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Forum: Offtopic Was ist das? Schräg!!


Autor: Schasbert Wunzerl (dotmarkus)
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Nach dem aufmachen eines defekten Tascam CD-RW700 habe ich im 
eingebauten CD Brenner am Schlitten Ablagerungen gefunden (siehe Bild).
Was ist das bitte? Der Rest im Brenner ist fast klinisch sauber. Scheint 
auf genau dieses eine Material beschränkt zu sein...

Autor: m. g. (maiden)
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Da hat das Bauteil wohl E10 getankt und hat fröhlich angefangen zu 
oxidieren.

scnr

Autor: Winfried J. (Firma: Nisch-Aufzüge) (winne)
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Sieht aus wie ALuminium- oder Magnesiumhydroxyd

Offenbar war das ding mal mit irgendwas ätzendem behandelt worden und 
wurde nicht richtig gereinigt bevor es verbaut wurde. daraufhingenügt 
ein wenig erhöhte Ludtfeuchtigket und die Salzblüte beginnt.
sowas kann man auch indiesem Zustand (geöffnet) wegen des "verdeckten 
Mangels" reklamieren und der ist offensichtlich.

MfG Winne

Autor: Schasbert Wunzerl (dotmarkus)
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danke !
m.

Autor: Michael X. (Firma: vyuxc) (der-michl)
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Nennt sich "Zinkpest"

Autor: Michael K-punkt (charles_b)
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...handelt sich um abgeschabten Kopierschutz.

Autor: Bernd Funk (metallfunk)
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Wahrscheinlich Zinkdruckguss mit einem eigenartigen
Legierungsverhälniss.

Da kann dann " Zinkpest" entstehen, forcieren läßt sich
das mit Meeresluft oder kaltem Aufstellraum.

Das gab es früher auch bei Auto- oder Eisenbahnmodellen.
Abhilfe gibt es nicht, das Teil ist Schrott.

Autor: Michael K-punkt (charles_b)
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Bernd Funk schrieb:

> Abhilfe gibt es nicht, das Teil ist Schrott.

Könnte man die Elektronik abschrauben und das Teil sandstrahlen?

Autor: Bernd Funk (metallfunk)
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Einige Zeit könnte man das Teil am Leben erhalten, wenn
man Alles abschraubt.
Dann gründlich abbürsten und mehrfach mit Lack versiegeln.

Autor: Warren Spector (jcdenton)
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Aktuelle Brenner kosten so wenig, das ich einen Ziegelstein im Inneren 
des Gehäuses vermuten würde. Bei den Preisen lohnt es sich nicht, ein 
altes Laufwerk zu reparieren.

Autor: Michael G. (linuxgeek) Benutzerseite
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Tja das waren noch Zeiten. Fuer meinen ersten Brenner mit Controller 
habe ich 1800DM bezahlt und das war ein Double-Speed :P Das Ding war 
auch mehr kaputt als dass es gelaufen ist, leider. Sehr anfaellig 
gewesen damals. in Zwischenzeit sind die Preise aber so weit gefallen 
dass man keine Qualitaet mehr erwarten kann.

Autor: Klaus De lisson (kolisson)
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vielleicht ist es auch einfach Meersalz, weil mas Teil
mehrere Monate in einem kaputten Container transportier wurde.

Stelle dir einfach vor, dass dieser Container auf einem Schiff stand,
welches von Piraten gekapert wurde.
Einer von denen hat mal durchgedreht und hat wild kalaschnikovt.

Ein Loch im Container ist die Folge.
Nach Monaten wird die Besatzung dann gegen Lösegeld befreit,
der Empfänger erhält seine Lieferung  und Du bist der Endpunkt.

Think about
Klaus

Autor: Lothar Miller (lkmiller) (Moderator) Benutzerseite
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Bernd Funk schrieb:
> Einige Zeit könnte man das Teil am Leben erhalten, wenn
> man Alles abschraubt.
> Dann gründlich abbürsten und mehrfach mit Lack versiegeln.
http://www.tischeisenbahn.de/Restauri/page4.htm
Fazit: Alle Versuche, die von der "Zinkpest" angegriffenen Modelle durch 
Einölen, Tauchlackieren oder sonstige Versiegelungen zu erhalten, sind 
zwecklos, denn: Die "Zinkpest" ist eine Reaktion, die von innen heraus 
wirkt und von außen nicht aufzuhalten ist.
Auch Wikipedia stößt is selbe Horn.


Ich tippe auch eher auf Aluminium und eine oberflächliche Reaktion...

Autor: Michael K-punkt (charles_b)
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Lothar Miller schrieb:
>
> Ich tippe auch eher auf Aluminium und eine oberflächliche Reaktion...

Aber bei Alu bildet sich doch z.B. nach Kratzern schnell das 
Aluminiumoxid, welches die Oberfläche schützt?

Dachte bei dem Namen TASCAM auch zunächst an ein Nobel-Laufwerk aus dem 
Studio-Bereich. Da würde sich eine Reparatur ggf. noch lohnen. Aber wenn 
es nur ein lahmer Brenner für Daten ist: Wertstoffhof und Neukauf.

Autor: Winfried J. (Firma: Nisch-Aufzüge) (winne)
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Also eher als auf Zinkspritzguss, zu schwer für diesen Zweck und zu 
teuer, würde ich auf eine Aluminiummagnesiumlegierung tippen. Die sind 
billig und leicht.

AL bildet zwar eine schützende Oxidschicht, aber in Anwesenheit von 
Säuren oder Basen ist die schnell dahin und es blüht wie einst im Mai. 
Besonders wenn noch eine Elektrolyse einsetzt.
Das hat jeder Elektriker schon an Aludruckgußkästen gesehen. In 
trockener Uumgebung unverwüstlich, fault das Zeug bei feuchter 
aggressiver(salzhaltiger) Luft wie die Pest. Das bild ist mir jedenfalls 
vertraut.

Hervorstechend ist hier die Begrenzung der Korrosion auf dieses Bauteil, 
während die anderen metallischen Bauteil blitzblank sind. Das lässt auf 
eine schlechte Endreinigung nach der galvanischen Reinigung schließen.

--> verdeckter Mangel

Autor: Lothar Miller (lkmiller) (Moderator) Benutzerseite
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Michael K-punkt schrieb:
> Aber bei Alu bildet sich doch z.B. nach Kratzern schnell das
> Aluminiumoxid, welches die Oberfläche schützt?
Lass da mal die angesprochenen Salze mit dazukommen...
http://www.militaria-archiv.com/showthread.php?t=13051

Autor: Michael K-punkt (charles_b)
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Winfried J. schrieb:
> Also eher als auf Zinkspritzguss, zu schwer für diesen Zweck und zu
> teuer, würde ich auf eine Aluminiummagnesiumlegierung tippen. Die sind
> billig und leicht.

Hm, Magnesiumlegierungen würde ich nicht gerade zu den Schnäppchen 
zählen. "Damals" hat man die Laufwerke noch aus Metall gemacht - was 
heute alles Kunststoff ist. Ob es Alu auch tut?

> AL bildet zwar eine schützende Oxidschicht, aber in Anwesenheit von
> Säuren oder Basen ist die schnell dahin und es blüht wie einst im Mai.

Ja, irgendwas muss an dieses Teil herangekommen sein, was es so 
zugerichtet hat.

Autor: Wilhelm F. (ferkes-willem)
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Extrem korrodierende Metalle erhält man, wenn Schrott aus einer bunten 
Mischung mehrerer Metallsorten eingeschmolzen wird, und die Materialien 
vorher nicht getrennt wurden. Es gab mal eine Weile auch Autos, die nach 
5 Jahren durchgerostet waren. Da war im Stahlblech ein hoher Anteil an 
NE-Metallen mit drin. Eingeschmolzener Schrott.

Es ist auch nicht leicht, Metallschrott sauber zu trennen. Legierungen 
lassen sich teils nur durch extrem aufwändige und teuere Verfahren 
wieder trennen. Da mischt man das lieber in überschaubaren Mengen irgend 
einer Metallschmelze bei.

Wie hieß noch mal die Werbung zum Wertstoffrecycling? Sagte der 
Stahlnagel: Ich war eine Dose. Und vielleicht noch ein Stück 
Kupferdraht. Den letzten Satz verschwieg er jedoch.

Gut, man kann sowas lackieren. In der Praxis ist aber auch kein KFz-Lack 
zu 100% luftabschließend, so daß an irgend welchen Stellen immer ein 
wenig Sauerstoff ans Metall kommt.

So extrem wie auf dem Foto, hab ich das aber auch noch nicht gesehen. 
Die Luftfeuchtigkeit unterstützt das wohl.

Autor: Winfried J. (Firma: Nisch-Aufzüge) (winne)
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Sicher verteuert die Trennung auch den Prozess und wird daher nur für 
Hochwertige Mmetalle ökonomisch sinnvolleinsetzbar sein.
aber eine analyse mit dem assenspektrometer ermöglicht es eine 
defineirte schmelze zu erzeugen in dem man zuvor die zusammensetzung 
einzelnerschrotchargen bestimmt und dann ein wenig rechnet, das ist wohl 
die heute übliche Methode wirtschaftlichen Recyclings in der 
metallwirtschaft.

Das setzt natürlich vorraus das die Legierungen nicht in einer Garage 
ohne Computer hergestellt werden.

Namaste

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