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Forum: HF, Funk und Felder Impedamzanpassung


Autor: Matthias Blufing (Gast)
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Hallo, ich habe einen Niederohmigen HF-Verstärker. (ca. 2 bis 4 ohm) 
Diese müssen auf 50 ohm gebracht werden. Möglichs wenig Ver.uste 
natürlich...
Was gibt es da für Lösungsansätze?
Trafo, pi oder t glied?

Freue mich über jeden tipp.

Autor: Mikrowilli (Gast)
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Welche Frequenz hat denn Dein HF-Signal? Ist die Frequenz fest oder 
variabel? Falls variabel, in welchen Grenzen? Eine Anpassung mit 
LC-Glied ist immer relativ schmalbandig; mit einem Transformator kann 
eine breitbandigere Anpassung realisiert werden. Ein Impedanzverhältnis 
von 1:16 ist machbar, aber je nach Arbeitsfrequenz und zu übertragender 
Leistung nicht unbedingt trivial.

Autor: Matthias Blufing (Gast)
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Guten Morgen, es geht um ca. 130khz(genaue Freq. muss ich nachschaun) 
und im testlauf ca. 10watt. (im regelbetrieb dürften es max. 100watt, 
wobei ich davon ausgehe, dass sich das ganze bei 30-50 watt einpendeln 
wird.)

danke

Autor: Mathias Fendl (minglifu)
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Guten Morgen,

WOOT? 130kHz, das ist ja HF mäßig gesehen noch DC. Hast du mal ne 
Schaltung mit deinem Problem?

MfG
MingliFu

Autor: Matthias Blufing (Gast)
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ich weiß, dass das hf-mäßig dc ist. Schaltung gibt es noch keine. Aber 
ganz kurz, ich will einen amateurfunk langwellensender bauen. Verstärker 
ist ein tdaxxxx. Irgendwas aus der bastelkiste halt.

Autor: Gerd T. (Gast)
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Mann,
ich bin Azubi im ersten Kehrjahr und kann das!

----2 Ohm -----*-----48 Ohm----------
               |
               |
               2 Ohm
               |
               |
               -

Autor: Mikrowilli (Gast)
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Hallo Gerd T.,

für den Aufgabenteil "Impedanzanpassung" gäbe das zwar die volle 
Punktzahl, aber das Ziel der Arbeit wäre trotzdem verfehlt. Wenn man 
möchte, daß von der Eingangsleistung auch der überwiegende Anteil wieder 
am Ausgang des Anpaßnetzwerks herauskommt, muß dieses Netzwerk möglichst 
verlustarm, also ohne ohmsche Widerstände ausgeführt werden. Ich schlage 
vor, du wartest noch zwei Lehrjahre ab und zeigst uns dann, daß Du die 
Anpassung auch als LC-Netzwerk hinbekommst.

Autor: Peter (Gast)
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>Mann, ich bin Azubi im ersten Kehrjahr und kann das!

Nahe drann, aber trotzdem falsch! Anpassung von 3 Ohm auf 50 Ohm geht 
so:

----1 Ohm -----*-----48.7 Ohm----------
               |
               |
               2 Ohm
               |
               |
               -

Als Azubi bist Du aber schon ganz schön vorlaut, dabei hast Du noch viel 
zu lernen! ;o)

Und ich denke nicht, dass Matthias mit einem ohmschen T-Glied 21.7 dB 
verheizen will, bei 100W am Eingang kämen da gerade noch 0.676 W raus!

Ganz ohne Anpassung (3 Ohm -> 50 Ohm)  würden immerhin "nur" 6.7 dB 
verloren gehen, bzw statt 100W noch 21.4W rauskommen.

Matthias braucht einen Trafo bzw übertrager, wobei für 130 kHz ein 
Eisenblechtrafo schon zuviele Verluste hat. Aber ich würde mit einem 
Zeilentrafo aus einem alten TV-Gerät selber etwas Wickeln, z.B. Primär 
25 Windungen und Sekundär 100 Windungen..

Autor: Adi (Gast)
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> Mann, ich bin Azubi im ersten *K*ehrjahr und kann das!

Für einen Kaminkehrer doch nicht schlecht

SCNR

Autor: Horst (Gast)
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Du willst aber nicht 30-50W abstrahlen oder?

Autor: Mikrowilli (Gast)
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Das Thema Abstrahlung steht auf einem ganz anderen Blatt: bei dieser 
Betriebswellenlänge hat praktisch jede für den engagierten Amateur 
realisierbare Antenne einen äußerst bescheidenen Wirkungsgrad...

Autor: Stefan (Gast)
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Peter schrieb:
> Und ich denke nicht, dass Matthias mit einem ohmschen T-Glied 21.7 dB
> verheizen will, bei 100W am Eingang kämen da gerade noch 0.676 W raus!
>
> Ganz ohne Anpassung (3 Ohm -> 50 Ohm)  würden immerhin "nur" 6.7 dB
> verloren gehen, bzw statt 100W noch 21.4W rauskommen.

Wie rechnest du das?

Autor: Ralli (Gast)
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@Stefan

Also ein Verstärker mit 100 W Ausgangsleistung und
Ri = 3 Ohm erzeugt 200 W und gibt 100 W an einen externen
Wirkwiderstand von 3 Ohm ab, während 100 W intern am Ri
von 3 Ohm verheizt werden.

Das nennt man Anpassung.

Die restliche Rechnerei benutzt R = U/I und P = U * I.
Fertig.

(Habe Peters Ergebnisse aber nicht kontrolliert.)

Autor: Peter (Gast)
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>Wie rechnest du das?

1.)
Zum Berechnen der Dämpfungsglieder habe ich mal einige Formeln in ein 
Excel VBA Programm gepackt, siehe Attachment! (Macros müssen aktiviert 
sein)

Allerdings habe ich mich mit dem obigen Beispiel vertan schääääähm, 
für ein Minimum-Los Anpassglied muss man die "Wunsch-Dämfung" auf 0 dB 
setzten, dann wird automatisch die minimal mögliche Dämpfung ermittelt: 
=> 18.11 dB Dämpfung, 100W * (-18.11dB) => 100W / 64.71 => 1.545 W


---- 0 Ohm ----*-----48.5 Ohm-------
               |
               |
              3.1 Ohm
               |
               |
               -
2.)
Ich nehem eine konstant Quellenspannung an, z.B. Uo = 10 V und berechne 
die Leistung an der Last bei optimaler Anpassung (Innenwiderstand Ri = 
Lastwiderstand Ra = 3 Ohm)
=> Pmax = (Uo/(Ri+Ra))^2 * Ra = 8.333W

Dann berechne ich die Leistung an der Last mit dem effektiven 
Lastwiderstand (Ra=50 Ohm)
=> Peff = (Uo/(Ri+Ra))^2 * Ra = 1.78W

Der Verlust durch die Fehlanpassung ist dann:
=> 10*LOG(Peff/Pmax) = -6.7 dB
=> 100W * Peff/Popt  = 21.36 W

Autor: Tom (Gast)
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Matthias Blufing schrieb:
> Möglichs wenig Ver.uste
> natürlich...

Eure theoretischen Dämpfungsglieder in allen Ehren. Aber das will der TO 
nicht wissen. Und es macht bei einem Sender auch keinen Sinn.

LC-Netzwerk oder Trafo ist schon richtig.

Aber wie kommst du auf 50 Ohm? In diesem Frequenzbereich sind Antennen 
üblicherweise weit weg von 50 Ohm. Eine 50-Ohm-Zuleitung ist nicht die 
Lösung.

Autor: dft (Gast)
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vermutlich   dürfte  die  Antennenimpedanz    deutlich  näher an  2-4 
Ohm  als an  50 Ohm  sein

also   warum  dann  erst  auf  50  Ohm  um  dann  wieder   aufwendig 
und  mit   verlusten  runter ?

würde  erst mal die  Antennenimpedanz  messen  und  dann um die 
Anpassung kümmern

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