>Hat jemand Erfahrung, wie man die Flächen im Layout am besten verbindet?
>Ein einzelner schmaler Steg oder die Flächen unter dem ADC überlappen
>lassen?
Hängt vom Rest der Schaltung ab.
>Auch nein. Analoge und digitale Massen werden nur an einem Punkt,
>nämlich der Einspeisung (und deren Entkopplungskondensator), miteinander
>verbunden. Nur so können digitale Störströme auf der analogen Masse
>wirkungsvoll verhindert werden.
Was genau in dem Augenblick nicht mehr funktioniert, wenn du mehrere
solcher gemischt analoge digitale Chips hast...
Es geht auch anders, wie Loddar schon geschrieben hat. Im Gegensatz zu
DC-Masserückströmen fließen HF-Masserückströme nicht wirr über die ganze
Platine, sondern sind auf einen engen Raum begrenzt. Ein Umweg hätte
eine riesig größere Induktivität zur Folge, weshalb Umwege von
HF-Masserückströme gemieden werden.
Es ist also wichtig, den analogen und digitalen Bereich räumlich
voneinander zu trennen, indem digitale Ströme nur in der digitalen
Hälfte fließen und analoge nur in der analogen. Dann kann auch mit nur
einer einzigen Massefläche oft genügend störarm gearbeitet werden.
Damit die Massefläche richtig wirken kann, sollte das Layout mindestens
vier, besser noch mehr Lagen haben, weil dann der Abstand zwischen Hin-
und Rückstrom auf den unterschiedlichen Leiterbahnebenen besonders klein
ist und das Magnetfeld auf einen besonders kleinen Raum begrenzt wird.
Je kleiner der Abstand der Ebenen, um so kleiner die Umwege.
Natürlich muß das Layout die direkte Überlappung von Hin- und
Rückströmen unterstützen. Deshalb ist besonders kleinen Chip-Gehäusen
mit nahe beieinander anegordneten "Supply Pins" der Vorzug zu geben. Das
Ganze ist natürlich um so dringlicher, je schneller die Chips sind.
Der Nachteil der Stegleitung zwischen Analog- und Digitalmasse ist, daß
HF-Störungen, die in die eine Massefläche eingekoppelt werden nun durch
den Flaschenhals der Stegleitung fließen müssen und schließlich genau
dort, wo sie das eigentlich gar nicht sollen, Spannungsabfälle
verursachen können. Im CE-Zeitalter ist der durchgehenden Massefläche
daher auf jeden Fall der Vorrang zu geben.