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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Verlängerungskabel von Reichelt


Autor: Tom (Gast)
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Hallo,

hatte letztes Jahr ein Verlängerungskabel bei Reichelt bestellt (5m) und 
jetzt im Winter an diesem einen 2000W Heizlüfter ein paar Stunden am 
Stück betrieben. So sieht nun der Stecker aus => Anhang!

Der Stecker selbst ist mit 16/250VAC beschriftet, also 250V 
Wechselspannung bei 16A Dauerstrom? Habe ich da jetzt was falsch 
verstanden oder ist das wirklich nur allerbilligster Müll, der dort 
verkauft wird?

Gruß
Tom

Autor: Läubi .. (laeubi) Benutzerseite
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Nur so als Hinweis die sind sicher nicht für Unterwassereinsatz geeignet 
;)

Tom schrieb:
> So sieht nun der Stecker aus
Und wie sah er vorher aus?

Autor: Helfer (Gast)
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Das sieht aber eher nach Korrosion als nach elektrischer 
Überlastung/Überwärmung aus.

Hattest du die Buchse im Sumpf deines U-Bootes liegen?

Autor: Tom (Gast)
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Das Kabel wurde in einem völlig trockenen Raum betrieben, Korrosion kann 
ich denke ich von meiner Seite ausschließen. Wie der Stecker vorher 
aussah, kann ich nicht sagen:)

Autor: asdfsdgs (Gast)
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Der hat entweder bei dir oder woanders Kontakt mit Wasser und das nicht 
zu wenig. Von einmal kurz Nasswerden sieht n Stecker nicht so aus.

Autor: Joachim K. (minifloat)
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asdfsdgs schrieb:
> ... sieht n Stecker nicht so aus.

<klugscheiss>
Das ist ja auch eine Buchse.
</klugscheiss>

Ich sehe keine Aderendhülsen unter den Verschraubungen. Hast du die 
Buchse selber montiert?
Auch Verzinnen ist längst nicht mehr Stand der Technik(ja man glaubt es 
kaum was sich in 20 Jahren so ändert. SCNR).

mfg mf

Autor: Thomas Eckmann (Firma: Thomas Eckmann Informationst.) (thomase)
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Sieht aus als wenn da Leckströme auf die Schraube getropft sind.

Aber mal im Ernst. Die Kupplung hat eine Ewigkeit halb im Wasser 
gelegen. So schnell vergammelt das nicht. Das Kupfer hat ja schon Patina 
gebildet.

Schick doch das Bild mal an deren Kundendienst. Und dann rufst du da an 
und fragst, was sie davon halten.

Eigentlich müsste man denen das allerdings um die Ohren hauen.

mfg.

Autor: Maulwurf (Gast)
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Das ist ein Hülsenproblem beim eingesteckten Stecker.
Das Metall war heißer als die Leitung.

Gruss Bernd

Autor: Joachim K. (minifloat)
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Maulwurf schrieb:
> Das Metall war heißer als die Leitung.

Nachts ist es kälter als draußen.
Welches Metall? Die Leitung ist auch aus Metall!?

Erklär mal bitte das Phänomen was du da ansprichst.

mfg mf

Autor: mhh (Gast)
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Mini Float schrieb:
> Welches Metall? Die Leitung ist auch aus Metall!?

Er meint das Metall, wo die Stromübergabe Kupplung - Stecker 
stattfindet.

Autor: Joachim K. (minifloat)
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Ah ok danke. Also so:
Der Kontaktstift des Schukosteckers drückt die Kontaktpaddel links und 
rechts auseinander und beeinflusst durch die Verformung des ganzen 
Bügels  auch die Klemmkraft auf die angeklemmte Leitung/Ader?
Ob mit oder ohne Aderendhülse ist dann ja auch egal. Reichelt hat 
natürlich die Möglichkeit alles abzustreiten und abzuwälzen.

"Sie hatten die Buchse offen? dann haben sie sicher da drin 
rumgepfuscht..."

mfg mf

Autor: Michael_ (Gast)
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Und die eine Schraube der Zugentlastung ist durch die enorme Hitze auch 
ausgeglüht.
Wahrscheinlich hat nur die Katze ab und ann rangepisst.

Autor: Michael U. (amiga)
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Hallo,

ich habe eigentlich schon lange keine Verlängerungen im Handel mehr 
gesehen, deren Stecker/Kupplungen zu öffnen waren und die 
Schraubanschlüsse hatten...

Gruß aus Berlin
Michael

Autor: Tom (Gast)
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Das Kabel bzw. der Stecker wurde von mir in keinster Weise modifiziert. 
Erst als ist Hitzeentwicklung am Stecker bemerkt habe, habe ich das 
Kabel stillgelegt und den Stecker geöffnet.

Autor: Thomas Eckmann (Firma: Thomas Eckmann Informationst.) (thomase)
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Michael U. schrieb:
> ich habe eigentlich schon lange keine Verlängerungen im Handel mehr
>
> gesehen, deren Stecker/Kupplungen zu öffnen waren und die
>
> Schraubanschlüsse hatten...

Dieser hat ja auch 11 Jahre lang bei Reichelt auf dem Parkplatz in 'ner 
Pfütze gelegen. Oder der stammt noch aus der DDR.

mfg.

Autor: Fabian (Gast)
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So wie ich das sehe würde ich folgendes behaupten:

Die Kupplung wurde so gelagert dass L1 unten lag. Die Kupplung stand 
halb voll Wasser. Durch dieses Wasser ist die L1 Klemme korrodiert. 
Diese Korrosion führte zu einem erhöhten Übergangswiderstand, was 
widerrum zum verdampfen des Wassers geführt hat.

Deutliches Indiz hier für ist: Die eine Schraube (gleiche Seite wie L1) 
ist korrodiert, die andere nicht. Der N-Anschluss ist auch unversehrt.

Autor: Simon K. (simon) Benutzerseite
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Michael U. schrieb:
> Hallo,
>
> ich habe eigentlich schon lange keine Verlängerungen im Handel mehr
> gesehen, deren Stecker/Kupplungen zu öffnen waren und die
> Schraubanschlüsse hatten...

Eben! Sicher, dass das Kabel von Reichelt ist? Wann war das Kaufdatum? 
Bist du dir sicher, dass du das nicht selbst zusammengefrickelt hast vor 
ein paar Jahren mal? Wie auch oben schon beschrieben ist es AFAIK 
verboten bei einem im Handel erhältlichen Kabel keine Aderendhülsen bei 
Litze zu verwenden.

Autor: Wegstaben Verbuchsler (wegstabenverbuchsler)
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> Das Kabel wurde in einem völlig trockenen Raum betrieben

hieß der Raum eventuell "Waschküche" und es war die Waschmaschine 
angeschlossen, und der Stecker lag hinter der Waschmaschine auf dem 
Boden?

Autor: Tom (Gast)
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Nein, der Raum hieß Wohnzimmer.

Kaufdatum war Mitte letzten Jahres, Bestellnummer bei Reichelt SK-VL 5M 
BR. Das Kabel wurde bis zur Erstnutzung mit genanntem Heizlüfter in der 
Originaltüte eingeschweist in meinem Schreibtisch gelagert.

Autor: Harald Wilhelms (Gast)
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Tom schrieb:

> Das Kabel wurde bis zur Erstnutzung mit genanntem Heizlüfter in der
> Originaltüte eingeschweist in meinem Schreibtisch gelagert.

Hat denn die Tüte irgendwie seltsam ausgesehen, so als wenn sie mal im 
Wasser gelegen hätte?
Gruss
Harald

Autor: ??? (Gast)
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Chinesische Restbestände billig zusammengeschossen, PVC-Kabel mit 
Seifenwaser eingezogen, Schrauben nicht richtig angezogen, 
Kondenswasser, Seewasser, Monsunregen... Dann Hezlüfter mit richtig 
Strom auf hohe Übergangswiderstände, Hitze, PVC gibt Feuchte und 
Salzsäure ab, Korrossion... Nächsten Winter hätte die Feuerwehr das 
Problem lösen müssen!

Autor: Thomas Eckmann (Firma: Thomas Eckmann Informationst.) (thomase)
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Tom schrieb:
> Bestellnummer bei Reichelt SK-VL 5M BR

Da ist ein modernes Kabel abgebildet. Mit angespritztem Stecker und 
Kupplung. Abbildung ähnlich. OK. Ist halt weiss. Braun muß man sich eben 
vorstellen.

Da ist beim Färben wohl einiges schief gegangen.

mfg.

Autor: Tom (Gast)
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LOL

Na jedenfalls sind Aderendhülsen vorhanden, habe eben mal geschaut.

Auf dem Stecker ist ein CE- und ein VDE-Zeichen. OK, CE klebt der 
Hersteller drauf, die Aufkleber gibt's ja überhall auf Bögen zu kaufen. 
Wie schaut das mit VDE aus? Gelten die Zeichen eigentlich nur für den 
Stecker, oder für das gesamte Kabel?

Autor: mhh (Gast)
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Tom schrieb:
> Gelten die Zeichen eigentlich nur für den
> Stecker, oder für das gesamte Kabel?

Da die Verlängerung aus Teilen zusammengesetzt ist (und problemlos 
wieder zu vereinzeln ist), wird es nur für den Stecker/ Kupplung 
Gültigkeit haben.

Autor: Thomas Eckmann (Firma: Thomas Eckmann Informationst.) (thomase)
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Tom schrieb:
> OK, CE klebt der
>
> Hersteller drauf, die Aufkleber gibt's ja überhall auf Bögen zu kaufen.

Das ist doch aufgeprägt.

Tom schrieb:
> Wie schaut das mit VDE aus?

Stecker, Kupplung und Kabel haben jeweils ihr eigenes VDE-Zeichen.

mfg.

Autor: Maulwurf (Gast)
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Die Oxidation wird durch die Lösungsmittel im Kunststoff ausgelößt, die 
bei Hitze ausdünsten.
Ich bleibe dabei ein Kontaktproblem beim Stecker.
Gruss Bernd

Autor: Tobi B. (civ)
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Für mich sieht das klar korrodiert aus, was an der Zugentlastung 
erkennbar ist. Die eine Schraube ist stark korrodiert, die andere gar 
nicht. Bei Hitze müsste entweder nur die eine Schraube an L1 "verkohlt" 
sein, oder alle. Wobei es dann wahrscheinlicher wäre, wenn die ganze 
Kupplung verschmort wäre.

>Erst als ist Hitzeentwicklung am Stecker bemerkt habe, habe ich das
>Kabel stillgelegt und den Stecker geöffnet.
Viele Verbindungen werden warm, wenn man ordentlich Last anlegt und ein 
Heizlüfter ist eine ordentliche Last.

Zudem wundert mich das das Kabel geschraubt ist, das gibt es bei 
"günstigen" Kabeln schon lang lange nicht mehr.

Autor: Andreas K. (derandi)
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Stecker korrodiert, auf einer Seite, also muss da Wasser drin gewesen 
sein.
L1 verbrannt: Kommt vom hohen Übergangswiderstand, verursacht durch die 
Korrosion.

Ganz davon abgesehen: Mach mal ein Foto vom Stecker.

Autor: Maulwurf (Gast)
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Das kommt nicht vom Wasser

Gruss Bernd

Autor: Etrick (Gast)
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Wie sieht das Gehäuse der Kupplumng aus? Hitzeschaden / Innenseite 
verschmort?

Autor: Klugscheisser (Gast)
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... wie kann man sich wegen einem 5€ Teil den Sonntag versauen...

Autor: Etrick (Gast)
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Spaß an Ursachenforschung? !

Autor: Andreas Lang (andi84)
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Entweder Korrosion durch Wassereinfluss (wahrscheinlich) oder 
unzureichend festgeschraubter L-Draht, wobei ich letzteres öfters sehen 
"durfte" und das eigentlich immer ander aussah.
Sicher, dass das das Kabel von Reichelt ist und nicht ein älteres 
Exemplar?

Gruß
Andreas

Autor: M. John (manfred-64)
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Wie sieht die Steckdose aus in der Du das Kabel hastet. Ähnliche 
thermische Veränderungen an einer Buchse ?
Wenn ja ist wahrscheinlich an der Dose Nullleiter mit Erde vertauscht.
Würd das aber auf alle fälle mal kontrollieren.
Bei dem "dubiosen" Kabel könnte das natürlich auch direkt in der 
Verlängerung vertauscht sein.

Autor: Jens G. (jensig)
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>Wie sieht die Steckdose aus in der Du das Kabel hastet. Ähnliche
>thermische Veränderungen an einer Buchse ?
>Wenn ja ist wahrscheinlich an der Dose Nullleiter mit Erde vertauscht.
>Würd das aber auf alle fälle mal kontrollieren.


Und was hat das mit thermischen Veränderungen zu tun?

Autor: M. John (manfred-64)
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@ Jens G.
> Und was hat das mit thermischen Veränderungen zu tun?

Na genau das verursacht diesen Thermischeffekt.

Physikalische-Hintergrund ist mir leider nicht bekannt :(
Ich kenne dies nur aus eigener Erfahrung und einem Gespräch mit einem 
erfahrenem Elektriker (mein Onkel !).
Hatte das auch mit einer Waschmaschine. Die Dose (in ca. 1,80m höhe) und 
der Stecker verschmorten immer an der selben Busches, bis ein Elektriker 
diesen Fehler feststellte und die Kabel tauschte.

Klar, mir leuchtet das auch irgendwie nicht ein wie das Funst und 
natürlich könnten auch hohe Übergangswiderstände durch schlecht 
angezogenen Klemme die Ursache sein (und in meinem Fall durch tauschen 
der Kabel beseitigt worden sein)
Das wird Er aber bei dem zustand der Buchs sicher nicht mehr feststellen 
können und das überprüfen der Steckdose bei einer Belastung von ca. 2kW 
is nie schlecht wenn's schon mal schmort :)

Ach ja, Thermisch stark belastete Elektrokontakte neigen auch ohne 
erhöhter Feuchtigkeit zur starker Korrosion.

Autor: Helmut Lenzen (helmi1)
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Manfred John schrieb:
> Ach ja, Thermisch stark belastete Elektrokontakte neigen auch ohne
> erhöhter Feuchtigkeit zur starker Korrosion.

Das macht das sich zersetzende PVC der Leitungen. Dabei entsteht 
Chlorwasserstoff (Salzsaeure).

Autor: Harald Wilhelms (Gast)
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Manfred John schrieb:


> Ach ja, Thermisch stark belastete Elektrokontakte neigen auch ohne
> erhöhter Feuchtigkeit zur starker Korrosion.

Das erklärt aber nicht die beiden unterschiedlich stark korridierten
Schrauben der Zugentlastung...
Gruss
Harald

Autor: Chris D. (myfairtux) (Moderator) Benutzerseite
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Thomas Eckmann schrieb:
> Tom schrieb:
>> OK, CE klebt der
>>
>> Hersteller drauf, die Aufkleber gibt's ja überhall auf Bögen zu kaufen.
>
> Das ist doch aufgeprägt.
>
> Tom schrieb:
>> Wie schaut das mit VDE aus?
>
> Stecker, Kupplung und Kabel haben jeweils ihr eigenes VDE-Zeichen.

Was aber auch egal ist.

Ich traue diesen Aufdrucken schon lange nicht mehr.

Spätestens seit uns Chinesen ein Angebot über Wandwarzen machten und auf 
dem Fax man ankreuzen konnte, welche Logos man denn gerne hätte. Das 
ging von GS über VDE, TÜV Rheinland usw.

Hier werden jedenfalls mittlerweile alle Kabel selbst konfektioniert - 
mit vernünftigen, aufschraubbaren Steckern/Buchsen, Adernendhülsen, 
genug Querschnitt, sehr gute Flexibilität, ordentlicher Zugentlastung, 
gutem Knickschutz usw.

Dafür hab ich in dem Bereich schon viel zu viel Scheiße gesehen - leider 
auch bei höherpreisigen Sachen.

Chris D.

Autor: Helmut Lenzen (helmi1)
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Chris D. schrieb:
> Spätestens seit uns Chinesen ein Angebot über Wandwarzen machten und auf
> dem Fax man ankreuzen konnte, welche Logos man denn gerne hätte. Das
> ging von GS über VDE, TÜV Rheinland usw.

Und hast du das mal VDE, TÜV usw. mitgeteilt?

Autor: M. John (manfred-64)
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@Harald
Jo, das Ding sieht wirklich so aus als sei's halb seitig baden gegangen 
:)
aber Tom meint ja das das keinesfalls nicht sein könnte.

Autor: Chris D. (myfairtux) (Moderator) Benutzerseite
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Helmut Lenzen schrieb:
> Chris D. schrieb:
>> Spätestens seit uns Chinesen ein Angebot über Wandwarzen machten und auf
>> dem Fax man ankreuzen konnte, welche Logos man denn gerne hätte. Das
>> ging von GS über VDE, TÜV Rheinland usw.
>
> Und hast du das mal VDE, TÜV usw. mitgeteilt?

Ja, ich habe damals mit einem Mitarbeiter vom TÜV Rheinland gesprochen.
Das ist wohl gängige Praxis bei vielen chinesischen Unternehmen. Die 
drucken Dir alles, was Du willst, drauf.

Da kann der VDE etc. hier wenig machen.

Importeur und damit haftbar wäre nur ich - an die Chinesen kommen sie 
nicht dran.

Mehr Kontrollen wären gut - müssen aber auch irgendwie bezahlt werden.

Chris D.

Autor: Helmut Lenzen (helmi1)
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Es muesste doch im eigenen Interesse von VDE, TÜV sein sowas zu 
unterbinden.
Ist denen ihr Logo hier nicht rechtlich Geschuetzt? Sowas koennte doch 
schon den Zoll auf den Plan rufen.

Autor: Chris D. (myfairtux) (Moderator) Benutzerseite
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Helmut Lenzen schrieb:
> Es muesste doch im eigenen Interesse von VDE, TÜV sein sowas zu
> unterbinden.

Ja. Aber die wollen dafür auch kein Geld ausgeben.

> Ist denen ihr Logo hier nicht rechtlich Geschuetzt? Sowas koennte doch
> schon den Zoll auf den Plan rufen.

Dann müsste der 90% des China-Elektronik-Krams abfangen ;-)

Der Zoll ist doch jetzt schon hoffnungslos überfordert.

Danach dann Rückfrage beim VDE, die müssen erst wieder bestätigen usw.

Ein riesiger bürokratischer Aufwand.

Und dann ist auch die Frage, inwiefern die rechtlich überhaupt eine 
Handhabe haben, solange das Teil nicht in Verkehr gebracht wurde.

Chris D.

Autor: Helmut Lenzen (helmi1)
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>Dann müsste der 90% des China-Elektronik-Krams abfangen ;-)

Waere doch nicht schlecht.

>Ja. Aber die wollen dafür auch kein Geld ausgeben.
Dann schaffen die sich irgendwann damit selber ab.

>Danach dann Rückfrage beim VDE, die müssen erst wieder bestätigen usw.
>Ein riesiger bürokratischer Aufwand.

Sollte in Zeiten globaler Vernetzung kein riesiger Aufwand sein.


>Und dann ist auch die Frage, inwiefern die rechtlich überhaupt eine
>Handhabe haben, solange das Teil nicht in Verkehr gebracht wurde.

Naja das schicken die nur rueber damit wir es hier fuer die lageren 
duerfen :=)

Autor: Lötmichel (Gast)
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Moin!

Nuja. Aderendhülsen sind bei der Kupplung nicht nötig,
da das augenscheinlich Käfigklemmen sind.

Die Korrosion ist mir auch zu ungleichmässig für Wassereinfluss.

Ich würde vermuten: L-Schraube nicht gescheit angezogen,
dadurch Übergangswiderstand mit Hitzeentwickung, das hat die
(PVC-)Isolierung der Ader Übelgenommen und sich unter
HCl-Entwicklung aus dem Staub gemacht. Die HCL-Dämpfe haben dann
die "Schnellkorrosion" in ihrer Umgebung eingeleitet.

Michael.

Autor: Rufus Τ. Firefly (rufus) (Moderator) Benutzerseite
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Lötmichel schrieb:
> Aderendhülsen sind bei der Kupplung nicht nötig,
> da das augenscheinlich Käfigklemmen sind.

Litze in Käfigklemme? Halte ich für Pfusch.

Autor: Lötmichel (Gast)
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Rufus Τ. Firefly schrieb:

> Litze in Käfigklemme? Halte ich für Pfusch.

Ist aber laut VDE "Stand der Technik", also erlaubt.
(Und Teilweise bei (Steck-)Klemmen sogar gefordert,
 weil sonst zu wenig Kontaktdruck/Rausrutschen aus
 der Crimpung.)

Michael.

Autor: Stromleiter (Gast)
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also ich sehe links ganz klar eine Aderendhülse ohne Kragen.

Autor: Helmut Lenzen (helmi1)
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Lötmichel schrieb:
>> Litze in Käfigklemme? Halte ich für Pfusch.

Kann sein das Rufus diese Klemmen an Schaltern , Steckdosen meint.
Da Litze anzuschliessen halte ich auch fuer Pfusch.
Es gibt aber diese Klemmen die nur mit Werkzeug zu oeffnen sind.
Und da halten die Litzen normalerweise sehr gut drin. (Cage Clamp)

http://www.wago.com/infomaterial/pdf/51182709.pdf

Autor: hubert (Gast)
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Rufus Τ. Firefly schrieb:
> Litze in Käfigklemme? Halte ich für Pfusch.

Was bitte ist eine Käfigklemme? Ich kenne Käfigzugfederklemmen. Die sind 
je nach Ausführung sehr wohl für feindrähtige Leiter zugelassen, wie 
helmi auch schon geschrieben hat. (Der war schneller als ich im 
Datenblattraussuchen...)

Hier ist jedoch nur eine Schraubklemme mit einer quadratischen 
Unterlegscheibe zu sehen. Und da sind tatsächlich Aderendhülsen 
vorgeschrieben. Aber ob da nicht doch eine drunter ist, das ist auf dem 
Bild nicht zu erkennen. Es gibt ja für vollautomatische Konfektion auch 
Aderendhülsen ohne Kragen.

Aber zurück zur Originalfrage:
> Habe ich da jetzt was falsch verstanden oder ist das wirklich nur
> allerbilligster Müll, der dort verkauft wird?

Ist es wirklich sicher, daß das dieses Kabel ist? Im Katalog schaut's 
anders aus.
Ist es sicher, daß der eingesteckte Stecker hochwertig ist und vor allem 
dessen Kontaktstifte nicht verschmutzt waren?
Ist es wirklich sicher, daß nicht doch Wasser im Spiel war?

Hat Reichelt schon was zu dem Thema gesagt? Eigentlich wären die ja der 
erste Ansprechpartner zur Klärung und nicht die Forenkollegen hier, die 
aufgrund der unsicheren Informationslage eher nur Vermutungen anstellen 
können.

Im Übrigen: Wer bei einem Versender stets billigste Artikel kauft 
anstelle Markenware namhafter Hersteller zu nutzen, die nicht zuletzt 
mit ihrem Ruf für die Qualität einstehen braucht sich über den einen 
oder anderen Ausreißer nicht wundern.

Autor: Abdul K. (ehydra) Benutzerseite
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Chris D. schrieb:
> Spätestens seit uns Chinesen ein Angebot über Wandwarzen machten und auf
> dem Fax man ankreuzen konnte, welche Logos man denn gerne hätte. Das
> ging von GS über VDE, TÜV Rheinland usw.
>

Warum hast du nicht einfach ALLES angekreuzt? Oder ist da irgendwie ein 
XOR drin?

Das Ende vom Lied werden holografische Bildchen sein, die uns dann 
überall, selbst vom Brotlaib, entgegenstrahlen. Gedruckt natürlich auch 
in Shenzhen.


> Hier werden jedenfalls mittlerweile alle Kabel selbst konfektioniert -
> mit vernünftigen, aufschraubbaren Steckern/Buchsen, Adernendhülsen,
> genug Querschnitt, sehr gute Flexibilität, ordentlicher Zugentlastung,
> gutem Knickschutz usw.
>
> Dafür hab ich in dem Bereich schon viel zu viel Scheiße gesehen - leider
> auch bei höherpreisigen Sachen.
>

Problem wird sein dies dem Kunden als Vorzug zu vermitteln.

Autor: Abdul K. (ehydra) Benutzerseite
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Lötmichel schrieb:
> Moin!
>
> Nuja. Aderendhülsen sind bei der Kupplung nicht nötig,
> da das augenscheinlich Käfigklemmen sind.
>
> Die Korrosion ist mir auch zu ungleichmässig für Wassereinfluss.
>
> Ich würde vermuten: L-Schraube nicht gescheit angezogen,
> dadurch Übergangswiderstand mit Hitzeentwickung, das hat die
> (PVC-)Isolierung der Ader Übelgenommen und sich unter
> HCl-Entwicklung aus dem Staub gemacht. Die HCL-Dämpfe haben dann
> die "Schnellkorrosion" in ihrer Umgebung eingeleitet.
>

Du bist ganz nah dran!

Ich vermute aus der weiten Ferne aus dem Osten von DE:
Das nur eine der drei Adern im Kabel mit nicht korrekt hergestelltem PVC 
umhüllt wurde. Das kommt eigentlich ziemlich oft vor. Der PVC gibt dabei 
korrosive nicht chemisch gebundene Bestandteile ab. Im einfachsten Fall 
war die Ursache ein zu sehr abweichendes Mengenverhältnis bzw. 
pi-mal-daumen reingekippt oder Volumen gleich Gewicht angesetzt, usw. 
z.B. den Weichmacher.
Den Rest was danach passiert, haben ja schon andere dargestellt.

In Mehrkomponentensystemen zum Vergießen werden extra Puffersubstanzen 
eingebracht, die solche Ungleichheiten bis zu einem gewissen Maße dann 
unschädlich stabilisieren, sodaß die überflüssigen Reststoffe nicht das 
Gesamtsystem beeinträchtigen. So ein späteres 'Aussuppen' aus dem erst 
festgewordenen Guß ist ein typisches Zeichen.

Autor: Chris D. (myfairtux) (Moderator) Benutzerseite
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Abdul K. schrieb:
> Chris D. schrieb:
>> Spätestens seit uns Chinesen ein Angebot über Wandwarzen machten und auf
>> dem Fax man ankreuzen konnte, welche Logos man denn gerne hätte. Das
>> ging von GS über VDE, TÜV Rheinland usw.
>>
>
> Warum hast du nicht einfach ALLES angekreuzt? Oder ist da irgendwie ein
> XOR drin?

War wie gesagt nur ein Angebot - haben wir dann doch nicht genommen 
sondern die saubere Lösung (Netzkabel, guter Schalter am Gerät).

> Das Ende vom Lied werden holografische Bildchen sein, die uns dann
> überall, selbst vom Brotlaib, entgegenstrahlen. Gedruckt natürlich auch
> in Shenzhen.

Hehe, ja, vermutlich.

>> Hier werden jedenfalls mittlerweile alle Kabel selbst konfektioniert -
>> mit vernünftigen, aufschraubbaren Steckern/Buchsen, Adernendhülsen,
>> genug Querschnitt, sehr gute Flexibilität, ordentlicher Zugentlastung,
>> gutem Knickschutz usw.
>>
>> Dafür hab ich in dem Bereich schon viel zu viel Scheiße gesehen - leider
>> auch bei höherpreisigen Sachen.
>>
> Problem wird sein dies dem Kunden als Vorzug zu vermitteln.

Das Problem ist geringer als man glaubt - man muss es aber auch tun (das 
Vermitteln). Kunden sind nicht blöd und wenn man Ihnen sagt/zeigt, woher 
der Preis kommt, dann zahlen sie auch mehr.

Wir haben z.B. kein Problem damit, unsere Geräte beim Kunden 
aufzuschrauben und zu zerlegen, damit die auch begreifen können, warum 
Qualität Geld kostet.

Ich habe allerdings auch den Vorteil, nicht um Cents ringen zu müssen. 
Wenn das Gerät 10 Euro mehr kostet, ist das dem (Industrie-)kunden 
ziemlich egal. Viel wichtiger ist da: wie lange hält es? Ist es 
wartungsarm?

Sehr wichtig: Wie schnell wird repariert, wenn es einen Defekt gibt?
Gerade bei letztem sieht es bei ausländischen Anbietern düster aus.

Chris D.

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