Hallo zusammen Hab grad ne weitere folge stargate hinter mir und da war die rede von der so genannteen "quantentheorie": Laut der im film geschilderten theorie gibt es unendlich viele parallel-universen und zwar immer ein neues pro entscheidung. Also zum beispiel wenn ich die wahl habe den bleistift aufzuheben oder nicht: ein universum in dem ich den bleistift aufhebe und eines in dem ich es nicht tue. Gibt es diese theorie wirklich oder wie? Falls ja: wie ist die begründet? Liebe grüsse
Martin Luther schrieb: > Gibt es diese theorie wirklich oder wie? Falls ja: wie ist die > begründet? > Liebe grüsse viele welten Theorie/Interpretation
Science Fiction Serien sollte man nicht allzu wörtlich nehmen. Bei der Quantentheorie geht es darum, dass bestimmte Eigenschaften eines Teilchens erst dann festgelegt werden, wenn man sie misst. Solange man nicht misst ist das Teilchen in einem undefinierten Zustand und kann alle möglichen Eigenschaften gleichzeitig haben. Dies macht sich zb bei verschränkten Teilchen bemerkbar. Diese werden so erzeugt, dass eine ihrer Eigenschaften immer das Gegenteil vom anderen ist, man aber nicht vorhersehen kann, welches Teilchen nun welche Eigenschaft hat. Solange niemand hinsieht haben beide Teilchen beiden Eigenschaften gleichzeitig. Beobachtet man eiens der beiden Teilchen, legt man damit auch augenblicklich die Eigenschaft des anderen Teilchens fest. Siehe zb "Schrödingers Katze", siehe zb "verschränkte Teilchen" Eine mögliche Interpretation dieses Sachverhaltes ist es, dass dieses Teilchen in 2 Universen gleichzeitig existiert, einmal mit der einen Eigenschaft und im anderen Universum mit der anderen Eigenschaft. Erst durch die Beobachtung zwingt man dann dieses System dazu, sich für eines der beiden Universen zu entscheiden.
Alex Bürgel schrieb: > Ist demnach das Universum nicht deterministisch? Vielleicht. Man weiss es nicht und wird es nie wissen können. Einfache Erklärung, warum wir es nie wissen können: Wir können nie ausschliessen, dass eine übergeordnete Macht existiert, die nach Belieben eingreifen kann. Oder ob sich die Naturgesetze zufällig ändern, wer weiss. Das sind Dinge, die können wir nie wissen.
P. M. schrieb: > Vielleicht. Man weiss es nicht und wird es nie wissen können. D.h. der Effekt, der im EPR-Experiment beschrieben wird (bzw. für unmöglich erklärt wird), später jedoch experimentell bestätigt wurde, widerspricht nicht dem Determinismus? Kennt übrigens jemand einen verständlichen Bericht über das Experiment, das Alain Aspect damals durchgeführt hat? Bei diesem Experiment soll, wenn ich die "Fachartikel" dazu richtig verstanden habe, bewiesen worden sein, dass bestimmte Quanteneigenschaften vor einer Messung nicht nur nicht bekannt, sondern auch nicht bestimmt sind. Korrekt? In meinem kleinen Universum war immer alles streng deterministisch... hier wird gerade mein Weltbild umgekrempelt :-)
O.k., diesen Versuch hatte ich ganz vergessen: >Im Fall der Elektronen im Doppelspaltversuch (und generell aller >Quantenteilchen) würde aber selbst eine genaue Kenntnis der Wellenfunktion >nichts nützen: Vollkommen identisch präparierte Teilchen treffen an >verschiedenen Stellen der Fotoplatte auf - die Wellenfunktion liefert >nur die Wahrscheinlichkeiten dafür. Allein der (echte) Zufall entscheidet, >wo die Teilchen tatsächlich landen.
Alex Bürgel schrieb: > In meinem kleinen Universum war immer alles streng deterministisch... Nein das Universum enthält nur ausreichend viele Teilchen das sich ein gewisses statistisches Gleichgewicht ergibt, sonst wäre es (zumindest Theoretisch) möglich "in die Zukunft" zu blicken: http://de.wikipedia.org/wiki/Laplacescher_D%C3%A4mon
Läubi .. schrieb: > Alex Bürgel schrieb: >> In meinem kleinen Universum war immer alles streng deterministisch... > > Nein das Universum enthält nur ausreichend viele Teilchen das sich ein > gewisses statistisches Gleichgewicht ergibt, sonst wäre es (zumindest > Theoretisch) möglich "in die Zukunft" zu blicken: > http://de.wikipedia.org/wiki/Laplacescher_D%C3%A4mon Genau, diesen Dämon "kenne" ich bereits. Hatte aber vergessen, dass auch dort schon die Quantentheorie erwähnt wird, die seine Existenz unmöglich macht. Es sei denn die De-Broglie-Bohm-Theorie trifft zu. Ein wirklich unglaublich spannendes Thema... Ohne mich mit ihm vergleichen zu wollen, aber mir gefällt sein Satz: "Der Alte würfelt nicht." (Einstein)
Ein mal würfeln: Man kann NICHT vorhersagen welche Zahl kommt. 6 Mio. mal würfel: Wenn der Würfel in Ordnung ist wird man mit ziemlicher Sicherheit 1 Mio mal die 1, 1 Mio Mal die 2 etc. haben. Im Kleinen laufen die Vorgänge mit dem Prinzip Zufall ab. Im Großen ergibt sich dann doch eine recht deterministische Situation. Der Blickwinkel bestimmt, was wir für wahr erkennen.
Michael K-punkt schrieb: > 6 Mio. mal würfel: Wenn der Würfel in Ordnung ist wird man mit > ziemlicher Sicherheit 1 Mio mal die 1, 1 Mio Mal die 2 etc. haben. Mit ziemlicher Sicherheit nicht. Es wird immer geringe Streuungen geben.
Uhu Uhuhu schrieb: > Michael K-punkt schrieb: >> 6 Mio. mal würfel: Wenn der Würfel in Ordnung ist wird man mit >> ziemlicher Sicherheit 1 Mio mal die 1, 1 Mio Mal die 2 etc. haben. > > Mit ziemlicher Sicherheit nicht. Es wird immer geringe Streuungen geben. Die sind aber im "Makrokosmos" idR zu vernachlässigen. Das "6 mio" ist hier der Makrokosmos. Es ist ja auch nur ein Vergleich, der immer hinkt ;)
Michael Buesch schrieb: > Uhu Uhuhu schrieb: >> Michael K-punkt schrieb: >>> 6 Mio. mal würfel: Wenn der Würfel in Ordnung ist wird man mit >>> ziemlicher Sicherheit 1 Mio mal die 1, 1 Mio Mal die 2 etc. haben. >> >> Mit ziemlicher Sicherheit nicht. Es wird immer geringe Streuungen geben. > > Die sind aber im "Makrokosmos" idR zu vernachlässigen. Das "6 mio" ist > hier der Makrokosmos. > > Es ist ja auch nur ein Vergleich, der immer hinkt ;) 1. 1 Mio ist ein gerundeter Wert. Hätte ich geschrieben 1,000000 Mio. dann gäbs Probleme. 2. Die Streuung kann mann dann ausrechnen. 6 Mio. steht für ne große Zahl, die zur Anschaulichkeit durch 6 teilbar ist. Nimm 6*10hoch23 Würfe, wenn dir der Fehler bei 6 Mio noch zu groß ist. 3. Das mit den Würfel ist ein Beispiel und kein Vergleich. Ich habe nichts verglichen, insofern ist es kein Vergleich - und der kann dann auch nicht hinken. 4. Sei konstruktiv! Bring ein besseres Beispiel - oder einen Vergleich der dir gefällt!
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