Hallo In der Atomdiskussion in den letzten Wochen wurden nur 2 Lager behandelt. Zum einen die Waffenindustrie und zum anderen die Stromindustrie. Wie kommt es, dass man nirgends etwas von Forschungsreaktoren hört, die z.B. für die Produktion von Molybdän-99 benötigt werden, ohne dass die Nuklearmedizin heute nicht mehr auskommt? Wie sieht es mit dem Gefahrenpotential aus? Ich könnte mir vorstellen, dass bei diesen Reaktoren deutlich kleiner sind.
Tilo Lutz schrieb: > Hallo > > In der Atomdiskussion in den letzten Wochen wurden nur 2 Lager > behandelt. > Zum einen die Waffenindustrie und zum anderen die Stromindustrie. > > Wie kommt es, dass man nirgends etwas von Forschungsreaktoren hört, die > z.B. für die Produktion von Molybdän-99 benötigt werden, ohne dass die > Nuklearmedizin heute nicht mehr auskommt? > > Wie sieht es mit dem Gefahrenpotential aus? Ich könnte mir vorstellen, > dass bei diesen Reaktoren deutlich kleiner sind. 1. Die Leistungen sind deutlich kleiner, so dass auch die Kühlproblematik übersichtlicher ist. 2. Die Betreiber sind Forscher, die sich mit den Vorgängen auskennen und sicherlich deutlch mehr Mess- und Kontrollmöglichkeiten haben und diese auch nutzen.
Meine Überlegung ging eher in eine andere Richtung, z.B. wie viel Strahlung maximal nach aussen gelangen könnte und was die Auswirkungen sind. Da die Menge an strahlendem Material duetlich kleiner ist, sollte hier weniger passieren. Die Frage ist nur, was weniger bedeutet. Der nächste Punkt wäre die Endlagerung. Wie viel hochradioaktives Material entsteht im Betrieb? Kann man Forschungreaktoren eventuell mit der Diskussion über grüne und weiße Gentechnik vergleichen kann?
Tilo Lutz schrieb: > Meine Überlegung ging eher in eine andere Richtung, > z.B. wie viel Strahlung maximal nach aussen gelangen könnte und was die > Auswirkungen sind. Da die Menge an strahlendem Material duetlich kleiner > ist, sollte hier weniger passieren. Die Frage ist nur, was weniger > bedeutet. > > Der nächste Punkt wäre die Endlagerung. Wie viel hochradioaktives > Material entsteht im Betrieb? > > > Kann man Forschungreaktoren eventuell mit der Diskussion über grüne und > weiße Gentechnik vergleichen kann? Hm, da sehe ich jetzt keine naheliegenden Brücken, es sei denn du meinst, dass die KKW-Reaktoren wie die grüne Gentechnik das Erbgut verändern... Nun, wenn man es so sehen will... Natürlich entstehen auch bei Forschungsreaktoren Abfälle, wenn auch in erheblich geringerem Maße. Doch nicht die Energiegewinnung steht im Mittelpunkt sondern die Nutzung der Strahlung (Neutronen in München z. B. ) oder der Isotope. Und hierfür ist ein möglichst sicherer Betrieb die beste Voraussetzung. Die Forscher haben also nix davon ob das Ding viel leistet oder wenig. Die Forscher sind in der Regel auch in der Nähe des Reaktors, weil da die Beamlines sind. Daher haben die Forscher auch keinerlei Interesse, dass das Ding auf Biegen und Brechen an ist, weil z. B. noch ein Experiment zu machen ist aber der Reaktor eine Kontrolle braucht...
Hallo Ich meinte nicht die Genveränderung sondern eher den Punkt, dass die "weiße" Gentechnik sogar bei den grünen aktzeptiert ist, da hierbei die Genveränderten Organismen nicht in die Umwelt entlassen werden, also grün=böse, weiß=gut.
http://www.ga-esi.com/triga/about/index.php Die Forschungsreaktoren scheinen auch irgendwie eigensicher zu sein.
Gabs da nicht ein Problem mit hoch angereichertem Uran, das für den Betrieb gebraucht wird? Da man aus dem Stoff auch andere Dinge machen kann, soll es keinen Nachschub an Brennstoff mehr geben. Deswegen gibt, oder gab es Engpässe bei medizinisch benötigten Radionukliden. Weiße Gentechnik ist die klassische Züchtung, der Begriff ist etwas irreführend. Da steckt wohl mal wieder so ein kleiner PR-Trick dahinter, lanciert durch interessierte Kreise...
Uhu Uhuhu schrieb: > Gabs da nicht ein Problem mit hoch angereichertem Uran, das für den > Betrieb gebraucht wird? Da man aus dem Stoff auch andere Dinge machen > kann, soll es keinen Nachschub an Brennstoff mehr geben. > > Deswegen gibt, oder gab es Engpässe bei medizinisch benötigten > Radionukliden. > > > Weiße Gentechnik ist die klassische Züchtung, der Begriff ist etwas > irreführend. Da steckt wohl mal wieder so ein kleiner PR-Trick dahinter, > lanciert durch interessierte Kreise... Ja, das ist ein Thema. Am FRM II in München hat man das System für HEU ausgelegt. Dann ist man draufgekommen dass es wg. Plutonium und so besser wäre LEU zu nehmen (die Politik ist draufgekommen). Man kann den Reaktor wohl umbauen aber das ist sehr teuer, weil eben nicht von vorneherein berücksichtigt und die Neutronenintensität dürfte auch erheblich sinken. Insofern dauern dann die Messungen länger bzw. einige Messungen gehen dann nicht mehr, weil zu wenig Neutronen. Ob es einfacher ist, nen Sprengkopf zu klauen oder in nen Forschungsreaktor einzubrechen und dort das HEU zu klauen kann ich schwer beurteilen. Ein Sprengkopf ist auf jeden Fall deutlich kompakter. Sozusagen reisefertig.
Michael K-punkt schrieb: > Ob es einfacher ist, nen Sprengkopf zu klauen oder in nen > Forschungsreaktor einzubrechen und dort das HEU zu klauen kann ich > schwer beurteilen. Die Amis sind in solchen Dingen dogmatischer als der Papst in seinen.
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