Forum: Offtopic quantentheorie (stargate)h


von M. .. (barracuda)


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Hallo zusammen
Hab grad ne weitere folge stargate hinter mir und da war die rede von 
der so genannteen "quantentheorie":
Laut der im film geschilderten theorie gibt es unendlich viele 
parallel-universen und zwar immer ein neues pro entscheidung. Also zum 
beispiel wenn ich die wahl habe den bleistift aufzuheben oder nicht: ein 
universum in dem ich den bleistift aufhebe und eines in dem ich es nicht 
tue.

Gibt es diese theorie wirklich oder wie? Falls ja: wie ist die 
begründet?
Liebe grüsse

von Vlad T. (vlad_tepesch)


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Martin Luther schrieb:
> Gibt es diese theorie wirklich oder wie? Falls ja: wie ist die
> begründet?
> Liebe grüsse

viele welten Theorie/Interpretation

von Winfried J. (Firma: Nisch-Aufzüge) (winne) Benutzerseite


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von Karl H. (kbuchegg)


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Science Fiction Serien sollte man nicht allzu wörtlich nehmen.

Bei der Quantentheorie geht es darum, dass bestimmte Eigenschaften eines 
Teilchens erst dann festgelegt werden, wenn man sie misst. Solange man 
nicht misst ist das Teilchen in einem undefinierten Zustand und kann 
alle möglichen Eigenschaften gleichzeitig haben.

Dies macht sich zb bei verschränkten Teilchen bemerkbar. Diese werden so 
erzeugt, dass eine ihrer Eigenschaften immer das Gegenteil vom anderen 
ist, man aber nicht vorhersehen kann, welches Teilchen nun welche 
Eigenschaft hat. Solange niemand hinsieht haben beide Teilchen beiden 
Eigenschaften gleichzeitig. Beobachtet man eiens der beiden Teilchen, 
legt man damit auch augenblicklich die Eigenschaft des anderen Teilchens 
fest.

Siehe zb "Schrödingers Katze", siehe zb "verschränkte Teilchen"

Eine mögliche Interpretation dieses Sachverhaltes ist es, dass dieses 
Teilchen in 2 Universen gleichzeitig existiert, einmal mit der einen 
Eigenschaft und im anderen Universum mit der anderen Eigenschaft. Erst 
durch die Beobachtung zwingt man dann dieses System dazu, sich für eines 
der beiden Universen zu entscheiden.

von Alex B. (Firma: Ucore Fotografie www.ucore.de) (alex22) Benutzerseite


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Ist demnach das Universum nicht deterministisch?

von P. M. (o-o)


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Alex Bürgel schrieb:
> Ist demnach das Universum nicht deterministisch?

Vielleicht. Man weiss es nicht und wird es nie wissen können. Einfache 
Erklärung, warum wir es nie wissen können: Wir können nie ausschliessen, 
dass eine übergeordnete Macht existiert, die nach Belieben eingreifen 
kann. Oder ob sich die Naturgesetze zufällig ändern, wer weiss. Das sind 
Dinge, die können wir nie wissen.

von Alex B. (Firma: Ucore Fotografie www.ucore.de) (alex22) Benutzerseite


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P. M. schrieb:
> Vielleicht. Man weiss es nicht und wird es nie wissen können.

D.h. der Effekt, der im EPR-Experiment beschrieben wird (bzw. für 
unmöglich erklärt wird), später jedoch experimentell bestätigt wurde, 
widerspricht nicht dem Determinismus?

Kennt übrigens jemand einen verständlichen Bericht über das 
Experiment, das Alain Aspect damals durchgeführt hat? Bei diesem 
Experiment soll, wenn ich die "Fachartikel" dazu richtig verstanden 
habe, bewiesen worden sein, dass bestimmte Quanteneigenschaften vor 
einer Messung nicht nur nicht bekannt, sondern auch nicht bestimmt 
sind. Korrekt?

In meinem kleinen Universum war immer alles streng deterministisch... 
hier wird gerade mein Weltbild umgekrempelt :-)

von Alex B. (Firma: Ucore Fotografie www.ucore.de) (alex22) Benutzerseite


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O.k., diesen Versuch hatte ich ganz vergessen:

>Im Fall der Elektronen im Doppelspaltversuch (und generell aller 
>Quantenteilchen) würde aber selbst eine genaue Kenntnis der Wellenfunktion 
>nichts nützen: Vollkommen identisch präparierte Teilchen treffen an 
>verschiedenen Stellen der Fotoplatte auf - die Wellenfunktion liefert
>nur die Wahrscheinlichkeiten dafür. Allein der (echte) Zufall entscheidet, >wo 
die Teilchen tatsächlich landen.

von Läubi .. (laeubi) Benutzerseite


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Alex Bürgel schrieb:
> In meinem kleinen Universum war immer alles streng deterministisch...

Nein das Universum enthält nur ausreichend viele Teilchen das sich ein 
gewisses statistisches Gleichgewicht ergibt, sonst wäre es (zumindest 
Theoretisch) möglich "in die Zukunft" zu blicken:
http://de.wikipedia.org/wiki/Laplacescher_D%C3%A4mon

von Alex B. (Firma: Ucore Fotografie www.ucore.de) (alex22) Benutzerseite


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Läubi .. schrieb:
> Alex Bürgel schrieb:
>> In meinem kleinen Universum war immer alles streng deterministisch...
>
> Nein das Universum enthält nur ausreichend viele Teilchen das sich ein
> gewisses statistisches Gleichgewicht ergibt, sonst wäre es (zumindest
> Theoretisch) möglich "in die Zukunft" zu blicken:
> http://de.wikipedia.org/wiki/Laplacescher_D%C3%A4mon

Genau, diesen Dämon "kenne" ich bereits. Hatte aber vergessen, dass 
auch dort schon die Quantentheorie erwähnt wird, die seine Existenz 
unmöglich macht. Es sei denn die De-Broglie-Bohm-Theorie trifft zu. Ein 
wirklich unglaublich spannendes Thema...

Ohne mich mit ihm vergleichen zu wollen, aber mir gefällt sein Satz: 
"Der Alte würfelt nicht." (Einstein)

von Michael K. (charles_b)


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Ein mal würfeln: Man kann NICHT vorhersagen welche Zahl kommt.

6 Mio. mal würfel: Wenn der Würfel in Ordnung ist wird man mit 
ziemlicher Sicherheit 1 Mio mal die 1, 1 Mio Mal die 2 etc. haben.

Im Kleinen laufen die Vorgänge mit dem Prinzip Zufall ab. Im Großen 
ergibt sich dann doch eine recht deterministische Situation.

Der Blickwinkel bestimmt, was wir für wahr erkennen.

von Uhu U. (uhu)


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Michael K-punkt schrieb:
> 6 Mio. mal würfel: Wenn der Würfel in Ordnung ist wird man mit
> ziemlicher Sicherheit 1 Mio mal die 1, 1 Mio Mal die 2 etc. haben.

Mit ziemlicher Sicherheit nicht. Es wird immer geringe Streuungen geben.

von Michael B. (mb_)


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Uhu Uhuhu schrieb:
> Michael K-punkt schrieb:
>> 6 Mio. mal würfel: Wenn der Würfel in Ordnung ist wird man mit
>> ziemlicher Sicherheit 1 Mio mal die 1, 1 Mio Mal die 2 etc. haben.
>
> Mit ziemlicher Sicherheit nicht. Es wird immer geringe Streuungen geben.

Die sind aber im "Makrokosmos" idR zu vernachlässigen. Das "6 mio" ist 
hier der Makrokosmos.

Es ist ja auch nur ein Vergleich, der immer hinkt ;)

von (prx) A. K. (prx)


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Nett gemachte Zusammenfassung der Thematik:
http://www.uni-ulm.de/~phaegele/Buridans_Esel_1.pdf

von Michael K. (charles_b)


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Michael Buesch schrieb:
> Uhu Uhuhu schrieb:
>> Michael K-punkt schrieb:
>>> 6 Mio. mal würfel: Wenn der Würfel in Ordnung ist wird man mit
>>> ziemlicher Sicherheit 1 Mio mal die 1, 1 Mio Mal die 2 etc. haben.
>>
>> Mit ziemlicher Sicherheit nicht. Es wird immer geringe Streuungen geben.
>
> Die sind aber im "Makrokosmos" idR zu vernachlässigen. Das "6 mio" ist
> hier der Makrokosmos.
>
> Es ist ja auch nur ein Vergleich, der immer hinkt ;)


1. 1 Mio ist ein gerundeter Wert. Hätte ich geschrieben 1,000000 Mio. 
dann gäbs Probleme.

2. Die Streuung kann mann dann ausrechnen. 6 Mio. steht für ne große 
Zahl, die zur Anschaulichkeit durch 6 teilbar ist. Nimm 6*10hoch23 
Würfe, wenn dir der Fehler bei 6 Mio noch zu groß ist.

3. Das mit den Würfel ist ein Beispiel und kein Vergleich. Ich habe 
nichts verglichen, insofern ist es kein Vergleich - und der kann dann 
auch nicht hinken.

4. Sei konstruktiv! Bring ein besseres Beispiel - oder einen Vergleich 
der dir gefällt!

von Weingut P. (weinbauer)


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