mikrocontroller.net

Forum: Ausbildung, Studium & Beruf Mein Job und der Irrsinn in den Firmen.


Autor: Gelöschter Benutzer (electronix)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Der Irrsinn in heutigen Firmen, das ist etwas, dass ich nicht verstehe.

Die Situation:

Ich arbeite bei einer Firma, die in mehreren Objekten den technischen 
Service macht.

Früher war die Firma wesentlich größer, und hat neben technischem 
Service auch die Reinigung gemacht, die komplette Haus+Objektverwaltung, 
Vermietungsangelegenheiten und sonstige kaufmännische ond 
organisatorische Sachen.

Dann kam der Zersplittungswahn.
Es wurde eine XXXX Verwaltungs GmbH gemacht. die hält den Großteil des 
Kapitals, macht die ganzen verwaltungsangelegenheiten, Abrechnung usw.

Unterhalb dieser Verwaltungsfirma wurden dann mehrere Subfirmen 
gegründet. Eine XXX Gebäudereinigsungsfirma. Eine XXX Technik-Service 
Firma. Eine XXX Betriebsfirma usw.

Ich verstehe nicht, warum muss man in der heutigen Zeit überhaupt Firmen 
aufsplitten und ein Subfirmen-Netzwerk gründen muss?
Kündigungsschutz umgehen oder so? Vollen Kündigungsschutz gibts z.B. 
erst ab einer gewissen Zahl MA. Glaube 10 oder so. Werden bestimmt ncoh 
andere Gründe sein.

Ich bin in der Sub-Firma, die den technischen Service macht.
Aus früheren Zeiten (Als alles noch eins war) ist noch eine komplett 
ausgestattete Werkstatt komplett mit Messgeräten, Werkzeug usw da.

Irgendwann kurz nach der Firmensplittung wurde dann beschlossen, 
Outsourcing zu machen. Order von oben.
Die Handwerker wurden entlassen.
Die Büroleute, welche nach der Firmensplittung dieser Subfirma zugeteilt 
waren, durften bleiben. Im Gegenteil, es wurden sogar 2 neue Bürokräfte 
eingestellt und die Zahl von 2 auf 4 erhöht.

Der Heizung-Sanitär-Klima Meister musste auch gehen. Der einzigste, der 
von der Handwerkertruppe bleiben durfte, war der Elektromeister.
Wirklich als Elektromeister arbeitet er aber auch nicht mehr.
Er ist mehr Verwaltungskraft geworden. Er ist jetzt der Technische 
Sachverständige der Firma, der zum unterschreiben und kontrollieren da 
ist. Die beauftragten Fremdfirmen müssen ja irgendwie konrolliert werden 
und die Arbeiten abgenommen werden.
Außer ihm ist keine Person mehr fest in der Firma, die Ahnung von 
Technik hat.

Handwerker und Technik-Personal raus, dafür 2 neue Bürofuzzis. Wer 
braucht heute noch technisches Personal. Sesselwärmer sind ja wichtiger.
Da nimmt man lieber Fremdfirmen und Leihsklaven.

Und auch in der Industrie werden die Jobs immer weniger. Die Produktion 
geht ja alles nach China oder nach Osteuroa.

Die Firma macht trotz vorhandener Werkstatt und Ausrüstung kaum noch 
Arbeiten selbst.
Es beschränkt sich auf die Bereitstellung eines 
Ansprechpartners/Servicekraft beim Kunden.
Diese Servicekraft macht nur noch einfache Instandhaltungsarbeiten wie 
z.B. Leuchtmittelwechsel.
Ansonsten veranlasst diese Servicekraft die Bestellung einer Fremdfirma.
Größere Sachen macht diese Servicekraft nur noch, wenn wirklich Not am 
Mann ist und kurzfristig keine Fremdfirma vor Ort kommen kann.

Facharbeiterstellen gibt es bei der Firma in der Planung nicht mehr, da 
man voll auf Outsorcing und Auftragsvergabe an Fremdfirmen setzt.





Ein weiteres Paradoxum in den Firmen was ich nicht verstehe. Habe ich 
anderswo aber auch schon gesehen und nicht nur in meiner jetzigen Firma.

Früher hatten die ein sehr gut gefülltes Lager.
Irgendwann kam die Order von oben: Keine Lagerhaltung mehr.
Das Lager ist aufzulösen und die Sachen sind zu verschrotten, egal ob 
neu oder alt.
Das einzigste, was noch gelagert werden darf, ist reines 
Verbrauchsmaterial (Z.B. Leuchtmittel) und "Handlager-Kleinzeug" wie 
z.B. ein paar Lüsterklemmen, ein paar Schukostecker, Kabelbinder und so 
ein Gedöns.

Damals war ein Teil der Handwerkertruppe noch da, die haben einiges an 
Zeug verschwinden lassen.
Es gibt in der Firma (Und in den Kundenobjekten) seit dem diverse 
"Schattenlager".
Bemerkenswert ist vor Allem die Lagerung im Baustellen/Kundenbereich 
selbst.
Z.B. wurden Leitungsringe auf Kabelpritschen beim Kunden gelegt.
Ersatz-Rasterleuchten wurden in der Zwischendecke abgelegt, oftmals beim 
Kunden im jeweiligen Raum wo es eingebaut war.

Keiner weiß mehr so recht, wo diese Schattenlager sind, habe das erzählt 
bekommen.
Ein paar Schattenlagerungen habe ich auch selbst entdeckt.
Und der eMeister hat in der Firma auch noch 2 oder 3 Schattenlager die 
sonst keiner kennt. Er "zaubert" ja manchmal aus dem "nichts" noch 
Ersatzteile herbei, die beim HErsteller nicht mehr zu bekommen sind.

Solche Zustände habe ich in meiner Zeit als Leiharbeiter aber in vielen 
Firmen gesehen.
Was spricht gegen Lagerhaltung? Was spricht gegen Ersatzteile aufheben? 
Statt übrig gebliebenes Material oder Sachen mit kleinen Defekten gleich 
zu verschrotten.






Nun zu meinem Job und meiner desolaten beruflichen Situation.

Ich bin Fachkraft/Geselle und bin als "Hausmeister" bei der Firma 
angestellt. Auf 400 Euro Basis. ca 70 Stunden im Monat Arbeitszeit. 
Macht ca 5,70 Euro pro Stunde.
Ich habe pro Arbeitstag 2x 1,5 bis 2 Stunden beim Kondenobjekt Anwesend 
zu sein und für den Kunden und dessen Kunden/Mieter ansprechbar zu sein.
Von diesen 2 Zeitblöcken ist einer vormittags und einer nachmittags 
abzuleisten, wobei eine Kernarbeitszeit und mindestens eine Stunde 
Mittagspause vorgegeben ist.

Die Mittagspause wird nicht bezahlt. Heimfahren lohnt sich auch nicht, 
man arbeitet defacto eine Stunde pro Tag umsonst, wenn man sich nicht 
aus dem Staub macht (Imbissbude/Spaziergang). Da man den Kunden notfalls 
auch in der Mittagspause zu bedienen hat, wenn man im "Büro" ist.

Das "Büro" ist ohnehn eine Zumutung. Das ist ein kleiner, schlichter 
Raum in Keller des Kundenobjekts. Tisch, Stuhl, Regal mit Matrial, 
Waschbecken. Das wars.

Täglich mache ich einen Kontrollgang und schreibe alles auf was kaputt 
ist. Leuchtmittel werden ersetzt. Abflüsse usw frei gemacht und sonstige 
kleinere Arbeiten erledigt. Unrat wird beseitigt.
Im Winter noch Schnee räumen, im Sommer Gartenarbeit.

Normalerweise gibts nicht viel zu tun, 2/3 der Zeit sitzt man im 
"Kabuff" ab. Aber wenn schnee liegt oder im Sommer viel 
Außenqanlagenpflege angesagt ist, reicht die Zeit hinten und vorne 
nicht. Überstunden sind dann allerdings "Persönliches Pech".
400 Euro gibts und keinen Cent mehr. Man sitzt ja eh viel Zeit einfach 
untätig ab.

So, das ist meine Arbeitssituation.

Aus persönlichem Stolz, und um beim Chef gut da zu stehen, habe ich 
freiwillig einige Elektrikerarbeiten übernommen. Anstatt eine Fremdfirma 
zu beauftragen, mache ich diese kleineren Elektroarbeiten jetzt ganz 
offiziell. Vorher habe ich es "Einfach so, aber geduldet" gemacht".
Diese Arbeiten mache ich neben meiner eigentlichen Aufgabe zusätzlich.
Vergütet wird sie nicht. Brauche ich wegen dieser Arbeit Überstunden, 
ist das persönliches pech.
400 Euro gibts, und keinen Cent mehr.
Ich bekomme vom Chef halt was zu essen spendiert und darf Materialreste 
mitnehmen.
Eigentlich ist es doof, ich arbeite unter/unbezahlt, aber was macht man 
nicht alles aus persönlichem Stolz und um gut dazustehen.

Diese Desolaten Arbeitszustände sind sonstwo auch nicht besser. Was ist 
die Alternative? Bei Leihfirmen ausbeuten lassen, dort 60 Stunden Woche 
auf Montage fernab von zuhause kloppen und nix mehr vom Leben haben?
Und soviel mehr verdient man als Elektromonteuer auch nicht. So 8-9 Euro 
/ h + Spesen.

Der Facharbeitermarkt in Form von richtigen Arbeitsplätzen ist tot. 
Leihfirmen, Minijobs, Einstellung nur noch als Aushilfe (Abert trotzdem 
voll arbeiten) sind große Probleme.
Höchstens im hochqualifizierten Facharbeitermarkt gibts noch was. Also 
so Stellen, wo man x ZErtifikate, Schulungen und Erfahrungen braucht. 
Aber ohne Firma die es sponsort, kann man sich diese Kurse und Seminare 
gar nicht leisten. Und ohne Arbeit sammelt man auch keine Erfahrung. Ein 
Teufelskreis.
Den könnte man höchstens entkommen, in dem man Techniker oder Meister 
macht. Aber wer will einen Techniker oder Meister ohne qualifizierte 
Berufserfahrung im zugrunde liegenden Lehrberuf?


so long. ich verstehe das heutige System einfach nicht.
Früher war alles besser, da gabs diesen Wahnsinn noch nicht so. Das kam 
erst in den letzten 10 Jahren so richtig auf.

Wir müssen wieder zurück in die alten Zeiten. Sonst schafft sich 
Deutschland wirklich bald ab.

: Gesperrt durch User
Autor: citb (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
>Früher war alles besser,

Das sagten schon die alten Roemer.

citb

Autor: Hans (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Vielleicht wäre ein Schriftstellerkarriere erfüllender für Dich?

Der Wallraff geht doch sicher bald in Rente; möglicherweise lernt er 
Dich noch ein.
Das wäre dann auch das Genre , in dem Du Dich gut auskennst !

Autor: Der schon wieder (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Tja der Boom nach der Wiedervereinigung ist damit auch passee, jeder 
Bedarf an Konsum (Ausgleich Lebensstandart Ost > West) im Großen und 
Ganzen fast restlos gedeckt.
Und des Rätsels Lösung ist nun mal Optimierung aller Prozesse und 
Vorgänge, niemand hat mehr was zu Verschenken, und Ausnutzung aller 
Möglichkeiten (staatl. und rechtl.) bis aus Blut oder die Knochen.
Du hast schon richtig erkannt wo es langgeht, Qualifizierung und 
Unabhängigkeit.
Also belies dich mal im Arbeits- und Gewerbe-/ betriebl. Recht, und mach 
dir nicht so viele Gedanken wie du dort nach oben kommst, das wird ja 
wohl sowieso Nichts > Festanstellung.
Da hat unsere Politik vor Jahren die falschen Richtungen ermöglicht.
Als GF / BL hättest du heutzutage auch keine andere Wahl, wenn es um 
Preisdumping sämtlicher Firmen im Servicebereich nur noch auf 
Niedrigstkosten ankommt.
Qualität und Vertragsgegenstand wird durch Normen und Vorgaben 
festgelegt, egal ob die verhältnismäßig oder gerechtfertigt zum Preis 
sind.
Entweder du bedienst den Kunden zu dem Preis, oder jemand anderes macht 
es.
Die Rädchen (billigen MA) in dem Getriebe bestimmen zunehmend die 
Machbarkeit solcher Firmenkonstrukte, denn ohne Ausführende müßte sich 
der Chef dann wohl selbst hinstellen und malochen.
Und gib nicht so viele fachl. Zusammenhänge und Möglichkeiten nach oben 
weiter, das ist bisher dein einzigste Kapital in dem Laden.
Abhängigkeiten schaffen Möglichkeiten nicht anbiedern um jeden Preis und 
hoffen auf Belohnung, das war noch nie der richtige Weg nach oben, in 
solchen Verhältnissen.
Versetz dich einfach mal in die Lage deines obersten Chefs, wie der mit 
den Zahlungen seines AG > HVW haushalten muß, und wie es für ihn am 
Besten läuft.
Solange du E-Facharbeit für Hilfs- oder Dumpinglohn ablieferst ist der 
doch in seinem Plan bestätigt.
Erst wenn er für seinen 400€-Platz keine wirkl. brauchbaren Leute mehr 
bekommt, wird er wohl jemanden fest einstellen müssen.
Nur ob der Zustand jemals wieder eintritt?

Ansonsten kann ich Hans oberdrüber auch zustimmen, hier wirst du nicht 
die Lösung deines Problems finden, außer mit seitenfüllenden Vorschlägen 
und Erkenntnissen > Buchwirkung.
Sieh zu daß du da wieder sehr elegnat und v.a. schnell rauskommst, und 
geh der AfA auf die Nerven, wie die dir menschenwürdige Arbeit 
beschaffen. Nach einer gewissen arbeitslosen Zeit kannst du von denen ja 
mal eine Quali- / Fördermaßnahme in Betracht ziehen > oder in Richtung 
Selbstständigkeit etwas versuchen.

Autor: Anton (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
So wie die Situation beschrieben wird ist es vermutlich
eine Art "Hausmeistertätigkeit", ein durchaus achtenswerter Job.

In der Wohnanlage, in der ich mit im Beirat sitze,
(10.000m² Grund ca. 100 Wohnungen) hat der HSM alle Hände voll zu
tun. Deshalb haben wir auch einen HSM fest angestellt.
Nicht ganz billig aber mit HSM-Service kann man es vergessen.
Und von unserer Hausverwaltung weiß ich: Gute HSM werden immer
gesucht.

Ich würde einfach mal bei den Hausverwaltungen nachfragen ob
da was geht. In der Regel bist du dann ein Angestellter der
Eigentümergemeinschaft, vertreten durch die Hausverwaltung.
Also nix mit Leih-Sklave.

Autor: Der schon wieder (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Oli , wo spielt sich eigentlich dein berufl. Drama örtlich ab > NBL 
(Dunkel-DE)?

Autor: Mr.Kaktus (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
@Oli

Du wirst ausgebeutet und bist mit deiner Situation unzufrieden. Habe 
keine Ahnung wie alt du bist, aber trotzdem, such dir einen anderen Job 
in dem man dich menschlich behandelt und ordentlich bezahlt.

Schreib ich mal einfach so, obwohl es schwierig ist.

Autor: Michael S. (technicans)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
@Oli

An deiner Situation bist du doch selber Schuld wenn du alles
mit dir machen lässt. Es ist zwar richtig das der Arbeitsmarkt
von den Dienstleistern langsam übernommen wird, aber du hast
es doch mit in der Hand das das irgend wann mal eingeschränkt
wird, in dem man sich verweigert. Elektroarbeiten solltest du
nicht vornehmen wenn du dafür nicht ausgebildet bist. Leider
ist dein Post so lang das ich mich nicht mehr erinnere ob du
erwähnt hast ob das der Fall ist. Wenn du einem Geldsack den
kleinen Finger gibst, dann nimmt er dir gewiss den ganzen Arm
ab. Mach Dienst nach Vorschrift und verweigere Überstunden.
Die dürfen von Rechtswegen nur Ausnahmsweise angeordnet werden.
Keinesfalls sind die Regulär. Klar will dein Arbeitgeber nur 400
Euro berappen, denn darüber müsste er ja Lohnnebenkosten abführen
und das schmälert den Gewinn ja, was gar nicht okay ist(für ihn).
Wie viel Gewinn der Chef cheffelt, wissen die Götter und das
Finanzamt.
Ist natürlich deine Entscheidung so ausgebeutet zu werden, aber
es muss ja nicht sein.

Autor: Gelöschter Benutzer (electronix)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
@Michael:
Ja, ich bin Elektrofachkraft. (Abgeschlossene Berufsausbildung im 
Eletrobereich)
Aber ich bin nicht als Fachkraft eingestellt, sondern als Helfer/400 
Euro Jobber.
Wenn ich dort Fachkraftarbeit abliefere, schenke ich das denen, weil ich 
nicht dafür bezahlt werde.
Da ich das sogar zusätzlich zu meiner eigentlichen Aufgabe machen 
müsste, würde ich quasi für umme arbeiten, auch wenn es zu 90% in der 
normalen Arbeitszeit liegt.
Ansonsten würde ich halt in den Leerlaufzeiten Zeitung lesen.

Autor: MaWin (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
> Diese Desolaten Arbeitszustände sind sonstwo auch nicht besser.

Doch.
Nicht alle Firmen wurden von Sesselfurzern ruiniert.

> Und soviel mehr verdient man als Elektromonteuer auch nicht.
> So 8-9 Euro / h + Spesen.

Gerade Elektroinstallatuere wurden im letzten Jahr massiv gesucht (und 
in diesem wohl auch noch, nur ist die Statistik noch nicht raus).
Stundenlöhne von 28 EUR als Subunternehmer waren für Selbständige eher 
die untere Grenze, manch einer konnte sich für über 40 verkaufen.

So lange du deinem Ausbeueter treu bleibst, kannst du nicht jammern. 
Veränderung liegt an dir. Und an der Frage, ob du wirklich so gut bist, 
wie du selber glaubst.

Autor: Ich (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
MaWin schrieb:
> So lange du deinem Ausbeueter treu bleibst, kannst du nicht jammern.
> Veränderung liegt an dir. Und an der Frage, ob du wirklich so gut bist,
> wie du selber glaubst.

Das trifft es!
Es geht nicht um 1-2€/h mehr - ob einer nun 9€/h oder 11€/h als 
Elektriker in einem Vollzeitjob verdient.
Wenn du so mies behandelt wirst, ändere was an deiner Situation. Da ist 
doch fast jede Zeitarbeitsklitsche besser.


Oli ☺  schrieb:
> Was spricht gegen Lagerhaltung? Was spricht gegen Ersatzteile aufheben?

Lagerhaltung kostet Geld, man kann nicht jeden Sch.. aufheben, auch wenn 
es dir als sinnvoll erscheint.
Das Zeug ist ungenutztes Kapital, du hast auch nicht 2000€ bar zuhause 
sicherheitshalber rumliegen, es sei denn du brauchst die Kohle zeitnah.
Das meiste Zeug lässt sicher in kürzester Zeit bestellen oder sonstwie 
organisieren.
Wo willst du die ganzen Ersatzteile lagern, Rasterleuchten etc. brauchen 
viel Platz.
Für Schräubchen, Glühlampen, Leuchtstoffröhren gibt es halt die 
inoffiziellen Lager.

Warum man so viele Firmen gründet, Verwaltung, Service, Produktions 
GmbHs?
Weil man der Meinung ist, das durch Outsourcing und Spezialisierung Geld 
einsparen kann.
Als Unternehmer stellt man auch keinen eigenen Wachdienst oder eigene 
Putzfrauen ein, sondern man nutzt dafür natürlich Dienstleister.

Ob das auch in allen weiteren Bereichen sinnvoll ist, bleibt fraglich.
Welche betriebswirtschaftlichen Vorteile sowas hat, muss ein anderer 
beantworten.

Autor: Wilhelm F. (ferkes-willem)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Ich schrieb:

> Wenn du so mies behandelt wirst, ändere was an deiner Situation. Da ist
> doch fast jede Zeitarbeitsklitsche besser.

Leider überwiegt in unserem Kopf das Sicherheitsdenken. Das wissen die 
Psychiologen und Firmenleitungen leider auch. Auch wenn es auf einer 
sicheren Stelle nur 96Ct. die Stunde brutto gibt.

> Lagerhaltung kostet Geld, man kann nicht jeden Sch.. aufheben, auch wenn
> es dir als sinnvoll erscheint.

Just in Time, ist heute die Devise. Ich sehe es schon alleine bei mir zu 
Hause, was sich da für ein alter Scheiß anhäuft. Der ist dann zu 99% 
nutzlos, und wird nie mehr gebraucht. OK, so einen 30 Jahre alten 
bedrahteten Transistor oder Widerstand brauche ich mal zu 
Experimentierzwecken, mehr aber nicht.

In der Elektrikerbranche, kann man aber wohl mal Kabel, Steckdosen, 
Glühbirnen, Lüsterklemmen, Werkzeuge, oder Gips, ein Jahrzehnt 
aufbewahren. Das unterliegt nicht dem Innovationszyklus, wird nicht 
wirklich schlecht.

Autor: Ich (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Wilhelm Ferkes schrieb:
> In der Elektrikerbranche, kann man aber wohl mal Kabel, Steckdosen,
> Glühbirnen, Lüsterklemmen, Werkzeuge, oder Gips, ein Jahrzehnt
> aufbewahren. Das unterliegt nicht dem Innovationszyklus, wird nicht
> wirklich schlecht.

Das braucht Platz. Sowas lagert man inoffiziell in Schattenlagern, in 
Wühlkisten, etc., Reste, die man sonst entsorgt hätte.
Das reicht aber maximal aus, um kleine Reparaturen zu machen, nicht um 
größere Aufträge zu erledigen.

Hatte mal ein mehr oder weniger inoffizielles Schüttgutlager zu 
betreuen.
Da kam eine Beschwerde vom Chef, wie es sein kann das ich den 
Steckkontakt XY nicht rausgeben kann.
Hintergrund: es waren Reste von teuren Goldkontakten, 4000 Stück 
(Einkauf 2€/Stück).
Anforderung in den letzten 5 Jahren, 1x100 Stück vor 4 Jahren dann die 
5000 Stück, die ich nicht hatte.
Ich habe meinen Ex-Chef gefragt, wie ich aus den Anforderungen der 
letzten Jahre, eine durchschnittlichen Bedarf berechnen sollte?
Von diesen restlichen kontakten lagen einige zehntausend Euros rum.

Davon gibt es viele Beispiele, haufenweise an Kleinkram, der jahrelang 
verstaubt und nie wieder gebraucht wird.

Autor: Wilhelm F. (ferkes-willem)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Ich schrieb:

> Davon gibt es viele Beispiele, haufenweise an Kleinkram, der jahrelang
> verstaubt und nie wieder gebraucht wird.

Da hast du Recht. Mein Hobbylager kostete (schätze ich mal grob) wohl 
auch mal was um die 2000 Euronen. Die Meßinstrumente und Werkzeuge 
ausgenommen, die sind teurer. OK, es ist so passiert, und ich werde 
davon weder arm noch reich. In früheren Jahren hatte ich mal den Zwang, 
von irgendwelchen Spezialhalbleiterchips (z.B. µC-Peripherie) immer das 
modernste besitzen zu müssen. Ich könnte es ja mal gebrauchen. Das hat 
sich aber bis heute bei mir stark gelegt. Für diese Erkenntnis muß man 
mal 50 werden.

Hintergrund war natürlich auch, daß es vor 20 Jahren keine 
Simulationstools für den PC gab. Da brauchte man manche Bauteile 
tatsächlich, wenn man mal experimentieren wollte.

Autor: Gelöschter Benutzer (electronix)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
@MaWin:

Natürlich bin ich gut. Sehr gut sogar.
Ich habe viel mehr drauf als die meißten meiner Berufskollegen.
Die können nämlich nicht mehr als "Blackboxes 
zusammenschrauben/Verdrahten", komplette Baugruppen tauschen und Kabel 
ziehen.
Ich habe vom Staat / Militär eine SEHR GUTE und theoretisch sehr 
tiefgehende Ausbildung bekommen.

Ich bin noch zu Reparaturen auf Bauteilebene fähig, ich weiß, wie man 
wichtige Messgeräte wie Oszi bedient.
Ich kenne mich mit Elektronik deutlich besser aus als Berufskollegen. 
Ich habe theoretisch deutlich mehr wissen als die Kollegen.
Ich kenne mich nicht nur mit Elektroinstallation aus.
Ich habe auch noch Wissen aus den Bereichen 
Telekommunikations/Fernmeldetechnik, Funk, IT, Mikroelektronik, 
elektronische Kriegsfühung.

Ich kann, im Gegensatz zu meinen Berufskollegen aus der Freien 
Wirtschaft auch noch gut flicken und improvisieren. Ich kann aus Scheiße 
Gold machen.
Beim Militär musste man das auch. Da lernte man das. Man denke nur mal 
dran, dass im Krieg eben nicht immer alles verfügbar ist.


In der freien Wirtschaft lernen die Lehrlinge das alles nicht so 
intensiv, mit den elektronischen Grundlagen befassen sie sich auch kaum.
Lehrlinge in der freien Wirtschaft sind nämlich oft nur billige 
Arbeitskräfte die Schlitze kloppen, Kabel ziehen und bissl Hauselektrik 
machen. Mehr ist auch nicht gewollt. Für mehr gibts anderes 
Fachpersonal.



Warum finde ich trotzdem keinen Job? Ganz einfach:

Als Elektromontuer bin ich vollkommen ungeeignet.
Vor Allem, wenns drum geht, auf Montage zu gehen, wo wirklich eine sehr 
hohe Belastbarkeit gefordert ist.
Auf Montage heißt es Ranklotzen und Stunden kloppen. Je weiter weg das 
ist, desto mehr wird es zum 24-Stunden Job. 12 Stunden Arbeitstage / 60 
h Woche sind als Monteur keine Seltenheit.

Das packe ich körperlich schon nicht. Um als Monteur arbeiten zu können, 
müsste ich erst mal mehrere Monate Bodybuilding und Ausdauersport machen 
und eine stenge Diät machen.

Ich habe 160 Kilo auf den Rippen, mit allen Nachteilen.
Seit ich bei der Bundeswehr raus bin, habe ich mein Gewicht mehr als 
verdoppelt.
Damals zur Bundeswehrzeit und auch noch kurz danach war ich mal fit. 
Heute nicht mehr. Jahrelange Arbeitslosigkeit hat ihre Spuren 
hinterlassen.

Neben den körperlichen Problemen bin ich als Elektroinstallateur auch 
noch Überqualifiziert. Heute will man da Leute, die einfach nur 
ranglotzen, einfach ihre Arbeit wie aufgetragen machen und nichts 
hinterfragen.


Ich bin mehr der Werkstattfuzzi oder Betriebselektriker usw, der 
reparaturen macht ohne hohe Anforderungen an die körperliche Verfassung 
aber dafür mehr Anforderungen ans theroretische Wissen. Oder halt 
"technische Bürokraft" z.B. e-Planung, Controlling, Support usw.

Gerade die Tatsache, dass ich äußerst gut flicken und improvisieren 
kann, und aus Scheiße Gold machen kann, sollte mich zu einem sehr guten 
Reparaturelektriker machen.
Aber Reparaturen sind heute nicht mehr gefagt :/ Verschrotten und neu 
kaufen ist billiger :(

Autor: Ich (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Oli ☺  schrieb:
> Ich habe 160 Kilo auf den Rippen, mit allen Nachteilen.

Oli ☺  schrieb:
> Um als Monteur arbeiten zu können,
> müsste ich erst mal mehrere Monate Bodybuilding und Ausdauersport machen
> und eine stenge Diät machen.

Du müsstest auch, um einen "normalen" Job zu machen runter von deinem 
Gewicht, Sport wäre da eine Maßnahme, sowie deine Ernährungsgewohnheiten 
überprüfen.

Zwischen 400€-Hiwi-Job und Montagejobs mit 12Stunden/Tag-60Stunden/Woche 
und mehr gibt es noch einige andere Möglichkeiten.

Kannte auch mal einen, der argumentierte ähnlich, Gewicht, Sport, 
müsste, könnte, wäre.

Oli ☺  schrieb:
> Ich bin mehr der Werkstattfuzzi oder Betriebselektriker usw, der
> reparaturen macht ohne hohe Anforderungen an die körperliche Verfassung
> aber dafür mehr Anforderungen ans theroretische Wissen. Oder halt
> "technische Bürokraft" z.B. e-Planung, Controlling, Support usw.

Das ist doch eine Perspektive, aber verbesser deine körperliche 
Verfassung.

Autor: Gelöschter Benutzer (electronix)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
In der richtig freien Wirtschaft habe ich übrigens noch nie richtig 
(Also in Form einer richtigen Stelle) gearbeitet.

Ich war nur beim Militär und einem Staatsbetrieb, später noch bei den 
städtischen Abwasserwerken.
Ich bin dem Sparzwang des Staates zum Opfer gefallen.
Seit dem habe ich nur noch ab und zu mal als Aushilfe und Leiharbeiter 
in der freien Wirtschaft gearbeitet.

Heute lebe ich von einer staatlichen Transferleistung.
Damit ich mehr habe, als bei dieser staatlichen Transferleistung, 
bräuchte ich in der freien Wirtschaft mindestens ca 2000 Brutto.

Staatliche Transferleistung (+ 400 Euro Job) bringen mir ja schon weit 
über 1000 Euro/Monat.

Als Leiharbeiter für ca 1200 Netto hätte ich auch nicht mehr. Dafür ist 
man als Leiharbeiter der letzte Arsch, der von allen Seiten getreten 
wird.

Ich brauche also eine richtige Festanstellung mit Tariflohn (13+ Euro) 
und 40 Stunden Woche, sonst kann ich es gleich sein lassen und besser 
"Für umme (Praktikant) oder 400 Euro Jobber" arbeiten gehen (Damit ich 
was zu tun habe) und die Transferleistung nehmen.

Autor: Gelöschter Benutzer (electronix)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Rechne ich den Stundenlohn vom 400 Euro Job (5,71 Euro) und die 
Transferleistung zusammen, und rechne es auf den tatsächlichen 
Zeitaufwand (ca 70 h / Monat) um, komme ich auf knapp 20 Euro/ h 
Stundenlohn.
So viel kriege ich in der freien Wirtschaft niemals.

Realistisch wären ca 10-12 Euro/h, wo ich am Monatsende bei ner 40h 
Woche Netto noch weniger hätte als jetzt. 0 auf 0 auf gehts bei ca 13 
Euro Stundenlohn bei 40 h/Woche.

Autor: Michael S. (technicans)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
@Oli ☺

Wenn du so ein fachkompetenter Kerl bist, warum machste dann
nicht deinen Beruf zur Berufung bzw. dich mit deiner Fachkompetenz 
selbstständig, z.B. nebenbei? Mit Transferleistungen meinst du
Hartz IV, oder ?
Ansonsten fühle ich mit dir, insbesondere wenn es darum geht nicht
auf den Bau zu gehen. Allerdings könnteste da deine Überlast
los werden. Mich würde jedenfalls keine zehn Pferde auf den Bau
bekommen, auch nicht für 20 Euro, die Stunde.
Biste schon über 50? Lebst du in der Provinz oder ner Großstadt?

Autor: Unbekannter (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Entschuldigung, aber ich werde das Gefühl nicht los, dass Oli in 
Wirklichkeit Doppling heisst. Leute, lasst ich nicht so hopp nehmen. So 
einen ähnlichen Thread hatten wir ja schon mal. Es ist wahrscheinlich 
wieder mal so eine Sozialstudie (Fake) a la Doppling, die hier abgezogen 
wird...

Autor: Sascha (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Oli ☺  schrieb:

> Ich habe 160 Kilo auf den Rippen, mit allen Nachteilen.
> Seit ich bei der Bundeswehr raus bin, habe ich mein Gewicht mehr als
> verdoppelt.
> Damals zur Bundeswehrzeit und auch noch kurz danach war ich mal fit.
> Heute nicht mehr. Jahrelange Arbeitslosigkeit hat ihre Spuren
> hinterlassen.

Raubbau am eigenen Körper ist nicht nur eine Frage der Arbeit, zeugt 
aber viel von der eigenen Wahrnehmung und Wertschätzung.

> Neben den körperlichen Problemen bin ich als Elektroinstallateur auch
> noch Überqualifiziert. Heute will man da Leute, die einfach nur
> ranglotzen, einfach ihre Arbeit wie aufgetragen machen und nichts
> hinterfragen.

Wenn Du gut bist, ist es völlig egal, was 'die anderen' machen. Pfeif 
drauf. Spezialwissen wird auch in diesem Jahrzehnt öfter gebraucht als 
du denkst.
Das ist nicht Dein primäres Problem, insofern ist Dein Essay im Eingang 
völlig irrelevant.

Ich sehe Dein Problem wirklich in Deinem Gewicht. Sorry, aber machen wir 
uns nichts vor: 160 Kilo sind schwere Adipositas, je nach Körpergröße 
Grad 2 oder 3. Du wirst wissen was das heißt: Bewegungsapparat im Eimer 
(Gelenke, Knie, Wirbelsäule, Bandscheiben), Gefahr für schwere, 
irreparable Herz- Kreislauferkrankungen (verstopfte Arterien, Thromben, 
Infarktrisiko, vergrößerter Herzmuskel, Organverfettungen etc.), 
Diabetes.

Über die Ursachen zu diskutiern, ist müßig, aber die Konsequenzen im 
Direkten sind:

- Du darfst bei so starkem Übergewicht gar keinen Sport machen. Du 
darfst Dich körperlich überhaupt nicht über Gebühr anstrengen
- Du wärst für jeden potenziellen Arbeitgeber in größerem Rahmen ein 
hohes Risiko
- Deine Lage hat unmittelbare Auswirkungen auf Deine Psyche. Es entsteht 
schnell ein Teufelskreis

Falls Du noch nichts unternommen hast, würde ich Dir empfehlen, Dich von 
Deinem Hausarzt schleunigst zu einem Spezialisten überweisen zu lassen, 
der sich mit Adipositas auskennt, evtl. eine stationäre Therapie. Du 
brauchst eine komplette Ernährungsumstellung, leichte körperliche 
Belastungen (z.B. Schwimmen, Aquafitness, alles was anfangs das Skelett 
eher stützt, solange die Muskeln das noch nicht tun können). Du musst 
psychisch aufgebaut werden (wobei sich oft erste Erfolge mit 
Gewichtsverlust und Erlangen eines neuen Körpergefühls und Kondition 
einstellen), Deine Ernährung muss strikt kontrolliert werden. 
Pflanzliche/ungesättigte statt tierische Fette, kohlenhydratarme 
Ernährung (mehr Eiweiß, weniger Glukose), kein Alkohol, wenig Salz, kein 
Glutamat. Vor allem kein Convenience-Food. Statt Braten mit Soße und 
Kartoffeln lieber Rinderhüftsteak (als Bio ~6€/400g) mit Natur-Reis und 
Salat. Letztere ohne fettes Dressing, dafür einfache Joghurtsauce.
Man glaubt gar nicht, was für eine Scheiße in den ganzen super-einfachen 
Industriefraß ist, der da nicht reingehört.

Mach 'n Kochkurs in der VHS. Der ganze Kack aus'm Kühlregal und aus der 
Pommesbude oder McDoof ist kumiliert schweineteuer und bringt dich ins 
Grab. Mit elementaren Lebensmittel was selber machen ist unterm Strich 
billiger. Und es geht einem besser damit.
Morgens Müsli (Bircher etc., ohne Zucker, höchstens Trockenfrüchte) 
statt Marmeladen- oder Wurststulle. Gibt mehr Energie, vor allem über 
die Zeit, der Blutzuckerspiegel fällt dann nur langsam ab, Du hast 
Mittags erst viel später Hunger.
Statt Cola oder Limos einfache Apfelschorle selber mischen, 1 Teil 
Wasser, 1 Teil Direktsaft (1 Liter ~ 80 Cent), die Fertigschorlen sind 
teuer und enthalten Aromen, die widerum appetitanregend wirken.
Verzicht auf Zuckeraustauschstoffe (Süßstoffe, Saccharin, Aspartam 
etc.). Die bringen durch vortäuschen falscher Tatsachen die 
Insulinproduktion durcheinander und machen ironischerweise noch dicker. 
Diät- oder Light-produkte braucht kein Mensch. Außer die Industrie.
Kein '0,1%'-Joghurt, das sind Zuckerbomben. Normaler Naturjoghurt ist 
ein prima Lebensmittel, die 3,5-3,8% Fett sind das kleinere Problem.
Bei Wurst Kochschinken statt fetter Jagdwurst & co. Vielleicht höchstens 
1 Tag/Woche was 'ordentliches', quasi als 'Belohnung'.
Roggen-/Vollkornbrot statt Weizenbrot. Letzteres sind nur 'leere' 
Kalorien.

Vielleicht musst Du Dich für eine Weile aus dem 'normalen' Alltag 
ausklinken, um Dich gehörig auf Vordermann zu bringen. Ich sehe da aber 
keine andere Möglichkeiten. Wenn Du in ein paar Jahren Diabetiker bist 
und bewegungsunfähig, biste ohnehin weg vom Fenster. Und zwar nicht nur 
arbeitsmäßig, sondern auch sonstwie.
Take care.

Autor: haha (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Ich bin so einer von diesen Sesselwarmhaltern. Allerdings wärmt der 
Sessel auch schon zurück und ich kann den Blick nach draussen schweifen 
lassen, wo sich irgendso ein Depp gerade den Rücken krumm macht. Von 
nichts kommt nichts. Ich habe mit 13 meinen ersten Rechner bekommen und 
seit dem bin ich infiziert mit dem Thema Programmieren und Technik etc.
Wenn andere am Wochenende feiern gehen, bleibe ich zuhause und 
programmiere die ganze Nacht - den Preis den ich zahlen muss.
Dafür kann ich im Sessel furzen.

Uh ja....

Autor: Lasst mich Arzt (ich_bin_durch)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Was Sascha schreibt ist absolut richtig.
Villeicht muss dir erst bewusst werden was dein Problem ist  bevor du 
handeln kannst. Aber eindeutige Hinweise auf deine Probleme gibts in den 
Beiträgen genug.

Autor: doppeling (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Unbekannter schrieb:
> Es ist wahrscheinlich
> wieder mal so eine Sozialstudie (Fake) a la Doppling, die hier abgezogen
> wird...

Mensch, hey, du bist ja bekloppt! Also ich hab den Thread nicht 
geschrieben , mann ey.

haha schrieb:
> Ich habe mit 13 meinen ersten Rechner bekommen und
> seit dem bin ich infiziert mit dem Thema Programmieren und Technik etc.
> Wenn andere am Wochenende feiern gehen, bleibe ich zuhause und
> programmiere die ganze Nacht - den Preis den ich zahlen muss.
> Dafür kann ich im Sessel furzen.

Na du bist mir ja ein schlaues Bürschchen.. Weißt du was? Ich hab auch 
schon mit 14 oder so an meinem ersten Amiga Commodore 500 gezockt, 
NES-Spiele und Levels auswendig gekannt. Hab auch studiert, nebenbei 2 
Studien abgeschlossen. Fand aber immer Zeit einen trinken zu gehen oder 
die eine oder andere Party zu besuchen. Nur mit Frauen hats nie so gut 
geklappt, einerseits wollt ich auch nicht, hätt auch nie die Zeit und 
Lust aufgebracht für eine Beziehung. Das kann nämlich auch anstrengende 
Arbeit sein. Da ist mir mein PC lieber .

Dieser Beitrag ist gesperrt und kann nicht beantwortet werden.