Trafo mit unbekanntem strom

Gast #2110522
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Wenn du an die Anschlüsse (die Drähte) der Primär- bzw. der 
Sekundärseite rankommst, kannst du deren Durchmesser ermitteln. Dann in 
Querschnitt umrechnen und via Trafotabelle die (erlaubten) Ströme 
ermitteln. Lackisolierung berücksichtigen. Art des Trafokerns zu kennen, 
ist dabei auch hilfreich.
#2110740
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Beim Blick in eine Trafotabelle ist die Eisenmenge, etwa  1,5 kg, 
zwischen M85 und M100. Interpolation ergibt so etwa 80W Nennleistung, 
vom Kern her gesehen.
(Der Kern hat eine deutlich höhere Blechstapelhöhe als Normkerne der 
M-Reihe, liegt also leistungsmäßig höher als ein M85).

Laut Aufschrift hat er eine eingebaute Thermosicherung (thermofuse 
fitted). Wenns gut geht ist diese rückstellend, dann kann man den Trafo 
probeweise so hoch belasten wie mans braucht und sehen, ob er sich 
wehrt.

Dummerweise gibts auch welche mit einmal-Thermosicherung, dann ist der 
Trafo nach einer Abschaltung dauernd abgeschaltet.

Am Besten wäre halt, man könnte noch den Drahtquerschnitt messen.
Gast #2110741
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du hast die leerlaufspannung und die nennspannung angegeben. miss mal 
den strom, der fließt, wenn du soweit belastest bis nennspannung 
erreicht ist und das einen plausiblen wert egibt (also jetzt nich 45A) 
und der trafo dann auch bei längerer belastung nicht überhitzt, hast du 
den strom sehr gut heraausgefunden.
#2110825
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die folie sieht nur schick aus, mehr nicht. hilft aber nicht mal gegen 
rost oder so.

wegen den metallverschlossenen wicklungsenden würde ich dazu tendieren, 
daß das ding aus irgendeinem gerät kommt was einen audioverstärker 
beinhaltete. kann auch eine kompaktanlage gewesen sein. die 33V sprechen 
auch dafür, das ist wahrscheinlich auch die wicklung mit dem dickeren 
draht.
Persönliche Seite #2111132
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alex schrieb:
> Ich hab hir einem trafo mit unbekanntem strom
> Gibt es eine möglichkeit den stom zu messen / zu errechnen?

Ja, mit etwas Mathematik. Aber bitte nicht gleich steinigen weil es so 
simpel ist.

Vor.:   alle Verluste vernachlässig, d.h. eta = 1.
  U1 - Primärspannung
  I1 - Primärstrom
  U2 - Sekundärspannung
  I2 - Sekundärstrom
  T – Transformationsfaktor
  P – Leistung ca. 150W

Lsg.:  U1 = T * U2
  I1 = 1/T * I2

  T = U1/U2 = 230 / 33 = 7
  P = U1 * I1, d.h. I1 = P/U1 = 0,65 A
  I2 = T * I1 = 7 * 0,65 A = 4,75 A
Persönliche Seite #2112396
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alex schrieb:
> Was breuchte ich dann für eine sicherung auf der sekundär Seite?
> 0,65A?

Wenn du auf der Sekundärseite einen Strom I2 = 1,5 A bei U2 = 22 V 
ziehst,
so beträgt der Primärstrom I1 = I2 / T (siehe Formel), also 210 mA.
Da wie gesagt keine Verluste mit einberechnet wurden, kommen die 
Trafoverluste (Wirbelstrom, ohmsche Verluste) dazu. Nehme doch einfach 
mal einen Wirkungsgrad von 0,8 an und rechne selbst nach.
#2112632
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Sicherungen auf der Sekundärseite haben keinen bezug auf den Trafo, sie 
schützen nur das was hinter dem Trafo ist.

Normalerweise nimmt man eine Sicherung vor dem Trafo, also auf der 
Primärseite. Denn  durch die Sicherung  kommen einige 100 mV 
Spannungsverlust dazu, die auf der Sekundärseite weitaus störender sind 
als auf der Primärseite.

1..2mm als Drahtabschätzung hilft Nichts: Das bedeutet strommäßig 1 : 4, 
ist also zu ungenau.

Man kann aber annehmen, wenn die Drahtdicken sehr unterschiedlich sind, 
dass die Wicklung mit dünnem Draht nur für Teillast (meinetwegen 100mA, 
für die OpAmps) ausgelegt ist und die Wicklung mit dem fetten Draht für 
die Endstufe für die maximale Leistung.

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