Hallo. Ich muss unbedingt Strom sparen. ich hatte vorher 6 MWh Stromverbrauch. Das war teiweise aber noch mit elektrischer Bei-heizung, weil die normale Feuerung ohne Dämmung nicht ausreichte. (Unterdimensioniert) Ich bin jetzt schon 1,5 Jahre am sanieren, habe überall Wärmedämmung gemacht. Styroporplatten, Glaswolle usw als Innendämmung. Dann Gipskarton als neue Wandoberfläche. Mit der Dämmung reicht die Feuerung jetzt aus. Trotzdem habe ich immer noch einen Stromverbrauch von 150 kWh im Monat, was 1,8 MWh im Jahr macht. Da muss noch eingespart werden. Durch die Ereignisse in Fukushima/Japan habe ich gesehen, dass Atomstrom keine Lösung ist und es brachte mich zum Umdenken. Vorher habe ich viel Atomstrom bezogen, aber ich will Atomstrom jetzt boykottieren und auf Ökostrom umstellen auch wenn Ökostrom mehr kostet. Außerdem will ich sehr viel Strom einsparen und alle Einsparpotentiale nutzen.
Das Problem an der herkömmlichen Feuerung ohne Wärmedämmung war z.B. auch das sehr schnelle Auskühlen in der Nacht, weswegen ich nachts elektrisch beigeheizt habe. Im Schlafzimmer gab es sowieso keinen eigenen Ofen, man musste das Schlafzimmer heizen, in dme man die Tür auf ließ und warme Luft aus Küche/Wohnzimmer rein zog. Ich habe bei Abwesenheit elektrische Frostschutzbeheizung gemacht. Und wenn ich nach Hause kam, habe ich, bis der Ofen warm war, auch erst mal elektrisch beigeheizt. Bei mir war noch alles Stand der 70er. Damals hatte man auf Wärmedämmung noch keinen so großen Wert geleget, und Nachtspeicheröfen installiert. Hätte ich keinen Allesbrenner im Wohnzimmer/Küche hinstalliert, und die elektrischen Heizungen voll benutzt wäre ich wohl auf über 10 MWh im Jahr gekommen.
Wen interessiert das bitte? Das ist wenn auch hoechstens fuers OT, nicht fuer Analogtechnik!
Stromsparen schrieb: > Ich bin jetzt schon 1,5 Jahre am sanieren, habe überall Wärmedämmung > gemacht. Wie es Dir Dein Energieberater ausgerechnet hat, oder hast Du auf gut Glück los gedämmt? Und: Was ist nun Deine Frage bzw. nützliche Info? (Sorry, dass ich hier in diesem /dev/null-Kandidaten antworte, aber ich würde tatsächlich gerne wissen, wie jemand nach 1,5 Jahren dazu kommt, so etwas zu posten.)
Schreib eine Tabelle mit allen Verbrauchern, ihrer Leistung und der durchschnittlichen Einschaltdauer pro Woche. Dann rechnest Du für jeden Verbraucher den Jahresverbrauch aus und verglichst ihn mit Deiner Stromrechnung. Wenn das aufgeht überlegen wir gerne mit dir wie Du Strom sparen könntest.
Dach dicht und gedämmt? Macht 30% aus. Fenster neu? Das hätte ich vor den ganzen Innendämmaßnahmen gemacht. Innen zu dämmen zieht immer die Schimmelproblematik nach sich, wenn nicht eine penibel dichte Dampfsperre hinter den Rigipsplatten sitzt. Ach ja: falls du vor hast die Nachtspeicheröfen zu entfernen - es gibt Nachrüstsätze für viele Modelle, um sie mit Wasserwärmetauschern aufzuladen. Also mit ganz normaler Zentralheizung. Macht manchmal bzgl. Aufwand und den räumlichen Gegebenheiten Sinn.
Schhüttelreim: Wenn wir das Haus mit Wolle dämmen, dann kann man drinnen dolle wämmen! ;-) MfG Paul
Thilo M. schrieb: > Dach dicht und gedämmt? Macht 30% aus. > Fenster neu? Nicht nur neu, sondern auch mit höchsten Dämmwert. > Das hätte ich vor den ganzen Innendämmaßnahmen gemacht. Innen zu > dämmen zieht immer die Schimmelproblematik nach sich, wenn nicht eine > penibel dichte Dampfsperre hinter den Rigipsplatten sitzt. Innendämmung hat auch viele Nachteile. Kann man nicht außen dämmen oder ist die Fassade nicht sanierbar? > Ach ja: falls du vor hast die Nachtspeicheröfen zu entfernen - es gibt > Nachrüstsätze für viele Modelle, um sie mit Wasserwärmetauschern > aufzuladen. Also mit ganz normaler Zentralheizung. Macht manchmal bzgl. > Aufwand und den räumlichen Gegebenheiten Sinn. Mit Solartechnik kann man evtl. auch viel sparen, kostet allerdings auch entsprechend.
Stromsparen schrieb: > Trotzdem habe ich immer noch einen Stromverbrauch von 150 kWh im Monat, > was 1,8 MWh im Jahr macht. Da muss noch eingespart werden. Grade nochmal gelesen: 1800kWh/a ist doch sehr wenig für ein Haus. Ich brauche ziemlich genau das Doppelte (ich achte auch nicht sehr darauf). Michael S. schrieb: > Mit Solartechnik kann man evtl. auch viel sparen, kostet allerdings > auch entsprechend. Weiß ich, wir bauen solarthermische Anlagen nebenberuflich. ;-) Im Prinzip sollte dein Haus schon sehr gut im Energieverbrauch sein, wenn Dach, Fenster und Wände gedämmt sind. Vielleicht setzt du die Erwartungen bzgl. einer Altbausanierung einfach zu hoch an?
Stromsparen schrieb: > Vorher habe ich viel Atomstrom bezogen, aber ich will Atomstrom jetzt > > boykottieren und auf Ökostrom umstellen auch wenn Ökostrom mehr kostet. Das macht keinen Unterschied, was du für den Strom bezahlst. Im endeffekt hast du immernoch Atomstrom in der Dose. Angeblich wird mit dem Geld erneuerbare Energie gefördert. Aber wer weiß denn schon wofür das Geld wirklich draufgeht. Es ist einfach noch nicht möglich komplett atomfrei Strom zu gewinnen. Und auch wenn die Kraftwerke stillgelegt sind-die Gefahr bleibt fast genau so groß, wie wenn die Kraftwerke weiterlaufen. Denn es wird durch das Abschalten ja nur die weitere Ansammlung an Atommüll gestoppt. Die Kraftwerke selbst sind ja noch radioaktiv (und dass für tausende von Jahren).
Thomas S. schrieb: > Die > Kraftwerke selbst sind ja noch radioaktiv (und dass für tausende von > Jahren). Nein, in spätestens 15 Jahren ist dort wieder grüne Wiese. Alles, was dort noch aktiv ist, kann problemlos entsorgt werden.
Johannes S. schrieb: > Wohin? In Lager für schwachaktive Abfälle, je nach Strahlung in Salzstöcke, alte Bunkeranlagen (Berlin) oder normale Mülldeponien.
Thilo M. schrieb: > In Lager für schwachaktive Abfälle, je nach Strahlung in Salzstöcke, du meinst z.B. in die Asse?
wenn du sowas in der asse lagern willst kannst du es genausogut im klo runterspülen...
Thilo M. schrieb: > Nein, in spätestens 15 Jahren ist dort wieder grüne Wiese. Alles, was > dort noch aktiv ist, kann problemlos entsorgt werden. Achja und deswegen soll ein Endlager auch 1mio Jahre lang halten. Thilo M. schrieb: > In Lager für schwachaktive Abfälle, je nach Strahlung in Salzstöcke, > alte Bunkeranlagen (Berlin) oder normale Mülldeponien. 1. Haben wir noch keinen geeigneten Salzstock gefunden. Der eine wird immer noch überprüft. 2. Nach 15 Jahren kannst du sie auf keinem Fall auf eine Mülldeponie packen!
Wenn das hier so ein Problem ist, schießt den Dreck ins All. Allerdings: Kein Atommüll auf den Mars, denn der Mars bringt verbrauchte Energie sofort zurück.
Michael S. schrieb: > Wenn das hier so ein Problem ist, schießt den Dreck ins All. Und wenn die Rakete challengert, dann regnets rote Rosen...
Samuel K. schrieb: > 1. Haben wir noch keinen geeigneten Salzstock gefunden. Der eine wird > immer noch überprüft. Man muss zwischen schwach- und hochaktivem Abfall unterscheiden. Dank der fehlenden Information seitens der Betreiber und der Angstmache der einschlägigen Parteien und der Medien wird nur in schwarz und weiß gedacht. Dort, wo der medizinische Abfall (Röntgentechnik, Kontrastmittel usw.) hinkommt, dort kann auch der Bauschutt hin. Aber jetzt bitte zurück zum Topic. Hier geht's nicht um atomare Endlager. ;-)
Uhu Uhuhu schrieb: > Und wenn die Rakete challengert, dann regnets rote Rosen... :-) Nun ja, Raumsonden wie Voyager 1 haben auch eine Radionuklidbatterie an Bord. Ist das beim Start nicht auch brisant? OK, die Menge ist nicht so riesig, wie ein Atommülltransport. Eine Möglichkeit der Entsorgung wäre ja noch, den Müll genau so wieder in die Erde hinein zu bekommen, wie man ihn einst heraus geholt hatte. Das fällt mir jetzt nur ganz spontan dazu ein. Vielleicht hat man sich darüber auch schon den Kopf zerbrochen, es ist sicher erheblich teuerer als das Ausbuddeln. Das Zeugs war schon mal in der Erde, vor der Verwendung. Es ist doch kein Fremdkörper, der mal vom Himmel gefallen kam, und uns jetzt plötzlich verseucht. Dann soll man es klein mahlen, pulverisieren, und dem Erdreich an den ehemaligen Abbaustellen wieder untermischen. Rolle rückwärts.
Wilhelm Ferkes schrieb: > Eine Möglichkeit der Entsorgung wäre ja noch, den Müll genau so wieder > in die Erde hinein zu bekommen, wie man ihn einst heraus geholt hatte. > ... > Das Zeugs war schon mal in der Erde, vor der > Verwendung. Es ist doch kein Fremdkörper, der mal vom Himmel gefallen > kam, und uns jetzt plötzlich verseucht. Da uterliegst du wohl einem Irrtum. Das Zeug entsteht zum Großteil erst im Atomkraftwerk. Deswegen heißt das Ding auch eigentlich Kernkraftwerk, weil nicht nur in der Atomhülle was passiert sondern auch an den Kernen.
Eben, Plutonium kommt in der Natur nicht vor, ist ein vom Menschen künstlich geschaffenes Element.
zitat wikipedia " Plutonium ist ein giftiges und radioaktives Schwermetall. Benannt wurde es nach dem Zwergplaneten Pluto. Es gehört zu den schwersten in der Natur vorkommenden Elementen. Dabei wird das Element aber nur in kleinsten Spuren in sehr alten Gesteinen gefunden. Größer ist die Menge, die künstlich in Kernkraftwerken erzeugt wird." Das mag wohl daran liegen, dass es wenn auch sehr langsam zerfällt? Namaste
Winfried J. schrieb: > zitat wikipedia > " Plutonium ist ein giftiges und radioaktives Schwermetall. Benannt > wurde es nach dem Zwergplaneten Pluto. Ich bin geneigt, Wikipedia in diesem Punkt nicht zu glauben. Für wahrscheinlicher halte ich, daß der Name in Anlehnung an die griechisch Mythologie nach dem Gott Pluton gewählt wurde - wie auch der Kleinplanet Pluto, über den Wiki schreibt: "Pluto ist ein Zwergplanet und das prominenteste Objekt des Kuipergürtels. Er ist nach dem römischen Gott der Unterwelt benannt. Das astronomische Symbol des Pluto ist Astronomisches Symbol des Pluto." Pluto und Pluton ist der römische und grichische Name einunddesselben Herrn. http://de.wikipedia.org/wiki/Pluto_%28Mythologie%29
@Uhu. ja das ist gut möglich. Zumal das Zeug nur Vulkangestein aus großen tiefen zu finden ist. Namaste
Ich weiß nicht ob man Wikipedia da als verlässliche Informationsquelle trauen kann. Der Beitrag ist recht aufwändig ausgearbeitet was für den Wahrheitsgehalt spricht aber natürlich nicht garantiert. Ich hab mich nur an eine Aussage erinnert die ich mal vor längerem im Fernsehen gehört hatte. Man lernt doch immer wieder was neues dazu.
Uhu Uhuhu schrieb: >> " Plutonium ist ein giftiges und radioaktives Schwermetall. Benannt >> wurde es nach dem Zwergplaneten Pluto. > > Ich bin geneigt, Wikipedia in diesem Punkt nicht zu glauben. > > Für wahrscheinlicher halte ich, daß der Name in Anlehnung an die > griechisch Mythologie nach dem Gott Pluton gewählt wurde Das direkte Aufeinanderfolgen der Elemente Uran, Neptunium und Plutonium im Periodensystem legt die Vermutung näher, dass tatsächlich der Planet und nicht der griechische Gott der Namensgeber war.
> Eben, Plutonium kommt in der Natur nicht vor, ...
Richtig ist wohl, dass es praktisch nicht MEHR in der Natur vorkommt,
wg. zu kleiner Halbwertszeit.
Jedoch werden Spuren von Pu239 in Uranerzen neu erzeugt, Kernreaktion
wie im Schnellen Brüter (?).
OK, Jungs, ihr habt mich überzeugt. Plutonium wird natürlich angereichert, und durch Isotopentrennung weiter konzentriert. Von sich aus, wenn es in einer festen Metallkugel herum liegt, ist es wohl weniger giftig, da auch nur ein schwacher Alphastrahler. Gefährlich wird es wohl erst, wenn jemand daran herum feilt und schleift, und Staub entsteht. Oder einen Neutronenreflektor anbringt. Viele Stoffe, gibt es ja in der Natur eben nicht so, wie z.B. Dioxin. In Wikipedia fand ich wohl eine Grafik zum Thema Wiederaufbereitung. Ein Teil des Plutoniums wird ja dem Kreislauf wieder zugeführt, ein anderer Teil entsorgt. Es kommt wohl auf die Anlage an, was man da machen kann. Den Restmüll, den müßte man eben mal untersuchen, wie sehr da Stoffe enthalten sind, wie sie natürlich nicht vorkommen. Aber in den Abbaugebieten baut man sicher keinen Wüstensand ab, da strahlt es ja durchaus auch. Siehe z.B. Strahlenatlas. Wie ist es denn eigentlich mit dem abgereicherten Uran für Gewehrkugeln? Da wird ja gelegentlich auch mal großes Geschrei gemacht.
Abgereichertes Uran besteht eben fast nur noch aus U 238. Es ist, ebenso wie Natururan ( das hat 0,7% U 235 ), giftig und radioaktiv. Für Gewehrkugeln ist nur die hohe Dichte interessant.
Thilo M. schrieb: > Nein, in spätestens 15 Jahren ist dort wieder grüne Wiese. Alles, was > > dort noch aktiv ist, kann problemlos entsorgt werden Ich kenne die Halbwertszeit von den vorhandenen Materialien nicht. Aber ich meine dass diese um die 30-1000 Jahre sind. Und dann ist ja erst die Hälfte des Stoffes in Radioaktivität zerfallen.
Thomas S. schrieb: > Ich kenne die Halbwertszeit von den vorhandenen Materialien nicht. Aber > ich meine dass diese um die 30-1000 Jahre sind. Und dann ist ja erst die > Hälfte des Stoffes in Radioaktivität zerfallen. Es sind ja keine radioaktiven Materialien mehr dort. Es handelt sich um aktiviertes Inventar wie den Reaktordruckbehälter z.B. Die Recyclingmethoden für diese Materialien sind schon öfter sehr erfolgreich praktiziert worden. Schließlich wurde nicht nur ein KKW bisher rückgebaut.
Thilo M. schrieb: > Es sind ja keine radioaktiven Materialien mehr dort. Es handelt sich um > aktiviertes Inventar wie den Reaktordruckbehälter z.B. Und was ist da der Unterschied? Der Stahl hat Neutronen eingefangen und dabei ist irgend ein radioaktives Isotop entstanden, das zerfällt und irgendwelche Strahlung freisetzt.
Thilo M. schrieb: > Thomas S. schrieb: >> Die >> Kraftwerke selbst sind ja noch radioaktiv (und dass für tausende von >> Jahren). > > Nein, in spätestens 15 Jahren ist dort wieder grüne Wiese. Alles, was > dort noch aktiv ist, kann problemlos entsorgt werden. Es bleiben immerhin ca 2300 t hochradioaktive Abfälle. Der Rückbau kostet ein Mehrfaches des Baus. Es ist also doch nicht so easy, wie du es darstellst... Hier ein "hochtendenziöser" Artikel zum Thema: http://www.stern.de/wissen/technik/rueckbau-von-atomkraftwerken-strahlender-abriss-1669841.html#utm_source=sternde&utm_medium=zhp&utm_campaign=wissen&utm_content=snippet-aufmacher
Hier ein höchst lesenswerter Artikel zum Thema Wind- und Solarenergie und Versorgungssicherheit: Speicher für sicheren Strom allein aus Wind und Sonne http://www.heise.de/tp/r4/artikel/34/34475/1.html
entsoe.net ist sehr empfehlenswert (Anmeldung erforderlich). Dort erfährt man die bittere Wahreheit über Stromim- und exporte. Seit inkrafttreten des Moratoriums wird in D massiv Strom Importiert.
na klar... wo sollen die fehlenden gigawatt denn sonst auch herkommen? denkt jemand wir können uns die aus dem a*sch saugen?! stecker rein und **furz** oder was?!
Ben _ schrieb: > na klar... wo sollen die fehlenden gigawatt denn sonst auch herkommen? Andere Quelle: vorher mehr Exporteur, jetzt weniger Exporteur.
A. K. schrieb: > vorher mehr Exporteur, jetzt weniger Exporteur Mittags von 12:00 bis 14:00 Exporteur, wenn bei uns keiner den Solarstrom braucht, ansonsten Importeur. Nur Schweiz und Österreich bekommen konstant ein paar MW, ansonsten beziehen wir aus allen umliegenden Ländern. ;-)
> ansonsten beziehen wir aus allen > umliegenden Ländern. Dann hat ja Luxemburg für uns noch eine andere, als nur monetäre Bedeutung; allerdings haben die lt. Wikipedia in 2008 noch 4,36 TWh importiert ( BRD hingegen 22,45 TWh exportiert ) ...
U. B. schrieb: > in 2008 Ich sprach von dem Zeitraum seit inkrafttreten des Moratoriums. Übrigens senken Stromexporte den hiesigen Preis durch die Gewinne aus den Auslandsgeschäften. Die Energieerzeuger sind nach Volkes Wille privatisiert worden und handeln nun nach den Regeln der freien Marktwirtschaft. Die sind eben keine gemeinnützigen Vereine.
Thilo M. schrieb: > Seit inkrafttreten des Moratoriums wird in D massiv Strom Importiert. Kannst du das mal mit einer kleinen Grafik oder Tabelle darlegen. Die Daten kann man dort zwar herunterladen, aber diese dann zusammenzufassen kostet auch einige Zeit.
Alexander Schmidt schrieb: > aber diese dann zusammenzufassen > kostet auch einige Zeit. Naja, die hab' ich auch nicht unbedingt. ;-) Aber auf der seite bei'Operational => Cross-Border Physical Flows' kann man tabellarisch anzeigen lassen, was vor dem 11.03. und was danach in Deutschland ex- bzw. importiert wurde. Man sieht auch schön deutlich, wann in Dänemark und Schweden der Wind weht und wann nicht. Auch über die sonnigen Mittagsstunden wird Strom exportiert.
Thilo M. schrieb: > Übrigens senken Stromexporte den hiesigen Preis durch die Gewinne aus > den Auslandsgeschäften. Lieber Thilo, durch wiederholen wird auch dieses Märchen nicht wahr. Wenn eine Ware verknappt wird, dann steigt der Preis - genau das erreicht man, wenn man durch Exporte das Binnenangebot verknappt. Daß die Stromkonzerne Lust haben, ihre immensen Gewinne mit dem Kunden zu teilen, ist so wahrscheinlich, wie ein 1. Mai, der auf einen Freitag den 13. fällt. Aber das hatten wir schonmal...
Uhu Uhuhu schrieb: > wenn man durch Exporte das Binnenangebot verknappt Durch Wiederholungen stimmen diese Behauptungen auch nicht. Wie schon gesagt: Das Binnenangebot wird nicht verknappt. Massenproduktion senkt den Stückpreis des Produktes, in diesem Fall die kWh. Und dieses Produkt wird an der Börse entsprechend billig angeboten, um gekauft zu werden. Auch wenn allgemein das Märchen vom ach so teuren Atomstrom umhergeistert ist der Preis dafür sehr günstig, die Masse macht's eben. Zur Zeit haben wir eher einen knappen Binnenmarkt, weil zu wenig Produktion vorhanden ist. Das treibt den Preis nach oben, momentan ca. 30% über dem vor dem 11.03. Die nächste Strompreiserhöhung wird nicht lange auf sich warten lassen ...
Thilo M. schrieb: > Massenproduktion senkt den Stückpreis des Produktes, Stückpreis und Verkaufspreis sind noch nichtmal bei der Caritas dasselbe. > Das Binnenangebot wird nicht verknappt. Das geht bei Strom nicht direkt, deswegen macht mans indirekt: Durch die Exporte werden Kraftwerke häufiger benötigt, die teuerer produzieren - nach denen richtet sich aber dank des realen Strombörsensozialismus in Deutschland der Strompreis. Oder andersrum: ohne Exporte würden häufiger nur die billiger produzierenden Grundlastkraftwerke benötigt. Das hätte zum einen zur Folge, daß der "Börsenpreis" für Strom sinkt und zum anderen produzieren die teureren Spitzenlastkraftwerke außer fixen Kosten nichts. Und da die Stromproduzenten strikt gewinnorientiert arbeiten, tun si natürlich alles, auch Gewinne zu erwirtschaften.
Uhu Uhuhu schrieb: > dank des realen Strombörsensozialismus in > Deutschland der Strompreis. Der war gut! :-) Ich habe den Eindruck, du hast die Stromwirtschaft nicht besonders gut begriffen. ;-)
Thilo M. schrieb: > Ich habe den Eindruck, du hast die Stromwirtschaft nicht besonders gut > begriffen. ;-) Wie wärs denn, wenn du mal auf die Argumente eingingst?
Ja was ist Thilo? Bist du mal wieder desertiert?
> Die Energieerzeuger sind nach Volkes Wille > privatisiert worden ( Nicht nur ) mein Wille war's jedenfalls nicht. > und handeln nun nach den Regeln der freien > Marktwirtschaft. => wohl eher nach dem System der Oligopole. > Die sind eben keine gemeinnützigen Vereine. Die gibt's im Kapitalismus per def. nicht.
Bitte melde dich an um einen Beitrag zu schreiben. Anmeldung ist kostenlos und dauert nur eine Minute.
Bestehender Account
Schon ein Account bei Google/GoogleMail? Keine Anmeldung erforderlich!
Mit Google-Account einloggen
Mit Google-Account einloggen
Noch kein Account? Hier anmelden.