@ Chris D. (myfairtux)
>>>Mit irgendwelchen fehlenden Nationalgefühlen hat das genau gar nichts zu
>>>tun.
>> Hat auch keiner behauptet.
>Doch - er. Direkt zur ersten Frage:
>"SZ: Herr Grünewald, die Deutschen gründen wesentlich weniger Firmen als
>beispielsweise die Amerikaner - warum?
>Grünewald: Die Deutschen haben keine übergreifende nationale Identität.
>Die Amerikaner dagegen haben eine. Sie identifizieren sich über einen
>gemeinsamen Pioniergeist, der in ihrer Geschichte begründet ist: vom
>Tellerwäscher zum Millionär und eben auch mal umgekehrt.
Wenn gleich hier etwas Pathos mitschwingt, ist die Aussage dennoch IMO
gar nicht falsch. Denn "der Deutsche" ist eher ein Neider und
Schlechtreder, kein Pionier.
> Aufstieg und
>Abstieg sind in dieser Gesellschaft möglich. So ein gemeinsames
>Selbstverständnis haben wir nicht."
Eben. Wir wollen alle soziale Marktwirktschaft. Scheitern ist bei uns
ein Tabu. Sicherheit und Planbarkeit steht ganz oben.
>Halte ich für absoluten Blödsinn. Das Märchen mit dem Tellerwäscher
>glaubt gerade dort drüben heute niemand mehr.
Bin ich skeptisch. "Alles ist möglich" ist dort IMO u.a. durch das
Internet wieder aufgefrischt worden. Und die amerikanische Gesellschaft
hat auch mehr als genug Illusionen, die gern und viel gepflegt werden.
>(meiner Beobachtung nach) eher die Kriegs-/Nachkriegsgeneration ist.
>Solche Ereignisse prägen natürlich.
Sicher. Aber die Erbengeneration, die das nicht selbst erarbeitet hat,
ist anders. Wir werden sehen.
>Meine Generation (ich werde jetzt 40) geht da aber schon ganz anders
>ran.
Hmmm. Vielleicht.
>Aber: mir ist das Sparen immer noch lieber als die
>Kreditkartenmentalität, die USA langsam aber sicher in den Abgrund
>ziehen.
Ist ein Grundprinzip des (amerikanischen) Kapitalismus, und keiner will
das ändern.
"Nobody cares how it works as long as it works." Die Matrix, Teil 2
MfG
Falk