Hallo allerseits, ich habe eine Reihe von IR-Leds, die ich mit einer Webcam filme und die Bilder dann per Software auswerte. Momentan ist ein großes Problem einfallendes Sonnenlicht, das natürlich die Erkennung "meiner" LEDs erschwert. Unter anderem versuchen wir, die Erkennung durch ändern der Wellenlänge der Dioden zu verbessern. Gibt es hier einen Bereich des infraroten Lichtes, der für solche Vorhaben besser geeignet ist als der Rest? Hab mal was von 850nm gelesen... Hat hier jemand evtl eine Idee? Grüße, Lugge
Das Problem ist, daß die Webcam in einem weiten Bereich empfindlich ist. Wenn das einfallende Sonnenlicht heller ist als das der LED, was bei direkter Einstrahlung immer der Fall ist, siehst du diese nicht mehr. Die Wellenlänge ist dabei völlig egal. Da kannst du auch eine Kerze davor stellen. Was etwas bringen könnte, ist einen Filter vor die Kamera zu setzen, der nur das IR-Licht durchlässt. Allerdings geht das auch nur begrenzt, da im Sonnenlicht auch ein IR-Anteil vorhanden ist, sodaß bei direkter Einstrahlung die LED möglicherweise auch nicht mehr sichtbar ist. Das einzige, was wirklich hilft ist Schatten. mfg.
Rainer Z. schrieb: > und warum filterst Du nicht einfach das Sonnenlicht aus? Sorry, ich vergaß zu erwähnen, ich benutze bereits einen IR Filter bei 1000nm, denke aber dass kürzere Wellenlängen effektiver sind, hab ich mal wo aufgeschnappt. Ändert aber nichts daran, dass Sonnenlicht, Glühbirnen etc auch IR Licht enthalten.
das Sonnenspektrum ist kontinuierlich, d.h. du wirst nirgends eine "lücke" finden in die du deine Anwendung reintun kannst. Ein anderer Vorschlag: Nehmen wir an deine Kamera hat 25fps. Dann modulierst du die LEDs so, dass sie bei einem Bild OFF sind und beim anderen wieder ON. Dann schaust du einfach wo du diese Regelmäßigkeit in der Helligkeitsveränderung auf dem Bild findest => da sind deine LEDs. Die Sonne ist nicht moduliert ;-)
Eine Modulation ist sowieso geplant :) Trotzdem frage ich mich, ob es ein "besser" geeignetes Spektrum gibt. Hier mal eine Grafik: http://touchscape.org/developer/downloads/tech_html/Smoke%20and%20Hot%20Mirrors/images/graph3.png Zu sehen ist die Sensitivität eines Webcamsensors (um genau zu sein der S/W Sensor der PS3 Kamera). Am naheliegendesten wäre ja, 700nm-750nm zu verwenden, da die Kamera hierauf besser reagiert als auf 850. Allerdings hat 750nm auch wieder Nachteile, nur weis ich nicht welche, bzw wie sich diese auswirken.
Ich weis leider nicht was du mir mit diesem hingeklatschten Link sagen willst.
aaaaa schrieb: > das Sonnenspektrum ist kontinuierlich, d.h. du wirst nirgends eine > "lücke" finden in die du deine Anwendung reintun kannst. Das ganze Sonnenspektrum ist voller Lücken, seitdem Wollaston sie 1802 entdeckt hat (-> http://de.wikipedia.org/wiki/Fraunhoferlinie). Leider helfen die in Zusammenhang mit IR-Leuchtdioden nicht, weil die LEDs zu breitbandig sind. U.a. bei 950 nm gibt es im Sonnenspektrum einen breiten dunklen Bereich, der sich evtl. nutzen ließe, solange man mit der Kamera nicht auf höhere Berge möchte. http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Datei:Sonne_Strahlungsintensitaet.svg&filetimestamp=20100509202305
darum war auch das "keine Lücke finden, IN DIE DU DEINE ANWENDUNG reintun kannst". denn die lücken sind extrem schmal. mit dem auge durchs gitter geschaut könnte man sie vermutlich auch gar ned erkennen. (zumindest nicht ohne zusatzoptik)
Die Wasserdampflücken bei 950 nm und höher sind breit genug, um da mit einem Linienfilter die Beleuchtungsverhältnisse erheblich zu verbessern.
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