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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik USB-Abschirmung


Autor: Christian (Gast)
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Hallo,

nach langem Suchen habe ich leider immer noch nicht herausgefunden, an 
was ich die Abschirmung einer mini-B-USB-Buchse anschließen soll. Hier 
im Forum sagen manche, an Masse, manche, offen lassen und wieder andere 
über Widerstand und Kondensator an Masse. Was ist denn nun richtig? Oder 
gibt es wirklich mehrere Lösungen?

Vielen Dank

Autor: Hans W. (hans_w30)
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Direkt an Masse anschließen kann probleme Machen, da du eventuell 
potentialunterschiede zwischen deinen Massen hast und dann ein 
Ausgleichstrom fließt.
Ich würde es über nen 100nF auf Masse legen.
Aber es gibt Wahrscheinlich tausend meinungen die alle was für sich 
haben.

Autor: Christian (Gast)
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Potentialunterschiede zwischen meinen Massen?? Ich habe doch nur eine 
Masse, und die hat doch auch überall das gleiche Potential. Oder 
verstehe ich dich falsch?

Autor: Hans W. (hans_w30)
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Du verbindest mit deinem USB stecker ja zwei Platinen. Welche nicht 
unbdedingt gleiches Masse potential haben müssen. Auf deiner Platine 
solltest du keine unterschiede zwischen deiner Masse haben.

Autor: Christian (Gast)
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Achso, ok :) Und ein 100nF-Kondensator würde das beheben?

Autor: Old Papa (old-papa)
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Hallo, bei solchen und ähnlichen Kabeln lässt man die Abschirmung immer 
an einem Ende frei! Also an einer Seite kommt das an den Metallkörper 
des Steckers und am anderen Ende bleibt das frei. Irgendwann habe ich 
mal gelernt, das man die Abschirmung immer an der Quelle erdet, am Ziel 
halt nicht.

Old-Papa

Autor: Uwe ... (uwegw)
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Christian schrieb:
> Potentialunterschiede zwischen meinen Massen?? Ich habe doch nur eine
> Masse, und die hat doch auch überall das gleiche Potential. Oder
> verstehe ich dich falsch?
Willkommen in der Realität. Hier haben Masseleitungen einen gewissen 
Widerstand, an dem Spannungen abfallen können.

>Achso, ok :) Und ein 100nF-Kondensator würde das beheben?
Der verbindet die Massen nur für die hochfrequenten Störungen, aber 
nicht für den Gleichstromanteil durch verschiedene Potentiale.

Autor: Christian (Gast)
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Also direkt an Masse ist schonmal ausgeschieden. Zur Wahl stehen also 
noch
- offen lassen
- 100nF gegen Masse

Gibt es noch irgendwelche Argumente zur Entscheidungshilfe? Ansonsten 
würde ich das erstere vorziehen, da es weniger Aufwand macht und viele 
dasselbe schreiben.

Autor: Thomas R. (tinman) Benutzerseite
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ja, gibts es, siehe anhang.

Autor: Om Pf (ompf)
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Old -papa schrieb:

> (...) Irgendwann habe ich
> mal gelernt, das man die Abschirmung immer an der Quelle erdet, am Ziel
> halt nicht.

Damals hast Du auch gelernt, dass man Massen sternförmig verlegt und 
dass die Heizspannung 10% Toleranz hat ;-)

Das, was Du schreibst, trifft für NF durchaus zu (genau wie der 
Massestern beim hochohmigen Marshall-Amp an der Gitarre Sinn macht). Bei 
einem EMV-gerechten Design gehört der Schirm jedoch auf beiden Seiten 
hf-mässig auf Masse. Und die Masse ist mindestens ein Gitter mit maximal 
2,5cm Maschenweite, besser noch eine durchgehende Fläche.

Beim USB gehört der Schirm HF-mässig auf Masse. 100nF sind für die 
Frequenz schon zuviel, 1..10nF passt besser. Bei grossen Schleifen muss 
immer noch ein ohmischer Pfad da sein, der elektrostatische Ladungen 
ableitet. Sonst lädt sich der Kondensator jedesmal wenn einer durch den 
Raum geht weiter auf, bis er irgendwann durchschlägt. Deshalb kommen da 
noch 100..470kOhm parallel dran.


Bei einem komplett USB-gepowerten Gerät (Maus, Digitalkamera) kannst Du 
den Schirm auch hart auf Masse legen. Dann darf es aber keine Verbindung 
zur VDE-Erde geben.


Patrick

Autor: Christian (Gast)
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Hallo, vielen Dank für die antworten.

Noch was anderes: Brauche ich über den Schirm überhaupt nachzudenken, 
wenn ich den USB Anschluss nur zur Stromversorgung verwende? (also die 
Datenleitungen nicht benutze)

Autor: Chris (Gast)
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Hallo,

Mit welchen Spannungen muss man denn am Kondensator rechnen?
Sprich auf welche Spannung sollte der C ausgelegt sein?

Chris

Autor: Om Pf (ompf)
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ein 50V-Typ reicht.

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