Hallo,
ich baue gerade etwas mit vorgegebenem Layout (Netzteil) nach. Nun
sollen hier große Kondensatoren gut sein, das Problem ist, bei den
4700µF Kondis die ich ausgesucht habe, stoßen diese aneinander. Macht
das was?
Das Netzteil ist für einen Kopfhörerverstärker.
Viele Grüße!
Nein, Elkos sind durch eine Überzugsfolie meist aus Schrumpfschlauch
isoliert.
Falls die aber auf beiden zerkratzt oder weggeschmolzen ist und die
Becher (meist der - Pol) auf unterschiedlichem Potential liegen, kann es
zu einem Kurzschluss kommen.
Ohne Not sollte ma sie also nicht so dicht aneinadnerbauen, zumal dann
die Belüftung schlechter wird, was durch höhere Temperaturen die Elkos
schneller altern lässt. Aber ich denke, du betreibst die Elkos nicht an
den Grenzen ihrer Leistung.
von wieviel Watt Leistung reden wir hier? Wenn die Elkos wärmer werden
sollte man es vermeiden die zu fest einzupacken, wenn die Elkos aber
nicht warm werden und auch keinen extrem großen Potentialunterschied
haben (brzl), dann sollte das nix machen.
Am besten: Bild posten!
Layout schrieb:> Nun sollen hier große Kondensatoren gut seinautsch viel hilft viel? Man rechnet idR mit etwa 1000µF/A bei
Wechselspannung. also mal schauen was deine Schaltung zieht, welche
Eingangsspannung vorliegt, und danach die Elkos wählen. Ansonsten macht
es normalerweise nichts aus wenn diese zusammenstoßen da meist eine
Isolierung außen vorgesehen ist.
Danke schon mal.
Also hier wäre die Schaltung mit dem Verstärkerbild unten:
http://peter.family-rill.de/Projekte/Eaton/Schaltplaene
Was würdet ihr machen, ich habe 2200µF auch noch bestellt, also würdet
ihr die 4700µF nehmen und das Ganze dann minimal großzügiger bauen oder
lieber die kleineren nehmen?
Die großen hätten gerade noch so Platz... aber ich weiß nicht, ob es
stört, wenn ich sie auseinander ziehe!
Sorry, leider vergessen:
>also mal schauen was deine Schaltung zieht, welche>Eingangsspannung vorliegt
das wären -15V und +15V
Wobei ich nicht davon ausgehe, dass 4,7A durch meinen Kopfhörer
fließen^^.
Ich seh da keine 4700uF, sondern nur 2 x 2200uF, und es ist auf alle
Fälle klüger, die beiden Elkos mit ihrem Widerstand dazwischen
einzubauen, als einen 4700er.
Allerdings ist die Schaltung bereits mit übertrieben grossen Elkos
ausgestattet, ein weiteres Vergrössern ist Humbug. Die C5L und C8L
können sogar mehr Probleme als Nutzen bringen. ich würde sie weglassen.
>Ich seh da keine 4700uF, sondern nur 2 x 2200uF, und es ist auf alle>Fälle klüger, die beiden Elkos mit ihrem Widerstand dazwischen>einzubauen, als einen 4700er.
Ja, in der Bauteileliste stand genau das, hier gilt "viel hilft viel"...
Dann werde ich die 2200er nehmen. Ich danke euch!
Layout schrieb:>>Ich seh da keine 4700uF, sondern nur 2 x 2200uF, und es ist auf alle>>Fälle klüger, die beiden Elkos mit ihrem Widerstand dazwischen>>einzubauen, als einen 4700er.>>> Ja, in der Bauteileliste stand genau das, hier gilt "viel hilft viel"...>> Dann werde ich die 2200er nehmen. Ich danke euch!
Da ist noch mehr faul...
R1P und R2P sind mit 2W hoffnungslos überdimensioniert. Selbst wenn
dauerhaft 170 mA fließen sollten (also immer knapp an der Auslösegrenze
der Polyswitches), fallen dort nur 100 mW an!
Die Kondensatoren C9P, C10P, C11P und C12P sind zwar nach Datenblatt
dimensioniert, aber hier würde es nichts schaden, etwas größzügiger zu
sein. Beispielsweise 4 x 10 µF Tantal oder MLCC wären hier nicht
schlecht.
Ist sinnlos, die Elkos nach dem Gleichrichtiger x-Mal überdimensioniert
zu haben und dann bei den Reglern zu sparen.
Gruß,
Bernd
Ben _ schrieb:> 4,7A bei 15V im kopfhöher ergeben einen schicken modischen> ohrenwärmer...
... oder die Ohren fliegen dir weg ..
Im ueberigen kann man sich im Netzteil die 3. LED zur
Spannungsueberwachung schenken. Und so riesig brauchen die Netzteilelkos
nicht zu sein. Die Spannungsregler regeln schon den Restbrumm aus und
der OP hat auch noch eine Versorgungsspannungsunterdrueckung.
Ben _ schrieb:> 4,7A bei 15V im kopfhöher ergeben einen schicken modischen> ohrenwärmer...
Oder man könnte damit unter Umgehung des Trommelfells die Musik direkt
in den Schädel induzieren.
Ist doch eine fortschrittliche Idee. Weniger Qualitätsverlust durch
Wegfall der mechanischen Signalwandlung... ;)