Hallo erstmal.
Ich möchte bei zwei Tiny2313 über einen Port einen Datenaustausch
ermöglichen (Parallel-Port sozusagen). Selbstverständlich noch ein paar
Pins dazu zur Steuerung. Mein Problem:
Muss ich beachten, ob im 'Ruhezustand' die Pins als Ausgang oder Eingang
geschaltet sind, bzw. ob als Ausgang geschaltete Pins zur Sicherheit
einen bestimmten Pegel haben sollten?
Nimm doch eine serielle Schnittstelle, welche schon in Hardware
vorhanden ist:
TWI / I2C
UART
SPI
Geht viel einfacher als selbst was zu entwickeln, besonders als Anfänger
Moin, Paule!
Warum definierst Du nicht eine Menge an Pins fest als Ausgang, andere
fest als Eingang und schließt die über Kreuz an? In logischer Folge
kannst Du Peripherie verwenden, die ohnehin vorhanden ist: SPI, I²C oder
USART.
Schau Dir das Datenblatt an, dann geht Dir ein Licht auf.
Gruß - Wolfgang
Naja, die seriellen Schnittstellen sind schon belegt. Von dem einen tiny
gehts zum Computer und von dem anderen zur weiteren Steuerung. Aber die
Variante die 8 Bit zu teilen, wäre eine Möglichkeit.
Die Kommunikation zwischen den µCs bekomme ich bestimmt hin, bin mir
eben nur nicht sicher, ob's bei zwei verbundenen Pins, die als Ausgang
geschaltet sind, raucht.
Paule schrieb:> bin mir> eben nur nicht sicher, ob's bei zwei verbundenen Pins, die als Ausgang> geschaltet sind, raucht.
Hast Du meinen Beitrag weiter oben gelesen? Offensichtlich nicht, denn
sonst hätte sich Deine jetzige Frage erübrigt. Hole es nach.
Gruß - Wolfgang
Paule schrieb:> [...] bin mir> eben nur nicht sicher, ob's bei zwei verbundenen Pins, die als Ausgang> geschaltet sind, raucht.
Mit Garantie. Entweder du legst fest, dass ein Teil des Bus von
Controller A nach B und der andere Teil von B nach A geht, oder du legst
die Leitungen via Pullup auf High und der sendende µC zieht das Signal
dann auf Low, so wird das ja auch bei I2C gehandhabt.
Probleme kriegst du aber mit Sicherheit, wenn beide den Ausgang aktiv
auf beide Logikpegel steuern.
Wenn du es kompliziert machen willst, kannst du natürlich auch ein
Mini-Protokoll einsetzen mit dem jeweils einer der beiden µCs das
exklusive Senderecht erhält und der andere dann auf Eingang umschaltet,
wenn du fehlerfrei arbeitest funktioniert auch das ...
mfG
Markus
Also der ATtiny2313 ist ja kein Pin-Junkie. Daher verbietet es sich von
selbst, 10 Pins für ein parallel Interface zu vergeuden.
Nimm einen der 3 seriellen Busse.
Peter
@Markus J.
"...Mini-Protokoll einsetzen mit dem jeweils einer der beiden µCs das
exklusive Senderecht erhält..."
So wollte ich es eigentlich machen. Falls aber beim Umschalten der Ports
etwas schiefgeht (vielleicht auch nur in der Entwicklungsphase), sieht
es nicht so gut aus. Deshalb werde ich die Idee von Wolfgang
verwirklichen und einen Port teilen. Das vereinfacht das Protokoll
erheblich.
Paule schrieb:> Die Kommunikation zwischen den µCs bekomme ich bestimmt hin, bin mir> eben nur nicht sicher, ob's bei zwei verbundenen Pins, die als Ausgang> geschaltet sind, raucht.Beitrag melden | Bearbeiten | Löschen |
Klare Antwort: Kann es ...
Entweder beide als Eingang (was wenig Sinn macht, Pull-up einschalten)
oder Ausgang an Eingang. Du willst schließlich Daten übertragen.
Paule schrieb:> @Markus J.> "...Mini-Protokoll einsetzen mit dem jeweils einer der beiden µCs das> exklusive Senderecht erhält..."> So wollte ich es eigentlich machen. Falls aber beim Umschalten der Ports> etwas schiefgeht (vielleicht auch nur in der Entwicklungsphase), sieht> es nicht so gut aus.
Als Schutz gegen versehentliche Ausgang-Ausgang Verbindung kannst du
sonst einfach einen Widerstand mit ein paar kOhm dazwischenschalten.
Dann kann da nichts rauchen.
Vielleicht noch zur Erklärung: Warum gerade 'Parallel-Port'?
Der eine µC unterhält sich gemütlich mit dem Computer und gibt
gelegentlich Daten an den zweiten µC weiter. Dieser hat allerdings voll
mit der Kommunikation mit der Peripherie zu tuen (USART) und gibt nur
alle paar Millisekunden ein Zeitfenster frei, um Daten zu empfangen bzw.
abzuliefern. Da fand ich die Möglichkeit mit dem Parallel-Port am
schnellsten. Bei der seriellen Übertragung habe/ hatte ich immer
'Interrupt' im Hinterkopf. Das würde allerdings viel durcheinander
bringen. Möglich wären vielleicht auch ein paar zusätzliche Leitungen
zur Steuerung. So nach dem Motto: Ich habe da was für dich, wenn du Zeit
hast, sag Bescheid...
Irgendwie ist dein ganzes Konzept nicht so ganz rund.
Mit 2 Controllern zu arbeiten, wobei der eine nur auf den anderen
wartet, macht doch nicht wirklich Sinn.
Nimm einen Controller mit 2 USARTs, z.B. Atmega 644.
Mit dem einen USART handelst du die Kommunikation mit der Peripherie ab
und der andere kommt an den PC. Wenn der PC Daten sendet, speichert der
Controller die angekommenen Daten in einem Buffer und wenn Zeit ist,
werden diese ausgewertet.
Das ist im Gegensatz zu der Synchronisation bei der parallelen
Kommunikation überhaupt nicht zeitkritisch.
mfg.
spess53 schrieb:> ATMega164p>> oder ATMega324p tun.
Das ist richtig. Tut sich preislich aber nichts.
Der 644p von Reichelt ist der günstigste von allen.
mfg.
Hi
>Der 644p von Reichelt ist der günstigste von allen.
Wie kannst du das vergleichen? Bei Reichelt finde ich keinen ATMega164p
oder 324p. Bei CSD sind da 2€ Unterschied.
MfG Spess
Ich muss noch mal fortsetzen.
Da ich Schwierigkeiten sehe, wenn beim atmega644 (o.ä.) beide USARTs
gleichzeitig Daten empfangen sollen, würde ich die Variante 2x
attiny2313 mit Datenaustausch über USI mal weiterverfolgen. Da ich gern
auf der Platine die µCs programmieren möchte, stellt sich mir allerdings
folgendes Problem:
Durch die Verbindung von DO -> DI und DI -> DO, die ja gleichzeitig die
Pins für MOSI und MISO sind, würde ja der Ausgang MISO des zweiten µC am
Ausgang des 'AVR mk2 ISP' hängen. Programmiert wird da zwar nichts,
solange der Reset-Pin nicht auf low liegt. Aber es ist eben Ausgang auf
Ausgang. Deshalb meine Frage:
Weiß jemand, ob der Programmer intern über Widerstände bzw. eine
Strombegrenzung verfügt um diesen Zustand zu erlauben?
Jetzt sind wir ja wieder am Anfang.
Paule schrieb:> Da ich Schwierigkeiten sehe, wenn beim atmega644 (o.ä.) beide USARTs>> gleichzeitig Daten empfangen sollen
Welche Schwierigkeiten siehst du da? Ich sehe da keine.
mfg.
@Thomas
Ich habe zwar noch nicht nachgerechnet, aber reicht denn die Zeit Zeit
beim Empfang eines Datenpaketes die einzelnen Bytes (dann sicherlich
immer abwechselnd) beim ungefähr gleichzeitigen Auftreten eines
Interrupts aus dem Puffer zu holen und abzuspeichern ohne das nächste zu
verpassen? (Der eine USART soll mit 57,6 BAUD laufen)
Paule schrieb:> aber reicht denn die Zeit Zeit
Wenn du in der Interruptroutine keine großen Berechnungen durchführst
reicht das dicke.
Bei 57,6 bekommst du maximal 5760 Bytes/s. Bei einem 20MHz-Controller
hast du dann 20 Mio / 5760 = 3472 Taktzyklen Zeit, bevor das nächste
Byte da ist, um ungefähr das hier zu machen:
ISR(USART0RX_vect)
{
nRx0Buf[nRx0++] = UDR0;
}
ISR(USART1RX_vect)
{
nRx1Buf[nRx1++] = UDR1;
}
Das reicht.
mfg.
@Thomas
doch sicherlich eher 3472/10? Denn ich darf ja das Start-BIT nicht
verpassen.
Aber, auch bei meinen geplanten 6,144MHz (gängige Baud-Raten lassen sich
da prima mit 0% Fehler einstellen) bleiben immer noch über hundert
Takte. Die Frage wäre jetzt nur noch, wie kurz das Startbit sein kann,
damit es noch als solches erkannt wird.
Paule schrieb:> doch sicherlich eher 3472/10? Denn ich darf ja das Start-BIT nicht>> verpassen.
Nein. Ist doch schon mit eingerechnet.
Peter Dannegger schrieb:> Die UART kann nämlich 3 Byte a 10 Bit puffern.
Wieder was gelernt.
mfg.
> Peter Dannegger schrieb:>> Die UART kann nämlich 3 Byte a 10 Bit puffern.
Ja, ich auch! So weit war ich noch gar nicht vorgedrungen.
Also sozusagen: Empfangspuffer + FIFO (Datasheet: 'The recive buffer
consists of a two level FIFO')
Nochmal wegen meiner 'Berechnung': Stimmt. Ich muss ja nicht auf das
Startbit warten, das macht ja die USART (oder der, oder das?).
Allerdings sollte man nicht zu sehr rumtrödeln. Es könnten ja noch mehr
Daten ankommen...