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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Abschaltautomatik für Kaffee-Vollautomat


Autor: Aike T. (biertrinker)
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Hallo Zusammen,

ich habe hier mir eine alte Saeco Incanto Kaffeemaschine zugelegt und 
diese Restauriert und Repariert.
Was mich nun etwas stört ist, das die den ganzen Tag an ist und heizt. 
Modernere Maschinen haben oft eine Abschaltautomatik, so das nach einer 
Stunde ohne Kaffeebezug die Maschine aus geht.

Ich überlege nun im Moment, wie ich eine solche Funktion nachrüsten 
könnte. Optimal wäre natürlich eine Schaltung die die Netzspannung 
komplett trennt, also ganz ohne Standby-Verluste auskommt.

Nun suche ich also nach einer guten Idee, wie ich das umsetzten könnte. 
Ich habe so eine wage Idee bestehend aus 230V Taster und einem Relais, 
also Taster schaltet Netzspannung durch, Relais wird davon gespeist und 
schaltet seinerseits die Netzspannung durch, hält sich dann also selber. 
Das einschalten wäre damit also gelösst. Nur wie das ganze wieder 
trennen? Und wie bekomme ich mit wenn Kaffee gezapft wird? Ohne µC wird 
es also auch nicht gehen.

Wäre nett wenn jemand lust hätte an der Überlegung mit zu machen, oder 
vielleicht einen besseren Lösungsweg vorzuschlagen hat.

viele Grüße

Aike

Autor: Düsendieb (Gast)
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Aike Terjung schrieb:
> 230V Taster und einem Relais,
> also Taster schaltet Netzspannung durch, Relais wird davon gespeist und
> schaltet seinerseits die Netzspannung durch, hält sich dann also selber.

Relais speist kleine NE555 Schaltung per Kondensatornetzteil; Schaltung 
schmeißt nach 15 min die Selbsthaltung raus.

Autor: Ben ___ (burning_silicon)
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das würde nicht erkennen ob nach 15 minuten noch kaffe gemacht wird...

ist eine schwere sache ohne die maschine zu kennen. vielleicht gibts 
irgendein ventil, dessen ansteuerung man messen kann und x minuten nach 
der letzten "auslösung" abschalten.

Autor: l0wside (Gast)
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Ben _ schrieb:
> das würde nicht erkennen ob nach 15 minuten noch kaffe gemacht wird...
>
> ist eine schwere sache ohne die maschine zu kennen. vielleicht gibts
> irgendein ventil, dessen ansteuerung man messen kann und x minuten nach
> der letzten "auslösung" abschalten.

Gegenvorschlag: Stromaufnahme messen über einen Shunt. Die Schaltung 
wird hoffentlich berührsicher eingebaut, kann also recht schmerzfrei an 
230V gehängt werden.

Beim Einschalten Zähler initialisieren, bei Stromaufnahme Zähler 
resetten (über Shunt+Komparator), nach Ablauf des Zählers Relais 
ausmachen. Schaltung lässt sich über ein Kondensatornetzteil (siehe 
Kondensatornetzteil berechnen und dimensionieren) versorgen.

Autor: Aike T. (biertrinker)
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Hallo,

was man alles so messen könnte müsste ich mir natürlich genauer 
anschauen. Die Möglichkeiten gehen so etwa von den Knöpfen und LED's auf 
der Frontplatine bis hin zu Motoren für Mahlwerk, Pumpe oder Ventile.

Etwas kompliziert wird das ganze sicher durch die (Teilweise) wohl 
Fehlende Potentialtrennung der Steuerplatine. Hier wird ja auch munter 
5V 12V und 230V gemischt.
Was wäre denn am einfachsten zu messen? Und dann bleibt die Frage mit 
Timebaustein oder µC abschalten?

Dann bleibt ja noch die Frage, eigene Spannungsversorgung, oder bediene 
ich mich bei der Steuerung? So ein Relais zieht ja schonmal gerne etwas 
mehr als ein paar mA.

Autor: Tüll (Gast)
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Strommessung wird wohl schwierig weil der grösste Verbraucher die 
Heizung ist, und die geht periodisch immer wieder an - unabhängig ob man 
Kaffee rauslässt oder nicht.

Ich würde einen Timer resetten wenn die Bezugstaste gedrückt wird. Und 
wenn er abläuft schaltest du das Ding aus. Aber ob das praktisch ist? 
Dann wird die Maschine ja kalt und man muss wieder 10 Minuten warten bis 
sie aufgeheizt ist.

Autor: Mankut (Gast)
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u.U. kann das mit dem Shunt und Stromaufnahme messen doch funktionieren. 
Die Heizung wird vermutlich mehr oder weniger immer den gleichen Strom 
ziehen und somit für einen bestimmten Spannungsabfall am Shunt sorgen. 
Wenn die Pumpe oder das Mahlwerk läuft, wird sich dies ändern. Eventuell 
lässt sich dies über den DA-Wandler eines µC feststellen. Oder 
Pumpe/Mahlwerk ziehen ein bestimmtes, unregelmäßiges "Strommuster" 
welches sich per Software erkennen lässt.

Ob die relativ kleine Stromaufnahme der Pumpe gegenüber der Heizung 
allerdings im Rauschen des DA-Wandlers untergeht, ist die Frage....

Wahrscheinlich ist das Anzapfen des Pumpenmotors doch die bessere 
Variante.

Autor: Ben ___ (burning_silicon)
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> Dann wird die Maschine ja kalt und man muss wieder 10 Minuten warten bis
> sie aufgeheizt ist.
die eierlegende wollmilchsau gibts halt nicht.
wer A sagt muß auch B sagen!

Autor: Aike T. (biertrinker)
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Ben _ schrieb:
> die eierlegende wollmilchsau gibts halt nicht.
> wer A sagt muß auch B sagen!

Ganz recht, mir ist ja schon bewusst, das die Maschine dann aus ist wenn 
Sie aus ist.

Ich fasse das mal zusammen. Also, ich benötige rein Relais zum Schalten, 
das ist unstrittig. Dann brauche ich eine Steuerung bzw. mind. einen 
Timer so wie eine Methode zur Erfassung von Aktivität.

Die Methode mit dem Kondensatornetzteil + Shunt + Komparator + NE555 
klingt eigentlich vernünftig. Allerdings sind dabei mehrere Komponenten 
für mich ungewohnt, vor allem der Komparator.

Alternativ Überlege ich das ganze mit einem kleinen ATtiny aufzubauen, 
der könnte den NE555 und den Komparator ersetzen. Dann muss mir bei 
Zeiten mal ansehen, wie das in der Maschine integriert werden könnte.


vielen Dank und viele Grüße erstmal

Aike

Autor: thisamplifierisloud (Gast)
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Reichelt :

TIMER ZERO WATT

Sollte sein, wonach Du begehrst.

Autor: Andi2doo (Gast)
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Kurzer Hinweis

von dem toten Hersteller Grundig gabs mal Netzschalter mit Spule zum 
ausschalten.

Würde also im betrieb keinen Strom verbrauchen wie ein Relais und zum 
abschalten ist nur ein Impuls nötig

Kaffeebezug würde ich an der Pumpe messen mit Diode und Optokoppler da 
die immer eingeschaltet wird (Kaffeebezug, Wasserbezug und Dampfbezug)

viel glück

Autor: Florian W. (sunxp)
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Einfaches Zeitrelais mit Ausschaltverzögerung?

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