wird ja nicht warten, bis sich in Europa destruktive Interferenz breit
macht - das Ende wäre nahe!
Aber deine Beschreibung zeigt, dass man bei der Regelung nicht Spaßen
kann sondern jede Millisekunde reagieren können muss.
Ne Leute, das ist viel einfacher
Das Netz gibt die Frequenz vor.
Drehzahldifferenzen gibt es nicht!!!
Um eine Generator zu synchronisierenwird zuerst die Drezahl angeglichen
, dann der phasenwinkel (gewissermaßen Feinabstimmung) bei Null
Ausgleichströmen(keine Spannungsdifferenz der Phasen) wird gekoppelt(der
Generator ans Netz gegeschaltet).
Von da an ist er fest mit dem Netz synchron!
Liefert die Turbine jetzt zu wenig Leistung/Drehmomment so fällt der
Phasenwinkel in den 4. Quadranten und der Generator geht in den
Motorbetrieb. d.h. er wird vom Netz geschleppt.
Der umgegehrte Fall ist jedoch der Angestrebte. Deshalb wird nach dem
Synchronisieren und Koppeln die Turbienenleistung und damit das
Drehmoment erhöht. Somit geht der Generator in den Generatorbetrieb
(Phasenwinkel positiv 1.Quadrant)
Da das Netz stehts mehr Leisung aufbringt als ein einzelner Generator
kann er das Netz zwar schieben, oder dran ziehen, dies jedoch nicht
effektiv gegen die anderen Generatoren. Er bleibt Drezahlmäßig starr
gekoppelt. Lediglich der Leistungsfluss ändert sich im Abhängigkeit vom
Drehmoment der Turbine auf den Generator.
Werden die zulässigen Leistungsparameter verlassen wird eine
Notabschaltung eingeleitet. Dazu wird zuerst die Leistung der Turbine
drastisch zurückgefahren und der Wärmefluss notwendigen Falles in den
Kühlturm umgeleitet. Erst wenn die Turbine Leistunslos ist wird der
Generator vom Netz getrennt.
Würde das missachtet gingen Turbine und Generator übers Dach,
auch das gab es schon.
http://de.wikipedia.org/wiki/Kraftwerk_Boxberg#Unfall_im_Januar_1987
In der DDR gingen netzsynchrone Radiowecker generell am Tag bis zu 10
min nach,die Netzfrequenz war arg schwankend und meist unter
Sollwert.Schwankungen lassen sich auch heutzutage nicht gänzlich
vermeiden,werden aber in Schwachlastzeiten(nachts) durch geringfügig
erhöhte Netzfrequenz wieder ausgeglichen.
Winfried J. schrieb:> Ne Leute, das ist viel einfacher
Danke für Deine Ausführungen. Die von Dir beschriebenen Vorgänge sind
mir schon lange klar (ich habe in den 80ern mal in der Netzbefehlsstelle
eines großen Chemiekombinates gearbeitet, mit Generatorbetrieb), aber
ich hätte dies nie so gut ausdrücken können.
Reinhard
Günther N. schrieb:> In der DDR gingen netzsynchrone Radiowecker generell am Tag bis zu 10> min nach,die Netzfrequenz war arg schwankend und meist unter> Sollwert.
Die war überhaupt nicht stark schwankend. ;-) Die lag lange Zeit
stabil bei 49,5 Hz. Meine Vermutung ist, dass in irgendeiner TGL
damals (50 ± 0,5) Hz zugesichert waren ... Mit der etwas geringeren
Frequenz drehen sich rotierende Maschinen langsamer, sodass man wohl
einen geringfügig kleineren Gesamtenergieverbrauch mit dieser Methode
erzielt hat. Für ein Land, das grundsätzlich an der Grenze seiner
Primärenergiekapazitäten gearbeitet hat, war das offenbar interessant
genug, um selbst sowas wirklich auszunutzen. Außerdem hat mir mal ein
Student der Energietechnik erzählt, dass man insbesondere in den
Wintermonaten (da die Braunkohlenkumpels bei Frost am meisten zu
schuften hatten, das Zeug pünktlich zu den Kraftwerken zu bekommen)
absolut kein Interesse hatte, womöglich noch über den RGW-Energie-
verbund Strom nach Bulgarien oder so zu liefern. Da das RGW-Netz auf
50,0 Hz lief, war der Betrieb des eigenen Netzes bei 49,5 Hz eine
sichere Bank, dass man das danach keinesfalls mehr zusammenschalten
konnte ...
Eines Tages war dann von heute auf morgen die Frequenz übrigens stabil
bei 50,0 Hz. Dem Vernehmen nach war sich die DDR mit Österreich einig
geworden, Strom österreichischer Wasserkraftwerke (Transit ČSSR) dazu
zu kaufen. Muss in der zweiten Hälfte der 1980er Jahre gewesen sein.
Die Besitzer von (West-)Radioweckern werden sich sicher gefreut haben.
Die DDR und der damalige Ostblock haben versucht die Spannung konstant
zu halten. Einspeisungen über die Netzte hinweg gingen wohl über HGÜ.
Ok, die Vorlesungen sind schon etwas her, bei Fehlern möge man mich
korrigeieren.
das netz der DDR bzw. des ostblockes war nicht mit dem des westblockes
synchronisiert. allein deswegen brauchte man HGÜ-kurzkopplungen für
einen energieaustausch zwischen beiden netzen.
bin übrigens der meinung, daß diese methode nur in sehr geringem umfang
funktioniert. spätestens wenn auf der party die musikanlage dröhnt und
für die aufzeichnung digitale geräte mit verlustbehafteten codecs (MPEG,
AVCHD) verwendet werden zeichnet keine handkamera oder handy mehr die
netzfrequenz auf. bei bandgeräten zur aufzeichnung oder zum abspielen
kommt auch noch der gleichlauffehler dazu. und um ganz auf nummer sicher
zu gehen ließe sich die audiospur auch nachbearbeiten. entweder alle
frequenzen unter 60Hz rausfiltern oder komplett neu vertonen... dank
heutiger technik und softwäre schafft das sogar der gärtner und
spätestens dann glotzt auch der beste überwachungsstaat ganz tief in die
röhre.
Michael K-punkt schrieb:> 2. Die EVU arbeiten dann effektiv, wenn die 50 Hz penibel eingehalten> werden. Nur wenn f sozusagen in ganz Europa konstant ist, funktioniert> das Netz.
Noe, nur wenn man davon ausgeht - was ich nicht tue -, dasz bei denen
das Wohl der Konsumenten oberste Priorietaet geniesst. Primaer gehts
denen aber nur um die Kohle, und das ist auch der Grund dafuer, dasy die
Netzfrequeny meistens etwas, subtil, zugegebenermaszen, ueber 50 Hz
gefahren wird.
Denn dann verkaufen die naemlich mehr Arbeit, und mehr verkaufte Arbeit
laesst die Kasse klingeln. Man kann natuerlich in der Nacht mit der
Frequenz wieder etwas zurueckfahren, denn in der Nacht wird die Arbeit
sowiso geringer verguetet, in Summe kompensieren die Gewinne beim teuren
Tagstrom die proyentualen Verluste im billigem Nachtstrom um ein
Vielfaches. Bei den Dimensionen zaehlt jedes Millihertz.
Die Energiekonzerne waren immer schon einfallsreich, wenn es darum ging
den Rubel rollen zu lassen. Hier drei Beispiele:
- Frequenz in teuren Zeiten immer moeglichst hoch (gerade angespr.)
- Spannung moeglichst am oberen Limit fahren (hat ebenfalls einen
Mehrverkauf an Arbeit zur Folge, gern kombiniert mit zugesicherten
Limits a la -3 / +15 Prozent oder systemweiten Anpassungen
wie 220V -> 230V)
- Jeden Scheisz extra verrechnen und moeglichst viele Gebuehren
verlangen, wie 'Netznutzungsentgelt', 'Zaehlerpauschale',
'Zaehlereichgebuehr', 'Versorgungssicherheitsgewaehrleistungsbeitrag'
PS: Wer glaubt, dasz die Umstellung bei der Bahn von 16 2/3 auf 16,7 Hz
technisch bedingt war (AFAIR wurden damals irgendwelche Resonanzen /
verstaerkter Abbrand von Kohlen in Umrichtern oder aehnliches
kolportiert - so eine Schwachsinnige Ausrede hab' ich selten gehoert),
der glaubt auch dasz der Storch die Kinder bringt. Da ging's um das
Selbe, hoehere Frequenz gleich mehr verkaufte Arbeit und mehr verkaufte
Arbeit gleich mehr Einnahmen.
Jörg Wunsch schrieb:> Eines Tages war dann von heute auf morgen die Frequenz übrigens stabil> bei 50,0 Hz. Dem Vernehmen nach war sich die DDR mit Österreich einig> geworden, Strom österreichischer Wasserkraftwerke (Transit ČSSR) dazu> zu kaufen. Muss in der zweiten Hälfte der 1980er Jahre gewesen sein.
AFAIR ging die meiste Leistung von uns in Richtung Tschechoslowakei
ueber HGUe-Grenzkupplungen. Werde mich da einmal schlau machen, wenn ich
wieder mehr Zeit habe.
geh lieber weiter kpö wählen und verschon uns mit deinen halbseidenen
selbst-ersonnenen weisheiten.
dein wissensstand ist weit davon weg, die vorgänge verständlich werden
zu lassen, geschweigedenn, sie beurteilen zu können.
"die frequenz wird gefahren"... was fuer ein schwachsinn...
Иван S. schrieb:> Die Energiekonzerne waren immer schon einfallsreich, wenn es darum ging> den Rubel rollen zu lassen. Hier drei Beispiele:
Also, ich finds etwas übertrieben, die EVU hier so runterzureißen. Ich
hatte jahrelang mit PreussenElektra zu tun und dort war man daran
interessiert, dass das Netz und die übrigen Betriebsmittel optimal
funtionierten. Und zwar zu beiderlei Wohl: Stimmt das Netz sind auch die
Kunden zufrieden.
Das allerdings zu Zeiten des Kalten Krieges, wo bei uns die D-Mark und
anderswo tatsächlich der Rubel rollten.
jo, frequenz fahren ist absoluter blödsinn. die 50Hz sind ein richtwert,
bei dem mal definiert wurde, daß 50Hz standart sind. dafür wurden alle
bauteile ausgelegt. die frequenz bestimmt sich aus dem gleichgewicht
zwischen stromerzeugung und stromverbrauch und ändert sich mit der
trägheit der (synchronisierten) rotierenden massen im netz. ist zuviel
erzeugung vorhanden drehen diese massen langsam schneller, die frequenz
steigt an. sind zuviele verbraucher vorhanden werden diese massen zu
stark gebremst, drehen sich langsamer und die frequenz sinkt. um die
frequenz nach norm bei 50Hz konstant zu halten muß das
kraftwerksmanagement dafür sorgen, daß immer genau so viel energie
erzeugt wie verbraucht wird. das geschieht durch die regelung von
kraftwerken und in extremfällen durch lastabwurf. dabei können sowohl
verbraucher abgeworfen werden wenn z.b. großkraftwerke plötzlich
ausfallen oder wenn durch einen großen stromausfall die last z.b. einer
großstadt plötzlich fehlt werden auch kraftwerke abgeworfen.
pumpspeicherkraftwerke dienen ausschließlich der netzstabilisation, in
schwachlastzeiten nehmen sie "überschüssigen" strom aus dem netz auf,
den sie bei hoher last im netz wieder einspeisen.
der hohe strompreis bzw. die ganzen gebühren k*tzen mich eigentlich mehr
aufgrund der immer neuen rekordgewinne der energiekonzerne an. da können
mal wieder ein paar aktionäre den hals nicht voll genug kriegen, die
allgemeinheit muß dafür zahlen und unsere politik scheint dagegen
machtlos zu sein. wenns nach mir ginge wären die konzerne lange
zerschlagen und kraftwerks- von netz-konzernen getrennt damit mal ein
echter wettbewerb zustande kommt.
Ben _ schrieb:> jo, frequenz fahren ist absoluter blödsinn. die 50Hz sind ein richtwert,> bei dem mal definiert wurde, daß 50Hz standart sind.
Aha, Standart also. Gut zu wissen.
> dafür wurden alle bauteile ausgelegt.
Und bei 49,5 bzw 51 Hz machen die Trafos die Grätsche, oder wie?
> die frequenz bestimmt sich aus dem gleichgewicht> zwischen stromerzeugung und stromverbrauch und ändert sich mit der> trägheit der (synchronisierten) rotierenden massen im netz. ist zuviel> erzeugung vorhanden drehen diese massen langsam schneller, die frequenz> steigt an. sind zuviele verbraucher vorhanden werden diese massen zu> stark gebremst, drehen sich langsamer und die frequenz sinkt.
Mir sind die Grundlangen der elektrischen Energieübertragung bekannt,
das könnt ihr mir schon glauben. Nur komisch, daß man, wenn man den Plot
der Frequenz etwas länger laufen lässt, genau sieht, daß die
Netzfrequenz signifikant öfter in der hochpreisigen Tagstromzeit über
dem UCTE-Normal liegt. Also exakt dann, wenn am meisten verbraucht
wird. Es wird also genau dann wenn die Energiepreise höher sind weil der
Verbrauch am höchsten ist, am Meisten überproduziert.
> um die frequenz nach norm bei 50Hz konstant zu halten muß das> kraftwerksmanagement dafür sorgen, ...
Blabla, das sind doch alles wohlbekannte Grundlagen. Fakt ist, daß das
Integral über den Betrag von u(t) positiv mit den Gewinnen der EVUs
korreliert, denn die Fläche unter dem Sinus ist nunmal die verkaufte
Arbeit, und diese Fläche steigt mit Frequenz und Spannung.
Michael H. schrieb:> geh lieber weiter kpö wählen und verschon uns mit deinen halbseidenen> selbst-ersonnenen weisheiten.> dein wissensstand ist weit davon weg, die vorgänge verständlich werden> zu lassen, geschweigedenn, sie beurteilen zu können.> "die frequenz wird gefahren"... was fuer ein schwachsinn...
Aber Eure erlauchte Sachlichkeit stellt natürlich das Maß an Weisheit,
Kompetenz und Urteilungskraft in diesen Dingen dar, wie man sehen kann.
Schau' halt 'mal selbst in den einschlägigen Dokumenten nach, welche
Toleranzen im Verbundnetz gefordert sind (die sind nämlich gar nicht
sooo eng), bevor du mich hier so großmaulig anpisst. Grob gesagt wird
Frequenz im zeitlichen Mittel ziemlich genau auf 50 Hz geregelt. Und
wer glaubt, daß die EVUs das nicht ausnutzen ist entweder naiv oder
schlichtweg dumm.
Naja, ich verzieh' mich hier wieder, die letzten Tage Abstinenz haben
mir bestimmt nicht schlecht getan und ich hab' sowiso sinnvolleres zu
tun. Zumindest besseres, als mich hier in derbster und
unqualifiziertester Weise anpissen zu lassen.
Iwan
Иван S. schrieb:> Naja, ich verzieh' mich hier wieder, die letzten Tage Abstinenz haben> mir bestimmt nicht schlecht getan und ich hab' sowiso sinnvolleres zu> tun. Zumindest besseres, als mich hier in derbster und> unqualifiziertester Weise anpissen zu lassen.>> Iwan
Genau, wo doch schon die böse Waschmittelmafia die Erfindungen aufkauft,
mit denen man keine Waschmittel mehr bräuchte (irgendwas mit
Ultraschall).
Und die noch böseren Benzinkonzerne längst alle Patente zum 0-l-Auto
einkassiert haben, damit sie noch lange Sprit verkaufen können.
Und nun auch noch die ganz ganz bösen Energieversorger, die mit den
Glühlampenherstellern gemeinsame Sache machen und ab und dann ne richtig
hohe Spannungsspitze durchs Netz jagen, damit auch ja viel Strom
verkauft wird und die Birnen schneller ableben...
Michael K-punkt schrieb:> Und nun auch noch die ganz ganz bösen Energieversorger, die mit den> Glühlampenherstellern gemeinsame Sache machen und ab und dann ne richtig> hohe Spannungsspitze durchs Netz jagen, damit auch ja viel Strom> verkauft wird und die Birnen schneller ableben...
Wobei ich das wirklich mal glaube, denn die Anhebung der Nennspannung
von 220 Volt auf 230 Volt (ich las mal es sind sogar 240 Volt geplant)
ist für den Privathaushalt mit langlebigen elektrischen Verbrauchern,
wie Glühlampen aus der UdSSR :-) ein nicht zu unterschätzender Nachteil.
Hans H. schrieb:> Wobei ich das wirklich mal glaube, denn die Anhebung der Nennspannung> von 220 Volt auf 230 Volt (ich las mal es sind sogar 240 Volt geplant)> ist für den Privathaushalt mit langlebigen elektrischen Verbrauchern,> wie Glühlampen aus der UdSSR :-) ein nicht zu unterschätzender Nachteil.
Nun, das Hochfahren geschieht ja sehr langsam und nicht von heute auf
morgen. Insofern leben die Birnen ohnehin vorher hab. Na, und beim Fön
werden halt die Haare schneller trocken.
Ich vermute, die Anhebung soll eine europäische Angleichung sein und
nach unten anpassen ist sicherlich schwieriger als langsam schrittweise
nach oben zu gehen.
Sinken nicht auch die Übertragungsverluste auf den Leitungen mit höherer
Spannung?
Und machen wir uns nix vor: Die EVU bilden ein Oligopol und setzen den
Preis ohnehin willkürlich fest.
Insofern ist das viel einfacher als an den 50 Hz zu drehen oder die
Spannung hochzuschrauben.
Alternagive: USA mit 120 V. Da brauchen die Leute ends-dicke Kabel im
Haus, es gibt große Ströme und auch öfters mal nen Brand wegen
Elektrizität.
Michael K-punkt schrieb:> Ich vermute, die Anhebung soll eine europäische Angleichung sein und> nach unten anpassen ist sicherlich schwieriger als langsam schrittweise> nach oben zu gehen.
Angeblich gab es damals alles mögliche von 220 bis 240 V, sodass
man sich auf 230 V "in der Mitte" geeinigt hat.
> Insofern ist das viel einfacher als an den 50 Hz zu drehen oder die> Spannung hochzuschrauben.
Das Beispiel der DDR mit den 49,5 Hz zeigt auch, dass man durchaus
aus wirschaftlichen Erwägungen sowas tun kann.
Was soll eine Frequenzerhöhung für den Stromanbieter bringen?
Mehr Abstrahlungsverluste der Leitungen?
Geringere Leistungsaufnahme klassischer Leuchtstofflampen?
Jörg Wunsch schrieb:> Das Beispiel der DDR mit den 49,5 Hz zeigt auch, dass man durchaus> aus wirschaftlichen Erwägungen sowas tun kann.
Wenn es dazu geführt hat, dass man für die anderen Sozialistenländer
nicht einspringen musst und so den 5-Jahresplan erfüllen konnte, dann
sind das natürlich andere wirtschaftliche Erwägungen.
Leute, btt bitte.
Samuel K. schrieb:> Ist ein tragbarer Videorekorder wirklich empfindlich genug um Brummen> andere Geräte aufzunehmen? Ist das nicht ein wenig übertrieben?
Das liesse sich doch leicht probieren :) Wer probiert faul sei? :D
Autor: Samuel K. (sam1994)
Datum: 01.03.2011 22:44
Ist ein tragbarer Videorekorder wirklich empfindlich genug um Brummen
andere Geräte aufzunehmen? Ist das nicht ein wenig übertrieben?
Ich kann mir zwar Vorstellen, dass es technisch durchaus möglich ist,
aber dann sollten wohl Geräte eingesetzt werden, die ein bisschen mehr
können. Wenn ich mit nem neuen Handy filme reicht ja schon ein wenig zu
laute Musik und das ganze Filmchen verabschiedet sich eine einem lautem
Ton-Matsch. Klar es gibt Filter usw. aber ob man damit so genau filtern
kann?
Das ganze hat irgendwie was von CSI aus der Glotze...
Michael K-punkt schrieb:> Jörg Wunsch schrieb:>>> Das Beispiel der DDR mit den 49,5 Hz zeigt auch, dass man durchaus>> aus wirschaftlichen Erwägungen sowas tun kann.>> Wenn es dazu geführt hat, dass man für die anderen Sozialistenländer> nicht einspringen musst und so den 5-Jahresplan erfüllen konnte, dann> sind das natürlich andere wirtschaftliche Erwägungen.
Das war doch nur ein Teil: der zweite Teil ist, dass sich rotierende
Maschinen damit langsamer drehen und folglich etwas weniger Energie
aufnehmen. Muss im volkswirtschaftlichen Rahmen nicht komplett
irrrelevant gewesen sein.
Jörg Wunsch schrieb:> Michael K-punkt schrieb:>> Jörg Wunsch schrieb:>>>>> Das Beispiel der DDR mit den 49,5 Hz zeigt auch, dass man durchaus>>> aus wirschaftlichen Erwägungen sowas tun kann.>>>> Wenn es dazu geführt hat, dass man für die anderen Sozialistenländer>> nicht einspringen musst und so den 5-Jahresplan erfüllen konnte, dann>> sind das natürlich andere wirtschaftliche Erwägungen.>> Das war doch nur ein Teil: der zweite Teil ist, dass sich rotierende> Maschinen damit langsamer drehen und folglich etwas weniger Energie> aufnehmen. Muss im volkswirtschaftlichen Rahmen nicht komplett> irrrelevant gewesen sein.
Macht aber in der Planwirtschaft keinen Sinn weil, der Schuss ins Knie
geht wenn die Maschinen langsamer laufen wird nicht nur primär weniger
produziert, sondern auch sekundär mit der Folge das weniger Mehrwert
entsteht....
Das kann in einer dezentralen Wirtschaft lokal hilfreich sein
gesamtwirtschaftlich und für die zentrrale Marktwirtschaft ist es ein
Nachteil.
Aber das stimmt insofern trotzdem, da das Ausnutzen der Minustolleranz
gern hergenommen wurde um zu sparen und so die Produktivität mit
unverhältnismäßigem Aufwand hinter dem Komma zusteigern.
Bei der Stromerzeugeng bringt das nicht Arbet die nicht verrichtet wird
lässt sich auch nicht verkaufen. essei denn die Zähler werden im
Plustolleranzbereich geeicht, was mich nicht wunderte.
Winfried J. schrieb:> Macht aber in der Planwirtschaft keinen Sinn weil, der Schuss ins Knie> geht wenn die Maschinen langsamer laufen wird nicht nur primär weniger> produziert, sondern auch sekundär mit der Folge das weniger Mehrwert> entsteht....
Der Mann an der Maschine wird auch nicht mit 55 Hz gearbeitet haben ;-)
aber wenn sich die kreissäge langsamer dreht sinkt ihre
schneidgeschwindigkeit.
> Und bei 49,5 bzw 51 Hz machen die Trafos die Grätsche, oder wie?
nö, ich denke aber so ab 40Hz kommen die kerne in die sättigung und bei
100Hz geht kaum noch leistung durch.
> Es wird also genau dann wenn die Energiepreise höher sind weil der> Verbrauch am höchsten ist, am Meisten überproduziert.
schwachsinn. überproduziert wird nachts - grundsätzlich. damit können
atomkraftwerke (vor allem jene mit druckwasserreaktoren) auch nachts mit
100% gefahren werden und die windkraftanlagen werden nachts auch nicht
abgeschaltet. du kannst auch gar nicht überproduzieren, du kannst nur
soviel produzieren wie auch verbraucht wird! deswegen laufen nachts
sämtliche pumpspeicherkraftwerke und pumpen wasser nach oben um die
energie aus dem netz zu nehmen. deswegen gibt es nachtspeicherheizungen
bzw. nachtstrom zu vergünstigten preisen.
> denn die Fläche unter dem Sinus ist nunmal die verkaufte> Arbeit, und diese Fläche steigt mit Frequenz und Spannung.
wenn du weiter so einen megaschrott laberst reservierst du dir einen
platz an der großen eiche hier bei mir um die ecke. das verhältnis der
fläche unter bzw. über dem sinus ist immer konstant, egal was für eine
amplitude oder frequenz vorliegt. das einzige womit sie wirklich mehr
verkaufen ist eine spannungserhöhung an ohmischen lasten wie z.b.
glühbirnen oder heizungen. getaktete stromversorgungen nehmen einfach
weniger strom auf wenn die spannung steigt. und die netzspannung ist
nachts oft höher als am tage weil jeder leiter im netz auch eine
ohmische komponente hat.
wenn ich netz- bzw. kraftwerksbetreiber wäre dann würde ich die frequenz
zu spitzenlastzeiten auch geringfügig anheben. dann hab ich für den
moment eines plötzlichen ausfalls großer erzeuger nämlich mehr energie
in den rotierenden massen und damit etwas mehr zeit zum ausgleichen
bevor die netzfrequenz unzulässig weit absinkt und (vollautomatisch)
verbraucher abgeworfen würden.
> Na, und beim Fön werden halt die Haare schneller trocken.
house-hold plasmabrenner. **fg**
Ben _ schrieb:> ...um die ecke. das verhältnis der> fläche unter bzw. über dem sinus ist immer konstant, egal was für eine> amplitude oder frequenz vorliegt.
Was ist hier mit Verhältnis gemeint? Das Verhältnis zwischen der Fläche
über der Null-Linie und der Fläche unter der Null-Linie ist stets 1.
> das einzige womit sie wirklich mehr> verkaufen ist eine spannungserhöhung an ohmischen lasten wie z.b.> glühbirnen oder heizungen.
Wenn man pingelig ist, würde man sagen, dass mit P = U*I = U²/R die
Leistung mit dem Quadrat der Spannung ansteigt. Bezogen auf die
Betrachtung der "Flächen" betrachtet man dann nicht den Verlauf von U
sondern von U².
(ohmsche Verhältnisse etc. mal vorausgesetzt)
Ben _ schrieb:
> wenn du weiter so einen megaschrott laberst reservierst du dir einen> platz an der großen eiche hier bei mir um die ecke. das verhältnis der> fläche unter bzw. über dem sinus ist immer konstant, egal was für eine> amplitude oder frequenz vorliegt.
Entscheidend ist aber nicht das Verhältnis der Flächen unter und über
der Funktion zuenander, sondern das Integral der Funktion über die Zeit,
was der Fläche unter der funktion im Verhältnis zur Zeit entspricht und
das steigt mit der Frequenz. Das ist auch der grund weshalb bei der
Leistungserhöhung an der Turbine eines Generators mit konstanter Last
nicht nur dessen Klemmmenspannung und der fießende Stromm ansteigen
sondern auch die Frequenz.
Deshalb ist auch kurzwellige Sstrahlung(z.b. Licht) energiereicher als
Langwelliges.....
Namaste
Ben _ schrieb:>> Und bei 49,5 bzw 51 Hz machen die Trafos die Grätsche, oder wie?> nö, ich denke aber so ab 40Hz kommen die kerne in die sättigung und bei> 100Hz geht kaum noch leistung durch.
Man kann alles verdrehen. Wohl gemerkt war von geringen Abweichungen vom
"Normal" der 50 Hertz die Rede.
>> Es wird also genau dann wenn die Energiepreise höher sind weil der>> Verbrauch am höchsten ist, am Meisten überproduziert.> schwachsinn.
Do solltest meiner Meinung nach deine Wortwahl etwas optimieren.
> überproduziert wird nachts - grundsätzlich. damit können> atomkraftwerke (vor allem jene mit druckwasserreaktoren) auch nachts mit> 100% gefahren werden und die windkraftanlagen werden nachts auch nicht> abgeschaltet.
Überproduktion im Sinne von "Mehr als verbraucht wird".
> du kannst auch gar nicht überproduzieren, du kannst nur> soviel produzieren wie auch verbraucht wird!
Klar kann man überproduzieren! Warum gibt's denn überhaupt Differenzen
in der Frequenz im Verbundnetz? Die Frequenz ist neben der Spannung ein
direkter Indikator des Verhältnisses von Erzeugern zu Verbrauchern.
> deswegen laufen nachts sämtliche pumpspeicherkraftwerke und pumpen> wasser nach oben um die energie aus dem netz zu nehmen.
Die laufen primär als Cash-Cows bzw. Gelddruckmaschinen, weil man die
elektrische Energie in den Schwachlastzeiten günstig einkaufen und zu
Hochlastzeiten teuer verkaufen kann.
>> denn die Fläche unter dem Sinus ist nunmal die verkaufte>> Arbeit, und diese Fläche steigt mit Frequenz und Spannung.> wenn du weiter so einen megaschrott laberst reservierst du dir einen> platz an der großen eiche hier bei mir um die ecke.
Glaub mir, ich habe weder Zeit noch Lust mich an Orte zu begeben, wo
mit gehäuftem Auftreten von Typen mit deiner Façon zu rechnen ist.
Insofern ist mir "Deine Eiche" also herzlich egal.
> das verhältnis der fläche unter bzw. über dem sinus ist immer konstant,> egal was für eine amplitude oder frequenz vorliegt.
Konstant Null vielleicht, aber ich habe Explizit vom Betrag geredet. Und
der Betrag der Fläche einer Sinusfunktion mit einer Frequenz f1 von 0
bis t1 ist eben nicht gleich mit dem einer Frequenz f2 != f1 von 0 bis
t2 == t1.
Mag sein das das ganze nicht komplett mathematisch korrekt formuliert
ist, aber ich habe diese Mathematischen Verfahren auch nie gelehrt
bekommen und mit etwas gutem Willen kann man doch verstehen was ich
meine. Aber bitte, ich hänge gerne zwei Graphiken an, die ich schnell
mit Wolfram-Alpha zusammengezimmert habe. Die Amplitude ist natürlich
gleich, die Abszisse soll der Zeit entsprechen. Die Frequenz im Bild
"frequenz2" ist geringfügig höher als im Bild "frequenz1".
Und, sind die Flächen dieser Sinusbeträge Deiner Meinung nach wirklich
gleich?
> das einzige womit sie wirklich mehr verkaufen ist eine spannungserhöhung an> ohmischen lasten wie z.b. glühbirnen oder heizungen.
Das machen sie doch sowiso.
> getaktete stromversorgungen nehmen einfach weniger strom auf wenn die> spannung steigt.
Na und, was interessiert einen Energieversorger der Strom, abgerechnet
wird üblicher Weise nach der für den Kunden aufgebrachten Arbeit. Und
dazu waren schon unsere Vorfahren im 19. Jahrhundert in der Lage, der
Ferrariszähler zählt die Arbeit und nicht den Strom, deshalb steht auch
"kWh" (=Arbeit) d'rauf.
Und komm' mir jetzt nicht mit den Leitungsverlusten, anderes Thema.
Im übrigen wird deine getaktete Stromversorgung bei gegebener konstanter
Sekundärlast auf der Eingangsseite immer die selbe konstante Leistung
beanwspruchen, unabhängig von der Primärspannung.
> und die netzspannung ist nachts oft höher als am tage weil jeder leiter im> netz auch eine ohmische komponente hat.
Muss man nicht verstehen, oder?
> wenn ich netz- bzw. kraftwerksbetreiber wäre dann würde ich die frequenz> zu spitzenlastzeiten auch geringfügig anheben.
Da duch selbst anscheinend ja als so großen Elektrotechnikmeister
siehst, erkläre mir bitte wie Du es mit der Synchronmaschine anstellen
willst, schneller als als das Netz zu sein.
> dann hab ich für den> moment eines plötzlichen ausfalls großer erzeuger nämlich mehr energie> in den rotierenden massen und damit etwas mehr zeit zum ausgleichen> bevor die netzfrequenz unzulässig weit absinkt und (vollautomatisch)> verbraucher abgeworfen würden.
Selbst wenn es dir gelingt (zum Beispiel - sehr sinnvoll ;-) - mittels
FU hinter dem Generator) schneller als das Netz zu sein, bringt dir eine
geringfügige erhöhung der Drehgeschwindigkeit praktisch nichts, da die
Rotationsenergie eines gegebenen Körpers quadratisch von der deren
Drehzahl abhängt. Ein zum Generator zusätzlicher Schwungradspeicher
würde meiner Meinung nach eher Sinn haben.
Iwan,
sich wieder qemu zuwendend
Also ich krieg raus, dass die Fläche eines "Sinus-Berges" (also einer
halben Schwinungsperiode mit 1/f skaliert.
Also doppelte Frequenz => halbe Fläche
Im Gegenzug bekommt man bei der doppelten Frequenz auch die doppelte
Anzahl von Sinus-Bergen im gleichen Zeitintervall untergebracht.
Die Frequenz spielt also keine Rolle.
Es mag anders beim Quadrat der Sinus-Funktion sein, da mag ich noch mal
nachrechnen.
Michael K-punkt schrieb:> Also ich krieg raus, dass die Fläche eines "Sinus-Berges" (also einer> halben Schwinungsperiode mit 1/f skaliert.>> Also doppelte Frequenz => halbe Fläche> Im Gegenzug bekommt man bei der doppelten Frequenz auch die doppelte> Anzahl von Sinus-Bergen im gleichen Zeitintervall untergebracht.>> Die Frequenz spielt also keine Rolle.>> Es mag anders beim Quadrat der Sinus-Funktion sein, da mag ich noch mal> nachrechnen.
Auch bei im Integral über sin²(omega*t) von t = 0 bis t = T/2 erhalte
ich einen 1/f-Zusammenhang.
D.h. MEHR Spitzen, die aber schmaler sind.
Würde bedeuten, dass es der Glühbirne herzlich wurscht ist, ob sie mit
49 oder 51 Hz betrieben wird - heller wird sie dadurch wohl nicht. (wenn
wir mal von Induktivätseffekten im Glühwendel absehen...)
Bei Motoren mag es anders sein, da kenne ich mich nicht so aus. Für
Lischen Müller mit dem Elektroherd scheidet eine Frequenzüberhöhung in
der Mittagszeit wo gekocht wird als Abzocke vollkommen ungeeignet.
was mir gerade noch auffällt. bei heizungen verkaufen sie auch nicht
mehr. die heizung macht bei höherer spannung halt mehr bumms, läuft aber
entsprechend kürzer.
> Und, sind die Flächen dieser Sinusbeträge Deiner Meinung nach wirklich> gleich?
definitives ja.
die fläche unter einer sinuskurve bis zur nulllinie ist definitiv
unabhängig von der frequenz. du kriegst mehr wellen in den gleichen
zeitraum, wobei sie aber entsprechend schmaler werden.
einer glühbirne ist die frequenz herzlich egal, sie läuft auch mit
gleichspannung entsprechend dem effektivwert der wechselspannung.
akkugespeiste notbeleuchtungsanlagen machen das recht oft so.
> erkläre mir bitte wie Du es mit der Synchronmaschine anstellen> willst, schneller als als das Netz zu sein.
zeig mir doch bitte wo ich sowas geschrieben haben soll bevor du mir
deinen eigenen unsinn in den mund zu legen probierst. eine
synchronmaschine kann (solange sie synchronisiert ist) nicht schneller
oder langsamer drehen als es die netzfrequenz vorgibt - sagt ja schon
der name.
eine erhöhung der drehzahl eines turbosatzes bewirkt deshalb eine
frequenzerhöhung weil alle großen kraftwerke synchrongeneratoren
einsetzen. solange das system "im tritt" ist, also der generator nicht
überlastet, kann er gar nicht anders als mit der von der netzfrequenz
vorgegebenen drehzahl zu laufen. wenn die turbine jetzt bremsen würde
bzw. völlig ohne dampf laufen würde dann arbeitet der generator als
motor und hält die turbine auf nenndrehzahl. ein einzelner generator im
netz kann an der frequenz des gesamten netzes natürlich nicht viel
ändern - aber viele zusammen können es. da arbeiten die kraftwerke halt
prima zusammen. würdest du rein theoretisch plötzlich einen generator
mit 10-20.000MW ins netz speisen lassen hätten die netzleitstellen auch
an dir als einzelperson eine menge spaß.
man kann das auch im inselnetz betrachten: ein generator speist alleine
ein netz, dann hängt die frequenz in diesem netz allein von der drehzahl
dieses generators ab. generatoren für sowas (z.b. jeder
heim-notstromerzeuger) setzen daher drehzahlgeregelte
verbrennungsmotoren ein.
> > pumpspeicherwerke> Die laufen primär als Cash-Cows bzw. Gelddruckmaschinen, weil man die> elektrische Energie in den Schwachlastzeiten günstig einkaufen und zu> Hochlastzeiten teuer verkaufen kann.
wenns nicht so wäre würde niemand die dinger wirtschaftlich betreiben
können, nennt sich stromveredelung. aber da die nachfrage den preis
bestimmt hast du dir gerade selber den beweis geliefert, daß nachts
"zuviel" leistung im netz ist und nicht tagsüber. wenn du es nicht
glaubst fahr nach waldeck, markersbach oder goldisthal und wirf einen
blick auf den wasserstand in den speicherbecken.
strom kannst du nicht überproduzieren. das ist der grund warum es
überhaupt pumpspeicherwerke gibt. der strom muß in dem moment erzeugt
werden, in dem er verbraucht wird. oder in dem moment verbraucht werden
wenn er erzeugt wird. er kann übertragen, aber nicht als "strom"
gespeichert werden. wenn das anders wäre bräuchten wir keine akkus. um
strom zu speichern brauchen wir entweder eine elektrochemische reaktion
wie in einem akku oder wir verwenden den strom um ein elektrisches feld
in z.b. einem kondensator aufzubauen.
> > und die netzspannung ist nachts oft höher als am tage weil jeder> > leiter im netz auch eine ohmische komponente hat.> Muss man nicht verstehen, oder?
muß man nicht, sollte man aber wenn man hier mitreden möchte. 400kV
leitungen werden im extremfall mit bis zu 4.000A gefahren, daß da
spannungsverluste auftreten leuchtet ein.
deine annahme, einen ferraris-zähler würde der fließende strom nicht
interessieren, kann nicht von diesem planeten stammen. wäre schön wenn's
so wäre. "meine" getaktete stromversorgung würde natürlich bei gleicher
last am ausgang die gleiche leistung am eingang aufnehmen
(verlustbehaftet oder nicht spielt hier keine rolle). und genau deswegen
würde weil P=U*I mit steigender spannung der aufgenommene strom sinken.
ein ferraris-zähler würde sich genauso schnell drehen wie bei geringerer
spannung (und dann höherem strom) auch.
so, nun ist es 1:30 nachts. spannungsmessung berlin köpenick: 235,4V.
erinner mich dran, daß ich morgen mittag nochmal messe. versorgt sind
wir übrigens über einen 10/0,4kV trafo fast direkt vor der haustür, über
das 110/10kV umspannwerk in der gelnitzstraße, das 220/110kV umspannwerk
wuhlheide und das 400/220kV umspannwerk ragow - welches sich in
unmittelbarer nähe des braunkohlekraftwerkes jänschwalde (umspannwerk
preilack) mit immerhin 3.000MW leistung befindet.
Michael K-punkt schrieb:> Michael K-punkt schrieb:>> Also ich krieg raus, dass die Fläche eines "Sinus-Berges" (also einer>> halben Schwinungsperiode mit 1/f skaliert.>>>> Die Frequenz spielt also keine Rolle.
Anscheinend hast Du Recht, ich habe das Beispiel bei Wolfram Alpha
nocheinmal mit verschiedensten Frequenzen durchspielen lassen und
bekomme immer das Selbe Ergebnis.
> D.h. MEHR Spitzen, die aber schmaler sind.
Ganz recht. Daß in der Formel für den Effektivwert die Frequenz nicht
auftaucht bestätigt dies.
> Würde bedeuten, dass es der Glühbirne herzlich wurscht ist, ob sie mit> 49 oder 51 Hz betrieben wird - heller wird sie dadurch wohl nicht.
Schade. Ich hätte es den Energieunternehmen auf jeden Fall zugetraut.
Winfried J. schrieb:> ... Fläche unter der Funktion im Verhältnis zur Zeit [...] steigt mit der
Frequenz.
Leider hatten wir anscheinend unrecht,
> Das ist auch der grund weshalb bei der Leistungserhöhung an der Turbine> eines Generators mit konstanter Last nicht nur dessen Klemmmenspannung> und der fießende Stromm ansteigen sondern auch die Frequenz.
Diese Interpretation wäre schön und anschaulich gewesen, falls sich die
Annahmen zur Frequenz als richtig erwiesen hätten. Es muss also einen
anderen Grund dafür geben.
Meine Hypothese: Bei sinkender Belastung durch das Netz verringert sich
der Lastwinkel, dadurch verringert sich das aufzubringende Drehmoment,
bei gleichbleibender Zufuhr an mechanischer Leistung dreht der Rotor
schneller.
Vermutung: Die Anderung der Frequenz des Netzes korreliert mit der
Änderung der Lastwinkeln der einspiesenden Maschinen.
Schön, daß es hier auch Leute gibt, mit denen man sachlich diskutieren
kann.
Gute Nacht
Ben _ schrieb:>> Und, sind die Flächen dieser Sinusbeträge Deiner Meinung nach wirklich>> gleich?> definitives ja.
Wie schon geschrieben, Du hattest Recht.
>> erkläre mir bitte wie Du es mit der Synchronmaschine anstellen>> willst, schneller als als das Netz zu sein.> zeig mir doch bitte wo ich sowas geschrieben haben soll bevor du mir> deinen eigenen unsinn in den mund zu legen probierst.
Du hattest geschrieben, daß Du als Kraftwerksbetreiber die Frequenz in
Zeiten mit hohem Lastaufkommen steigern wollen würdest. Abgesehen davon,
daß dies auch in Bezug auf den von Dir erwarteten positiven Effekt einer
erhöhten Reserveenergie in der rotierenden Masse - der bei geringen
Frequenzerhöhungen wie schon dargelegt einfach nicht vorhanden ist -
unpraktikabel ist, wollte ich damit darlegen, daß dies - aufgrund der
eingesetzen Synchronmaschinen - nicht möglich ist.
>> > pumpspeicherwerke>> Die laufen primär als Cash-Cows bzw. Gelddruckmaschinen, weil man die>> elektrische Energie in den Schwachlastzeiten günstig einkaufen und zu>> Hochlastzeiten teuer verkaufen kann.> wenns nicht so wäre würde niemand die dinger wirtschaftlich betreiben> können, nennt sich stromveredelung. aber da die nachfrage den preis> bestimmt hast du dir gerade selber den beweis geliefert, daß nachts> "zuviel" leistung im netz ist und nicht tagsüber.
Hier stimme ich mit Dir überein. Allerdings habe ich schon (mehrfach?)
darauf hingewiesen, daß ich mit dem Begriff Überproduktion die Differenz
aus erzeugter und verbrauchter elektrischer Energie meine. Ein
hochpumpender Pumpspeicher ist für mich schlicht und einfach ein
Verbraucher.
> strom kannst du nicht überproduzieren. das ist der grund warum es> überhaupt pumpspeicherwerke gibt. der strom muß in dem moment erzeugt> werden, in dem er verbraucht wird. oder in dem moment verbraucht werden> wenn er erzeugt wird.
Einspruch! Wie bereits gesagt sind Spannung und Frequenz Indikatoren
für die Überproduktion. Das ach so oft immer wieder zitierte Sprücherl
vom absoluten Gleichgewicht zwischen Erzeugung und Verbrauch dient der
Veranschaulichung der grundlegenden Prinzipien in der Energieversorgung
gegenüber Laien, gerade Du als elektrotechnisch bewanderte Person
müsstest es doch eigentlich besser wissen.
Es kann gar kein absolutes Equilibrium geben, denn dies würde eine
instantane Informationsübertragung bedingen, welche nach dem derzeitigem
Stand der Wissenschaft, nachdem sich Information maximal mit
Lichtgeschwindigkeit ausbreiten kann, einfach nicht möglich ist.
Falls dieser unmittelbare Ausgleich von Erzeugung und Verbrauch stimmen
würde, so gäbe es - wie bereits dargestellt - keine Schwankungen in der
Frequenz des Verbundnetzes. Viel mehr verhält es sich wie in folgendem
Beispiel:
1.) Gleichgewicht: Momentan erzeugt: 10 GW, momentan verbraucht: 10 GW
Angenomme Regelfrequenz: 50,0 Hz, Momentanfrequenz 50,0 Hz
2.) Ausfall eines Verbrauchers, Momentanverbrauch: 8 GW
Dadurch Anstieg der Frequenz auf 51 Hz
3.) Nachregelung (Verminderung) der zugeführten mechanischen Leistung
Dadurch Abfall der Frequenz auf 50 Hz
4.) Gleichgewicht: Erzeugung: 8 GW, Verbrauch: 8GW, Frequenz 50,0 Hz
>> > und die netzspannung ist nachts oft höher als am tage weil jeder>> > leiter im netz auch eine ohmische komponente hat.>> Muss man nicht verstehen, oder?> muß man nicht, sollte man aber wenn man hier mitreden möchte. 400kV> leitungen werden im extremfall mit bis zu 4.000A gefahren, daß da> spannungsverluste auftreten leuchtet ein.
Ich habe (noch immer) einfach Probleme mit dem Verständnis dieses
Satzes.
Was willst Du damit sagen? Daß in der Nacht, also wenn durch
verringerten Verbrauch sowiso schon weniger über's Netz geht die
Spannung erhöht wird?
Daß die Leitungsverluste nachts geringer sind (weil es nachts kälter als
draußen ist)? Bitte drücke Dich doch so aus, daß man auch versteht was
du meinst.
Im übrigen sind die ohmschen Leitungsverluste nur vom Widerstand und dem
Quadrat der Stromstärke abhängig, inwiefern sich eine erhöhte Spannung
in der Nacht auf verringerte Leitungsverluste zurückführen lassen
sollten.
Eher ist es meiner persönlichen Meinung nach so, daß die erhöte
Netzspannung in Schwachlastzeiten eher ein Anzeichen für mangelnden
Verbrauch sind. Daß die Netzbetreiber generell an erhöhten
Übertragungsspannungen zur Verminderung von ohm'schen Verlusten bestrebt
sind ist klar.
> deine annahme, einen ferraris-zähler würde der fließende strom nicht> interessieren, kann nicht von diesem planeten stammen.
Ist aber so. Den interessiert nämlich nur das Produkt aus u(t) und i(t).
> und genau deswegen würde weil P=U*I mit steigender spannung der> aufgenommene strom sinken. ein ferraris-zähler würde sich genauso schnell> drehen wie bei geringerer spannung (und dann höherem strom) auch.
Ich habe nie etwas anderes behauptet.
> so, nun ist es 1:30 nachts.
Der Eine ist eben ein Nachtmensch, der Andere ist am Tage aktiver.
> spannungsmessung berlin köpenick: 235,4V.
Oberösterreichischer Zentralraum, 2 Uhr 55: 232,8 Volt, 49,85-49,9 Hz
Schoenen Gruß, Iwan
Иван S. schrieb:> Michael K-punkt schrieb:>> Michael K-punkt schrieb:>>> Also ich krieg raus, dass die Fläche eines "Sinus-Berges" (also einer>>> halben Schwinungsperiode mit 1/f skaliert.>>>>>> Die Frequenz spielt also keine Rolle.>> Anscheinend hast Du Recht, ich habe das Beispiel bei Wolfram Alpha> nocheinmal mit verschiedensten Frequenzen durchspielen lassen und> bekomme immer das Selbe Ergebnis.
Iwan!
Du gehörst zu den modernen Menschen - ich habe das Intergral aus meinem
guten alten blauen Bronstein herausgesucht, welches in der damaligen DDR
hergestellt wurde, aber auch im West zum Standardwerk aller Mathematiker
und Physiker wurde.
Gruß
Michael
hm,
da bin ich jetzt doch etwas überrascht, und verunsichert aber es spricht
tatsächlich einiges dafür das ich mich wirklich getäuscht habe. Da muss
ich mir nochmal Klarheit darüber verschaffen.
Namaste
Michael K-punkt schrieb:> Иван S. schrieb:>> Anscheinend hast Du Recht, ich habe das Beispiel bei Wolfram Alpha>> nocheinmal mit verschiedensten Frequenzen durchspielen lassen und>> bekomme immer das Selbe Ergebnis.>> Iwan!> Du gehörst zu den modernen Menschen - ich habe das Intergral aus meinem> guten alten blauen Bronstein herausgesucht, welches in der damaligen DDR> hergestellt wurde, aber auch im West zum Standardwerk aller Mathematiker> und Physiker wurde.
Das liegt ehrlich gesagt weniger an meiner Modernität, eher an der
mathematischen Unfähigkeit. Da ich nie in den Genuß einer Lehre der
modernen Mathematischen Verfahren wie der Integral- oder
Differenzialrechnung gekommen bin bleibt mir nichts anderes über, als
mich mittels Versuch und Irrtum unter Verwendung solcher elektronsicher
Hilfsmittel an solche Probleme heranzutasten. Manchmal mit Erfolg, oft
aber leider auch nicht.
Apropos Standardwerke aus der ehemaligen DDR: Wer sich stark für
Funktionsweise nund Berechnung elektrischer Maschinen interessiert, der
wird in der Trilogie "Elektrische Maschinen" von Prof. Germar Müller
eine Goldgrube des Wissens finden können.
Gruß, Iwan
> Du hattest geschrieben, daß Du als Kraftwerksbetreiber die Frequenz in> Zeiten mit hohem Lastaufkommen steigern wollen würdest.
das heißt aber nicht, daß ich schneller als das netz sein möchte. wenn
ich erfolg habe meine generatoren ein wenig schneller drehen zu lassen,
ist auch die netzfrequenz entsprechend gestiegen.
> Abgesehen davon, daß dies auch in Bezug auf den von Dir erwarteten> positiven Effekt einer erhöhten Reserveenergie in der rotierenden> Masse - der bei geringen Frequenzerhöhungen wie schon dargelegt> einfach nicht vorhanden ist -
er ist vielleicht nicht groß, aber er ist vorhanden.
> unpraktikabel ist, wollte ich damit darlegen, daß dies> - aufgrund der eingesetzen Synchronmaschinen - nicht möglich ist.
es ist möglich. als einzelner mini-kraftwerksbetreiber wirds natürlich
nichts, aber wenn's alle großkraftwerke machen dann schon eher.
> daß ich mit dem Begriff Überproduktion die Differenz> aus erzeugter und verbrauchter elektrischer Energie meine.
diese differenz ist immer null.
> Ein hochpumpender Pumpspeicher ist für mich schlicht und einfach ein> Verbraucher.
ist er. aber nicht tagsüber wo du ja eine überproduktion vermutest,
hochgepumpt wird nachts!
> Es kann gar kein absolutes Equilibrium geben, denn dies würde eine> instantane Informationsübertragung bedingen, welche nach dem> derzeitigem Stand der Wissenschaft, nachdem sich Information maximal> mit Lichtgeschwindigkeit ausbreiten kann, einfach nicht möglich ist.
sagen wir es mal so - da die geschwindigkeit des stromes in den
leitungen nicht unendlich hoch ist und auch elektronen eine
masseträgheit haben wird eine marginale menge strom als bewegungsenergie
gespeichert. allerdings nicht als strom, sondern als kinetische energie.
strom wandelt sich nach der erzeugung und dem transport immer sofort in
eine andere energieform um. in der glühlampe zu wärme und licht, in der
spule zu magnetischer energie, im kondensator in ein elektrisches feld
und im akku zu chemischer energie. im pumpspeicherwerk zu potentieller
(lage-)energie. du kannst strom nicht einfach in einem kabel "parken",
und selbst wenn läge er dort in form eines elektrischen feldes zwischen
den leitern vor. also mit einer ganz geringen menge geht es, wie in
einem kleinen kondensator - ist aber nicht der sinn eines kabels.
dein punktesystem enthält einen elementaren fehler.
1. 10GW erzeugung = 10GW verbrauch, frequenz 50Hz.
2. 10GW erzeugung > 8GW verbrauch, frequenz nach kurzer zeit auf 51Hz
3. Nachregelung 10..8GW >= 8GW verbrauch, frequenz steigt weiter auf
51,5Hz
4. 8GW erzeugung = 8GW verbrauch, frequenz bleibt bei 51,5Hz
durch die nach dem ausfall des verbrauchers von den turbinen zuviel
zugeführte rotationsenergie kann ja nicht einfach verpuffen, diese hat
dazu geführt, daß sich die generatoren im gesamten netz nun schneller
drehen als am anfang. um das auszugleichen muß die zugeführte energie
aus dem drehmoment der turbinen weiter zurückgenommen werden, damit die
rotierenden massen wieder auf ihren soll abgebremst werden und danach
wieder auf den verbrauch zugeschnitten werden. also
5. 7,5GW erzeugung < 8GW verbrauch, frequenz sinkt in etwas zeit auf
50Hz
6. 8GW erzeugung = 8GW verbrauch, frequenz 50Hz.
wenn ich ein einer leitung tagsüber einen höheren strom durch eine
leitung schicke fällt an ihr eine höhere spannung ab als nachts wenn ich
weniger strom hindurch schicke. das verstehst du, oder? um das
auszugleichen haben die 110/10kV trafos (oder auch 110/20kV) oftmals
mehrere wicklungsanzapfungen auf der sekundärseite und einen
stufenschalter. es wäre durch diesen stufenschalter auch möglich,
tagsüber eine höhere spannung zu haben als nachts - darauf arbeitet aber
niemand hin. das ist eine einfache regelmaßnahme gegen zu niedriege
spannung, sonst nichts.
>> deine annahme, einen ferraris-zähler würde der fließende strom nicht>> interessieren, kann nicht von diesem planeten stammen.> Ist aber so. Den interessiert nämlich nur das Produkt aus u(t) und i(t).
WATT?! und was ist I(t)? die fluxkompensation oder die kerntemperatur
des nächstgelegenen atomkraftwerks? oder vielleicht doch der fließende
strom??
spannungsmessung köpenick: 233,2V
nicht signifikant weniger (netzregelung funktioniert also), aber auf
jeden fall NICHT MEHR!
welcher ort ist denn oberösterreichischer zentralraum? ich nehme an
wels. versorgt über 220/110kV UWs in hausruck, LWKA aschach (220kV,
325MW, donau), LWKA ottensheim (110kV, 182MW, donau), LWKA abwinden
(110kV, 173MW, donau).
@Ben:
ich habe jetz mal eine total dumme Frage:
Es ist kein Witz, sondern hat eine verdammt traurige
Vorgeschichte, die sich etwa vor 12 Jahren, zwischen dem
17 und 22 10. 1998 zugetragen haben könnte:
Wie lange wohnst Du an der Stelle, an der Du gemessen hast?
Misst Du nur die Spannung, oder hat Dich irgendetwas Anderes,
etwa überlagerte hochfrequentere Signale im Netz interessiert?
Wie weit wohnst du vom Mandrellaplstz entfernt?
Herzlichen Dank für Deine Hilfe!
hanna.
hmm am netz interessiert mich eigentlich nur, daß "genug, passend für
meine gerätschaften und irgendwann hoffentlich mal preiswerter"
rauskommt. ich hab evtl. gelegentlich mal die spannung gemessen, aber
die genaue höhe oder irgendwelche HF anteile haben mich nie wirklich
interessiert. wenn dann wollte ich wissen ob "strom da" ok ok ok ob
spannung anliegt.
mandrellaplatz ist bißchen über 1km weit entfernt.
Es geht um diesen Jungen hier:
http://www.tronland.de/
der nicht nur den "private key" der "Primiere - Cipkarte"
ausgelesen hat, sondern auch ein exellenter Phreaker war.
Er hat am Küchentisch funktionsfähige Telefonkarten-Simulatoren gebaut.
Schaut Euch bitte die Seite an!
hanna.
EOD von meiner Seite. Der Disskussionsstil ist unter meiner Würde.
Ben (>) und Iwan (>>) kommunizieren wie folgt (zum Thema EV-Netze):
[Vorheriger Einwand Iwan: Du kannst nicht in so ein Netz einspeisen!]
>> Du hattest geschrieben, daß Du als Kraftwerksbetreiber [also als Eispeiser;>> Anm.] die Frequenz in Zeiten mit hohem Lastaufkommen steigern wollen>> würdest.> das heißt aber nicht, daß ich schneller als das netz sein möchte. wenn> ich erfolg habe meine generatoren ein wenig schneller drehen zu lassen,> ist auch die netzfrequenz entsprechend gestiegen.>>> [Bereits dargelegt: E(rot) abhängig von Winkelgeschwindigkeit]>> Abgesehen davon, daß dies auch in Bezug auf den von Dir erwarteten>> positiven Effekt einer erhöhten Reserveenergie in der rotierenden>> Masse - der bei geringen Frequenzerhöhungen wie schon dargelegt>> einfach nicht vorhanden ist -> er ist vielleicht nicht groß, aber er ist vorhanden.>>> unpraktikabel ist, wollte ich damit darlegen, daß dies>> - aufgrund der eingesetzen Synchronmaschinen - nicht möglich ist.> es ist möglich. als einzelner mini-kraftwerksbetreiber wirds natürlich> nichts, aber wenn's alle großkraftwerke machen dann schon eher.>>> daß ich mit dem Begriff Überproduktion die Differenz>> aus erzeugter und verbrauchter elektrischer Energie meine.> diese differenz ist immer null.
Bereits mehrmals DIr gegenüber dargelegt: Diese Nulldifferenz stimmt für
den Laien.
>> Ein hochpumpender Pumpspeicher ist für mich schlicht und einfach ein>> Verbraucher.> ist er. aber nicht tagsüber wo du ja eine überproduktion vermutest,> hochgepumpt wird nachts!
Klar, deshalb sind sie ja auch Cash-cows (worauf ich schon hinwies). Die
kaufen billig ein und verkaufen teuer.
>> Es kann gar kein absolutes Equilibrium geben, denn dies würde eine>> instantane Informationsübertragung bedingen, welche nach dem>> derzeitigem Stand der Wissenschaft, nachdem sich Information maximal>> mit Lichtgeschwindigkeit ausbreiten kann, einfach nicht möglich ist.> sagen wir es mal so - da die geschwindigkeit des stromes in den> leitungen nicht unendlich hoch ist und auch elektronen eine> masseträgheit haben wird eine marginale menge strom als bewegungsenergie> gespeichert.
Ohne Kommentar.
> allerdings nicht als strom, sondern als kinetische energie.> strom wandelt sich nach der erzeugung und dem transport immer sofort in> eine andere energieform um. in der glühlampe zu wärme und licht, in der> spule zu magnetischer energie, im kondensator in ein elektrisches feld> und im akku zu chemischer energie. im pumpspeicherwerk zu potentieller> (lage-)energie.
Nichts Anderes habe iich je behauptet!
> du kannst strom nicht einfach in einem kabel "parken",
Habe ich nie angedeutet.
> dein punktesystem enthält einen elementaren fehler.>> 1. 10GW erzeugung = 10GW verbrauch, frequenz 50Hz.> 2. 10GW erzeugung > 8GW verbrauch, frequenz nach kurzer zeit auf 51Hz> 3. Nachregelung 10..8GW >= 8GW verbrauch, frequenz steigt weiter auf> 51,5Hz> 4. 8GW erzeugung = 8GW verbrauch, frequenz bleibt bei 51,5Hz> 5. 7,5GW erzeugung < 8GW verbrauch, frequenz sinkt in etwas zeit auf> 50Hz> 6. 8GW erzeugung = 8GW verbrauch, frequenz 50Hz.
Habe ich denn etwas anders beauptet? Lies "mein Punktesystem"(?)
einfach nochmal durch. Ich schrieb ja SELBST von "Narchregelung".
>>> deine annahme, einen ferraris-zähler würde der fließende strom nicht>>> interessieren, kann nicht von diesem planeten stammen.>> Ist aber so. Den interessiert nämlich nur das Produkt aus u(t) und i(t).> WATT?! und was ist I(t)? die fluxkompensation oder die kerntemperatur> des nächstgelegenen atomkraftwerks? oder vielleicht doch der fließende> strom?
Es wurde bauptet, den Zähler würde der Strom interessieren. Und dies ist
eben nicht der Fall. Ob u(t) = 1,3,7,16,32 oder 63 zur den Zähler
fließen, das ist koplett egal. U und I (U=P.I)zählen, wie ich bereits
sagte.
> welcher ort ist denn oberösterreichischer zentralraum? [...] versorgt über> 220/110kV UWs in hausruck,
Hausruck ist ein Gebiet.
L> WKA aschach (220kV, 325MW, donau),
Auch, teilweise.
> LWKA ottensheim (110kV, 182MW, donau),
Da geht mehr nach Osten.
> LWKA abwinden (110kV, 173MW, donau).
Von dort geht ziemlich viel nach Linz (auch VOEST)
Privatbevölkerung hier kriegt in Punkto Wasserkraft praktisch das Meiste
aus der Traun, den Rest aus der Enns und vielleicht ein Achterl aus der
Dono.