Hallo!
Ich möchte gerne mit meiner Freundin eine Laser-Orgel bauen, und die
scheinen mir vom Prinzip her auch ziemlich simpel zu sein.
http://www.youtube.com/watch?v=sLVXmsbVwUs
Gedacht habe ich mir für den Anfang vllt. 5 Laserpointer, und
entsprechend 5 Fototransistoren - der Mikrocontroller sendet dann per
USB-Kabel die Daten an den Computer, der den Sound abspielt.
Die Laser werde ich wahrscheinlich erstmal nicht direkt an den
Controller anschließen, um möglichst viele Pins frei zu halten.
Kann es sein, dass man nur die grünen Laser in der Luft sieht?
Muss man etwas spezielles beachten?
Die Fototransen sollten ja super durchschalten, bei der Lichtstärke,
oder?
Grüne Laserpointer sieht man besonders gut, auch ganz ohne Nebel, dann
aber nur wenn man in Strahlrichtung blickt. Rechtwinklig zum Strahl
lässt es stark nach.
Für einen Effekt wie im Video braucht man also immer noch ein wenig
Nebel.
Fototransen sollten super schalten, ja. Aber ich stell es mir schwierig
vor die direkt zu treffen, vielleicht vor die Fototranse noch eine
Milchglasplatte als Target?
Ausserdem, Harp bedeutet Harfe, nicht Orgel. :-)
> Grüne Laserpointer sieht man besonders gut, auch ganz ohne Nebel, dann> aber nur wenn man in Strahlrichtung blickt.
Das sollte man aber nicht machen.
In sauberer Luft kann man leider keine Laserstrahlen sehen. Du musst
wohl in jedem Fall noch einen Nebelgenerator einsetzen müssen.
Das ist aber auch für Eure Sicherheit ganz gut, denn mit genügend Nebel
reicht auch ein rel. schwacher Laserstrahl, der dann einigermassen
ungefährlich ist.
Normale Fototransistoren sollten es aushalten, wenn man direkt mit dem
Laser reinfunzelt. Ansonsten kann man einfach einen Filter
(Papierschnipsel oder so) vorne anbringen.
Andreas K. schrieb:> Ausserdem, Harp bedeutet Harfe, nicht Orgel. :-)
Stimmt - da hab ich mich von dem Wort Lichtorgel hinreißen lassen. :D
Weiß jemand, wo man günstig Laser herbekommt?
Pollin will fast 7€, schon für die roten Laser.
Per eBay aus Hongkong dauert mir ein bisschen zu lang. ^^
Ich persönlich würde das mit nur einem Laser umsetzen (oder 2, wenn
könnte ein "gedrückter" Strahl die Farbe umschalten)
Hinter den Laser eine Optik, z.B. Galvo, um die einzelnen Strahlen zu
erzeugen.
Damit könntest du auch ein paar Effekte erzeugen, z.B. das "Auffächern"
beim Start. Mit einzelnen Pointern hättest du viel zu justieren.
Außerdem würde ich den Laser auf jeden Fall modulieren, ansonsten gibt
Fremdlicht ein paar nette Effekte.
Bei einem System mit Galvos könntest du sogar einen Teil der Justage vom
System machen lassen:
Zu Beginn erzeugt dein Gerät eine breite Linie, die du genau parallel zu
der Leiste mit Sensoren an der Decke ausrichtest.
Danach lässt du verschieden modulierte Strahlen erzeugen, für jede
"Taste" eine andere Modulation.
Jeder Strahl fährt dann langsam die Sensor-Leiste ab, bis er seinen
Sensor gefunden hat. Mit etwas hin- und herpendeln müsste sich die
Ausrichtung sehr gut auf den Mittelpunkt des Fototransistor legen
lassen.
Helfer schrieb:>> Grüne Laserpointer sieht man besonders gut, auch ganz ohne Nebel, dann>> aber nur wenn man in Strahlrichtung blickt.>> Das sollte man aber nicht machen.
IN Strahlrichtung, nicht GEGEN die Strahlrichtung.
Also, hinterm Laserpointer stehen und in die Richtung sehen, in die er
Zeigt.
Grüne sieht man dann auch nachts bei klarer Luft noch sehr gut.
Galvos und sonstiger Schnickschnack stehen bei ihm wohl kauf auf dem
Programm, wenn er schon bei 35 Euro für die Laser anfängt zu meckern.
Btw, Laserdioden alleine emittieren noch keinen brauchbaren Laserstrahl!
Da braucht es noch ne Kollimatorlinse samt Halterung dafür.
Ja, tut sie, steht auch auf der Homepage, die beim Video verlinkt ist.
Man kann den Ton verändern indem man näher rangeht.
Ich würd das aber eher als zweiten Schritt ins Auge fassen, erst mal die
simple Variante zu versuchen ist sicher nicht verkehrt.
Hier noch ein Sicherheitshinweis bei Lasern: auf jeden Fall spezielle
Sicherheitsbrillen verwenden. Dieses Video demonstriert sehr gut, das
z.B. normale Sonnenbrillen keinen Schutz bieten:
http://www.youtube.com/watch?v=bwsAXEOcVno (Ton leiser drehen, nervige
Musik)
Gilt insbesondere, sobald man einen Laser hat, der stark genug ist, daß
man den Strahl sehen kann.
Bei Wikipedia findet man übrigens ein paar Konstruktionsprinzipien für
eine Laserharfe:
http://en.wikipedia.org/wiki/Laser_harp
Frank Buss schrieb:> Hier noch ein Sicherheitshinweis bei Lasern: auf jeden Fall spezielle> Sicherheitsbrillen verwenden.
Wäre es nicht klüger gleich schwächere Laser zu verwenden?
Für das was er vor hat reicht 1mW auch aus, mit Nebel jedenfalls.
Soll auch Leute geben die wirklich eine Art Harfe draus gebaut haben,
einen Rahmen, oben die Laser, unten die Fotodioden. Fertig.
in der FH haben wir was ähnliches gebaut, vieleicht hilft dir unser weg:
wir haben eine webcam und die software vvvv verwendet, da konnte man das
kamerabild am pc anzeigen lassen und wenn sich in markierten feldern zb
die helligkeit ändert ein soundfile abspielen.
du könntest die laserpointer in sichtrichtung der kamera montieren (oder
auch ne taschenlampe is hier eigentlich egal. wo die hand angeleuchtet
wird und innerhalb eines der felder liegt kommt ein ton raus, ich glaub
man kann sogar midi-ausgabe reinprogrammieren, müsstest nachlesen in der
doku.