Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik 115V AC an 230V GU10 LS-Lampe


von Technikus (Gast)


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Hallo.

Kann man 7W 230V GU10 Leuchtstofflampen an 115V betreiben?
Im Kurzzeit-Test funktionierte es, aber es funktioniert eben nur mit 
bestimmten Modellen und ich weiß nicht, ob sie das längerfristig 
überleben.


Ich habe aus folgendem Grund 115V in dieser Lichtinstallation:
48 weiße LED lassen sich recht Verlustarm über einen einfachen 
Brückengleichrichter+Vorwiderstand an dieser Spannung betreiben.

48 x 3,3  = ca 158 V.
115 x 1,41 -2 = 160V

Das heißt, ich brauche fast gar keine Leistung im Vorwiderstand zu 
verheizen.

Normalerweise ist das System für 230V und mit einem Kondensator als 
Strombegrenzung in jeder Lampe.

Ich bezahle doch nicht 37 Euro x 17 wenn ich es als Nachbau billiger 
hinbekomme. Die Stunden darf ich nicht rechnen wer rechnet schon seine 
Freizeit in Geld um.

Ich habe mir also ein Plagiat hergestellt. Im Gegensatz zum Original 
habe ich keine Schutzscheibe, bei mir liegen die LED Platinen frei.
Die Platinen habe ich über einen Platinenservice machen lassen und sind 
von hinten lose im gedrehten Messing Zierring eingelegt und mit 
Federblech fixiert. Die Messing Zierringe habe ich auf einer CNC 
Maschine selber nachgemacht.

Ich habe die Strombegrenzungskondensatoren ebenfalls weg gespart und 
gehe von einem billigen 115V Trenntrafo direkt auf die LED Platinen.
Aus Sicherheitsgründen ist ein Trenntrafo ohnehin erforderlich.

An einigen Stellen will ich jetzt GU10 Leuchtstofflampen einbauen statt 
LEDs. Die Zierringe sind so, dass man 7W GU10 Leuchtstoff-Lampen direkt 
einspannen kann. Doch die sind für 230V.

Wenn ich die an 115V hänge, funktioniert es, ich habe ein Modell 
gefunden,wo das im Kurzzeit-Test gut ging. Aber ob es dauerhaft gut geht 
weiß ich nicht.
Oder sollte ich diesen Leuchtmitteln nochmal extra 230V zuführen. Über 
einen zweiten Trenntrafo?

von oszi40 (Gast)


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Leuchtstofflampen starten bei Kälte schlechter. Wenn Dich das nicht 
stört und so funktioniert sagt meine Glaskugel, daß Hoffnung besteht.

Allerdings sollte man die Lichtausbeute mal messen/vergleichen!

von Peter II (Gast)


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Technikus schrieb:
> Ich habe aus folgendem Grund 115V in dieser Lichtinstallation:
> 48 weiße LED lassen sich recht Verlustarm über einen einfachen
> Brückengleichrichter+Vorwiderstand an dieser Spannung betreiben.

schön, aber muss man denn jeden billig china mist nachbauen? Es gibt 
wirklich bessere LEDs. Deine LEDs haben so einen schlechten wirkungsgrad 
das es am ende ziehmlich egal ist ob auch noch Leistung am SEHR 
WICHTIGEN Vorwiderstand verloren geht.

von Technikus (Gast)


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Die Kompatibilität zu GU10 habe ich im Nachbau zufällig hinzugefügt.

Ich habe bei meinem Zierring einen kleinen Rand stehen lassen, den ich 
brauche, um die Platine von hinten einklemmen zu können. Om Original 
befand sich im Messing Zierring nochmals eine Leuchtmittel komplettem 
Gehäuse bei einer Bautiefe von ca 30 mm. (GX53 LED Leuchtmittel)

Meins ist hinten offen, ohne Kontakte und Plastik, da kann ich auch 
Leuchtmittel einspannen die höher sind und mit einer lose Fassung 
anschließen. In der Decke habe ich ca 75 mm platz.
Wegen dem Rand den ich für die Platine habe stehen lassen, kann man 
einen GU10 recht gut einbauen und mit Federblech einklemmen.


MFG

von Technikus (Gast)


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Peter II schrieb:
> schön, aber muss man denn jeden billig china mist nachbauen? Es gibt
> wirklich bessere LEDs. Deine LEDs haben so einen schlechten wirkungsgrad
> das es am ende ziehmlich egal ist ob auch noch Leistung am SEHR
> WICHTIGEN Vorwiderstand verloren geht.

Naja, meine LEDs sind weiße 5mm LEDs, superhell coldWhite.
Sie machen schon gut hell.

So ein GU10 Leuchtstofflampe mit 7W macht aber heller. Deswegen will ich 
die ja jetzt stellenweise einbauen, dachdem ich gesehen habe, dass es 
von den mechanischen Abmessungen her zufällig passt. G10 war nicht 
geplant, aber weil ich etwas Material stehen gelassen habe (Was im 
original nicht war), um die Platine einklemmen zu können, halten auch 
die GU10 wenn ich sie mit Federbleech hinten fixiere.

von Peter II (Gast)


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Technikus schrieb:
> Naja, meine LEDs sind weiße 5mm LEDs, superhell coldWhite.
> Sie machen schon gut hell.

dann hast du noch nie LEDs mit 100lm/w gesehen, die 5mm sind wirklich 
nur spielerrei.

http://www.leds.de/High-Power-LEDs/Cree-High-Power-LEDs/Cree-XP-G-Q5-warmweiss-353-Lumen.html

zwei von LEDs macht mehr licht als eine 50.

von Technikus (Gast)


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Wow, die LEDs sind echt der Hammer.
Ich könnte mir ja eine Platine mit den LEDs machen.

Mit meinen Messingringen bin ich ja zum Glück Flexibel.

Ich könnte eine Aluplatte herstellen, die LEDs da drauf kleben und mit 
Kupferlackdraht verbinden. Dann sind die auch gut gekühlt.

von Peter II (Gast)


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Technikus schrieb:
> Ich könnte eine Aluplatte herstellen, die LEDs da drauf kleben und mit
> Kupferlackdraht verbinden. Dann sind die auch gut gekühlt.

warum so umständlich, es gibt leiterplatten aus alu mit kupfer auflage 
damit kann man sie ganz bequem auflöten.
Aber die Wärme die bei 2 stück entsteht ist mehr als du nur mit einer 
alu platte abführen kannst (dafür kommt aber auch mehr licht raus) Aus 
dem Grund wird bei GU10 meist der komplette sockel zur Wärmeableitung 
genutzt.

von Technikus (Gast)


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Ich denke mal mit 3 Stück = 15 Watt wäre ich gut dabei.
Ich könnte einen Alublock nuten und dort Kühlrippen einfräsen.

von Harald Wilhelms (Gast)


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Technikus schrieb:
> Hallo.
>
> Kann man 7W 230V GU10 Leuchtstofflampen an 115V betreiben?

Ja, man muss nur das eingangsseitige Netzteil von Brückengleichrichter
auf Spannungsverdopplung umbauen. Amerikanische Leuchtstofflampen sind
auch so aufgebaut. Man sollte sich dann aber auch mit Arbeiten an
gefährlicher Netzspannung (Dazu zählt auc 115V) auskennen.
Gruss
Harald
PS: LEDs an "Hochspannung" sollte man übrigens nicht ohne Schutz-
Glas betreiben. Die sprengen im Fehlerfall gern mal ihren Kopf ab.

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