Hansi schrieb:
> Ich mein streng genommen müsste das doch dann an jede Leitung, die des
> öfteren mal getogglet wird, oder nicht?
Hallo,
im Prinzip hast du recht, denn entscheidend sind die
Anstiegs/Abfallzeiten der Signale und nicht die Schaltfrequenz. Bei
schnellen Ausgängen und niedrigem Ausgangswiderstand (tritt i.d.R.
zusammen auf, weil man nur mit einem niederohmigen Ausgang überhaupt
kurze Schaltzeiten erzielen kann)besteht eine grosse Fehlanpassung zur
Impedanz von Leiterbahnen, die zu Reflektionen führt und in der Folge zu
starkem Überschwingen. Das lässt sich mit einem Widerstand am Ausgang
weitgehend reduzieren, der den Ausgangswiderstand an die
Leitungsimpedanz anpasst - dieser liegt üblicherweise in der
Grössenordnung 50 .. 100 Ohm.
Früher, in der IC-Steinzeit, waren die ICs nicht so schnell, dass das
eine Rolle gespielt hätte, und bei kurzen Leiterbahnen
(Orientierungsmarke 10 .. 20 cm) kann man das auch vernachlässigen.
Heute sind ICs viel schneller, FPGAs arbeiten z.B. im GHz-Bereich und
haben demgemäss Schaltzeiten unter 1 ns. Es kann daher auch einen
grossen Unterschied ausmachen, ob man 74LS oder 74HC Bauteile verwendet.
Gruss Reinhard