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Forum: Ausbildung, Studium & Beruf Einstieg in den deutschen Arbeitsmarkt


Autor: Nick A. (gr-ing)
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Hallo zusammen,

ich bin Dipl.-Ing der Elektro- und Computertechnik. Ich habe in 
Griechenland studiert und arbeite dort die letzten 5 Jahre. Ich arbeite 
2 Jobs und mein Jahresgehalt würde manchen von euch erschrecken! Weil es 
wegen der Wirtschaftskrise immer weiter Bergab geht habe ich mich dazu 
entschlossen mein Glück in Deutschland zu versuchen.

Seit einem Monat suche ich durch jobscout24.de und Jobs.de nach einer 
Arbeit aber ohne Erfolg.  Heute habe ich euer Forum entdeckt und sofort 
angemeldet. Ich könnte ein paar Tipps gut gebrauchen, da ich mit dem 
deutschen Arbeitsmarkt zum ersten Mal in Kontakt komme. Gibt es 
Karriereportals speziell für Ingenieure? Würde es helfen wenn ich einen 
Wohnsitz in Deutschland hätte?

Ich entschuldige mich im Voraus für meine Schreibfehler, da ich seit 
über 15 Jahre kein Deutsch gesprochen oder geschrieben habe!

Autor: Michael S. (technicans)
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>2 Jobs und mein Jahresgehalt würde manchen von euch erschrecken!
So viel oder so wenig?
Dann kennst du Robert noch nicht.
Hängt wohl auch ein wenig von den Lebenshaltungskosten bei dir ab.
Außerdem ist es hier SAUKALT und das kostet eben Heizenergie.

>Gibt es Karriereportals speziell für Ingenieure?
Xing.de
Monster.de
etc.

>AWürde es helfen wenn ich einen Wohnsitz in Deutschland hätte?
Für die Jobsuche? Glaub ich nicht, weiss es aber auch nicht genau.
Wäre aber prakmatischer weil man ja auch erst bei einigen Firmen
vorstellig werden müsste. Kann aber auch gleich beim ersten mal
klappen. Wer weiß?
Entscheidend sind besondere Kenntnisse und deine Erfahrung und
ob die deutsche Wirtschaft deinen Abschluss überhaupt anerkennt
und das kann jede Firma halten wie die wollen.
Trotz Lobby ist der Bedarf hier aber auch nicht so hoch.

>Ich entschuldige mich im Voraus für meine Schreibfehler, da ich seit
>über 15 Jahre kein Deutsch gesprochen oder geschrieben habe!

Sehe ich kein Problem. Ist besser als bei so manchem Eingeborenen.

Autor: Nick A. (gr-ing)
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Also mit 2 Jobs und 10 Stunden Arbeit am Tag komme ich mit Mühe auf die 
18.000€ Brutto und ich bin einer der Gutverdienenden in meinem 
Freundeskreis! Natürlich sind die Lebenshaltungskosten ein bisschen 
niedriger hier aber Ende des Jahres bleibt trotzdem nichts in der 
Tasche.

Danke für die Portale, ich werde mich sofort anmelden. Gibt es in 
Deutschland eine Behörde wo ich nachfragen kann ob mein Diplom anerkannt 
wird, oder liegt das in der Hand der jeweiligen Firma?

Autor: Michael S. (technicans)
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Nick A. schrieb:
> Also mit 2 Jobs und 10 Stunden Arbeit am Tag komme ich mit Mühe auf die
> 18.000€ Brutto und ich bin einer der Gutverdienenden in meinem
> Freundeskreis! Natürlich sind die Lebenshaltungskosten ein bisschen
> niedriger hier aber Ende des Jahres bleibt trotzdem nichts in der
> Tasche.
Das haste hier wahrscheinlich genauso. Was du hier mehr verdienst
geht dann für Mehraufwendungen drauf. Allerdings bin ich mir nicht
sicher ob du als EU-Bürger der 60k-Mindesteinkommensgrenze unterliegst.
Grundsätzlich steht es jedem Bürger der EU frei in jedem EU-Land
eine Arbeit anzunehmen. Ein Russe, Japaner, Chinese usw. hätte das
Recht nämlich nach meinem Kenntnisstand nicht und bräuchte wohl eine
Arbeitserlaubnis. Aber da kann man beim Ausländeramt oder Agentur für 
Arbeit sicher zuverlässlichere Informationen bekommen was man da
für einen Status hat. Die Agentur hat auch eine eigene Jobbörse
wo man zuweilen auch Ingenieuerstellen findet.
http://jobboerse.arbeitsagentur.de/vamJB/startseit...
> Danke für die Portale, ich werde mich sofort anmelden. Gibt es in
> Deutschland eine Behörde wo ich nachfragen kann ob mein Diplom anerkannt
> wird, oder liegt das in der Hand der jeweiligen Firma?
Ich spekuliere mal das die Anerkennung von Diplomen etc. nur für
Karrieren im öffentlichen Dienst, z.B. als Lehrer von Belang ist
oder wenn man anderweitig eine amtliche Anerkennung benötigt, z.B.
wenn eine Betrieb das verlangt. Die Bescheinigungen müssen ja hier auch
für den normalen Bürger lesbar sein. Grichisches Alphabet wird nicht
jeder können.
Jedes Unternehmen ist in seinen Entscheidungen frei und seit dem
wir ein Gleichstellungsgesetz haben, halten sich die Firmen, die sich
frei entscheiden können, noch mehr bedeckt. Da kann jeder Chef dich
beurteilen wie er will. Rechtfertigen muss der sich nicht.

Autor: MaWin (Gast)
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> Allerdings bin ich mir nicht sicher ob du als EU-Bürger
> der 60k-Mindesteinkommensgrenze unterliegst

Unterliegt er nicht. Er darf geringer bezahlt werden :-)

Es ist halt immer noch so, daß sich Arbeitgeber den 110%igen
Mitarbeiter aussuchen können. Da sind mangelnde Kenntnisse
in der deutschen (und englischen) Sprache schon mal ein Manko,
es werden ja schon haufenweise deutscher Bewerber wegen ihrer
Rechtschreibung abqualifiziert. Zwar kann auch oft der Chef
nicht besser deutsch, aber der hält sich eine Sekretärin.

Bleibt also die Frage, was du BESONDERS gut kannst. Sicherlich
griechisch, leider sucht man nur Leute, die chinesisch können.

Also bleibt die Frage, was du FACHLICH besonders gut kannst.
Wenn du da "Berühmt" bist wegen einer tollen Erfindung, dann
kann das hilfreich bei der Jobsuche sein. Wenn du nur dasselbe
kannst wie tausende andere auch (Microcontroller programmieren,
Digitaltechnik zusammenstöpseln), dann wird man dich nicht
haben wollen, ebensowenig braucht man Leute die "normale"
Software schrieben, das machen bereits die Inder.

Autor: Gianluca Nadello (Gast)
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Schreibe bitte mal, was Du kannst und gemacht hast.

Autor: Ingenieur (Gast)
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mit 2 Jobs und 10 Stunden Arbeit auf 18 tsd Euro ? meinst du pro Monat ? 
wenn ja wär das echt gut und ich würde auf einen Topp- Freelancer 
Auftrag bzw. 2 tippen.

Wenns im Jahr ist, dann machst du gehörig was falsch und ich vermute du 
lebst im tiefsten Ostdeutschland, wo es wirklich weit und breit kaum 
Industrie gibt.

Ich verdiene gerade mal 48 tsd Brutto und finde das schon total wenig 
für Stuttgart. Sind ja nur so 2200 netto ( rund 2300 netto mit Bonus ) 
bei den hohen Mieten und Lebenshaltungskosten bleibt da nicht mehr viel. 
Freunde von mir die "nur" ne Lehre gemacht haben, liegen ALLE über 30 
tsd Brutto, einige können sogar mit meinem Gehalt mithalten oder dies 
sogar übertreffen ( Facharbeiter bei Bosch, Porsche, Daimler )

aber ok, als Single mit mittelständischem Lebenstil ( renovierte 2 
Zimmer Mietswohnung, 2 jahre altes Mittelklasse Auto, einmal Urlaub pro 
Jahr innerhalb Europas ) bleibt von dem Gehalt nicht wirklich viel 
übrig, ohne das ich jetzt im Luxus schwelge.

Mit 18 tsd Brutto bei 2 Jobs, kannst ja gleich Hartz4 beantragen und 
noch nen kleinen Nebenjob suchen, dann hast etwa das selbe Nettogehalt 
bei viel weniger Arbeit !

ich werd nie verstehen warum sich manche Leute so günstig her geben

Autor: Wilhelm F. (ferkes-willem)
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Ingenieur schrieb:

> ich werd nie verstehen warum sich manche Leute so günstig her geben

Lesen macht schlau. Der Mann lebt wohl noch in Griechenland, da gibt es 
sicher auch mal Wohnungen zur Warmmiete unter 100€. Von italienischen 
und spanischen Ing. erfuhr ich vor ein paar Jahren, daß sie auch nur die 
Hälfte von dem Einkommen haben, was in Deutschland üblich ist. Es ist 
hier in D halt sauteuer, wir sind ein Hochpreisland.

Autor: Nick A. (gr-ing)
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Ich arbeite zurzeit als wissenschaftlicher Mitarbeiter an einer 
technischen Uni wo ich C++ und Matlab/Simulink unterrichte. Im Bereich 
der Forschung beschäftige ich mich mit der Hardware(FPGA) 
Implementierung Kryptographischer Algorithmen und bin kurz vor meiner 
zweiten Publikation. Leider glaube ich nicht dass ein Unternehmen das 
als Berufserfahrung zählt, da meine Arbeit mehr im akademischen Bereich 
liegt. Deutsch und Englisch kann ich recht gut, würde ich als fließend 
bezeichnen. Ein großes Problem ist dass ich die Fachbegriffe in Deutsch 
nicht weiß, nur in Englisch.

Was haltet Ihr wenn ich erst einen Master in Deutschland mache? Würde 
das meine Chancen steigen oder ist das überflüssig, da ich schon ein 
Diplom habe?

Nur zur Klarstellung die 18000€ sind Jahresgehalt aber beziehen sich auf 
Griechenland. Dass ich unterbezahlt werde weiß ich, aber das geht allen 
Ingenieuren hier so! Das ist auch der Grund weil ich Arbeit im Ausland 
suche!

Autor: Wilhelm F. (ferkes-willem)
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Nick A. schrieb:

> Ich arbeite zurzeit als wissenschaftlicher Mitarbeiter an einer
> technischen Uni wo ich C++ und Matlab/Simulink unterrichte.

Dann bist du ja sehr gut vorbereitet. Ich selbst, suche laufend nach 
Stellen als Entwickler. Da taucht öfters die Forderung Matlab/Simulink 
auf. Oft in der Automobilindustrie und Zulieferern. Bei mir passt das 
mit diesen Simulationstools nicht, ist nicht mein Fachgebiet. Aber du 
solltest mal in Jobportalen nach solchen Stellen suchen. Es gibt sie.

Deinen guten deutschen Sprachkenntnissen nach zu urteilen, waren deine 
Eltern sicher mal Gastarbeiter in Deutschland. Daran sollte es nicht 
scheitern, denn manche Unternehmen verlangen auch ausgezeichnete 
Deutschkenntnisse, nicht nur Englisch.

Gibt es bei dir in Griechenland eine Arbeitsagentur, bzw. eine 
Spezialabteilung für Auslandsvermittlungen? Hier in Deutschland heißen 
die ZAV. Vielleicht vermitteln die auch Arbeitskräfte aus dem Ausland 
nach Deutschland, und nicht umgekehrt. ZAV Bonn, da mußt du aber selbst 
nach suchen, und dort mal nachfragen.

Autor: Nick A. (gr-ing)
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> Aber du solltest mal in Jobportalen nach solchen Stellen suchen.

Ich suche mit der Hilfe von Jobportalen aber die meisten Arbeitsstellen 
fordern neben Matlab auch Kenntnisse in anderen sehr spezifischen 
Bereichen z.b. in der Automobilindustrie und so sind meine Chancen 
gering.

> Deinen guten deutschen Sprachkenntnissen nach zu urteilen, waren deine
> Eltern sicher mal Gastarbeiter in Deutschland.

Ja meine Eltern haben in Deutschland gearbeitet aber als ich 12 war sind 
wir alle zusammen nach Griechenland gezogen. Ich habe eine Deutsche 
Grundschule besucht aber nach so vielen Jahren ist mein Deutsch etwas 
eingerostet!

> Gibt es bei dir in Griechenland eine Arbeitsagentur, bzw. eine
> Spezialabteilung für Auslandsvermittlungen?

Beim Arbeitsamt hier in Griechenland gibt es ein Programm das heißt 
EURES, das Arbeitnehmern mit Arbeitgebern von ganz Europa in Kontakt 
setzt. Nächste Woche werde ich mich da anmelden.

Ich muss sagen dass dieses Forum meine Augen geöffnet hat. Ich wusste 
gar nicht dass es in Deutschland sogenannte Dienstleister Unternehmen 
gibt, vor denen man sich lieber in Acht nehmen muss. Vielen Dank Leute!

Autor: Marx W. (Gast)
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Michael S. schrieb:
> Allerdings bin ich mir nicht
>
> sicher ob du als EU-Bürger der 60k-Mindesteinkommensgrenze unterliegst.

Für ihn gilt die volle Freizügigkeit. Wie auch für Osteuropäer ab den 
01.05.2011 in der BRD und Österreich und noch ein paar andere Staaten 
der EU. Für Spezialisten wie technische Fachkräfte war die schon zum 
01.01.2009  nicht mehr bestehende. Mit den 60000 €/anno sind die nicht 
EU-Staatsbürger gemeint.

Autor: Marx W. (Gast)
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Nick A. schrieb:
> Was haltet Ihr wenn ich erst einen Master in Deutschland mache? Würde
>
> das meine Chancen steigen oder ist das überflüssig, da ich schon ein
>
> Diplom habe?

Lass den Unsinn. Du kannst hier jederzeit bei einer Leiharbeitsbude 
anfangen für sagen wir mal 36000 €/anno. Problem ist, dass  du 
wahrscheinlich hier in Deutschland dich persönlich vorstellen mußt. 
Dafür mußt du erst in Deutschland einen "Stützpunkt" haben, von den du 
die Vorstellungstermine wahrnehmen kannst. Den die Reise-Kosten von 
Griechenland nach Deutschland zahlt dir keiner hier.
Schau,  dass du in Deutschland eine Unterkunft bei Bekannten/Verwandten 
findest und  von dort aus deine Vorstellungsgespräche führst.
Eine deutsche Anschrift in der Bewerbung macht sich auf jeden Fall 
hilfreich. Wenn du Fragen zum Arbeitsmarkt und Arbeiten in Deutschland 
hast, ruf (oder Besuch die Homepage) der deutschen Botschaft in 
Griechenland (denke die sitzt in Athen).

Aber mach dir eins klar, hier in Deutschland sind die Arbeitmarktdaten 
nicht so toll,  um gleich auf Anhieb eine Stelle zubekommen, rechne mit 
20-40 Anläufen!



P.S
 Deine Bewerbungs-Unterlagen solltest du von einer deutschen 
Muttersprachlerin überarbeiten lassen!

Autor: Marx W. (Gast)
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Nick A. schrieb:
> vor denen man sich lieber in Acht nehmen muss

Stimmt, aber du wirst aber auch nichts anderes angeboten bekommen!

Auch wenn in der Presse der deutsche Arbeitsmarkt als so "händeringend 
suchend nach Fachkräften" beschrieben wird!

Autor: Wilhelm F. (ferkes-willem)
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Nick A. schrieb:

> Ich wusste
> gar nicht dass es in Deutschland sogenannte Dienstleister Unternehmen
> gibt, vor denen man sich lieber in Acht nehmen muss.

Die sind sowas wie ein Notnagel für Leute, die aktuell keine 
entsprechende Arbeit finden. Man hat da oft auch nur 1/2 oder 2/3 des 
üblichen Lohnes einer Festanstellung. Da du aber sowieso weit in der 
Welt herum reisen mußt, wenn du in einem entfernteren EU-Land Arbeit 
suchst, könnte es auch weniger eine Rolle spielen, wo genau in 
Deutschland du landest. Ob es Berlin, München, Stuttgart, oder Köln ist.

Ein Problem wird es für dich sein, zu Arbeitgebern anzureisen, und 
tatsächlich eine Jobzusage zu bekommen. Oft oder meistens ist es nicht 
so. Zumindest bei mir. Ich selbst, reiste wegen solcher Geschichten 
schon mehrere 1000 km innerhalb Deutschlands herum. Manchmal werden die 
Reisen bezahlt, und manchmal auch nicht.

Autor: Suchender (Gast)
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2 Nick A.

Lust auf Software Architekturen(AUTOSAR) und modelbasierte Entwicklung 
mit MATLAB/Simulink/TargetLink?

wird im Automotive immer stärker nachgefragt.

Autor: walter zabel (Gast)
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bewirb dich bei der firma continental automotive gmbh in babenhausen bei 
frankfurt am main als SW-entwickler!!!
vielleicht bekommst du da 45.000€ butto (!) pro jahr, davon bleiben dir 
dann 25.000€ netto. zum leben brauchst du hier min. 1500€ pro monat. da 
bleiben dir dann am jahresende 7000€ mit denen du dein land unterstützen 
kannst. das wär doch was!

Autor: Arne (Gast)
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walter zabel schrieb:
> bewirb dich bei der firma continental automotive gmbh in babenhausen bei
> frankfurt am main als SW-entwickler!!!
Die frühere Siemens VDO. Denen hab ich damals den Stinkefinger gezeigt.
> vielleicht bekommst du da 45.000€ butto (!) pro jahr, davon bleiben dir
> dann 25.000€ netto. zum leben brauchst du hier min. 1500€ pro monat. da
Wenn man auf großem Fuß lebt, dann schon!
Ich habe 30 Jahre in Hanau gewohnt - kenne somit die Preise!

Autor: Nick A. (gr-ing)
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>Ein Problem wird es für dich sein, zu Arbeitgebern anzureisen

Das habe ich mir auch gedacht und deshalb spiele ich mit den Gedanken 
nächsten Monat nach Deutschland  zu kommen und bei verwandten zu wohnen 
bis ich etwas gefunden habe. Die Anreise von Griechenland für ein 
Bewerbungsgespräch ist schon etwas zu viel!

>bewirb dich bei der firma continental automotive gmbh in babenhausen bei 
>frankfurt am main als SW-entwickler!!!

Werde ich tun! Danke!

>Lust auf Software Architekturen(AUTOSAR) und modelbasierte Entwicklung mit 
>MATLAB/Simulink/TargetLink?

Hört sich interessant an! Hab aber eine Frage. Was ist in Deutschland 
mehr angesagt Software oder Hardware Programmierung? Mein Gedanke ist 
dass sich mit Software auch die Informatiker beschäftigen, also wäre ein 
Ingenieur im Hardware Bereich mehr gefragt.

Autor: Nick A. (gr-ing)
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>Auch wenn in der Presse der deutsche Arbeitsmarkt als so "händeringend
>suchend nach Fachkräften" beschrieben wird!

Das habe ich auch öfters gehört aber die Wirklichkeit ist ein bisschen 
anders! Ich suche zwar nur seit einem Monat aber ich habe gemerkt dass 
der Berufsstart in Deutschland sehr schwierig ist!

Autor: Nick A. (gr-ing)
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Noch eine Frage. Wird die gute Arbeit in Deutschland anerkannt und 
bezahlt? In Griechenland habe ich Freunde Ingenieure die geben alles in 
Ihrem Job, arbeiten 10-12 Stunden am Tag und bekommen nicht mal die 
Überstunden bezahlt. Und das von einem großen deutschen Konzern! Ich 
glaube dass in Deutschland so etwas nicht vorkommen kann.

Autor: Klaus Ausderkasse (gustavgans)
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Ich denke aber, du hast auch hauptsächlich Schwierigkeiten weil du 
keinen Wohnsitz in DE hast. Wichtig ist jetzt, zu den Verwandten gehen. 
Die Adresse dort als "deine" aus zu geben. Dann denken die nämlich, dass 
du schon in DE wohnst. Da dein Deutsch nicht schlecht ist, nehmen die 
wahrscheinlich dann sowieso an, dass du schon seit zick Jahren in DE 
wohnst.
Wenn ich z.B. jemanden Einstellen möchte und sehe der Wohnt in 
Griechenland/Italien oder wo auch immer, dann würde ich gleich von 
Anfang an nein sagen. Einfach weil er ewig weit weg ist, eventuell muss 
ich als Firma auch noch hohe Umzugskosten tragen, nicht so das wahre.
Kurz um, geh zu deinen Verwandten und bewerbe dich von dort aus, dann 
wird es auch klappen ;)

Autor: Nick A. (gr-ing)
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> Wenn ich z.B. jemanden Einstellen möchte und sehe der Wohnt in
> Griechenland/Italien oder wo auch immer, dann würde ich gleich von
> Anfang an nein sagen. Einfach weil er ewig weit weg ist, eventuell muss
> ich als Firma auch noch hohe Umzugskosten tragen, nicht so das wahre.

Die Firma Bezahlt auch die Umzugskosten? Ich glaube langsam dass wir in 
Griechenland noch im Arbeitsmittelalter leben!!!

Autor: MaWin (Gast)
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> Wird die gute Arbeit in Deutschland anerkannt und
> bezahlt? In Griechenland habe ich Freunde Ingenieure die geben alles in
> Ihrem Job, arbeiten 10-12 Stunden am Tag und bekommen nicht mal die
> Überstunden bezahlt. Und das von einem großen deutschen Konzern! Ich
> glaube dass in Deutschland so etwas nicht vorkommen kann.

Das ist auch in Deutschland normal, du solltest schon bemerken "von 
einem großen deutschen Konzern" daß das erst die deutschen Konzerne bei 
euch einführen, wir Deutschen haben diese quasi unbegrenzte Arbeitszeit 
erfunden "Überstunden sind mit dem Gehalt abgegolten" steht oft im 
Arbeitsvertrag, die 48-Stunden-Pro-Woche europäische Obergrenze wird oft 
massiv übertroffen ohne daß jemand jammert weil alle Angst um ihren Job 
haben und glauben daß solche Arbeitszeiten erwartet werden.

Du wirst erst wichtig für eine Firma,
wenn du unersetzliches Spezialwissen hast.

Erst wenn du der einzige bist, der für die Firma das Produkt entwerfen 
kann, dann dreht sich das Verhältnis um, und die Firmenchefs kommen bei 
dir betteln. Dann steigt auch das Gehalt schnell über 60000, leicht über 
100000.

Autor: Michael S. (technicans)
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Nick A. schrieb:

> Die Firma Bezahlt auch die Umzugskosten? Ich glaube langsam dass wir in
> Griechenland noch im Arbeitsmittelalter leben!!!

Ne, hab ich noch nie gehört. Das Arbeitsamt kann, wenn man arbeitslos
ist, einen Zuschuss zu den Umzugskosten geben, aber Firmen machen das
gewöhnlich nicht. Wenn die Bezahlung nachher passabel ist und das würde
bei den Ingenieuren mal annehmen, sollte das auch aus eigener Tasche
finanzierbar sein. Fragen kann man den Arbeitgeber immer, aber ob das so
gut ankommt, möchte ich bezweifeln. Außerdem musste hier ja auch erst
mal die 6-Monatige Probezeit überstehen wenn du nicht in einer Klitsche
mit weniger wie 10 MA landest wo es eh keinen Kündigungsschutz gibt.
Diese Möglichkeit wird leider auch schon mal zu unternehmerischen
Vorteil missbraucht. Ob du dann Schulden wegen Umzug gemacht hast 
interessiert dann keinen.

>Du wirst erst wichtig für eine Firma,
>wenn du unersetzliches Spezialwissen hast.

>Erst wenn du der einzige bist, der für die Firma das Produkt entwerfen
>kann, dann dreht sich das Verhältnis um, und die Firmenchefs kommen bei
>dir betteln. Dann steigt auch das Gehalt schnell über 60000, leicht über
>100000.

Meist Wunschdenken und daher äußerst selten. Eher werden Projekte
beerdigt.

Autor: Suchender (Gast)
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Nick A. schrieb:

> Hört sich interessant an! Hab aber eine Frage. Was ist in Deutschland
> mehr angesagt Software oder Hardware Programmierung? Mein Gedanke ist
> dass sich mit Software auch die Informatiker beschäftigen, also wäre ein
> Ingenieur im Hardware Bereich mehr gefragt.

in Automotive beschäftigen sich mehr Ingenieure mit SW als Informatiker.
Der SW Arbeitsumfang ist viel größer als bei HW (z.B. Steuergeräte 
Entwicklung)

Autor: Suchender (Gast)
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2 Nick A.
das war übrigens ein direktes Arbeitsangebot. Falls ernsthaftes 
Interesse besteht, schicke ich Details per PM

Autor: Nick A. (gr-ing)
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> das war übrigens ein direktes Arbeitsangebot. Falls ernsthaftes
> Interesse besteht, schicke ich Details per PM

Entschuldigung hatte nicht verstanden dass es was Konkretes ist. 
Natürlich bin ich interessiert!

Autor: Michael S. (technicans)
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Autor: Suchender (Gast)

>Lust auf Software Architekturen(AUTOSAR) und modelbasierte Entwicklung
>mit MATLAB/Simulink/TargetLink?
>in Automotive beschäftigen sich mehr Ingenieure mit SW als Informatiker.
>Der SW Arbeitsumfang ist viel größer als bei HW (z.B. Steuergeräte
>Entwicklung)
>2 Nick A.
>das war übrigens ein direktes Arbeitsangebot. Falls ernsthaftes
>Interesse besteht, schicke ich Details per PM

Na, ein Angebot ist das aber nicht. Da würde ich doch mal mir etwas
mehr Mühe geben und die Form wahren und das auch so schreiben das
das auch so verstanden wird. Schließlich sind in Deutschland die
Unternehmen Weltmeister wenn es darum geht den Bewerbern gewisse
Formvorgaben (z.B. was die Bewerbung angeht) zu machen. Da kann man
ein Angebot auch ein wenig attraktiver gestellten für einen der da
Interesse hat. Wenn das so weiter geht brauchen die Arbeitgeber
nur noch den Finger heben und alle sollen dann nur noch rufen
"Wie billig".
Und billig ist das Pseudo-Angebot ganz sicher. Na wenn es zum Erfolg
führt, gönne ich es dem Nick, aber eine weitere Verrohung des
Arbeitsmarktes muss man trotzdem nicht hinnehmen.
Wie Nick da Kontakt aufnehmen soll ist mal wieder nicht bedacht worden,
daher "anmelden" suchender(Gast).

Autor: Nick A. (gr-ing)
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Ich danke alle für die hilfreichen Informationen. Ihr habt mir sehr 
geholfen einen ersten Einblick in den deutschen Arbeitsmarkt zu 
bekommen. Das Forum ist echt Spitze!

Wenn alles nach Plan läuft werde ich bis Ende März nach Deutschland 
ziehen und dort meine Suche fortsetzen. Es ist nicht realistisch für 
jedes Bewerbungsgespräch nach Deutschland fliegen zu müssen. Ich kann 
die ersten paar Monate bei bekannten wohnen.

Ich habe heute Morgen einen Telefonanruf von der Firma B&R Automation 
bekommen, eine Firma aus Österreich. Hat jemand etwas von diesem 
Unternehmen gehört. Von der Internetseite zu beurteilen sieht es recht 
respektabel aus. Das Aufgabengebiet ist auch sehr interessant. Natürlich 
ist die Arbeitsstelle in Österreich. Ich war noch nie in Österreich und 
weiß nicht wie das Leben dort ist.

Die nächsten Wochen habe ich so viel Papier kram zu erledigen, es ist 
nicht zu fassen. Die Bürokratie in Griechenland ist ein sehr großes 
Problem. Für die einfachsten Sachen muss man stundenlang in der 
Warteschlange wahrten. Manche Dinge ändern sich leider nie.

Autor: Marx W. (Gast)
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Nick A. schrieb:
> Ich war noch nie in Österreich und
>
> weiß nicht wie das Leben dort ist.

Für einen der ca. 20 Jahre nicht in der BRD (Westdeutschland) war, 
werden dir die Veränderungen genauso vorkommen, wie wenn du jetzt nach 
Deutschland gehen würdest. Der Sozialstaat ist aber in Austria halt 
heute  noch so, wie er in den 90`er in Deutschland war!
Das ist schon mal von Vorteil!

Autor: Michael S. (technicans)
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Na, toll wir schreiben uns die Finger wund und der Nick geht dann
nach Österreich. Wenn das keine Ironie ist?

Autor: Nick A. (gr-ing)
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Michael S. schrieb:
> Na, toll wir schreiben uns die Finger wund und der Nick geht dann
> nach Österreich. Wenn das keine Ironie ist?

:D Nein mein Hauptinteresse liegt nach wie vor in Deutschland. Das 
Unternehmen war nur das erste das angerufen hat. Ich bin schon auf der 
Suche nach billigen Flugtickets!

Autor: Gonzo (Gast)
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> Der Sozialstaat ist aber in Austria
Auch in Ö ist es mit dem Sozialstaat zuende. Krankenversicherung ist ins 
Defizit gelaufen und die Rentenkassen sind leer. Die Polizeiobersten 
machen gerade den FH nach, um ihre Pensionen aufzubessern

> Die frühere Siemens VDO. Denen hab ich damals den Stinkefinger gezeigt.
Oh Gott, gibt es die noch? Die hatten mal 60.000 geboten, wenn ich 
komme. Ich bin nicht gekommen :-)

Autor: Nick A. (gr-ing)
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>> Die frühere Siemens VDO. Denen hab ich damals den Stinkefinger gezeigt.
> Oh Gott, gibt es die noch? Die hatten mal 60.000 geboten, wenn ich
> komme. Ich bin nicht gekommen :-)

Was stimmt den nicht mit Siemens VDO?

Autor: Thomas (Gast)
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Browse doch mal die Angebote bei Rohde&Schwarz durch. Bei der letzten 
Exkursion (Anfang Februar) wurde gescherzt Leute mit FPGA Erfahrung 
bräuchten sich quasi gar nicht bewerben =P.

Autor: Ösi-Polizist (Gast)
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Gonzo schrieb:
> Auch in Ö ist es mit dem Sozialstaat zuende. Krankenversicherung ist ins
> Defizit gelaufen und die Rentenkassen sind leer. Die Polizeiobersten
> machen gerade den FH nach, um ihre Pensionen aufzubessern

Na und? Krankenversicherungen gehen nur pleite aufgrund ausländischem 
Schmarotzertum. Und die FH dort ist hochspezialisiert, eine Art 
Führungsakademie nur für die oberen der obersten Polizeielite. Nachteil, 
dass man dann eher im Büro hockt als auf Streife zugehen. FH ist geil! 
Werd evtl noch ne Uni danach machen und umsatteln in die 
Privatwirtschaft.
Wers halt wirklich gut hat und ein Spitzen-Ing. ist, geht in die 
Schweiz. Entsprechende Referenzen vorausgesetzt. Meistens braucht man 
deren drei.

Autor: Michael S. (technicans)
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>Krankenversicherungen gehen nur pleite aufgrund ausländischem
>Schmarotzertum.
Autsch, hört sich ja fast schon wie eine Parole von Adolf an.
Na, gewisse Wurzeln sind da unverkennbar und ein Fünkchen Wahrheit
wird wohl dahinter stecken. Nur wie will man das Problem lösen?

Autor: Marx W. (Gast)
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Michael S. schrieb:
> Na, toll wir schreiben uns die Finger wund und der Nick geht dann
>
> nach Österreich. Wenn das keine Ironie ist?

Wieso, gesunder Pragmatismus, würde ich das nennen!

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