Ein Besuch im Amtsgericht

OP (Firma: Ucore Fotografie www.ucore.de) Persönliche Seite #2108368
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Guten Morgen zusammen,

ich war gestern im Amtsgericht der schönen Stadt Aachen und komme aus 
dem Staunen nicht mehr raus.
Dieses Gebäude ist, meiner Meinung nach, derart übertrieben groß und 
prunkvoll - es muss den Steuerzahler ein Vermögen gekostet haben und 
noch kosten.
Um ein paar Punkte aufzuführen damit man es sich etwas besser vorstellen 
kann: Es gibt ein eigenes Parkhaus inkl. Tiefgarage, es gibt ein 
(großes!) "Torgebäude", dahinter einen Innenhof (ca. 1000m²) im 
Bauhaus-Stil und dann kommt erst das Gebäude selbst. Im Inneren hinter 
diversen Sicherheitsschleusen aus Panzerglas eröffnet sich dem Besucher 
dann ein gewaltiges Atrium (6 Etagen hoch?, Innenfläche mehrere hundert 
m²). selbstredent ist das gesamte Gebäude von Innen durchweg mit 
massivem Eichenholz vertäfelt.

Muss das echt so prunkvoll sein?

Die zweite Sache die mich verstörte waren die Sicherheitskontrollen am 
Eingang. Wie gesagt, es gibt dort Doppeltür-Panzerglasschleusen für die 
angestellten und die normalen Besucher müssen durch eine 
Einzelabfertigung wie an einem US-Amerikanischen Internationalen 
Airport.

Ist das wirklich nötig?
Hat die Justiz so viel Angst vor dem Volk?

Was das alles kosten muss... :-(

Viele Grüße,
Alex B.
OP (Firma: Ucore Fotografie www.ucore.de) Persönliche Seite #2108379
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Florian *.* schrieb:
> Diese Wirkung ist beabsichtigt. Du sollst beeindruckt sein. Schliesslich
> musst Du unter Umstaenden ein Urteil im Namen des Volkes akzeptieren.

Durchaus. Um ehrlich zu sein fühlte ich mich wie im Film Equilibrium 
als gesagt wurde "bringt ihn zur Halle der Vernichtung"...

(um die Fantasie nicht zu sehr anzuregen: Ich war nicht als angeklagter 
o.ä. dort)
#2108472
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Also ich war schon in vielen von den Gerichts, Finanzamt, Polizei, 
Regierungs, XYamtsgebäuden und hier in Bayern sind das immer so 
"Prachtbauten" allerdings sind die alle uralt und stehen unter 
Denkmalschutz.

Jemand anderer als der Staat würde da bestimmt nich einziehen weil der 
Unterhalt und die Erhaltung für jeden der das selbst bezahlen müsste 
nich machbar ist.
#2108486
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Alex Bürgel schrieb:

> Dieses Gebäude ist, meiner Meinung nach, derart übertrieben groß und
> prunkvoll - es muss den Steuerzahler ein Vermögen gekostet haben und
> noch kosten.

Ein Finanzamt hier im Süden sieht ähnlich aus. So sehr das zu Witzen 
oder Kritik einläd, der Grund ist banal: Das Gebäude wurde als Zentrale 
einer grösseren Firma gebaut, die kurz vor Fertigstellung aufgekauft 
wurde, das Gebäude somit obsolet war. Das Gebäude war da und das alte 
Gebäude des Finanzamts war am zusammenfallen. Und so lebt eben nun das 
Finanzamt im repräsentativen Glaspalast.
#2108859
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Solche Prunk- und Protzbauten sollen allein die Macht des Staates und
der Justiz symbolisieren  und ist eigentlich nur Angeberei.
Der Baustil stammt wohl noch aus der Kaiserzeit wo man ohnehin nicht
so aufs Geld schauen musste und die Staatshaushalte stets im Plus waren.
Mein altes Amtsgricht I hat auch so ein ziemlich prunkvolles
Treppenhaus, aber der Rest, also Gänge und Gerichtssäle eher
vergleichbar mit dem Zustand der Straßen, also Flickwerk und alt.
Ganz anders wirkt da das Amtsgerichtsgebäude II, das noch nicht so alt
ist und bestens in Schuss gehalten wird.
Sicherheitsschleusen hab ich hier noch nicht gesehen, aber ich war auch
schon lange nicht mehr da gewesen. Wenn, dann muss ich nur dahin wegen
irgend welcher Dokumente die das Amtsgericht ausstellt.

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