Moin, Da ich mich mittlerweile entschlossen habe von 433MHz Funkverbindung auf 868MHz umzusteigen, suche ich jetzt noch passende Antennen. Dabei ist mir eine Lambda 1/2 Dipol von Antenna Factor in die Hände gefallen http://www.antennafactor.com/products/dipole/mhw-series-stick-on-dipole-antenna/ Leider für 433MHz :-( Meine Überlegung war, da 433MHz *2 = fast 868MHz, müsste ich doch die Antenne theoretsch verwenden können, oder? Wär dann keine Lambda 1/2 mehr, sondern eine Lambda 1, weil doppelte Frequenz, halbe Wellenlänge. Ist meine Überlegung richtig, funktioniert das so? Oder soll ich mich lieber nach einer richtigen 868MHz Antenne umschauen? LG, Manuel
Hallo Manuel, nein, das funktioniert nicht. Liegt an der Stromverteilung auf dem Dipol. Bei 433 MHz ist an der Speisestelle ein "Strombauch", bei 868 MHz nicht. Du müsstest den Dipol entsprechend kürzen. Genauere Infos findest Du beispielsweise hier: http://www.dj4uf.de/lehrg/e11/e11.html Gruß Tom
Tom schrieb: > Du müsstest den Dipol entsprechend kürzen. > Genauere Infos findest Du beispielsweise hier: > http://www.dj4uf.de/lehrg/e11/e11.html In dem gleichen Tutorial steht aber in Kapitel 9: "Eine Dipolantenne muss ein ganzzahliges Vielfaches der halben Wellenlänge haben" Wenn also der 433 MHz Dipol eine Lambda/2 - Antenne ist, dann ist das bei der doppelten Frequenz 2 * (Lambda/2). Also ein ganzzahliges Vielfaches. Demnach geht es. http://www.dj4uf.de/lehrg/a09/a09.html Tom schrieb: > Bei 433 MHz ist an der Speisestelle ein "Strombauch", bei 868 MHz > nicht. Bist du sicher, daß du das richtig verstanden hast? "Merke An den Enden einer Dipolantenne sind immer Stromknoten, denn am Ende kann kein Strom mehr fließen. Dort wo ein Strombauch ist, muss ein Spannungsknoten sein und umgekehrt." mfg.
Thomas Eckmann schrieb: > "Eine Dipolantenne muss ein ganzzahliges Vielfaches der halben > Wellenlänge haben" > > Demnach geht es. Klar geht das, wenn man beachtet daß die Antenne am Speisepunkt nun nicht mehr niederimpedant (50 Ohm) ist, sondern hochohmig. Also ist transformieren angesagt. Einfach so anschließen geht nicht, jedenfalls nicht wenn man Leistungsanpassung haben möchte, damit die Generatorleistung verlustarm abgestrahlt werden kann.
Hallo zusammen, also ich würde Euch den Vollwellendipol nicht empfehlen, er hat im Speißepunkt einen Wellenwiderstand von ca. 1000 Ohm.... Da müßte dann schon eine Transformationsleitung hin oder ein entsprechender Ringkern Trafo. Wieviel Platz für die Antenne habt ihr denn? Wenn der Platz da wäre, ginge eine Doppelquad (so wie die CD-Spindel-Antennen) recht einfach zu bauen, die Quadelemente hätten dann eine Seitenlänge von ca. 8cm..... Es gäbe viele schöne Antennchen, ist halt immer eine Frage des Platzes. Ich bin Funkamateur und kenne das leidige Thema mit dem Platz für die Antennchen nur allzu gut. Also sagt mal wieviel Platz ihr hättet, vielleicht fällt mir ja was passenderes ein als ein Dipol ;-) Grüße -Ralf-
Thomas Eckmann schrieb: > Tom schrieb: > >> Bei 433 MHz ist an der Speisestelle ein "Strombauch", bei 868 MHz > >> nicht. > > > > Bist du sicher, daß du das richtig verstanden hast? > > > > "Merke > > An den Enden einer Dipolantenne sind immer Stromknoten, denn am Ende > > kann kein Strom mehr fließen. Dort wo ein Strombauch ist, muss ein > > Spannungsknoten sein und umgekehrt." > Ja, verstehe Deinen Einwand nicht, ist so korrekt. Beim Lambda/2-Dipol: Speisestelle=Strombauch & Spannungsknoten Dipolenden=Stromknoten & Spannungsbauch Das Stichwort "Impedanz" von Micha ist das entscheidende. Mein "geht nicht" bezog sich auf "einfaches anschließen" ohne zusätzliche Anpassung. Gruß Tom
Hallo zusammen also das Zitat vom Eckard (DJ4UF) bezieht sich auf einen Halbwellendipol, wobei die "Halbwelle" sich auf beide Schenkel zusammen bezieht. Also jeder Schenkel hat für sich Lambda/4...... gestreckt im freien Raum hat er eine Impedanz von ca 70 Ohm und ist symmetrisch..... Wenn Ihr das Antennchen auf einer kleinen Metallplatte aufbaut reicht da auch ein Lamda/4 langes Stäbchen oder Drahtstück. z.B. in den Gehäusedeckel ein Loch bohren, eine billige F-Buchse reinschrauben und einen F-Stecker mit dem Drahtstück als Antenne rein. Platzsparend, Impedanz passt etwa, unten kann dünnes Koaxkabel (z.B. aus nem alten Monitorkabel) angelötet werden und gut ists. für die 866MHz folgt: Lambda = c/f --> 3E8/866E6 = 0.346m ==> Lambda/4 = 8.66cm ---> das ist die Länge des Stäbchens oder auch die Schenkellänge eines Halbwellendipols. Bei diesen Verhältnissen herrscht ~Leistungsanpassung, beim Empfang wäre es net soo wichtig, beim senden eher, es können Mantelwellen auftreten und es kommt bei Fehlanpassung sicher zu Refexionen in der Leitung die den Senderausgang beschädigen können (Spannungsüberhöhungen) Viele Grüße -Ralf- (DL4GAO)
Bitte melde dich an um einen Beitrag zu schreiben. Anmeldung ist kostenlos und dauert nur eine Minute.
Bestehender Account
Schon ein Account bei Google/GoogleMail? Keine Anmeldung erforderlich!
Mit Google-Account einloggen
Mit Google-Account einloggen
Noch kein Account? Hier anmelden.