Tastkopf kompensieren bei DSO?!

OP #2122723
Lesenswert?

Hallo,

hab heute mal den Tastkopf meines DSO Kompensieren wollen aber irgendwie 
werde ich nicht schlau daraus. Wenn die Einstellung auf 1V steht sieht 
es so aus als wäre er über kompensiert. Wenn ich dann auf 500mV 
runterstelle klickts und es ist ein Sauberes Rechtecksignal. Wenn ich 
ohne die x10 teilung das Rechtecksingal darstelle also 1:1 ist es auch 
sauber egal welche einstellung?! Was liegt da im argen? Ist das normal?

Grüße
David
Angehängte Dateien:
Gast #2122733
Lesenswert?

>Wenn ich
>ohne die x10 teilung das Rechtecksingal darstelle also 1:1 ist es auch
>sauber egal welche einstellung?!

Kompensieren kannst du nur in der 10x Stellung des Tastkopfes.
Probe Einstellung auf 10x ändern.
OP #2122742
Lesenswert?

Ja das hab ich ja dann gemacht im Oszi an dem Anschluss x10 eigestellt 
und am Tastkopf x10 und die Bilder oben die die Selben Signale alles 
gleich bis auf Voltbereich der ist runtergesetzt von 1V auf 500mV. Und 
wie man oben schön sehen kann im 1V bereich sieht es aus als wäre es 
Überkompensiert und im 500mV bereich sieht es Top aus.
Gast #2122752
Lesenswert?

David M. schrieb:
> Und
> wie man oben schön sehen kann im 1V bereich sieht es aus als wäre es
> Überkompensiert und im 500mV bereich sieht es Top aus.

Da kann der Tastkopf nichts für. Naja, vielleicht kannst du dir mal 
einen anderen leihen, um dies zu überprüfen.
Vermutlich hat dein Skope eine unterschiedliche Eingangskapazität in den 
beiden Bereichen. Du kannst dann bestenfalls einen Kompromiss der 
Kompensation zwischen dein beiden Empfindlichkeiten abgleichen.
#2122753
Lesenswert?

Im Extremfall hat das Scope einen Defekt:

Beim Umschalten vom 1V/Teilung-Bereich auf den 0,5V/Teilung-Bereich 
ändert sich die Eingangskapazität des Scope.

Normalerweise müsste die Eingangskapazität des Scope beim Umschalten des 
Messbereichs konstant bleiben, sodass der Kompensationsabgleich des 
Tastkopfs erhalten bleibt.
Gast #2122773
Lesenswert?

>Warum bleibt es dann konstant wenn ich die Einstellung 1:1 im tastkopf
>und im Oszi drin hab?

Dann hat der Tastkopf direkten Durchgang. Eine Drahtbrücke.
Nur bei 10:1 kannst du kompensieren. Wenn dann beim umschalten
des Messbereiches die Kompensation flöten geht würde
ich das Teil zurückgeben.

Oben in den Bildern steht Probe 1x. Stell auf 10x.
#2122809
Lesenswert?

Im 1:1 Betrieb des Tastkopfs hat man normalerweise keine Kompensation 
der Tastkopfkapazität.

Die "schöne" Kurvenform bei 0,5V/cm kann auch durch Übersteuerung 
entstehen.

Prüfe einmal nach :

lässt sich im 1:10-Betrieb in beiden Bereichen (1V/cm und 0,5V/cm) ein 
Tastkopfabgleich machen?

Wenn dieser zwei verschiedene Trimmerstellungen braucht, ist etwas faul 
am Scope.
OP #2122935
Lesenswert?

Luk4s K. schrieb:
> Schätze ich auch mal. Alle Oszis bis auf Sampler verhalten sich bei
> Übersteuerung reichlich undefiniert.

Wie hab ich das zu verstehen? Im Anhang der Vollständigkeit halber die 
kompletten Signale nochmal. Das mit dem Kompensieren probiere ich gleich 
nochmal.

Danke und Grüße
David
Angehängte Dateien:
Gast #2122975
Lesenswert?

Ich kenne den Effekt der bei der Übersteuerung des Eingangsverstärkers 
entsteht.
Bei hochwertigen Gerätem von Tektronix und Agilent braucht es aber schon 
eine heftige (auf jeden Fall weit über doppelte Vertikalskala) 
Übersteuerung - aber die paar DIV außerhalb des Bildschirms wie der 
Screenshot zeigt wären schon ein Armutszeugnis.
Allerdings liegt da auch ca. ein Faktor 20 im Preis dazwischen...
...Nein, es sind nicht meine privaten Geräte :-(

Dreh doch mal den Nullpunkt im 1V/DIV Bereich an den Rand des 
Bildschirms und schau ob sich die Signalform ändert.
Gast #2122996
Lesenswert?

>> So hab jetzt bei 1V Kompensiert und dann auf 500mV gestellt, ergebnis im
>> Anhang.

>Dann ist wohl wirklich im Skop die Frequenzkompensation vergeigt.

Oder es ist keine Frequenzkompensation im Bereichsumschalter
vorhanden, oder es funktioniert nur mit speziellen Tastköpfen.

War das ein Tastkopf der zum Gerät gehört oder irgend was
selbst dazu gekauftes?
OP #2123004
Lesenswert?

Waren 2 Tastköpfe dabei logischerweise die gleichen, weiß ja nicht wie 
da so die Qualitätsanmutung ist aber als ich die das erste mal gesehen 
habe (kannte vorher nur Prüfspitzen von DMMs) dachte ich nur ach du Gott 
Spielzeug. Ja was mich wundert ist das die das nur bei der Umschaltung 
machen. Hatte halt gedacht das das Oszi das da "verzerrt", aber als ich 
das dann gesehen hab das das im anderen als 1:1 nicht war dachte ich 
Tastköpfe schrott. Übrigens wenn ich den kleinsten Bereich wähle kann 
man bei der x10 Einstellung am Tastkopf einen Großen außschlag am anfang 
der Spitze des Rechtecksignals erkennen, schalte ich um auf 1:1 ist 
dieser wesentlich kleiner. Ich mach mal ne Aufnahme von dem was ich 
meine.
#2123022
Lesenswert?

Bei 1:1 am Tastkopf wird die Quelle stärker belastet, normalerweise 
misst man mit 10:1. Das Verzerren von Skop kommt daher, dass bei der 
1:10 stellung des Tastkopfes die Kapazität des Skops eine Rolle spielt. 
Diese sollte über einen weiten Bereich konstant sein. Ebendies ist sie 
bei deinem Skop nicht.
Bild #1 und #2 haben keine Aussage, da du das Skop brutalst 
übersteuerst.
Gast #2123096
Lesenswert?

David M. schrieb:
> Also Skope Garantiefall wie gehabt?

Puh - nicht auf Anhieb zu beantworten.
1. You get what you pay for
2. Rechne den Fehler in der Amplitude aus und vergleiche ihn mit den 
techn. Daten
3. Konfrontiere den Unitrend Kundendienst mit den Screenshots - vergiss 
nicht Details zum verwendeten Tastkopf anzugeben.
4. keine Ahnung ob Du nach Reklamation beim Händler ein besseres Gerät 
kriegst
5. trotzdem viel Erfolg

Du kannst die Punkte in beliebiger Anzahl und Reihenfolge 
berücksichtigen.

Antwort schreiben

Bitte melde dich an, um einen Beitrag zu schreiben.

oder

Mit Google-Account einloggen

Die Registrierung ist kostenlos und dauert nur eine Minute.

Jetzt registrieren