Forum: Ausbildung, Studium & Beruf Liebherr sucht auch verzeifelt Ingenieure


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von Marktbeobachter (Gast)


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Auf meinem Xingprofil trudeln derzeit täglich Anfragen von 
Personaldientleistern und Recruitern ein, die für einen grossen 
Hersteller am Bodensee Ingenieure, Teamleiter und Abteilungsleiter für 
Leistungselektronik suchen. Problem: Über wen geht man da?

Manche wollen so eine Art von exklusivem Vermittlungsvertrag von mir 
unterschrieben haben, dass man sich nicht an die Firma direkt wendet. 
Finde ich aber unklug.

von Andre. S. (andrej_s)


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ich kenne ZF Friedrichshafen AG, machen Getriebe. Ich war auch mal da, 
noch vor der Krise. Die Firma hat einen guten Eindruck bei mir 
hinterlassen.

von Michael S. (technicans)


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Marktbeobachter schrieb:
> Auf meinem Xingprofil trudeln derzeit täglich Anfragen von
> Personaldientleistern und Recruitern ein, die für einen grossen
> Hersteller am Bodensee Ingenieure, Teamleiter und Abteilungsleiter für
> Leistungselektronik suchen. Problem: Über wen geht man da?
Stell doch erst mal Bedingungen
> Manche wollen so eine Art von exklusivem Vermittlungsvertrag von mir
> unterschrieben haben, dass man sich nicht an die Firma direkt wendet.
> Finde ich aber unklug.
Ich auch, da würde ich erst mal eine Entgeltforderung stellen, dann
dürfen die auch was dafür verlangen.

von Panzer H. (panzer1)


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Marktbeobachter schrieb:
> Auf meinem Xingprofil trudeln derzeit täglich Anfragen von
> Personaldientleistern und Recruitern ein, die für einen grossen
> Hersteller am Bodensee Ingenieure, Teamleiter und Abteilungsleiter für
> Leistungselektronik suchen. Problem: Über wen geht man da?
>
> Manche wollen so eine Art von exklusivem Vermittlungsvertrag von mir
> unterschrieben haben, dass man sich nicht an die Firma direkt wendet.
> Finde ich aber unklug.

Nix Vermittlungsvertrag.
Seriös ist derjenige, der ohne derartigen Quatsch daherkommt.
Man erkennt diesen daran, dass er offen Informationen herausrückt und 
mit Kenntnissen zur Stelle /Abteilung aufwarten kann.
Positiv ist es, wenn er Dir Informationen geben kann, die man im 
direkten V-gespräch nicht erfährt bzw. lieber nicht fragt. Er kann Dir 
auch vorab schon mal die Gehaltskategorie nennen...

von Michael S. (technicans)


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Leider machen viele ein Geschäftsgeheimnis draus, obwohl es dafür
eigentlich keinen Grund gibt, denn erstens wollen die Firmen ja
Leute von Dienstleistern und dann kann der Dienstleister sich ja
vertraglich an den Kunden binden, ähnlich wie bei Eigentümern von
Immobilien und Maklern.

von Gerd (Gast)


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Die wollen sich alle gegenseitig das Geschäft wegnehmen :-)

Die Firma heisst richtig geschrieben im Übrigen "LIEBHERR" und sind in 
Lindau.

von Busfahrer (Gast)


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Kann mir gut vorstellen das dies die ZF-Friedrichshafen AG ist.
Machen viel mit Hybrid-Systemen für PKW und NKW.

von Bahnfahrer (Gast)


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Die LIEBen HERRen vom Bodensee machen z.B. Leistungselektronik für 
Bahnen.

von Zamir Tadic (Gast)


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Flugzeugelektronik bauen sie auch.

von Tom (Gast)


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Moin,

das könnte auch Astrium Friedrichshafen sein. Die Satellitenbauer such 
zufällig auch grad intern E-Techniker zur Stellenbesetzung im Bereich 
Leistungselekronik. Erst gestern noch die Anzeige gesehen.

Cheers

von Tobi (Gast)


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Wenn du schon weisst für welche Firma die Herrschaften Vermittler 
jemanden suchen. dann geh da doch einfach direkt hin.
Ausserdem Elektronik für Bagger, Kranen und so ziemlich alles sonst was 
Liebherr herstellt. Und sie suchen ganz sicher.

von Durchblicker (Gast)


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Ich blicke nicht durch. :-)

von Zamir Tadic (Gast)


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Die suchen sicher, weil es keiner machen will. Also für mich z.B. wäre 
das auch nicht das Richtige. Ich habe nicht 4 Jahre in die Promotion 
gesteckt, um dann Baggersoftware zu prgrammieren oder Grobelektrik zu 
löten.

von Zamir Tadic (Gast)


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@Durchblicker: D hat es wohl einen Schreibfehler gegeben. Die Firma 
heisst Liebherr mit "e". Habe es jetzt wieder korrigiert.

Was ich von denen mal gesehen habe, war eine bundesweit gross angelegte 
Suche nach Analogexperten vor fast 5 Jahren, die 
600MHz-Kommunikationsmodule für einen Flugzeugbus bauen sollten. Bei mir 
hiess es dann im Bewerbungsgespäch am Telefon gleich wieder "wie sieht 
es mit Ihren Deutschkenntnissen aus?". Gefragt hat irgend so ein Schwabe 
mit extrem Dialekt, "der wo nicht so gut hochdeutsch sprechen tut".

Hätte ihm fast was drauf geantwortet. :-)

von Arne (Gast)


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Tobi schrieb:
> Ausserdem Elektronik für Bagger, Kranen und so ziemlich alles sonst was
> Liebherr herstellt.

Mein früherer Arbeitgeber hat Steuerungselektronik für Kräne für 
Liebherr entwickelt und dann auch geliefert - und liefert sicher immer 
noch. Der hiess nicht Liebherr!

von Generalunternehmer Zuckerfrei (Gast)


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Zuckerle schrieb im Beitrag #2096730:
> Mensch Mayer.
>
> Habt ihr sonst nichts zu tun als euch darüber zu streiten
> wie " Liepheer " geschrieben wird?
>
> Traurig, traurig, traurig!

Du bist nicht zuckerle, FAKE!

von Oliver S. (phetty)


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Haier.

von derg (Gast)


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In Lindau sind Bayern, trotzdem ist Liebherr ein "Oberschwäbisches" 
Unternehmen. Oberschwaben sollte man nicht mit Schwaben vergleichen.


Liebherr hat mehrere Maschinen mit dieselelektrischem statt 
dieselhydraulischen Antrieb im Portfolio.

Bei Liebherr hängt es stark von der Abteilung ab, wie schlecht oder wie 
glänzend es ist. Auch darf man Liebherr noch zu den besseren Betrieben 
zählen.

Ansonsten sind die Marktführer bei Baukränen, Mobilkränen.
Sehr gute Kühlschränke im Hochpreissegment (ein Teil bezieht Miele auch 
von dort).
Desweiteren werden Bagger, Raupen und Betonmischanlagen hergestellt.
Die Firma ist aus steuerlichen Gründen in der Schweiz.
Der Ursprung lag im oberschwäbischen Kirchdorf (an der Iller). Dort 
produzierte der Firmengründer Hans Liebherr in den Nachriegsjahren Kräne 
(heute nur Bagger).

Die Bodenseeregion ist zum Leben natürlich sehr attraktiv. Allerdings 
ist alles mehr viel viel ländlicher und nicht mit München, Heidelberg, 
Hamburg, Köln etc. zu vergleichen. Das Preisniveau ist am Bodensee 
jedoch alles andere als niedrig.

von Arne (Gast)


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derg schrieb:
> Die Bodenseeregion ist zum Leben natürlich sehr attraktiv.
Stimmt.
> Allerdings> ist alles mehr viel viel ländlicher und nicht mit München,
> Heidelberg, Hamburg, Köln etc. zu vergleichen.
Stimmt auch. Wobei ich froh bin, dass es nicht mit K oder HH 
vergleichbar ist.
> Das Preisniveau ist am Bodensee jedoch alles andere als niedrig.
Jein. Schöne 75qm Wohnung mit Garage (1,8km zur Arbeit) 695,- warm.
Hab allerdings auch lange suchen müssen. Klar, Plattenbau 
Mecklenburg-Vorpolen ist günstiger.

von "Gast / Bodensee" (Gast)


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Bei meinem Bewerbungsgespräch bei Liebherr in Lindau wurde mir gesagt: 
"Alle wollen zu Liebherr - Warum sollten wir gerade Sie nehmen"?
(Alle wollen zu Liebherr??? Ist das wirklich so, ich glaube nicht...)
Dann habe ich Ihm das gesagt was er hören wollte (ich bin der richtige 
für die Position weil...). Dann weiter: "Sie sagen mir nur das was ich 
hören möchte, und nun sagen Sie mir wieso wir sie nehmen sollen?"

So ist das bei mir die ganze Zeit gelaufen. Die Fragen waren nicht vom 
Personaler, der war ganz ok (hat die 0815-Fragen gestellt aber nicht so 
rumgeschissen wie der Hauptabteilungsleiter Hr. B.).

Hr. B. ist ein Besserwisser, er hat mir fachliche Fragen gestellt und 
immer gesagt: "das kenne ich, das ist nichts neues für mich" "das ist 
mir bekannt" "dann gibt es noch die..." usw. Als ich dann was zu meiner 
Diplomarbeit sagte was er nicht gekannt hat ist er auf einmal 
abgegangen..."waaaaaas, das verstehe ich nicht" "wozu braucht man das" 
"das ist sinnlos" "was ist das, das kenne ich auch nicht" usw. Eine 
halbe Stunde hab ich ihm versucht den Sinn meiner DA zu erklären. Er hat 
es leider nicht verstanden, die Absage war einige Tage später da, und 
das obwohl der Personaler mir einen zweiten Termin geben wollte.

In anderen Unternehmen hat mir meine DA Pluspunkte verschafft und die 
Hauptabteilungsleiter waren sehr begeistert.

Ich bin nun froh keinen Besserwisser als Chef zu haben. Mein jetziger 
Chef sagt zu mir sogar "Ah, gut das ich auch noch was dazulernen kann". 
/Großkonzern

Fazit: Wer zu Liebherr in Lindau gehen will, sollte dem 
Hauptabteilungsleiter immer recht geben und sagen, dass Hr. B. alles 
besser kann und immer recht hat.

von Michael S. (technicans)


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>Fazit: Wer zu Liebherr in Lindau gehen will, sollte dem
>Hauptabteilungsleiter immer recht geben und sagen, dass Hr. B. alles
>besser kann und immer recht hat.

Klar, nur Hunde folgen ihrem Herrn.

von Wilhelm F. (Gast)


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"Gast / Bodensee" schrieb:

> Alle wollen zu Liebherr - Warum sollten wir gerade Sie nehmen

Wieso "wollen" da alle hin? Das ist mir jetzt nicht so ganz schlüssig. 
Ich bekomme täglich aus 10 Richtungen Spam, in mehr als 500km 
Entfernung, daß man dort händeringend sucht.

Malt man sich da alles schön bunt, indem man sagt, wir haben ja genug 
Bewerber? Die vom Amt rechtsverbindlich dazu gezwungen wurden?

Heheeeee.

von Abdul K. (ehydra) Benutzerseite


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Ich denke schon, das die meisten großen Firmen so ticken. Nicht ganz zu 
Unrecht. Allerdings gibts für so ne Markteinschätzung natürlich dann 
auch nur die mittelmäßigen Bewerber zu sehen.
Alles rächt sich eben.
Bei so einem Abteilungsleiter hätte er sofort die richtige Antwort 
bekommen. Entweder er oder ich! Da fahr ich dann lieber nach Hause.

von ali (Gast)


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In der Region gibt es neben ziemlich freundlichen, zuvorkommenden leider 
auch übermäßig viele Leute, welche kein Benehmen haben. Unmöglich das 
geschilderte Verhalten.

Allerdings ist die Region (nicht direkt am Bodensee, aber nur ein wenig 
daneben) mit Sonnenstunden gesegnet.

von Panzer H. (panzer1)


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ali schrieb:
> In der Region gibt es neben ziemlich freundlichen, zuvorkommenden leider
> auch übermäßig viele Leute, welche kein Benehmen haben. Unmöglich das
> geschilderte Verhalten.

Was hat das mit der Region zu tun??!
Gibt es in Hamburg den Hamburgischen Anstand bzw. drückt sich das in der 
Steifheit aus?

von Marx W. (Gast)


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ali schrieb:
> In der Region gibt es neben ziemlich freundlichen, zuvorkommenden leider
>
> auch übermäßig viele Leute, welche kein Benehmen haben. Unmöglich das
>
> geschilderte Verhalten.

Na ja, ist halt BW, da glauben sie halt noch wenn man beruflich in die 
Region zieht, das man sonst nirgends was bekommen hat.
Für mich ein Grund in BW mich beruflich so heimatlich zu fühlen wie auf 
einer schmelzenden Eisscholle.

von Marx W. (Gast)


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Abdul K. schrieb:
> Bei so einem Abteilungsleiter hätte er sofort die richtige Antwort
>
> bekommen. Entweder er oder ich! Da fahr ich dann lieber nach Hause.

Ach, du kannst den Dummbeutel doch auch ganz einfach zusagen, und dann 
ihm ne Nase drehen.
Die haben es dann  auch nicht anders verdient!

von Abdul K. (ehydra) Benutzerseite


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Leider ist das ein Schema, was man sehr oft findet. So ne Art 
Duldungsstarre von Vorgesetzten gegenüber der Geschäftsleitung.

Jaja, ich weiß. Nach den Ansagen meinereiner wird mich eh keiner mehr 
einstellen.

von Berater (Gast)


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> Na ja, ist halt BW, da glauben sie halt noch wenn man beruflich in die
> Region zieht, das man sonst nirgends was bekommen hat.
Von der Seite habe ich das noch gar nicht gesehen!
Könnte aber was dran sein...

von Abdul K. (ehydra) Benutzerseite


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Ist definitiv so! Die Menschheit spaltet sich in die Leute die damit 
zurecht kommen, und die anderen eben. In BW wird morgens die zweite 
Garnitur Bettwäsche rausgehangen! Damit muß man klar kommen.

von Wilhelm F. (Gast)


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Seit dem Wochenende, bekomme ich von Monster Sondermails zu Stellen im 
Bodenseeraum. Und EADS. Also nicht nur die üblichen Tagesangebote. 
Immerhin besser als die rechtsverbindlichen bei der A-Agentur. Aber 
immer noch Sklavenhändler. Man kann ja mal schauen, ob sie was bieten 
wollen. Mehr als ein Maurergehalt bieten die Saftsäcke ja nie.

So lange ist es bei mir einfach nur Spam.

Ansonsten sollen sie sich mit dem Volk vor Ort begnügen, es gibt ja 
angeblich keinen echten Mangel. Aus der Eifel hier, 500km entfernt, 
bekommen sie auch keinen spottbilligst. Dafür garantiere ich selbst 
höchstpersönlich. Eine Direktanstellung ohne Sklaventreiber wäre ja noch 
angesagt, um für mich etwas Zukunft und Lebensperspektive zu bieten.

von Abdul K. (ehydra) Benutzerseite


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Geh als Maurer. Die 15 Jahre hälste schon durch. Nebenbei noch a bisserl 
Schwarze Arbeit. Fertig ist die Laube.

von Wilhelm F. (Gast)


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Abdul K. schrieb:

> Geh als Maurer. Die 15 Jahre hälste schon durch. Nebenbei noch a bisserl
> Schwarze Arbeit. Fertig ist die Laube.

Abdul, hast Recht. Ein mir bekannter Dachdecker hier am Ort macht es 
genau so. Der war mal Informatiker.

Habe gerade ein Angebot eines Bekannten, hier in der Gegend Autos zu 
polieren. Es gibt natürlich weniger Geld als beim Ing.. Da kommt am Ende 
aber mehr Lebensqualität bei raus, als die Woche mit dem Reisekoffer in 
einer tristen Herberge zu verbringen, mit Reisekosten und 
Zweitwohnsitzkosten.

von Abdul K. (ehydra) Benutzerseite


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Kann dir nur zustimmen. Nach 5 Jahren könntest du allerdings Rente 
einreichen.

von Heiner (Gast)


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@Wilhelm : was zahlen den diese Dienstleister ?

zum Maurervergleich : wenn ich mir Stundensätze von einigen Ings hier 
anschaue, dann ist der Vergleich nicht mal weit her geholt ! selbst 
Dachdecker, Fließenleger oder Maurer verlangen 40 - 60 Euro pro Stunde.
Heizungsbauer und Elektriker mindestens 50 Euro, eher mehr.
Vertragswerkstätten von den großen Marken verlangen auch gut und gerne 
mal 100 Euro, wobei da nicht unbedingt genau abgerechnet wird, sondern 
einfach oft eine Stundenpauschale z.B. für gewisse Dienstleistungen 
abgerechnet wird. Meist sind diese Pauschalen auch noch zu hoch, so dass 
die Werkstatt effektiv teils 150 - 200 Euro pro tatsächlich geleisteter 
Stunde verlangt.

Hier im Forum geben sich erfahrene Entwickler als Freiberufler teils für 
40 - 50 Euro die Stunde her. Ich kenne freiberufliche Java oder C++ 
Entwickler, die arbeiten für 30 - 40 Euro pro h und das in 
Mitteldeutschland !

von Abdul K. (ehydra) Benutzerseite


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Mir schwand gerade, das mein Rat für die meisten als Verarsche gemeint 
war?! Mitnichten! Es ist wirklich einfach so, daß sich dieses Berufsbild 
rund um Elektronik für die meisten schlicht nicht auszahlt! Ihr müßt ja 
auch die Ausfallzeit für zumindest die Zeit des Studiums hinzurechnen! 
Es ist einfach viel leichter einen Job in einem weitverbreiteten 
Berufsbild zu finden, als Spezialist zu sein! Meine Oma wollte, das ich 
Bäcker oder Busfahrer werde. Und sie hatte Recht!!
In China wiederum würde ich zur Elektronik oder besser Biotechnik raten!

von Paul (Gast)


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>Jein. Schöne 75qm Wohnung mit Garage (1,8km zur Arbeit) 695,- warm.
>Hab allerdings auch lange suchen müssen. Klar, Plattenbau
>Mecklenburg-Vorpolen ist günstiger.

Plattenbau Leipig: 68 qm warm: 498 € (wären 549 € für 75 qm), Stellplatz 
fürs Auto 50 €, 20 km bis zur Arbeit. Klar im Osten ist alles viel 
billiger. LOL.  Der Durchschnittshaushalt (teils mit mehreren 
Verdienern) hat hier 1400 € netto mtl.

von Gelbmond (Gast)


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Und ein Mittagessen kostet am Bodensee (Lindau, Friedrichshafen) mehr 
als in München. Am Bodensee und in der Region Bodensee, Ravensburg ist 
das Leben ziemlich teuer. Die können schon was das Preisniveau betrifft 
annähernd mit München mithalten.

Auf dem Land ist es dort noch relativ günstig. In den Städten jedoch 
nicht. Speziell Ravensburg hat mehr als übertriebene Preise. Am Bodensee 
herrscht bis auf eine kleine Pause im Winter fast ganzjährig Tourismus. 
Ja manche arbeiten dort wo andere Urlaub machen. Mit allen Vor- und 
Nachteilen.

Liebherr hat aber was ich weiß immer eine Kantine.

von liebernicht (Gast)


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taugt die Firma was, ich weiß nich in weit man daas hier glauben darf:
http://www.kununu.com/de/by/lindau-bodensee/el/liebherr-elektronik

ein Bekannter meint immer, dass sind alles Schwarzmaler und das sich im 
Internet nur die Leute melden denen es schlecht ergangen ist.
Naja, habe auch von einer Statisik gehört, dass man negative Dinge mehr 
Leuten erzählt was weiß ich z.b. schlechte Erfahrung mit Handwerker xy, 
aber positive höchstens 3 Leuten.

Ich bin schon seit längerem auf der Suche nach nem neuen Job.
Habe mich leider zu sehr auf Hardware konzentriert, weil ich mit Zeilen 
hacken a la C nicht viel anfangen konnte.

Aber die Bewerbungen gehen raus und meist kommt es postwendend wieder 
zurück.
Ab und zu gibts mal ein Gespräch, aber was konkretes war noch nicht 
dabei.
Quote 2010 muss ich mal ausrechnen, 2011 ist es ca. 4:1 (also auf vier 
Bewerbungen kommt ein Gespräch).

Das beste finde ich sind Firmen, die groß in der Presse rumtönen und 
Stellen ausschreiben, wenn man sich aber bewirbt hört man ewig nichts.
Manche Kandidaten, halten es nicht einmal für nötig einem eine 
Eingangsbestätigung zu schicken bzw. sich nach dem ersten Standart Bla 
bla wieder zu melden.

Ich geh jetzt demnächst als was anderes, die Elektronik Sache 
funktioniert nicht mehr.
Schade dass ich darauf jetzt 12 Jahre meines Lebens incl. Studium 
vergeudet habe.

von Sepp (Gast)


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Sieh mal:

http://www.kathrein.de/de/jobs/index.htm

Tarif, allerdings 42h Woche. Und Rosenheim ist auch ganz nett.

von Berater (Gast)


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Wer macht denn eine offizielle 42h-Woche?? gibt es nur in der Schweiz 
(wo es sich allerdings auch lohnt).

> Ihr müßt ja auch die Ausfallzeit für zumindest die Zeit des
> Studiums hinzurechnen!
Abdul hat Recht. Nur: Wenn man das Studium schon investiert hat, ist man 
halt der dumme. Ich könnte mich auch in den Hintern beissen, dass ich 
nicht einfach einen lockeren Verkäuferjob mache und nebenher Elektronik 
und IT-Beratung als Nebngewerbe. Ein Bekannter kommt das besser hin. Der 
macht ein bischen Datenbankpflege, Oracle und SAP auf unterem Niveau und 
erzielt trotzdem 50,- die Stunde. Weil er davon all sein Computerzeug 
abzieht und Reisekosten verrechnet, kommt er mit wenigen Steuern davon 
und hat ein hübsches Zusatzgehalt.

Ich wiederhole mich, aber ich sage es nochmal: Ich würde heute nicht 
mehr Elektrotechnik studieren.

> Lindau ist teuer
Ja, kann ich bestätigen. Vor allem das Wohnen ist dort ein Problem. Die 
Region ist total überladen und vor allem arbeiten dort inzwischen immer 
mehr gutbezahlte Fachkräfte, die die Wohnungspreise zahlen können und in 
die Höhe treiben. In der Bodenseeregion muss man bald mindestens soviel 
verdienen, wie in München, wenn es sich lohnen soll.

von Panzer H. (panzer1)


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Berater schrieb:
> Wer macht denn eine offizielle 42h-Woche?? gibt es nur in der Schweiz
> (wo es sich allerdings auch lohnt).

Das wird gern als Standortsicherung verkauft: Firma freut sich, 
Betriebsrat freut sich; natürlich jeweils aus verschiedenen Gründen.

von Bewerber (Gast)


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Liebherr sucht dringen Ingenieure??? Wundert mich nicht!

Ich habe mir die Kommentare über Liebherr Elektronik auf Kununu auch 
durchgelesen und mir gedacht, naja, da schreiben bloß die rein, die 
Liebherr ärgern wollen.

Naja, ich hatte dann auch ein Vorstellungsgespräch und da wurde ich dann 
geärgert. Das lief im großen und ganzen so ab, wie "Gast / Bodensee" 
geschrieben hat. Während des Gesprächs habe ich eigentlich die ganze 
Zeit gedacht, dass die mich bloß testen wollen (war mein erstes 
Vorstellungsgespräch für ne Festanstellung).
Dazu kam, dass der Abteilungsleiter zu spät kam, eher abhaute, nebenbei 
telefonierte und sein übrig gebliebenes Frühstücksbrötchen aß, während 
er mir Fragen gestellt hat. Er hat mir dann auch ganz unverblümt das 
wiedergegeben, was auf Kununu steht "bei Problemen rollen Köpfe" (O-Ton) 
und der Mitarbeiter ist nix wert.

Als der Abteilungsleiter weg war, hat der Personaler gemeint, dass das 
eigentlich noch gar nix war. Hätte ich es mit einem der drei(!) 
Geschäftsführer zu tun gehabt, wärs richtig abgegangen.

Nur so nebenbei, eine Bekannte von mir arbeitet in einem anderen 
Liebherr Standort und fühlt sich dort ganz wohl.

von Wilhelm F. (Gast)


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Zuckerle schrieb im Beitrag #2132522:

> Bei uns hatte jemand die Idee ; wenn Eisverkäufer ihr Produkt zu den
> Kunden ans Haus fahren könnte man dies auch mit Bratwürstchen machen .
> Tat es ,
> hatte sich eine fahrende Würstchenbude bauen lassen , führ zu den Leuten
> ,
> hat heute 15 Mitarbeiter und ist mehrfacher Millionär.

> Es sind also nicht immer akademische Titel und Grade dafür notwendig um
> ordentlich Geld zu verdienen. Eine gute Idee tut es auch.

Der akademische Grad ist im Augenblick sowieso wertlos. Eine 
Personalerin einer Zeitarbeit sagte es mir mal direkt ins Gesicht: Sie 
sind im Augenblick NICHTS.

Hätte sie mir gegenüber gestanden, wäre trotz Anzeige und Schmerzensgeld 
ein blaues Auge sicher gewesen, und Zahnersatz. Aber es war leider nur 
am Telefon.

Ich sollte mal einen guten Metzger suchen, der wirklich ausgezeichnet 
gute Würste herstellt. Denn ich liebe gute Bratwürste.

von Abdul K. (ehydra) Benutzerseite


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Du bist ja ein ganz schlimmer Finger. Dabei hat sie dir 
erstaunlicherweise ihre Wahrheit gesagt: Sie kann an dir momentan 
nichts verdienen.

Hier im Osten werden die Metzger auch immer schlechter. Einer nach dem 
anderen kippt ab in westliche vorgefertigte Würzmischungen.

von Wilhelm F. (Gast)


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Abdul K. schrieb:

> Du bist ja ein ganz schlimmer Finger. Dabei hat sie dir
> erstaunlicherweise ihre Wahrheit gesagt: Sie kann an dir momentan
> nichts verdienen.

Dann sollen sie die Schnauze halten, und mich GAR NICHT erst behelligen.

von Michael L. (Firma: Desert Irrigation Systems) (overingenieur)


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Wilhelm Ferkes schrieb:
> Dann sollen sie die Schnauze halten, und mich GAR NICHT erst behelligen.

Ist doch besser so, als wenn man dir das übliche Gesülze sagen 
würde...wir haben uns für Jemand anderes entschieden und bitten Sie das 
nicht als Abwertung ihrer Person zu betrachten.
(Als was soll ich es denn sonst betrachten, denkt man da so...)

Aber sowas kann auch Methode sein um dich generell (oder Leute wie dich) 
im Preis klein zu machen - das würde ich vermuten, steckt dahinter.

von Wilhelm F. (Gast)


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Michael Lieter schrieb:

> Aber sowas kann auch Methode sein um dich generell (oder Leute wie dich)
> im Preis klein zu machen - das würde ich vermuten, steckt dahinter.

Du hast keine Ahnung, was in der Zeitarbeitsbranche so läuft. Die hatten 
da norddeutsche Arbeiter, die in Süddeutschland in der Jungendherberge 
hausen.

Ich glaube, das ist nicht das Ende der Fahnenstange: Manche hausen 
sicher auch in Baucontainern auf einem Hinterhof.

Und die Dame am Telefon, der ich eigentlich ein Blauaugensyndrom hauen 
wollte, sprach locker davon, daß man das mal so machen müsse.

von Michael L. (Firma: Desert Irrigation Systems) (overingenieur)


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Wilhelm Ferkes schrieb:
> Du hast keine Ahnung, was in der Zeitarbeitsbranche so läuft. Die hatten
> da norddeutsche Arbeiter, die in Süddeutschland in der Jungendherberge
> hausen.

Als ich noch Elektriker war musste ich mal in einer Art 
Wohnwagensiedlung leben (überleben)- das war eine Großbaustelle im 
Norden von Berlin. 12h arbeiten am Tag, Handys gab es noch nicht, wir 
wurden mit Bussen dahin gekarrt, man konnte nicht flüchten. Das war im 
Winter und im Dunkeln fand man da auch keine Telefonzelle für einen 
Wutanruf. Das einzige Mobiltelefon hatte der Bauherr, der sich mit dem 
Projekt übernommen hatte und als Wurst konnte man da kaum hingehen und 
sagen: Chef, ich brauch mal dein Telefon.
Bier und Essen wurde organisiert, man schlief zu dritt in Miniwohnwagen.
Heizung über Strom mit Radiatoren - unserer war kaputt. Ein Mann bekam 
Lungenentzündung. Ich hatte zum Glück einen arktischen Schlafsack mit.
Aber lustig war das nicht. Später wurden dann die Stunden nicht bezahlt, 
weil wir ja faule Säcke wären und nur rumgegammelt hätten.
Dabei war es an der Tagesordnung das der Estrich schon drin lag, die 
Zeit aber um die Kabel zu legen blieb die gleiche.
2 Jahre Leiharbeit und das ist nur eine dieser krassen Geschichten - 
allerdings eine super Motivation um zu studieren.

Soviel keine Ahnung hab ich davon.

:-)

von Wilhelm F. (Gast)


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Michael Lieter schrieb:

> Soviel keine Ahnung hab ich davon.

Aach, das kann man in jungen Jahren mit 18 ja auch mal machen. Zeitlich 
begrenzt. Aber kein Dauerzustand, und für einen 50-Jährigen sicher auch 
nichts.

von Michael L. (Firma: Desert Irrigation Systems) (overingenieur)


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Aber es gab auch total lustige Jobs - wo man vor lachen nicht in den 
Schlaf gekommen ist - sogesehen möchte ich diese Zeit nicht missen - man 
könnte ein Buch darüber schreiben.

Aber auch sowas: Der Mann der im Wohnwagen in Berlin Wochenlang mit mir 
da wohnte, Elektriker 42, keine Chance mehr auf Festanstellung, also 
Leiharbeit bei einer Firma die man übersetzen würde: Männerkraft - ihr 
wisst was ich meine...

Die lebende Lullerpuppe:

Kommt in eine Firma wo man ihm sagt: Wir müssen die Silos reinigen.
OK. Er wird an einem Seil festgebunden und mit einer Art Hacke in dem 
Silo herabgelassen, Schicht für Schicht und muss die Kruste von der 
Wandung abhacken. Dabei wurde er von zwei Männern hin und her gependelt 
um die Wandung mit der Hacke erreichen zu können. Nach ein paar Metern 
fragt er nach einer Pause. Nee, du Schwein machst hier solange wie wir 
wollen und wir holen dich erst wieder raus, wenn alles fertig ist - du 
bist jetzt unser Sklave, wir haben dich gekauft. Er quälte sich durch 
und rief dann in der Firma den Niederlassungsleiter an und bot seine 
Kündigung an, wenn er nicht sofort von dem Einsatz freigestellt würde. 
Er wurde freigestellt - nahm aber doch etwas Schaden.

Ich sah 190 große Männer vor dem Leiter weinend stehen von oben bis 
unten mit schwarzem Fett beschmiert (im Büro). Ich fragte: Was ist mit 
dir passiert?
"Ich gehe nicht zurück in die Schraubenfabrik!"

von Michael L. (Firma: Desert Irrigation Systems) (overingenieur)


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Wilhelm Ferkes schrieb:
> Aach, das kann man in jungen Jahren mit 18 ja auch mal machen. Zeitlich
> begrenzt. Aber kein Dauerzustand, und für einen 50-Jährigen sicher auch
> nichts.

Der Punkt ist ja das du Ingenieur bist - da geht sowas eigentlich gar 
nicht.
Aber ich traf auch Ingenieure die mir dann sagten ich soll das mal für 
mich behalten. Wenn es denn heutzutage die Alternative zu H4 ist und man 
in endlicher Zeit nichts findet, werden die Optionen knapp.

Wobei ich mich vermutlich auch eher mit HIV einrichten würde als völlig 
unwürdige Arbeit zu erledigen - zur Zeit schwimme ich ja oben auf der 
Welle aber ich kenne auch andere Zeiten und weiß auch wie schnell man in 
einer Zwangslage sein kann - auch als Unternehmer - eben noch mit 
Millionen gespielt und plötzlich Privatinsolvenz und HIV.

Und ich kaufe nur Leuten ihren Schneid ab, die das zumindest 
nachvollziehen können.

von Wilhelm F. (Gast)


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Michael Lieter schrieb:

> Aber ich traf auch Ingenieure die mir dann sagten ich soll das mal für
> mich behalten.

Du hast Recht. Vielleicht muß ich auf die alten Tage auch noch Dreck 
fressen gehen, wer weiß, AKW innen reinigen, oder Straße fegen, 
Bauhelfer. Sogar die Arbeitsagentur setzte vor 3 Wochen mein 
Stellenprofil auf "Hilfsarbeiter" um.

von Michael L. (Firma: Desert Irrigation Systems) (overingenieur)


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Ich hab noch was lustiges für dich - dauert noch 5 min

von Michael L. (Firma: Desert Irrigation Systems) (overingenieur)


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Sabotage in der Plastikfabrik

Also mal Beschreibung eines lustigen Einsatzes:

Wochenlang Nachtschicht in einer Plastikfabrik am Fließband irgendwo in 
der Nähe von Berlin.
Es wurde alles mögliche von Gartenmöbeln über Spielzeug bis hin zu 
Autoteilen hergestellt.
Man durchlief verschiedene Maschinen, aber das Grundprinzip war immer 
gleich. Granulat wird verflüssigt und in einer Form gepresst. Das Stück 
fällt (heiß) aus der Maschine und muss händisch gefangen werden um sich 
nicht zu verformen. Dann muss man es entgraten und auf einer Palette 
stapeln. Das passiert etwa im Minutentakt. Man rennt also von der 
Palette zur Maschine um das nächste Stück zu bearbeiten 8 h pro Schicht 
mit 15 min Pause. Der Mann an der Maschine hinter mir war Ingenieur 60 
Jahre alt und meinte froh zu sein diese Arbeit zu haben.
Lustig war es 8 h lang Armlehnen von Gartenstühlen mit Folien zu 
überziehen, so als würde man sich ein Kondom überziehen und ich 
arbeitete genau Angesicht zu Angesicht mit einer Frau und wir grinsten 
uns 8 h nur an – ich fuhr dann mit zu ihr usw. völlig klar.
Ich stand an einer Maschine die eine Störung hatte. Techniker kam um die 
Maschine wieder in Betrieb zu bringen. Gab seinen 4stelligen Code ein 
und configurierte die Maschine und die lief wieder an. Ich hatte  mir 
den Code gemerkt. Ich rief das Menü auf und setzte die Zykluszeit von 59 
s auf 179 s hoch. Am Ende der Schicht kam der Abteilungsleiter zu mir 
und sagte: Sie haben nur 450 K4 hergestellt, es müssten aber 3 x so viel 
sein – was ist los? Nun ja, ich hab gemacht was die Maschine 
wollte...der Techniker war auch da und überprüfte die Einstellungen der 
Maschine.
Da es völlig abwegig erschien das ich eine 1,5 Mio teure SPS gesteuerte 
Maschine umprogrammieren könnte, sagte er: Sie bekommen keinen 
Leistungsabzug, ein Fehler in der Programmierung. Ein paar Schichten 
später überlegte ich mir, wie ich die Maschine lahm legen könnte, ohne 
das das auf mich zurück zu führen wäre. Ich rief die Steuerung auf – die 
hatten echt die codes nicht geändert und änderte die Vorlauftemperatur 
von 240°C auf 50°C. Etwa 10 min und die Maschine stand still. Ich wieder 
das Menü aufgerufen und die Vorlauftemperatur wieder auf 250 gesetzt. 
Die Maschine schlug Alarm. 5 min später waren Techniker und 
Abteilungsleiter vor Ort und konnten keinen Fehler feststellen. Sie 
können jetzt Pause machen, bis die Maschine wieder läuft.
Ist nicht Ihr Fehler, wahrscheinlich ein Problem mit dem Granulat.

Und dann kam etwas was ich nicht erwartet hätte:

Der geschlossene Kreislauf:

Ich hab mir also angesehen was die alle so machen. Die Produkte fielen 
auf ein Fließband oder wurden auf Paletten gestapelt und von 
Gabelstaplern abgeholt. Alle arbeiteten Schweißgebadet in dieser Fabrik. 
Dann kam alles in eine Verpackungsabteilung, wurde in Folien eingehüllt 
und Beschriftet. Dann wurde das alles auf Paletten abtransportiert in 
eine abgetrennte Abteilung, dort wieder ausgepackt, in einen riesigen 
Schredder geworfen und wieder zu Granulat verarbeitet.
Es kam wieder in die Maschinen und wurde wieder zu Produkten 
verarbeitet. Ich bin den Kreislauf 3 x abgelaufen, weil ich es nicht 
gleich verstanden habe. An meiner defekten Maschine treffe ich den Mann 
der immer fast einen Herzinfarkt bekam als die Maschine das nächste 
Produkt ausspie und sagte zu Ihm: mach mal langsam, das ist ein 
geschlossener Kreislauf. Der Abteilungsleiter stand dabei und wir 
sprachen darüber 10 m weg von den Maschinen. Ich verstehe das nicht, 
sagte ich – hier wird produziert und dann wird alles wieder 
eingeschreddert und kommt wieder in den Kreislauf – das erscheint völlig 
sinnlos. Es ist so: Wir warten seit 24 h auf eine Schiffsladung Granulat 
und das Schiff ist in einer Schleuse hängen geblieben. Wir können aber 
die Maschinen nicht abschalten, wie Sie ja an Ihrer Maschine gesehen 
haben ist es ein großer Aufwand die Maschinen wieder in Betrieb zu 
nehmen wenn das Granulat kalt geworden ist. Aber wieso schalten Sie dann 
nicht den Takt auf 1/3 runter, das ging doch auch an meiner Maschine vor 
3 Tagen? Da haben die Leute nicht diesen höllischen Stress. Das könnten 
wir machen, das würden die Leute aber nicht verstehen.
Achs so. Da stehen zwei superkisten die ja auch nur geschreddert werden 
sollen, kann ich die mitnehmen? Nehmen Sie den Hinterausgang und nehmen 
Sie die Kisten mit – aber reden Sie nie ein Wort darüber, über das was 
Sie heute hier gesehen und verstanden haben.

Ich musste nie wieder in die Plastikfabrik.

von Trolljäger (Gast)


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Michael Lieter schrieb:
> Märchenstunde in der Plastikfabrik

Nich übel, aber die mitm Panzer war besser.

von Wilhelm F. (Gast)


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Michael Lieter schrieb:

> Wir warten seit 24 h auf eine Schiffsladung Granulat
> und das Schiff ist in einer Schleuse hängen geblieben.

Heilige Schei*e. Wie sehen denn die Endprodukte aus, wenn das Granulat 5 
mal umgelaufen ist?

Aber: Nette Story.

von Abdul K. (ehydra) Benutzerseite


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Fast wie beim Arbeitsamt. Da gibts doch wirklich Leute, die Puzzles 
zusammensetzen... damit der Kindergarten alle komplett hat.

von Spargelpippi (Gast)


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Wilhelm Ferkes schrieb:
> Michael Lieter schrieb:
>
>> Aber ich traf auch Ingenieure die mir dann sagten ich soll das mal für
>> mich behalten.
>
> Du hast Recht. Vielleicht muß ich auf die alten Tage auch noch Dreck
> fressen gehen, wer weiß, AKW innen reinigen, oder Straße fegen,
> Bauhelfer. Sogar die Arbeitsagentur setzte vor 3 Wochen mein
> Stellenprofil auf "Hilfsarbeiter" um.

hätte da noch ein paar verschimmelte küchenreste - kann'ze haben, füa 
umsonst! ordentlich maggiwürfel dran, auskochen, stirbt der schimmel unn 
ma kann noch watt draus mache. aus den wurstresten kann'ze küchenschaben 
züchten, die haust'de dann in de pfanne, bisschen zwiebeln dran, und du 
hast auch dein täglich proteine.

mahlzeit.

von flyer (Gast)


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@Michael Lieter

Der letzte Teil erinnert mich an die Thermodynamikvorlesung 
(Mischungsentropie) und an mein Praktikum während meines Studiums.

Offensichtlich glauben die Vorgesetzen immer noch Physik sei irrelevant.

von A. F. (chefdesigner)


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Man traut sich kaum auf ein Thema zu antworten, dass schon über 10 Jahre 
keinen Beitrag mehr gesehen hat. Allerdings muss man sagen, es stimmt 
was hier zur Firma geschrieben wurde. Da will offenbar wirklich keiner 
hin. Mitarbeiter der Firma bestätigen das, dass sie Probleme haben, neue 
Mitarbeiter für die Region zu interessieren. Die meisten deutschen 
Fachkräfte die ich hier kennengelernt habe, sind Einheimische, also 
Personen aus dem Umland und zugereiste Nicht-EU-Bürger, die man 
eingekauft oder über Personaldienstleister beschäftigt hat und die nach 
einer Weile auch wieder gehen dürfen oder von alleine gehen, denn :

Auch zu den Lebenshaltungskosten muss ich zustimmen. Kein Vergleich zum 
Frankenland. Die Städtchen direkt am See, wie Friedrichshafen und Lindau 
sind totale Touristenhochburgen, was die Preise für Wohnungen in 
astronomische Höhen treibt. Die kleinen Örtchen im ländlichen Umland, 
gelten alle als Luftkurorte und ziehen Touristen wie Wanderer, Radfahrer 
und andere Ausflügler an. Viele unternehmen Ausflüge in die benachbarte 
Schweiz, die Schweizer kaufen in Deutschland ein und etliche Pendler 
kommen täglich über die Landesgrenzen. Das Dreiländer-Eck ist permanent 
mit Autos verstopft. Pensions- und Hotelpreise hier sind gigantisch!

von A. F. (chefdesigner)


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Arne schrieb:
> >Das Preisniveau ist am Bodensee jedoch alles andere als niedrig.
> Schöne 75qm Wohnung mit Garage (1,8km zur Arbeit) 695,- warm.
> Hab allerdings auch lange suchen müssen. Klar, Plattenbau
> Mecklenburg-Vorpolen ist günstiger.
Aktuelles Beispiel:

Der Qm-Preis liegt in Lindau so rund bei 13,- bis 14qm,-. offiziell. Das 
sind aber kleine alte Häuschen, die aus dem 17. Jht stammen, die den 
Durchschnitt drücken. Wenn du was ordentliches willst, modern zahlst du 
16,- und hast eine winzige Küche, Bad im Kanickestil. Alterantive 
Bauernhaus, saniert, riesengroß und trotz 11,- /qm in Summe kaum 
bezahlbar. Dafür mit Kühen ud Duft vor dem Haus auf der Weide gegenüber 
mit "Muhh" und Kuhglocke.

von Sophie T. (sophie_t)


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695€ warm ist günstig für Stuttgarter Verhältnisse :)
Also mal nicht jammern Bursche ! Wenns teuer ist muss man eben mehr 
Kohle herankarren :)

von Herbert B. (Gast)


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War neulich bei Stockach vorstellig. Gehalt wie in der Ostzone, 
Immopreise wie am Starnberger See. Nein Danke.

von Cha-woma M. (Firma: --------------) (cha-ar-196)


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Sophie T. schrieb:
> 695€ warm ist günstig für Stuttgarter Verhältnisse :)
> Also mal nicht jammern Bursche ! Wenns teuer ist muss man eben mehr
> Kohle herankarren :)
Nur zur Info:
Die 695€ bezogen sich auf das Jahr 2011 das ist ca. 12 Jahre.

von A. F. (chefdesigner)


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Stuttgart ist gar nicht so schlimm, wie manche immer meinen. Es gibt 
dort durchaus günstige Mietgelegenheiten. Die sind auch ein bischen 
gleichmäßiger verteilt. Es gibt nicht so große regionale Unterschiede. 
Ich war überrascht, wie günstig die Pensionen manchmal waren. Auch in 
den großen Hotelketten geht es. Da gibt es das ein oder andere Örtchen, 
wo Porsche oder andere Superzahler residieren und die Ingenieure die 
Preise hochtreiben. Da allerdings immer mehr auf Zeitarbeit gesetzt wird 
und die so eingeliehenen Ingenieure nicht mehr so astronomisch 
verdienen, hält sich das auch in Grenzen. Einen ähnlichen Effekt kann 
man in Erlangen und Fürth beobachten: Dort stagnieren die Mieten und 
Pensionspreise auf hohem Nievau. Die in Erlangen gebuchten Kunden zahlen 
im Medapart oder Historic Apart kaum 10% mehr, als vor 10 Jahren.

In der Bodenseeregion ist es wirklich krass: Eine Übernachtung in Lindau 
in einer wirklich mickrigen Bude kommt auf 115,- und am Lindauer Hof mit 
145,-. Die Wochenbuchung eines Queen-Appartments So-Sa kostet meine 
Firma geschlagene 950,- Netto und das ist der ausgehandelte Firmenpreis. 
Der Touris zahlt noch mal 20% obenauf!

Auch das Umland ist teuer: Heute waren wir im Ausgang mit den Kollegen. 
In einem Landgasthof in Scheideg zahlt man 17,50 für ein kleines 
Schnitzel "Wiener Art" mit etwas Beilage. Ein richtiger Salat geht extra 
zu 9,50. Getränke nicht unter 4,-.  Unter 30,- Euro kommst du nicht aus 
dem Haus. Dafür bekommst du mitten in der Nürnberger Altstadt ein 
richtiges Wienerschnitzel (Kalbfleisch) in groß, mit Beilage und 2 
Weißbieren + 1 Eis mit Espresso. Auch die Freizeitgestaltung ist teuer: 
Eintritt in den dortigen Skywalk mit Parken 18,50! Kleine Cola am Kiosk 
zu 4,50. Der Bodensee ist offenbar so attraktiv und bei Touristen 
bekannt, dass sie zu Tausenden herströmen und man es hier von den 
Lebendigen nehmen kann.

Wahrscheinlich zieht auch die benachbarte Schweiz die Preise hoch. Bei 
der Durchfahrt durch Bregenz einmal beim Spar angehalten: Die haben alle 
Produkte, wie beim deutschen Kaufhof (in Erlangen "Handelshof") - aber 
zu  25% mehr.

von A. F. (chefdesigner)


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Herbert B. schrieb:
> War neulich bei Stockach vorstellig. Gehalt wie in der Ostzone,
> Immopreise wie am Starnberger See. Nein Danke.

Ein derzeitiger Projektkollege (Maschinenbau) hat mir dasselbe von MTU 
in Friedrichshafen erzählt. Gehalt kaum mehr, als er bisher hat, aber 
die Kosten für eine Wohnung sind 2 KAT höher, als in Erlangen und er 
pendelt wegen derer schon seit Jahren von Herzogenaurach rein. Also 
bleibt man lieber bei der Siemens.

Jetzt wäre die Frage, wer in den Bodenseeregion die Gehälter nach unten 
zieht? Ösis?

von Mark B. (markbrandis)


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Andreas F. schrieb:
> Ein derzeitiger Projektkollege (Maschinenbau) hat mir dasselbe von MTU
> in Friedrichshafen erzählt. Gehalt kaum mehr, als er bisher hat, aber
> die Kosten für eine Wohnung sind 2 KAT höher, als in Erlangen und er
> pendelt wegen derer schon seit Jahren von Herzogenaurach rein. Also
> bleibt man lieber bei der Siemens.
>
> Jetzt wäre die Frage, wer in den Bodenseeregion die Gehälter nach unten
> zieht? Ösis?

Keiner.

Wie Du selbst geschrieben hast, sind nicht die Gehälter niedriger als 
anderswo, aber die Lebenshaltungskosten sind höher. Deutlich höher.

Der Grund für die hohen Mieten ist natürlich der, dass es für Vermieter 
attraktiver ist an Touristen zu vermieten als an Dauermieter. Dadurch 
wird das Angebot an Wohnraum knapper. Im Prinzip ist es so krass, dass 
man als Vermieter die Sommersaison über an Touristen vermieten kann, im 
Winter die Wohnung brachliegen lassen kann, und man damit immer noch 
mehr Geld verdient als mit einer dauerhaften Vermietung.

Der Grund für die hohen Immobilienpreise ist der, dass das Angebot sehr 
überschaubar ist. Es ist halt einfach keine dicht bebaute Gegend, 
sondern es gibt sehr viel Natur. Es gibt nicht eine einzige Großstadt am 
Bodensee mit > 100.000 Einwohnern. Darin liegt ja auch gerade der Charme 
der Region.

Jetzt könnte man im Prinzip alles zubauen wenn man wollte, leere Flächen 
gibt es durchaus noch so einige. Aber dann würde man gerade das 
zerstören, weswegen die Leute an den Bodensee kommen. Man macht sich 
nicht sein eigenes Geschäftsmodell kaputt.

: Bearbeitet durch User
von Rbx (rcx)


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Mark B. schrieb:
> aber die Lebenshaltungskosten sind höher.

Da fragt man sich, ob so ein Unternehmen wie Liebherr nicht viel 
unternimmt, um z.B. für Mitarbeiter (und auch Anwohnern) sie Situation 
zu erleichtern.
Bei der Werbung bei Übertragungen von Tischtennis auf Eurosport hatte 
Liebherr eigentlich einen guten Eindruck gemacht.
Dass logistisch vor Ort nicht viel läuft, hat wohl mit der dezentralen 
Organisation zu tun?
Wäre unterm Strich auch ein dickes Minus-Zeichen. Das hat damit zu tun, 
weil bei uns die Unternehmen sich recht stark regional engagieren. So 
wurde in den letzten Jahren dadurch bei uns auch noch der 
Weihnachtsmarkt und ähnliche Geschichten am laufen gehalten.
Aber die Mietsituation ist z.T. auch absurd - und gerade in den 
Innenstädten sind die Mieten viel zu hoch, so dass viele Läden 
leerstehen, oder nur kurz besetzt sind.

von Christian S. (roehrenvorheizer)


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Rbx schrieb:
> Aber die Mietsituation ist z.T. auch absurd

Einfach kontern und nur noch im Wohnmobil wohnen. Dann ist man mobil und 
kann fast überall wohnen ;-)

mfg

von A. F. (chefdesigner)


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Rbx schrieb:
> Bei der Werbung bei Übertragungen von Tischtennis auf Eurosport hatte
> Liebherr eigentlich einen guten Eindruck gemacht.
Du glaubst aber nicht wirklich, dass ein Schriftzug auf der Tennisplatte 
eine Aussage über eine Firma macht? Wahrscheinlich war die Werbung 
billig oder es gibt einen Tischtennisfan im Vorstand. Ist auch egal, den 
Tischtennisspielern sei es gegönnt. Den Mitarbeitern bringt es aber 
wenig. Die können wahrscheinlich nur verbilligte Kühlschränke kaufen, 
was aber kaum jemand tut, weil die auch verbilligt noch teuer sein 
dürften. Und wer braucht schon einen Bagger daheim?

Christian S. schrieb:
> Einfach kontern und nur noch im Wohnmobil wohnen. Dann ist man mobil und
> kann fast überall wohnen ;-)
Das denkst du dir. Campen darf man nur an ausgewiesenen Plätzen und da 
wird so hart abkassiert, dass sich das kaum noch lohnt.

Ich kenne da einen Kollegen, der das in Hamburg probiert hat. Wollte 
direkt in der Hafen-City parkieren und seine Zelte aufschlagen. Binnen 
Stunden kam die Polizei mit einem gelben Zettel. Kostete 160,- Strafe 
und einen Platzverweis für 24h. Er durfte dann nicht mal am nächsten Tag 
mit seinem Wohnmobil zur Firma, sondern musste ein Taxi nehmen. 
Letztenendes durfte er zwar rein zur Firma, musste aber abends immer 
wieder raus, draussen an die Außenalster. Und dann fahre mal jeden Tag 
5km mit so einem Dickschiff durch die Hamburger Innenstadt. So etwas 
geht nur, wenn du wenige km von der Firma entfernt parken kannst und mit 
dem Fahrrad reinfahren kannst.

Eventuell fährt man am Bodensee als erfolgreicher IT-ler aber einfach 
mit seiner Yacht vor.

von Chris K. (kathe)


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A. F. schrieb:
> Wahrscheinlich war die Werbung
> billig oder es gibt einen Tischtennisfan im Vorstand. Ist auch egal, den
> Tischtennisspielern sei es gegönnt.
Liebherr ist Hauptsponsor des örtlichen Tischtennisvereins.
https://ttfo.de/

von Manfred P. (pruckelfred)


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Rbx schrieb:
> Bei der Werbung bei Übertragungen von Tischtennis auf Eurosport hatte
> Liebherr eigentlich einen guten Eindruck gemacht.

Kein Mensch braucht diesen Scheiß. Das Geld wäre besser investiert, 
anständige Produkte zu entwickeln.

Ebenso bekomme ich Kackreiz, wenn ich lese, dass mein 
(Grund)Stromversorger als Sponsor eines Bundesliga-Fußballvereins 
auftritt.

Chris K. schrieb:
> Liebherr ist Hauptsponsor des örtlichen Tischtennisvereins.
> https://ttfo.de/

Wenn das ein kleiner und nur lokal aktiver Verein ist, der auch 
Jugendarbeit macht, sei ihm das gegönnt.

von Cha-woma M. (Firma: --------------) (cha-ar-196)


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Rbx schrieb:
> Da fragt man sich, ob so ein Unternehmen wie Liebherr nicht viel
> unternimmt, um z.B. für Mitarbeiter (und auch Anwohnern) sie Situation
> zu erleichtern.
Die werden wie andere auch Subunternehmen per Werkvertrag anheuern.
Billig, Willig, Flexibel und leicht entsorgbar!
> Bei der Werbung bei Übertragungen von Tischtennis auf Eurosport hatte
> Liebherr eigentlich einen guten Eindruck gemacht.
Wer Werbefilmchen zu seiner Bewertungsgrundlage mach, der hat ein 
Problem mit seiner Wahrnehmung der Realität.
> Dass logistisch vor Ort nicht viel läuft, hat wohl mit der dezentralen
> Organisation zu tun?
Willste beim Logistik-Dienstleister anfangen?

von Cha-woma M. (Firma: --------------) (cha-ar-196)


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A. F. schrieb:
> Christian S. schrieb:
>> Einfach kontern und nur noch im Wohnmobil wohnen. Dann ist man mobil und
>> kann fast überall wohnen ;-)
> Das denkst du dir. Campen darf man nur an ausgewiesenen Plätzen und da
> wird so hart abkassiert, dass sich das kaum noch lohnt.

Da hilft nur eins:
Stealth Camper statt einen WoMo!
https://www.camperwelten.com/stealth-wohnmobil-10-tipps-die-du-wissen-must/

von Rainer Z. (netzbeschmutzer)


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Manfred P. schrieb:
> Das Geld wäre besser investiert, anständige Produkte zu entwickeln.

In der Tat. Bei mir ist ein teurer Liebherr-Kühlschrank nach weniger als 
10 Jahren abgekackt, Kompressor defekt. Das war kein guter Kompressor 
von Danfoss, sondern aus Kambodscha oder so. Jedenfalls ist es MÜLL!, 
MÜLL! und nochmals MÜLL!, was Liebherr baut. Nie wieder. Finger weg von 
Liebherr.

Die günstigen Kühlschränke von BEKO aus der Türkei oder von Amica aus 
Polen sind Gold dagegen.

Bei ihrer Geiz- und Hochpreis-Politik wird Liebherr auch mit frischen 
Ingenieuren keine brauchbaren Geräte produzieren.

von Cha-woma M. (Firma: --------------) (cha-ar-196)


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Rainer Z. schrieb:
> In der Tat. Bei mir ist ein teurer Liebherr-Kühlschrank nach weniger als
> 10 Jahren abgekackt, Kompressor defekt.
Vllt. war der ja von Haier?
https://www.welt.de/wirtschaft/article157010706/Chinas-weisser-Riese-draengt-in-die-deutschen-Kuechen.html
https://www.deutschlandfunkkultur.de/nicht-nur-abkupfern-100.html
https://www.wer-zu-wem.de/firma/haier.html
Liebherr hat von 1980zigern bis ..... ein Cooperation mit Haier 
unterhalten.
Gut möglich dass die sich die Kühlaggregate von Haier liefern liesen.

Rainer Z. schrieb:
> Die günstigen Kühlschränke von BEKO aus der Türkei oder von Amica aus
> Polen sind Gold dagegen.
Naja, ich hab eine von Amica (Lidl online), da war das Thermostat nach 
ca. 4 Jahren "defekt", ok kostet ja nur ca. 7,47€ per Versand (Standort: 
suzhou, China).
Aber andere Werfen das Teil dann einfach weg, was logisch ist da ein 
neuer Kühlschrank in der 100l Klasse ja auch nur so 199€ kosten würde.

von Hannes J. (Firma: _⌨_) (pnuebergang)


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Rbx schrieb:
> Da fragt man sich, ob so ein Unternehmen wie Liebherr nicht viel
> unternimmt, um z.B. für Mitarbeiter (und auch Anwohnern) sie Situation
> zu erleichtern.

Du meinst so was wie Werkswohnungen? Ich bin so alt, dass ich vor 
Jahrzehnten noch die letzten Reste von Werkswohnungen bei großen Firmen 
erlebt habe. Die allesamt damit beschäftigt waren diese so schnell wie 
möglich los zu werden. Weil Drecks-BWLer und -Berater denen eingeredet 
haben dass das nicht zu einer modernen Firma gehört.

Was mach Liebherr? Man ist sehr spät dran - mit dem Loswerden. Laut 
https://www.allgaeuer-zeitung.de/allgaeu/kempten/liebherr-will-produktion-in-kempten-erweitern-und-wohnungen-abreissen_arid-351748 
plante man in 2022 Wohnungen wegzuhauen die man aus unerfindlichen 
Gründen noch in Kempten hatte.

Ersatz soll es nicht geben. Gut, die paar Wohnungen machen den 
Fachkräftemangeln-Braten nicht fett. Es zeigt aber die Einstellung. Da 
haben die Erbsenzähler schließlich doch gesiegt.

von Cha-woma M. (Firma: --------------) (cha-ar-196)


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Hannes J. schrieb:
> Ersatz soll es nicht geben. Gut, die paar Wohnungen machen den
> Fachkräftemangeln-Braten nicht fett. Es zeigt aber die Einstellung. Da
> haben die Erbsenzähler schließlich doch gesiegt.

Vllt. waren die halt so schlau, auf dem Peak der Immo-blase zu 
verkaufen. Den Ärger mit dem GEG haben die in Kempten nicht. Und 
Mitarbeiter die keine Wohnung haben will doch eh keiner!

von Rbx (rcx)


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A. F. schrieb:
> verbilligte Kühlschränke

Bei uns im Bergbau gab es (wohlgemerkt, gab..) ein großes Warenlager. Da 
konnte man alles mögliche (was noch einigermaßen im Rahmen war) 
bestellen. Üblicherweise Werkzeug, Anziehsachen, Schuhe, Ersatzteile 
fürs Auto, Auspuff, Reifen - sogar Autoradio wäre noch gegangen.
Genug Material für Arbeiten zuhause gab es eigentlich auch immer.

Viele Schweizer sind ja ein wenig Öko drauf, bzw. viele kämen zur Not 
ganz gut ohne Kühlschrank zurecht. An anderen Orten war Kühlschrank ein 
Reizwort, dass man sowas gar nicht haben will (+ Staudamm für den 
Strom).
Ach ja, und tut doch die Bergluft so gut - da wäre ich als Unternehmer 
aber schon erpicht darauf, dass die Mitarbeiter etwas davon mitbekommen. 
Etwas Abwechslung, und natürlich gute Bergluft tut doch allen gut?

Bei VW gab es auch verschiedene Vorzüge, nette Autos, 
Mitarbeiterbeteiligung am Gewinn, engagierte Bürgerschaft (z.B. sehr 
gute Schulen).

Über eine Sonderportion Schweizer Käse oder von dieser 
Dreieck-Schokolade hätte man sich am Bodensee sicher auch nicht 
beschwert.

Eine gute Analogie ist dann wohl die Fremdenlegion. Da hieß es doch auch 
immer, da wären die Soldaten (die für Frankreich kämpfen) eh nur 2. 
Klasse - falls überhaupt.
Letztendlich werfen diese ganzen Überlegungen und Andeutungen nicht nur 
ein schlechtes Licht auf die Unternehmerschaft.
Die Schweiz selbst müsste sich ja schämen, wenn die meint, so mit 
Bürgern in anderen Ländern, wo sie als Gast auftritt, umgehen zu müssen.
Ja, als Deutsche hat man eine gewisse Verantwortung zu tragen - aber 
gerade weil das so ist - wird gewisse unwürdige Menschenbehandlung 
schnell als solche erkannt.

Oder noch ein Beispiel: Bei BASF gibt es ja auch gewisse Probleme. Es 
ist aber schon noch so, dass so unterm Strich eine positive 
Grundnotation da ist, die selbst die Dörfer bei uns mit ansteckt.

Allerdings kann man die Liebe auch nicht einklagen. Man muss halt 
schauen, wie man das Beste aus der Situation (am Bodensee) machen kann.
Das wichtigste Hindernis ist wohl die Hilflosigkeit.
Allein mit Touri-Programmen zu überleben, scheint ja nicht so gut zu 
klappen.

Und ob jetzt andere Ausländer bessere Investoren sind? Hm..gibt es 
ähnlich namenhafte Unternehmen aus Österreich in D?
Wie werden da die Mitarbeiter behandelt?

von Rainer Z. (mrpeak)


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Hannes J. schrieb:
> Was mach Liebherr? Man ist sehr spät dran - mit dem Loswerden. Laut
> 
https://www.allgaeuer-zeitung.de/allgaeu/kempten/liebherr-will-produktion-in-kempten-erweitern-und-wohnungen-abreissen_arid-351748
> plante man in 2022 Wohnungen wegzuhauen die man aus unerfindlichen
> Gründen noch in Kempten hatte.

Ich hoffe das bekommt Liebherr von jedem qualifizierten Bewerber im 
Bewerbungsgespräch hübsch vorgerechnet, wieviel Gehalt sie nur der hohen 
Lebenskosten halber oben drauf legen müssen um attraktiv zu sein.

von Cha-woma M. (Firma: --------------) (cha-ar-196)


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Rainer Z. schrieb:
> Ich hoffe das bekommt Liebherr von jedem qualifizierten Bewerber im
> Bewerbungsgespräch hübsch vorgerechnet, wieviel Gehalt sie nur der hohen
> Lebenskosten halber oben drauf legen müssen um attraktiv zu sein.

Da wird ned viel gehen mit "vorrechnen", aktuell kühlt sich die 
Konjunktur in D-land ab. Ausserdem, Kempten ist Allgäu und nicht die 
Bodenseeregion. Man sollte halt nicht vergleichen wollen was man nicht 
vergleichen kann.

von Chris K. (kathe)


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Cha-woma M. schrieb:
> Rainer Z. schrieb:
>> Ich hoffe das bekommt Liebherr von jedem qualifizierten Bewerber im
>> Bewerbungsgespräch hübsch vorgerechnet, wieviel Gehalt sie nur der hohen
>> Lebenskosten halber oben drauf legen müssen um attraktiv zu sein.
>
> Da wird ned viel gehen mit "vorrechnen", aktuell kühlt sich die
> Konjunktur in D-land ab. Ausserdem, Kempten ist Allgäu und nicht die
> Bodenseeregion. Man sollte halt nicht vergleichen wollen was man nicht
> vergleichen kann.

Auch der Wohnungsmarkt in Ochsenhausen und Kirchdorf sieht nicht besser 
aus.
In Kirchdorf haben se auch noch günstige Mitarbeiterwohnungen die 
günstiger sind als auf dem normalen Immobilienmarkt. Wollten zwar auch 
diese abstoßen aber auch die wurden vor ein paar Jahren wieder renoviert 
und modernisiert.
In der Gegend darum sieht es auch nicht besser aus auf Grund des 
Einflusses aus München. FMM wird als München West bezeichnet, und die 
Preise die die Münchner bereit sind zu zahlen für Bruchbuden treiben den 
Preis nach oben.

von Cyblord -. (cyblord)


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A. F. schrieb:
> Auch das Umland ist teuer: Heute waren wir im Ausgang mit den Kollegen.
> In einem Landgasthof in Scheideg zahlt man 17,50 für ein kleines
> Schnitzel "Wiener Art" mit etwas Beilage. Ein richtiger Salat geht extra
> zu 9,50. Getränke nicht unter 4,-.  Unter 30,- Euro kommst du nicht aus
> dem Haus.

Dafür muss ich aber nicht an den Bodensee. Das habe ich hier etwas 
südlich von Stuttgart schon. Natürlich findet man noch Locations die ein 
wenig günstiger sind. Aber es werden weniger. Hier rufen schon ganz 
normale Biergärten und Sportgaststätten solche Preise auf.

: Bearbeitet durch User
von Sophie T. (sophie_t)


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Cyblord -. schrieb:
> A. F. schrieb:
>> Auch das Umland ist teuer: Heute waren wir im Ausgang mit den Kollegen.
>> In einem Landgasthof in Scheideg zahlt man 17,50 für ein kleines
>> Schnitzel "Wiener Art" mit etwas Beilage. Ein richtiger Salat geht extra
>> zu 9,50. Getränke nicht unter 4,-.  Unter 30,- Euro kommst du nicht aus
>> dem Haus.
>
> Dafür muss ich aber nicht an den Bodensee. Das habe ich hier etwas
> südlich von Stuttgart schon. Natürlich findet man noch Locations die ein
> wenig günstiger sind. Aber es werden weniger. Hier rufen schon ganz
> normale Biergärten und Sportgaststätten solche Preise auf.

Böblingen? Tübingen?

von Cyblord -. (cyblord)


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Sophie T. schrieb:

> Böblingen? Tübingen?

Nicht ganz aber grundsätzlich die Ecke.

von Rbx (rcx)


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Ich habe mich mal ein wenig auf der Internetseite umgesehen. 
Persönlichen Zugang gibt es da gar nicht. Alles nur indirekt, delegiert. 
Ja keine Verantwortung übernehmen. Weihnachtsfeiern? Naja..wohl eher ein 
schlechter Scherz.
Klar, vielen mag das Entgegenkommen, möglichst anonym im Unternehmen 
unterwegs, keine weiteren Verpflichtungen, keine blöden Weihnachtsfeiern 
weniger Vitamin B Benachteiligung/Bevorzugung, oder ähnlich - und 
Hauptsache die Kohle auf dem Konto am Monatsende stimmt.

Ich finde sowas aber eher traurig, und auch beim Ahrtal will ja keiner 
dafür verantwortlich gewesen sein, wichtige Warnungen/Nachrichten 
zurückgehalten zu haben.

Außerdem sollte man auch nicht übersehen, dass hier um Forum doch 
relativ viele helle Köpfe unterwegs sind, überdurchschnittlich positiv 
gestimmt, "geht nicht gibts nicht" usw.
Wenn nun aus dieser Richtung gewissermaßen durch die Blume rote Karten 
geflattert kommen, dann heißt das eigentlich auch nichts anderes als, 
falls man doch mal da landet, wirklich streng auf höheres Einkommen zu 
achten.
Ein wenig kenne ich mich ja aus mit gerechter Entlohnung, und weiß 
deswegen nicht genau, ob man soziale Kälte als Belastungsfaktor 
einordnen kann.
Von meinem Psycho-KnowHow her würde ich schon sagen - ja.
Was wie motivationstechnisch abläuft, müsste man sich aber schon genauer 
vor Ort ansehen können. Schlecht motivierte Mitarbeiter wären vor allem 
nicht gut für das Unternehmen selber.

Darüber hinaus ist das ganze aber sehr weit weg. Bei uns gibt es 
ähnliche Preisentwicklungen und keinen Mietpreisbremsen in den 
Innenstädten. In einem Laden waren schon mehrere Bäcker - die sind aber 
immer wieder aufgrund mangelnder Wirtschaftlichkeit raus. Oftmals sind 
die Mieten viel zu hoch und der Publikumsverkehr ist ganz gut, aber 
nicht mal ausreichend für Kostendeckung.
Die Situation dürfte überall ähnlich sein, wo gerade keine Ölförderung 
oder Waffenlieferung um die Ecke ist.

Und die Bürgergemeinschaften dürfen ständig Strecken umplanen, um mehr 
Parkraum für die vielen Autos zu schaffen.
Beim Tischtennis ist es mittlerweile oft so: die Jugendlichen werden 
vertrieben, damit die Alten ihre gewohnte Sport/Saufkultur weiter 
zelebrieren können. Da passen nun mal keine Tischtennisbegeisterten 
Jugendlichen hin.

von He. (Gast)


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Rainer Z. schrieb:
> ch hoffe das bekommt Liebherr von jedem qualifizierten Bewerber im
> Bewerbungsgespräch hübsch vorgerechnet, wieviel Gehalt sie nur der hohen
> Lebenskosten halber oben drauf legen müssen um attraktiv zu sein.

Kempten ist aber noch ein bischen arg weit ins Ällgäu rein. Ich glaube 
50km oder so. Wer sollte dort auch in Werkswohnungen leben wollen, um 
dann täglich so weit zu pendeln.

Cha-woma M. schrieb:
> Kempten ist Allgäu und nicht die
> Bodenseeregion. Man sollte halt nicht vergleichen wollen was man nicht
> vergleichen kann.

Kemten ist aber noch viel mehr ein Magnet für Touristen, wie mir 
scheint. Auch in Leutkirch herrscht Touristentreiben. Diese gesamte 
Kuhregion dort unten schein vom Tourismus zu leben. Zahlem möchte man 
dort aber nicht viel, wie ich erfahren durfte. Auch die suchen 
"verzeifelt":

Beitrag "Re: Bewerbung bei Natune GmbH im Allgäu"

von He. (Gast)


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Sophie T. schrieb:
> Böblingen? Tübingen?

Böblingen ist Autostadt und Tübingen Studentenstadt. Da dürften alle 
Wohnungen doppelt und dreifach gefragt sein.

Günstig wohnen und arbeiten kann man nur, wenn es keine große Anzahl von 
Arbeitgebern gibt und viele gut betuchte Arbeitskräfte die Preise 
hochtreiben, keine Unis in der Nähe sind, wo die günstigen Wohnungen weg 
sind und keine Touristenziele existieren.

In Böglingen gibt es z.B. die Autowelt mit einem Motorsporthotel. Da 
kostet das Motorsport-Wochenende für 2 Personen 329,- für 2 
Übernachtungen inkluse 30 min am F1-Fahrsimulator.

von Cyblord -. (cyblord)


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Heiko E. schrieb:
> Böblingen ist Autostadt und Tübingen Studentenstadt. Da dürften alle
> Wohnungen doppelt und dreifach gefragt sein.

Es ging allerdings um die Gastro-Preise, und die sind überall in dieser 
Region hoch.
Bis hoch auf die Alb.

von He. (Gast)


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Cyblord -. schrieb:
> Es ging allerdings um die Gastro-Preise,

Die sind meistens eine Folge der Kaufkraft. Und die ist in Böblingen 
hoch. Enorm hoch!

von Mann Fred (Gast)


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Hannes J. schrieb:
> Werkswohnungen?
> Firmen ... Die allesamt damit beschäftigt waren diese so schnell wie
> möglich los zu werden. Weil Drecks-BWLer und -Berater denen eingeredet
> haben dass das nicht zu einer modernen Firma gehört.
Werkswohnungen sind an sich ein schönes Goody, haben aber 2 Nachteile: 
Man muss sie versteuern, weil man einen geldwerten Vorteil hat, wenn die 
Miete nicht der ortsüblichen Miete entspricht.

Obendrein sind die meisten Werkswohnungen aus den 1960er Jahren und 
maximal in den 1990er Jahren modernisiert. Mir hat man mal 2003 die 
Siemenswerkwohnungen in Erlangen gezeigt. Da möchte niemand wohnen.

Cha-woma M. schrieb:
> Ausserdem, Kempten ist Allgäu und nicht die Bodenseeregion.
> Man sollte halt nicht vergleichen wollen was man nicht vergleichen kann.
Die Gemeinde Lindau, zu der auch Lindau selbst gehört, ist offziell 
Allgäu.

von Cha-woma M. (Firma: --------------) (cha-ar-196)


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Manni T. schrieb:
> Cha-woma M. schrieb:
>> Ausserdem, Kempten ist Allgäu und nicht die Bodenseeregion.
>> Man sollte halt nicht vergleichen wollen was man nicht vergleichen kann.
> Die Gemeinde Lindau, zu der auch Lindau selbst gehört, ist offziell
> Allgäu.

Lindau als "Gemeinde" zu bezeichnen, ist doch der erste Fehler!
Der zweite Fehler ist Lindau ins Allgäu zu "beamen"!

Aus
https://alf-ke.bayern.de/region/064851/index.php
"
Der Landkreis Lindau liegt im Regierungsbezirk Schwaben des Freistaates 
Bayern. Er grenzt im Nordwesten und im Norden an die Landkreise 
Bodenseekreis und Ravensburg des Landes Baden-Württemberg, im Osten an 
den bayerischen Landkreis Oberallgäu und im Süden an das österreichische 
Land Vorarlberg.
"

Die Stadt Lindau wird allg. mit Lindau (Bodensee) auf Landkarten 
bezeichnet.

von Max (bit8)


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Manni T. schrieb:

> Obendrein sind die meisten Werkswohnungen aus den 1960er Jahren und
> maximal in den 1990er Jahren modernisiert. Mir hat man mal 2003 die
> Siemenswerkwohnungen in Erlangen gezeigt. Da möchte niemand wohnen.
>

doch der Inder, der HW und SW kann und alles kann, der bekommt die 
Wohnung und Deinen Job und bäääähm weg bist Du!

von Sergey Z. (sergeyz)


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Lass uns mal ehrlich sein: der Inder, der SW und HW kann, geht nicht 
nach Dland. Vor allem nicht nach Lindau bzw. Bodensee.

: Bearbeitet durch User
von Steve van de Grens (roehrmond)


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"Gast / Bodensee" schrieb:
> Warum sollten wir gerade Sie nehmen?

Wenn man jetzt nicht völlig verzweifelt ist, sollte man die Frage genau 
so blöd beantworten, wie sie gestellt wurde:

< Meinen CV kennen sie. Wenn sie mich nicht wollen,
< dann sagen sie es direkt.

Ebenso bescheuert finde ich die Frage:
> Wo liegen ihre Schwächen?

Müsste man eigentlich so beantworten:
< Ich habe kein Interesse daran, mich selbst schlecht darzustellen.
< Dafür ist die Probezeit da, auf die ich mich gerne einlasse.
< Wenn sie möchten, dann erzählen sie doch mal, was an dem Job
< schlecht ist.

Leider "darf" man in Deutschland nicht frech sein, ich wäre es aber 
gerne.

: Bearbeitet durch User
von Steve van de Grens (roehrmond)


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Sergey Z. schrieb:
> Lass uns mal ehrlich sein: der Inder, der SW und HW kann, geht nicht
> nach Dland. Vor allem nicht nach Lindau bzw. Bodensee.

In den vergangenen 8 Jahren hatten wir 7 Programmierer/-innen aus Indien 
in der Firma. 6 davon sind innerhalb eines Jahres wieder "nach hause" 
gefahren, weil

- sie sich in Deutschland nicht wohl gefühlt haben
- sie nicht damit gerechnet haben, wie wenig vom Gehalt nach Abzug der 
Wohnkosten übrig bleibt
- in einem Fall, weil sie mit der medizinischen Versorgung hier sehr 
unzufrieden waren

An den Fähigkeiten lag es nicht, die Firma war mit ihnen zufrieden.

Es ist nur noch einer da, und der hat das erste Jahr noch nicht ganz 
hinter sich.

: Bearbeitet durch User
von Mann Fred (Gast)


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Cha-woma M. schrieb:
> Lindau als "Gemeinde" zu bezeichnen, ist doch der erste Fehler!
> Der zweite Fehler ist Lindau ins Allgäu zu "beamen"!

Nein, dein Fehler ist, Lindau am Bodensee mit dem Landkreis zu 
verwechseln. Da es hier um Liebherr geht, darfst du mal googeln, wo die 
sitzen.
https://www.liebherr.com/de/deu/%C3%BCber-liebherr/liebherr-weltweit/deutschland/lindenberg/aerospace-lindenberg.html

von Mann Fred (Gast)


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Steve van de Grens schrieb:
> In den vergangenen 8 Jahren hatten wir 7 Programmierer/-innen aus Indien
> in der Firma. 6 davon sind innerhalb eines Jahres wieder "nach hause"
> gefahren

Arbeiten wir zufällig in der selben Firma?

> weil sie sich in Deutschland nicht wohl gefühlt haben
Das kann ich nachvollziehen. Es passt bei Vielen mit der Sprache nicht, 
bei einigen mit der Mentalität und sie bilden sofort in der Kantine und 
dem Privatleben ein eigenes Grüppchen, weil sie sich nur untereinander 
unterhalten (können).

> - sie nicht damit gerechnet haben, wie wenig vom Gehalt nach Abzug der
> Wohnkosten übrig bleibt
Das ist bei den Meisten der Fall. Auch bei "unseren" Franzosen in 
Karlsruhe. Sie denken, dass die deutschen Steuern niedriger sind, vertun 
sich aber bei den Wohnungskosten. Oft haben sie auch noch dopplete 
Ausgaben, weil die Wohnung daheim noch existiert. Dann schlägt in 
Frankreich nochmal die Steuer zu.

Bei den Indern ist es so, dass sie oft zu zweit in einer Behausung leben 
(müssen) und ihnen das dann auf den Kopf fällt, wegen Mädels mitbringen 
und so. Und: Wenn einer der beiden wechselt, ist der andere meistens 
sehr schnell dann auch wech.

Was ich oft sehe:

Die Inder machen 1-2 Jahre, verschwinden dann in die nächste Firma um 
vom billigen Einstiegsgehalt wegzukommen und aufzusteigen.

> - in einem Fall, weil sie mit der medizinischen Versorgung hier sehr
> unzufrieden waren
Das kann ich nicht nachvollziehen. Viele Inder bringen ihre Familie mit, 
weil die in DE mitversorgt wird. Bei Einzelpersonen kann das natürlich 
sein, weil die den vollen Satz bezahlen. In Indien kann man für das 
Geld, was man hier an der Obergrenze bezahlt, aber eine private 
Versicherung haben, die sich als Einzelperson lohnt, weil in Indien 
dieses System noch nicht so ausgelutscht ist.

von Manfred P. (pruckelfred)


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Manni T. schrieb:
> Cha-woma M. schrieb:
>> Lindau als "Gemeinde" zu bezeichnen, ist doch der erste Fehler!
> Nein, dein Fehler ist, Lindau am Bodensee mit dem Landkreis zu
> verwechseln.

Eine "Gemeinde Lindau" gibt es in Schleswig-Holstein

https://www.amt-daenischer-wohld.de/amt_daenischer_wohld/Gemeinden/Lindau/

'Die Gemeinde Lindau ist mit seinen 2.518 ha die flächengrößte Gemeinde 
im Amtsgebiet.'

Lindau am Bodensee bezeichnet sich als Stadt und ihr Umland als 
Landkreis.

von A. F. (chefdesigner)


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Steve van de Grens schrieb:
> Sergey Z. schrieb:
>> Lass uns mal ehrlich sein: der Inder, der SW und HW kann, geht nicht
>> nach Dland. Vor allem nicht nach Lindau bzw. Bodensee.
Warum sollte ein Inder nicht nach Deutschland kommen? Wegen der Sprache 
zieht es die meisten sicher nach GB, aber nach dem Brexit bleibt denen 
nur noch die USA oder Abteilungen in Großkonzernen, in denen Englisch 
gesprochen wird. Manche Firmen werden either regelrecht von Indern 
geflutet.

Und: Die Bodenseeregion grenzt doch an das Allgäu. Da gibt es einen 
Haufen Kühe und die sind doch bei den Indern sehr beliebt. :D

> In den vergangenen 8 Jahren hatten wir 7 Programmierer/-innen aus Indien
> in der Firma.
Bei uns waren es nicht ganz so viele, wir haben mehr Chinesen, aber die 
Tendenz ist bei beiden Gruppen die gleiche: Einsteigen um jeden Preis 
(wortlich jedes Gehalt ist möglich) um den Auffenthaltstitel zu 
bekommen, 2 Jahre absitzen und dann den Abflug machen, zum besser 
bezahlenden.

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