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Forum: Offtopic Ein Besuch im Amtsgericht


Autor: Alex Bürgel (Firma: Ucore Fotografie www.ucore.de) (alex22) Benutzerseite
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Guten Morgen zusammen,

ich war gestern im Amtsgericht der schönen Stadt Aachen und komme aus 
dem Staunen nicht mehr raus.
Dieses Gebäude ist, meiner Meinung nach, derart übertrieben groß und 
prunkvoll - es muss den Steuerzahler ein Vermögen gekostet haben und 
noch kosten.
Um ein paar Punkte aufzuführen damit man es sich etwas besser vorstellen 
kann: Es gibt ein eigenes Parkhaus inkl. Tiefgarage, es gibt ein 
(großes!) "Torgebäude", dahinter einen Innenhof (ca. 1000m²) im 
Bauhaus-Stil und dann kommt erst das Gebäude selbst. Im Inneren hinter 
diversen Sicherheitsschleusen aus Panzerglas eröffnet sich dem Besucher 
dann ein gewaltiges Atrium (6 Etagen hoch?, Innenfläche mehrere hundert 
m²). selbstredent ist das gesamte Gebäude von Innen durchweg mit 
massivem Eichenholz vertäfelt.

Muss das echt so prunkvoll sein?

Die zweite Sache die mich verstörte waren die Sicherheitskontrollen am 
Eingang. Wie gesagt, es gibt dort Doppeltür-Panzerglasschleusen für die 
angestellten und die normalen Besucher müssen durch eine 
Einzelabfertigung wie an einem US-Amerikanischen Internationalen 
Airport.

Ist das wirklich nötig?
Hat die Justiz so viel Angst vor dem Volk?

Was das alles kosten muss... :-(

Viele Grüße,
Alex B.

Autor: Florian *.* (haribohunter)
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Diese Wirkung ist beabsichtigt. Du sollst beeindruckt sein. Schliesslich 
musst Du unter Umstaenden ein Urteil im Namen des Volkes akzeptieren.

Autor: Alex Bürgel (Firma: Ucore Fotografie www.ucore.de) (alex22) Benutzerseite
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Florian *.* schrieb:
> Diese Wirkung ist beabsichtigt. Du sollst beeindruckt sein. Schliesslich
> musst Du unter Umstaenden ein Urteil im Namen des Volkes akzeptieren.

Durchaus. Um ehrlich zu sein fühlte ich mich wie im Film Equilibrium 
als gesagt wurde "bringt ihn zur Halle der Vernichtung"...

(um die Fantasie nicht zu sehr anzuregen: Ich war nicht als angeklagter 
o.ä. dort)

Autor: Thomas O. (kosmos)
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wenn man nicht selber zahlen muss, darfs meistens etwas mehr sein.

Autor: Mike Strangelove (drseltsam)
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Sollen sie in einem schäbigen Container im Hinterhof Recht sprechen?
Finde ich eine deutlich sinnvollere Geldanlage als die Bundeswehr nach 
Timbuktu oder sonstwohin zu schicken.

Autor: Weingut Pfalz (weinbauer)
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Was die Sicherheitsschleusen angeht,

es gab schon genügend Fälle wo ein "Zuschauer" mit dem Urteil nicht 
einverstanden war und die Knarre zog um für "Gerechtigkeit" zu sorgen.

Autor: Chr. Messener (snowfly)
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Also ich war schon in vielen von den Gerichts, Finanzamt, Polizei, 
Regierungs, XYamtsgebäuden und hier in Bayern sind das immer so 
"Prachtbauten" allerdings sind die alle uralt und stehen unter 
Denkmalschutz.

Jemand anderer als der Staat würde da bestimmt nich einziehen weil der 
Unterhalt und die Erhaltung für jeden der das selbst bezahlen müsste 
nich machbar ist.

Autor: A. K. (prx)
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Alex Bürgel schrieb:

> Dieses Gebäude ist, meiner Meinung nach, derart übertrieben groß und
> prunkvoll - es muss den Steuerzahler ein Vermögen gekostet haben und
> noch kosten.

Ein Finanzamt hier im Süden sieht ähnlich aus. So sehr das zu Witzen 
oder Kritik einläd, der Grund ist banal: Das Gebäude wurde als Zentrale 
einer grösseren Firma gebaut, die kurz vor Fertigstellung aufgekauft 
wurde, das Gebäude somit obsolet war. Das Gebäude war da und das alte 
Gebäude des Finanzamts war am zusammenfallen. Und so lebt eben nun das 
Finanzamt im repräsentativen Glaspalast.

Autor: Chr. Messener (snowfly)
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A. K. schrieb:
> Ein Finanzamt hier im Süden

lass raten...
Du wohnst in Konstanz ;)

Das ist wesentlich günstiger als die ganzen noch vom König gebauten 
Gebäude
ausserdem sind die dort IMHO nur in einem Teil eingemietet.

Autor: Jürgen W. (lovos)
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>Das Gebäude wurde als Zentrale
>einer grösseren Firma gebaut, die kurz vor Fertigstellung aufgekauft
>wurde

Nycomed?

Autor: Michael S. (technicans)
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Solche Prunk- und Protzbauten sollen allein die Macht des Staates und
der Justiz symbolisieren  und ist eigentlich nur Angeberei.
Der Baustil stammt wohl noch aus der Kaiserzeit wo man ohnehin nicht
so aufs Geld schauen musste und die Staatshaushalte stets im Plus waren.
Mein altes Amtsgricht I hat auch so ein ziemlich prunkvolles
Treppenhaus, aber der Rest, also Gänge und Gerichtssäle eher
vergleichbar mit dem Zustand der Straßen, also Flickwerk und alt.
Ganz anders wirkt da das Amtsgerichtsgebäude II, das noch nicht so alt
ist und bestens in Schuss gehalten wird.
Sicherheitsschleusen hab ich hier noch nicht gesehen, aber ich war auch
schon lange nicht mehr da gewesen. Wenn, dann muss ich nur dahin wegen
irgend welcher Dokumente die das Amtsgericht ausstellt.

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