Wie gesagt, kommt drauf an wie das Disable realisiert wird. Wenn da ein
Enable-Pin vorgesehen ist wird es sehr wahrscheinlich kein Problem geben
(um ganz sicher zu gehen halt mal im Datenblatt nachlesen).
Wenn man aber dem ganzen Chip den Strom abdreht, kommt es drauf an wie
die Eingangsschaltung aufgebaut ist ob das ok ist oder nicht. Z.B. bei
den Multifunktions-Pins von µCn passieren u.U. unerwartete Effekte wenn
dort Spannung anliegt und Vcc offen oder Masse ist. Oft steht da auch im
Datenblatt, dass die Spannung am Eingang nicht (weit) über Vcc liegen
darf.
Hatte das erst kürzlich bei einer Schaltung, wo ein Controller einen
anderen per Relais abschaltet und beide per UART verbunden sind:
Stromverbrauch der dauernd versorgten Schaltung stieg immer dann wenn
der andere Teil abgeschaltet wurde um ca. 30mA an. Sobald der andere µC
wieder eingeschaltet wurde, fiel der Verbrauch des anderen Teils wieder
um 30mA -> stellte sich raus, dass der RX-Pin (ein GPIO) vom
abgeschalteten Controller diesen Strom gezogen hat :-/
Vermute dass der RX-GPIO niederohmig zur Masse wurde und damit der TX
des anderen µC quasi kurzgeschlossen wurde. Und da TX im idle auf +5V
liegt kam da soviel raus wie der Controller eben liefern kann...
Hab es allerdings nicht vollständig untersucht was da genau passiert
ist, evtl hat jemand eine andere/genauere Erklärung für den Effekt?
In dem Fall war jedenfalls die einfache Lösung, dass der steuernde
Controller seinen UART auch abschaltet sobald er den anderen µC
ausschaltet.