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Forum: HF, Funk und Felder Wieviel Feldstärke verkraftet ein Mensch


Autor: Papp-Nase (Gast)
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Hallo,
ich mache im Rahmen meiner Diplomarbeit (KFZ-Elektroniker) 
EMV-Störfestigkeitsmessungen an meiner Abschlussarbeit.

Eine Prüfung ist den Prüfling einem Feld von bis zu 350V/m in einer 
Stripline auszusetzen.

Was macht dieses hohe Feld mit einem Menschen?

Ist das Tödlich? Warum?

Autor: Marten Mcgonahy (mcgonahy148)
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Schau dich evtl mal nach Literatur im Bereich EMVU um, dieses Gebiet 
beschäftigt sich mit der der physiologischen Auswirkung von 
elektromagnetischen Feldern auf den Menschen...

350V/m...gute Frage ob es hier gesundheitsgefährdend wird...gibt es 
nicht Normen und Standards von Berufsgenossenschaften, die Grenzwerte 
fuer E/H Felder an Arbeisplätzen vorgibt? Hab jedoch mal gehört dass die 
Grenzen einfach mal so festgelegt wurden...also mehr oder weniger...

Autor: Etrick (Gast)
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Überleg mal:

Du nimmst zwei (gut isolierte!!) Drähte mit L und N einer 230V 
(330Vp)Netzspannung, die 1m auseinander sind. Kein Problem sich 
dazwischen aufzuhalten.

Interessant wird es, wenn es statt Draht zwei mannsgroße Platten sind, 
ich denke ein längerer Aufenthalt dazwischen ist ungesund, aber nicht 
sofort tödlich...

Autor: Papp-Nase (Gast)
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In die Stripline passt ein ganzes Auto!
So viel zur Plattengröße.

Autor: Papp-Nase (Gast)
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Wieso hängt die Feldstärke von der Plattengröße ab?

Autor: Troll (Gast)
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Wieso solte es ungemütlich sein, sich zwischen zwei unterschiedlich 
geladenen Platten aufzuhalten?
Sofern kein Strom fliesst, sollte es doch eigentlich dem dazwischen 
befińdlichen Organismus nichts machen, sofern nur DC auf den Platten. 
Man ist dan quasi nur das Dielektrikum im Kondensator. Bei 
(hochfrequentem) AC wird man durch die durch die Wärme, welche durch die 
Umpolarisierung der H2O moleküle entsteht, gegrillt.

Autor: Etrick (Gast)
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Der Unterschied zwischen Draht und Platte ist, dass bei Platte der ganze 
Körper im 350 V/m Feld ist.

Wirkung ist nicht nur Wärme, sondern dass sich Wasserdipole an die 
Feldrichtung anpassen. Bei Gleichfeld wandern auch Ionen in aller Ruhe 
zur jeweils entsprechenden Körperseite.

Gesund ist das garantiert nicht, wielange es bei welcher Feldstärke 
dauert, bis ein Schaden eintritt, ist das große Problem: Es dürfte nicht 
so schnell gehen, wie Esos behaupten, aber schneller als die Hersteller 
elektrosmog verursachender Gerätschaften zugeben...

Autor: Zwölf Mal Acht (hacky)
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Ich glaube mal einen Versuch gesehen zu haben, da haben Leute in einem 
Feld gewohnt, Das eine Mal ein Gleichfeld, das andere Mal ein 
Wechselfeld. Die Feldstaerken waren ein rechtes Stueck hoeher. 350V/m 
sind aeh... nichts. 350kV/m waeren was anderes. Solange es nicht sprazt, 
geht's ja noch. Elektrolyse tritt keine auf, es fliesst ja kein Strom.
Der Ausgang des Versuches.. war soweit ich mich erinnere enttaeuschend - 
nichts.

Autor: MaWin (Gast)
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> Was macht dieses hohe Feld mit einem Menschen?

Nichts.

Schon die Feldstärke der Natur an einem normalen Tag liegt bei 200V/m.
Unter einer Überlandleitung leicht 1000V/m, da merken die meisten 
Menschen nichts von.
Bei Gewitter deutlich höher.
Wenn's blitzt 1 Mio V/m.

Allerdings ist das die Feldstärke in der Umgebung, wenn dort kein Mensch 
stehen würde.
So bald ein Mensch sich in die Umgebung bewegt, verändert er die 
Feldlinien weil er ja ein eletrisch wesentlich besser leitender Körper 
ist also die Lut.
So hat er auf seiner Haut qasi wieder Äquipotentiallinien.
Hätte er das nicht, würde ja Strom durch den Körper fliessen, und er 
würde bei deutlich nuter 200V schon jammern.
Wird also wirklich 350V mehr am Arm als am Bein sein, spricht fasst der 
Mensche eine Stromleitung an, sieht das anders aus als Feldlinien in der 
gut isolierenden Luft.

Autor: Etrick (Gast)
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Gerade das Thema Wohnen in der Nähe von Hochspannungsleitungen ist 
interessant: Es gibt signifikant höhere Krebsraten!

Ebenso interessant: Vor kurzem wurden in Wien Elektrosmog Forscher von 
der Führungsebene ihrer eigenen Hochschule als "Fälscher" gebranntmarkt. 
Sie sollten Ergebnisse gefälscht haben, die die Wirkung von HF auf 
Zellmembrane als schädlich aufzeigten.

Mittlerweile musste eingeräumt werden, dass die Resultate reel waren. 
(Die "Esowatch"-Site badet genüßlich im Nachweis der Fälschung - dass es 
doch keine war taucht dort bislang nicht auf...)

Autor: Etrick (Gast)
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Ist der menschliche Körper in einem Gleichfeld, ist er wie das 
Dielektrikum zwischen 2 Kondensatorplatten -> Ladungswanderung. Im 
Menschen sind diese Ladungen gerne Ionen und auf Ionentransport beruhen 
viele Körperfunktionen. Wenn nun in der linken Körperhälfte tendentiell 
andere Ionen als in der rechten sind, stört das schon physiologische 
Vorgänge. Die Frage ist halt, mit welchen Folgen bei welcher Ausprägung 
der Störung...

Autor: .... (Gast)
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Auch wenn es eine von einer Panikmachseite stammt, sind die 
Hintergrundinfos nicht gefaked

http://www.akut.lu/elektrosmog/hochspannungsleitun...

Autor: Chris (Gast)
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"In umfangreichen Experimenten und Berechnungen wurde für bestimmte 
Frequenzen der Zusammenhang zwischen äußeren Feldern und den dadurch 
erzeugten inneren Körperstromdichten ermittelt. Elektrische Feldstärken 
unterhalb von 5 Kilovolt pro Meter und magnetische Flussdichten unter 
100 Mikrotesla gewährleisten, dass Körperstromdichten von 1 bis 2 mA/m^2 
nicht überschritten werden."

http://www.bfs.de/de/bfs/druck/broschueren/str_u_s...
Seite 35

Das sind somit auch die Grenzwerte für Dauerbelastungen.

Autor: Georg A. (Gast)
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> ist er wie das Dielektrikum zwischen 2 Kondensatorplatten

Ein Mensch leitet aber sehr gut, damit ist er kein Dielektrikum, sondern 
eher ein Faradyscher Käfig.

> auf Ionentransport beruhen viele Körperfunktionen.

Ja, schau dann aber mal nach, mit welchen Feldstärken das im Körper 
selbst passiert. Da gehts um MEGAVOLT/m!

> Auch wenn es eine von einer Panikmachseite stammt, sind die
> Hintergrundinfos nicht gefaked

Bei diesen Statistikspielereien finde ich es oft bedenklich, dass da 
gern nur eine Korrelation betrachtet wird. Ob die wirklich kausal ist, 
ist was anderes. Bsp: Die grössten Feldstärkewerte kommen sicher von 
Stromleitungen aussen. Das sind dann aber auch meistens eher "unschöne" 
Gegenden, bewohnt von Leuten, die nicht ganz soviel Geld haben. Die 
kümmern sich auch evtl. nicht so um ihre Gesundheit 
(billigeres/schlechtes Essen, schadstoffhaltige Wohnungseinrichtung, 
mehr Raucher, etc.). Und schon gibts andere Gründe für erhöhte 
Krebsraten.

Ich will die potentiellen Probleme nicht kleinreden, Lösungen für die 
Studienproblematik habe ich auch nicht. Aber mit solchen 
eindimensionalen Untersuchungsmethoden kommt man auch nicht weiter, das 
ist zu wischiwaschi.

Autor: Jörg Wunsch (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite
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Georg A. schrieb:

> Bei diesen Statistikspielereien finde ich es oft bedenklich, dass da
> gern nur eine Korrelation betrachtet wird.

Außerdem fehlen die Absolutzahlen.  Es steht nämlich zu befürchten,
dass das Ganze mangels ausreichender Probandenzahlen statistisch
komplett irrelevant ist.  Wenn ich mir 500 Leute anschaue, wie viele
haben davon am Ende Leukämie?  Wenn es 6 sind, sind es vermutlich
viele.  Wenn von den Sechsen nun vier "jemals in ihrem Leben an
einer Hochspannungsleitung gewohnt haben" und die anderen beiden
nicht, dann wird die "Studie" plötzlich ein 200%iges Leukämierisiko
bei denen konstatieren, die in der Nähe einer Hochspannungsleitung
gewohnt haben — ohne die 494 anderen Probanden in die Betrachtung
einzubeziehen, denn die haben ja keine Leukämie bekommen.

Trau keiner Statistik, die du nicht selbst gefälscht hast ...

Autor: Abdul K. (ehydra) Benutzerseite
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Was ist Wirkung, was Ursache? Bewirbt sich der Anwohner einer 
Hochspannungssiedlung auf einen gutbezahlten Posten der besserer Leben 
verspricht, der potentielle Arbeitgeber schaut auf Google (oder in die 
Statistiken der Versicherer) und stellt fest, der kommt aus einer 
unvorteilhaften Gegend und lehnt ihn daraufhin aufgrund des persönlich 
zu erwartenden höheren Risikos (klaut eher...) ab. Der Arme also niemals 
an Wohlstand kommt. Schon ist Ursache und Wirkung gegenüber vorher 
vertauscht!


Übrigens fließen auch erhebliche natürliche Erdströme. Die tauchen aber 
wohl nur sehr selten in Betrachtungen auf. Es gab schon Versuche diese 
Energiequelle anzuzapfen! Und die Erde als Antenne diese Erkenntis ist 
schon hundert Jahre alt und funzt immer noch.

Autor: Valentin Buck (nitnelav) Benutzerseite
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Tesla?

Autor: John Drake (drake)
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Abdul K. schrieb:
>
> Übrigens fließen auch erhebliche natürliche Erdströme. Die tauchen aber
> wohl nur sehr selten in Betrachtungen auf. Es gab schon Versuche diese
> Energiequelle anzuzapfen! Und die Erde als Antenne diese Erkenntis ist
> schon hundert Jahre alt und funzt immer noch.

Das wäre mir vollkommen neu. Hast du dazu mehr Informationen? Oder 
könnte es sein, dass du die Experimente von N. Tesla missverstanden hast 
(http://www.pbs.org/tesla/ll/images/cs_glight02.jpg)?

Autor: Abdul K. (ehydra) Benutzerseite
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Tesla kenne ich nur als Einheit. Ansonsten finde ich ihn eher 
uninteressant.

Nach den Erdströmen mußte selber suchen. Ich kann auch nur Google 
anwerfen oder die vielleicht richtigen Fachleute fragen.
Hängt jedenfalls mit dem Erdmagnetfeld zusammen.


(Während meiner Ausbildung haben wir auch den Erdwiderstand gemessen für 
Blitzableiter)

Autor: seltenerGast (Gast)
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Hallo

Ich habe vor einiger Zeit das Buch "der Urzeitcode" gelesen indem es um 
die Auswirkungen von statischen Feldern auf heranwachsende Organismen 
geht (vor allem Pflanzen).
Laut Buch wurden durch diese E-Felder so eine Art Urzeit Erbinformation 
freigesetzt die den Organismen wieder die Eigenschaften verpassten, die 
sie vor hunderten oder tausenden von Jahren hatten.
Inwiefern das ganze Reproduzierbar ist und der Wahrheit entspricht kann 
ich natürlich leider nicht beurteilen.

Bei weiterem Interesse zu dem Thema findet man auf Youtube auch 
aufschlussreiche Videos.

Autor: Om Pf (ompf)
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Papp-Nase schrieb:

> Eine Prüfung ist den Prüfling einem Feld von bis zu 350V/m in einer
> Stripline auszusetzen.
>
> Was macht dieses hohe Feld mit einem Menschen?

Bis 60V/m darfst Du Dich in der Schirmkabine aufhalten. Bei höheren 
Feldstärken bekommst Du vom EMV-Labor so einen netten Schutzanzug 
verpasst, in dem Du aussiehst wie ein Bienenzüchter und Dich kaum noch 
bewegen kannst.


Aber die Prüflingsüberwachung ist bereits erfunden, und die Videokamera 
ebenfalls.


Patrick

Autor: Etrick (Gast)
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Ich finde es erstaunlich, wie wenig "Elektroleute" offenbar über den 
Tellerrand hinaus sehen.
Der Liste des Bundesamtes für Strahlenschutz (dessen Köpfe engste 
Verflechtungen zu den Konzernen haben, die mit allem was strahlt Geld 
verdienen) wird einfach 5kV/m entnommen, dass in der Publikation herum 
gedruckst wird, dass es vllt. doch früher Auswirkungen gibt, überlesen.

Nebenbei: Antennen für Sender im GHz Bereich dürfen nur ca. 50V/m 
erzeugen, in anderen Ländern (selbst in solchen wie Russland, das nicht 
gerade als Ökoland gilt) sind wesentlich niedrigere Grenzwerte als in 
Deutschland verbindlich.

Fällt euch nicht auf, dass Alles, mit dem Geld gemacht wird, als 
unschädlich angeboten wird, bis die Folgen dramatische Ausmaße annehmen?

Liste: Holzschutzmittel, Asbest, Zigarretten, Dieselruß, Roentgen etc.

Immer das gleiche: schadet nicht, zurückrudern auf "man muss Grenzen 
einhalten", dann irgendwann strikte Beschränkungen oder Verbot.

Und vielleicht ist Rauchen ja ganz unschädlich, Leute die zu Lungenkrebs 
neigen, haben evtl. nur rein zufällig auch Lust zu rauchen und 
schließlich gibt es Raucher, die 80 sind usw. usw. Immer das selbe...

Fragt mal Radartechniker der Bundeswehr aus den 70er Jahren, die an 
"ungefährlichen" Geräten (nach damaliger Einstufung) gearbeitet haben, 
was sie heute denken - wenn sie noch leben.

Autor: Etrick (Gast)
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In Sachen Handy behaupteten die Hersteller bis vor kurzen, dass die 
Strahlung zu schwach sei, um sich im Menschen bemerkbar zu machen. Nun 
segelt die Branche mit Forschungsergebnissen, nachdem die Strahlen sich 
positiv auf das Gehirn auswirken (Demenzschutz...).

Schon voll logisch: etwas, das zu schwach zum Wirken ist, kann aber 
positive Effekte auslösen. Tse, tse, tse

Autor: Om Pf (ompf)
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Etrick schrieb:

> Der Liste des Bundesamtes für Strahlenschutz (dessen Köpfe engste
> Verflechtungen zu den Konzernen haben, die mit allem was strahlt Geld
> verdienen) wird einfach 5kV/m entnommen, dass in der Publikation herum
> gedruckst wird, dass es vllt. doch früher Auswirkungen gibt, überlesen.

Die oben zitierten 5kV gelten für Hochspannungsleitungen, d.h. für 
300Hz. Der TE wollte eine EMV-Messung machen. Da sind Frequenzen von 
100kHz - 400MHz angesagt. Hier gelten DEUTLICH niedrigere Grenzwerte für 
den Personenschutz. Im VHF-Bereich sind das die genannten 60V/m, bei 
höheren Frequenzen weniger, bei niedrigen mehr.


Patrick

Autor: Georg A. (Gast)
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> Fragt mal Radartechniker der Bundeswehr aus den 70er Jahren, die an
> "ungefährlichen" Geräten (nach damaliger Einstufung) gearbeitet haben,
> was sie heute denken - wenn sie noch leben.

Das kommt immer wieder hoch... Die Leute sind an ganz normalem Krebs 
durch Röntgenstrahlung gestorben, weil die Klystrons/whatever 
unzureichend geschirmt waren.

Ich frag mich halt nur eines: Wir ballern uns seit 100 Jahren mit den 
schönsten EM-Wellen zu. Seit damals wird daran rumgeforscht, was das so 
bewirkt. Unzählige Gerätschaften wurden seitdem entwickelt, unzählige 
teilweise winzige oder abstruse physikalische Effekte wurden gefunden. 
Und trotzdem scheint es keinem Physiker zu gelingen, zweifelsfrei diese 
"Esmog-Behauptungen" zu reproduzieren, obwohl die doch so rieeesige und 
schwerwiegende Effekte auf die Lebenwesen haben sollen *).

Wie kommt das? Es können doch nicht alle an einer Verschwörung beteiligt 
sein, dazu gibt es schon mal gar keine gemeinsamen Interessen...

*) Das einzige, was seit hundert Jahren auffällt, ist die deutlich 
steigende Lebenserwartung. Ui, ich sehe eine Korrelation ;)

Autor: Abdul K. (ehydra) Benutzerseite
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Die Fahne wird eben immer in den Wind gehängt. Die allermeisten Menschen 
tun alles damit sie ihr dickes Auto behalten können. Die die keines 
haben, erreicht man mit schlichten Hinweisen auf das Angstzentrum 
allemal.

Ist doch lange bekannt, das Lebewesen an den Strahlungscocktail auf der 
Erde seit Äonen angepaßt sind und ihn gar brauchen:
- zur Erzeugung von Zufall für die Genetik
- als Synchronisationselement, z.B. für die Fortpflanzung

Ziemlich gut untersucht ist die Sache mit dem Wachstum unter Strahlung.

Etwas schmutzigeres als die menschliche Seele, gibt es wohl kaum. Die 
Ahnungslosigkeit des Menschen ist auch kaum zu übertreffen. Erfindungen 
basieren eigentlich immer nicht auf Erkenntnis, sondern auf Zufall den 
man dann gezielt untersuchte.

Müsig drüber nachzudenken. Worüber sollte man noch diskutieren seit 
bekannt ist, daß die Lüge und Täuschung als höchstes Gut der Evolution 
unter den Primaten angesehen wird?


(Viel Spaß beim Löschen)

Autor: Marten Mcgonahy (mcgonahy148)
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Also ich finde die Diskussion wird nun langsam sehr "nichttechnisch" und 
das will der TE wohl kaum hören :-) Das soll jetzt nicht heissen dass 
ich nun eine technische Anwort habe...nur es erinnert mich eher an eine 
Diskussion zu der jeder eine andere Meinung hat -> Böse Strahlen vs 
Strahlen machen nix.

Denke wenn man Feldstärken angibt, dann viellei ht auch die Quelle oder 
den Standard...

Ausser es hat wer von euch Untersuchungen dazu gemahct? Und ich denke da 
jetzt ni ht an den Hamster in der Mikrowelle :-)

Autor: Abdul K. (ehydra) Benutzerseite
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Naja. Fliegen halten länger in der Mikrowelle durch als man vorher 
denkt.


Andererseits, wie dick ist menschliche Haut? Dann kann ich von einem 
Selbstversuch berichten:
Zwei Kontakte unter 230V Netzspannung in ca. 1cm Abstand auf die Haut 
gebracht, führten zu einem Durchschlagkanal unter der Haut. An den 
Kontaktstellen waren nette kleine Löcher. Der Kanal unter der Haut im 
Fleisch war durchschimmernd klar erkennbar. Sieht aus wie ein 
Schlangenbiss. Infektion kam keine auf. Für Angst war keine Zeit. 
Spätschäden kenne ich auch keine, außer dem was ihr hier von mir so die 
Tage über hört ;-)
Nun könnt ihr die Feldstärke durch die Haut ja selber bestimmen.

Ich würde sagen, ungefährlich.

Autor: Zamir Tadic (Gast)
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"Aushalten" kann man viel. Die Frage ist, aber wann es schädigt. 
Schädigen können schon geringe Feldstärken im Bereich 1.0T. Daher sind 
auch MR-Untersuchungen nicht risikolos, wie es immer heisst.

Autor: Om Pf (ompf)
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Abdul K. schrieb:

> Nun könnt ihr die Feldstärke durch die Haut ja selber bestimmen.
>
> Ich würde sagen, ungefährlich.

Das waren 50 Hz. Jetzt wiederholen wir den Versuch mit 200 MHz, und dann 
mit 2,54 GHz.


Patrick



BTW: die Berufsgenossenschaft (das ist der Verein, der mir verbietet, 
bei der Messung neben dem Prüfling zu stehen) bezieht sich auf diese 
Quelle:
http://www.gesetze-im-internet.de/bimschv_26/index.html

Autor: Abdul K. (ehydra) Benutzerseite
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Ja und? Die Gefährdung für ein Kammerflimmern sinkt, die Verbrennungen 
steigen. Aber 1cm verbranntes Gewebe überlebt jeder. Mehr passiert 
nicht.

Will man kein Risiko eingehen, darf man Elektrik gar nicht anfassen. 
Denn bei wenigen mA kann es schon zum Herzstillstand kommen. Es hängt 
schlicht vom Zeitpunkt des Einwirkens bezogen auf den Herzrhythmus ab.

Gesetze kann man nicht essen!

Autor: Etrick (Gast)
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zu: "Und trotzdem scheint es keinem Physiker zu gelingen, zweifelsfrei 
diese
"Esmog-Behauptungen" zu reproduzieren, obwohl die doch so rieeesige und
schwerwiegende Effekte auf die Lebenwesen haben sollen *)."

Erstens sind dazu Physiker die falsche Adresse. Zweitens gibt es schon 
Untersuchungen (eine dazu zB laut Anhang). Drittens war ein Teil der 
früheren kurzen Lebenserwartung durch Säuglingssterblichkeit und 
Erschossenwerden im Krieg bedingt (gibt niedrigen Durchschnitt...) und 
wie alt heute jemand werden wird, weißt Du erst in 30 oder 40 Jahren. 
Und auch, ob er gesund alt wird oder als Wrack.

Zitat aus s-o-z.de:


Berlin
Mitte 2007 informiert Prof. Alexander Lerchl, Biologe an der privaten 
Jacobs University Bremen und Mitglied der Strahlenschutzkommission im 
Bundesamt für Strahlenschutz, den Rektor der Medizinischen Universität 
Wien, Prof. Wolfgang Schütz, über einen schwer wiegenden Verdacht: Die 
Ergebnisse zweier in der Abteilung Arbeitsmedizin seiner Universität 
entstandenen Publikationen seien mit hoher Wahrscheinlichkeit gefälscht. 
Diese Nachricht wird von zahlreichen nationalen und internationalen 
Medien, allen voran Der Spiegel, aufgenommen und über die ganze Welt 
verbreitet. In der Dokumentation auf der Website 
(http://www.stiftung-pandora.eu/) wird über die darauf hin angestrengten 
Versuche berichtet, die Wiener Ergebnisse, die auf ein 
krebsverursachendes Potenzial der Mobilfunkstrahlung hinweisen, wieder 
aus der wissenschaftlichen Literatur zu entfernen. Zwei Wissenschaftler 
in bedeutenden gesellschaftlichen Positionen, denen der Dank der 
Mobilfunkindustrie sicher sein dürfte, haben sich dabei besonders 
hervorgetan. Dass sie die Interessen der  Allgemeinheit denen der 
Mobilfunkindustrie hintangesetzt haben, nehmen sie  - wie es scheint - 
billigend  in Kauf.

In der von Pandora - Stiftung für unabhängige Forschung erstellten 
Dokumentation werden die zur Vernichtung wissenschaftlicher Daten 
ergriffenen Maßnahmen des Wiener Rektors offengelegt, die dieser 
freilich als seinen persönlichen Einsatz für die Wahrheit in der 
Wissenschaft verstanden wissen will. Über Prof. Lerchls Aktivitäten, mit 
denen er die Intrigen des Rektors noch in den Schatten stellt, wird in 
einer weiteren Dokumentation berichtet werden. Wie hier gezeigt wird, 
haben sich der zur Aufklärung des Falles eingesetzte Rat für 
Wissenschaftsethik der Medizinischen Universität Wien und später die 
zusätzlich damit betraute österreichische Agentur für Wissenschaftliche 
Integrität sehr schwer getan, als sie vor der Frage standen, ob sie der 
Wahrheit in der Wissenschaft uneingeschränkt die Ehre geben sollten. Um 
unangenehmen Entscheidungen mit weitreichenden Folgen, die unvermeidbar 
gewesen wären, die Grundlage zu entziehen, ließen sie sich stattdessen 
auf einen Kompromiss ein. Beide Kommissionen haben unabhängig von 
einander festgestellt, dass es keinerlei Beweis dafür gibt, dass die 
verdächtigte Arbeitsgruppe ihre Daten gefälscht hat. Beide haben aber 
auch keinen Zweifel daran gelassen, dass sie die wissenschaftliche 
Wertigkeit der Wiener Ergebnisse als gering erachten. Mit der 
Überschreitung ihres Auftrags und ihrer Kompetenz haben sie so dafür 
gesorgt, dass die zwei Drahtzieher des Skandals und die 
wissenschaftlichen Einrichtungen, denen sie vorstehen, in ihrem Ansehen 
nicht zu sehr Schaden nehmen.

Auch wenn es der Mobilfunkindustrie mit ihrer Methode des "war gaming" , 
die sie schon in den neunziger Jahren des letzten Jahrhunderts in den 
USA mit Erfolg angewandt hat, gelungen sein sollte, die Wiener 
Forschungsergebnisse durch Verleumdung für viele Menschen zu entwerten, 
ist dieser Sieg inzwischen bedeutungslos geworden. Denn in der 
Zwischenzeit liegen - wie in der Dokumentation gezeigt - mehrere 
Publikationen vor, deren Ergebnisse mit den in Wien erhaltenen 
übereinstimmen. Die epidemiologische Forschung liefert darüber hinaus 
zunehmend Belege dafür, dass die in Wien und anderswo beobachtete 
Schädigung des Genoms menschlicher Zellen sehr wohl zur Entstehung 
bösartiger Tumoren beitragen kann. Noch im Januar 2011 werden die 
Ergebnisse einer epidemiologischen Studie aus Israel publiziert, die 
zeigen, dass die Häufigkeit von Krebs der Ohrspeicheldrüse, die der 
Mobilfunkstrahlung nachweislich mit am stärksten ausgesetzt ist, sich 
seit 1970 vervierfacht hat, wobei der stärkste Anstieg in die Zeit nach 
2001 fällt. Bleibt abzuwarten, wie die Mobilfunkindustrie und ihre 
Freunde aus der Wissenschaft darauf reagieren werden.



Wie sie reagieren? Sie veröffentlichen Studien, dass Handystrahlung 
Demenz vermeiden kann...

Autor: Abdul K. (ehydra) Benutzerseite
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Auch ne Form von Noise-Shaping (siehe Delta-Sigma-Wandler). Die machens 
also nicht anders als wir hier!

(Noise-Shaping gabs aber schon seit ca. 1960)

Dazu passend übrigens der noch warme Thread über die erzwungene 
Lebensdauer von Glühobst.

Autor: Georg A. (Gast)
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Zitat: http://www.stiftung-pandora.eu/stiftungsorgane/index.html
" Stiftungsorgane
 Stiftungsrat

Prof. Dr. Franz Adlkofer, Berlin
Prof. Dr. Michael Kundi, Wien
Prof. Dr. Karl Richter, St. Ingbert
"

Damit ist die Pandora-Seite als "unabhängige" Seite leider unten durch, 
weil sich Adlkofer und Lerchl gegenseitig bekriegen und Adlkofer ja auch 
Leiter der Reflex-Studie war. Und wenn man mal weitergoogelt, was der 
ominöse ÖAWI-Report neben der von Adlkofer&Co so pompös verteilten 
"Entkräftung der Fälschungsvorwürfe" sagt, stösst man auf folgendes PDF:

http://www.kompetenzinitiative.net/downloads/oeawi...

Einer der Verantwortlichen dieser "Initiative" ist lustigerweise 
derselbe Karl Richter von oben, damit ist die Unabhängigkeit der Initive 
auch nicht mehr so glaubhaft. Allerdings scheinen die ihre Dokumente gar 
nicht zu lesen (oder zu verstehen?), sonst würden sie wohl nicht so 
damit werben...

Zitat ÖAWI: "Es blieb allerdings unklar, wie aus den verfügbaren 
Originaldaten die publizierten Ergebnisse entstanden sind. Die 
Kommission konnte auf dieser Grundlage den von Herrn Lerchl erhobenen 
Fälschungsvorwurf weder bestätigen noch entkräften."

Mit anderen Worten: Nachweisbar "gefälscht" im juristischen Sinne ist es 
nicht, aber was die Messungen mit den Ergebnissen zu tun haben sollen, 
hat die Kommision auch nicht ergründen können. Schon irgendwie 
komisch... Man sollte doch annehmen, dass die Paper-Autoren eventuelle 
Unklarheiten, die es ja durchaus geben kann, aufklären hätten können.

Weiteres Zitat: "Bei allen Publikationen entspricht die Dokumentation 
der Originaldaten und deren Darstellung nicht den Regeln der guten 
wissenschaftlichen Praxis und lassen somit die Sorgfalt vermissen, die 
notwendig ist, um die publizierten Ergebnisse nachvollziehen zu können."

Mit anderen Worten: Sie haben wohl bei den Experimenten geschludert und 
arg viel in sie reininterpretiert. Das ist eigentlich schon der 
wissenschaftliche Gnadenschuss, mit "kleinen handwerklichen Fehlern" hat 
das nichts mehr zu tun.

Abschluss: "Die Kommission kommt zu dem Schluss, dass die 
wissenschaftliche Gemeinschaft in diesem Feld noch zu keinem 
abschließenden Erkenntnisstand gelangt ist und insofern weitere 
sorgfältig geplante und durchgeführte wissenschaftliche Untersuchungen 
notwendig sind, um die eventuell bestehenden Zusammenhänge zwischen 
elektromagnetischer Strahlung und Zellschädigungen sowie deren Ursachen 
aufzuklären."

Also von wegen "bewiesen" oder so. Diese Wiener Studie kann mal als 
unterhaltsamen Schmäh abheften, aber mit Erkenntnisgewinn hat sie wohl 
nichts zu tun.

Autor: Abdul K. (ehydra) Benutzerseite
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Du vergißt, das die Herren davon wieder ne Runde ihr Essen einkaufen 
konnten, sprich auf der Karriereleiter weiterkamen...

Der fehlende Erkenntnisgewinn wurde ja mittlerweile sogar geadelt! he 
he, ein echter Abdul-Spruch. Gute Nacht!

Autor: Om Pf (ompf)
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Ihr behaltet aber schon die Größenordungen im Blick?

Die Feldstärke bei einer EMV-Messung liegt bei 150..600 V/m, und das in 
einem geschlossenen Raum. Dafür braucht man je nach Frequenzbereich 100W 
- 15kW. Das ist ein großer Raum voll wassergekühlter Verstärker.

Dieser sogenannte "Elektrosmog" von den Handymasten erreicht im 
Wohnzimmer nicht einmal -70 dBm.


Das ist, wie wenn ich gegen ein parkendes Auto trete, und mich dann mit 
der Erkenntnis, das nichts passiert, auf die Autobahn stelle.


Patrick

Autor: Daniel (Gast)
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Patrick S. schrieb:
> Ihr behaltet aber schon die Größenordungen im Blick?
>
> Die Feldstärke bei einer EMV-Messung liegt bei 150..600 V/m, und das in
> einem geschlossenen Raum. Dafür braucht man je nach Frequenzbereich 100W
> - 15kW. Das ist ein großer Raum voll wassergekühlter Verstärker.
>
> Dieser sogenannte "Elektrosmog" von den Handymasten erreicht im
> Wohnzimmer nicht einmal -70 dBm.
>
>
> Das ist, wie wenn ich gegen ein parkendes Auto trete, und mich dann mit
> der Erkenntnis, das nichts passiert, auf die Autobahn stelle.
>
>
> Patrick

You made my day ^^

Autor: Abdul K. (ehydra) Benutzerseite
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Ja, so in etwa wie eine Frau werden die E-Smoger auf solch einen Spruch 
antworten: "Du verstehst mich nicht!" Die Steigerung ist dann "Du 
verstehst mich einfach nicht!!"

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