Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik VU-Meter nach Bascom-Beispiel, eine Frage


von Old P. (Gast)


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Hallo,

ich habe mir zum Test diesen Beipielcode für ein VU-Meter von der 
"Bascom-Seite" geladen und die Hardware nach den in der Datei 
angegebenen Hinweisen aufgebaut. Soweit ok, doch die Eingangsschaltung 
ist mir irgendwie suspekt.
1
'---[ Analog comparator inputs ]------------------------------------------------
2
'
3
'
4
'  Meter DC input >-------[ R2 ]-------> PB1 (AIN1 pin 13)
5
'                                 |
6
'             GND <---------||-----
7
'                           C2
8
'
9
'                      ---[ R1 ]---
10
'             GND <----|          |----> PB0 (AIN0 pin 12)
11
'                      -----||-----
12
'                           C1
13
' R1 = 10k 5%
14
' R2 = 10k
15
' C1 = 47nF 5%
16
' C2 = 47nF

Wenn ich das Eingangssignal (gleichgerichtet) so wie oben an R2 lege, 
springt die Anzeige sofort hoch, nehm ich das Signal weg, sollte 
eigentlich die "Peak-LED" weiter leuchten, die restlichen aber wieder 
ausgehen. Das tuts aber nicht, alle LEDs bleiben an, nur ganz langsam 
geht das runter. Irgendwie auch logisch, da C2 ja nur über den Port PB1 
entladen wird.
Logischer wäre doch, R2 an Masse und das Signal direkt an PB1 (Pin13) 
einzuspeisen.

Old-Papa

von Technikus (Gast)


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Hallo,

> Logischer wäre doch, R2 an Masse und das Signal direkt an PB1 (Pin13)
> einzuspeisen.

es scheint, du hast die Funktion von R2 / C2 nicht verstanden.
Diese Komponenten bilden einen Tiefpass; er blockt höhere Frequenzen 
nach Masse ab.
Übrigens ist es für den Microcontroller-Pin nicht gut, ein Signal 
unbekannter Höhe DIREKT darauf zu geben (das könnte den Controller 
beschädigen). Der Widerstand schützt hier (in Grenzen) auch den 
Eingangspin.

> nehm ich das Signal weg

Wenn das bedeutet, dass du den Eingang des DC-Inputs vom Mess-Signal 
TRENNST (oder es über eine Diode einspeist), ist dieser Effekt klar. 
Doch bei einem niederohmigen Eingangs-Signal (ohne Diode) wird dies 
nicht passieren. Wenn du die Anzeige des Eingangssignal deaktivieren 
willst, dann lege PB1 an Masse und lasse den Signaleingang 
angeschlossen.
In den im Programm angegebenen Signal-Grenzen (max. 5V Eingangsspannung) 
kann das Wechselspannungs-Signal auch direkt an R2 angeschlossen werden; 
die im IC vorhandenen Pin-Body-Dioden von PB1 leiten (durch R2 
strombegrenzt) negative Eingangssignale nach Masse ab und begrenzen 
Spannungsspitzen von über 5V.

von Old P. (Gast)


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Technikus schrieb:
> es scheint, du hast die Funktion von R2 / C2 nicht verstanden.

Das ist ja immer möglich ;-) Und wenn ich jetzt hier tiefer gehe, hast 
Du sogar recht!

> Diese Komponenten bilden einen Tiefpass; er blockt höhere Frequenzen
> nach Masse ab.

Das hat bei reiner Gleichspannung am Eingang auch Sinn, doch es ist ja 
eine sich mitunter sehr schnell, ja sprungartig änderne Gleichspannung. 
Ich habe da Zweifel, ob dieses RC-Glied da nicht bremst.

> Übrigens ist es für den Microcontroller-Pin nicht gut, ein Signal
> unbekannter Höhe DIREKT darauf zu geben (das könnte den Controller
> beschädigen). Der Widerstand schützt hier (in Grenzen) auch den
> Eingangspin.

Soweit klar, da müsste dringend ein R davor.

>> nehm ich das Signal weg
>
> Wenn das bedeutet, dass du den Eingang des DC-Inputs vom Mess-Signal
> TRENNST (oder es über eine Diode einspeist), ist dieser Effekt klar.
> Doch bei einem niederohmigen Eingangs-Signal (ohne Diode) wird dies
> nicht passieren.

Warum nicht? Selbst wenn ich ein sehr niederohmiges DC-Signal einspeise, 
wird dieses ja durch R2 hochohmig. Wenn der nicht wäre, könnte C2 
schnell entladen werden, so aber....
Ok, ich müsste mal die Zeitkonstante berechnen, vielleicht passt das ja 
noch.

> Wenn du die Anzeige des Eingangssignal deaktivieren
> willst, dann lege PB1 an Masse und lasse den Signaleingang
> angeschlossen.

Das will ich ja garnicht, nur bei schnellen Pegeländerungen nach unten 
das auch zeitnah wahrnehmen können.

> In den im Programm angegebenen Signal-Grenzen (max. 5V Eingangsspannung)
> kann das Wechselspannungs-Signal auch direkt an R2 angeschlossen werden;
> die im IC vorhandenen Pin-Body-Dioden von PB1 leiten (durch R2
> strombegrenzt) negative Eingangssignale nach Masse ab und begrenzen
> Spannungsspitzen von über 5V.

Das könnte sogar gehen, doch es wiederstrebt mir, Schutzschaltungen zu 
missbrauchen.

Ok, ich muss sowieso einen Vorverstärker vorschalten, mal sehen, was ich 
dazu nehme. Ein OPV und anschließend gleichrichten wird wohl noch zu 
hochohmig werden, Didoden habe ich dann ja auch wieder im Weg. Man 
könnte auch vorher gleichrichten und dann nur DC verstärken, dass sollte 
wohl niederohmig genug sein. Na mal sehen....

Old-Papa

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