Hallo zusammen, vorhin hatte ich einen schönen Anruf: Guten Tag, mein Name ist Herr Willrich von der Strom und Gas GmbH. Bin ich mit Herrn Wilhelm Ferkes verbunden? Als ich das bestätigte, sagte der Herr: Vielen Dank, dann wünsche ich einen schönen Tag noch. Tschüss. Das Gespräch dauerte keine 20 Sekunden. Eigentlich hätte ich bei der Bezeichnung Strom und Gas GmbH ja mal stutzig werden müssen, das sickerte erst 5 Sekunden später bei mir durch. Aber 5 Sekunden zu spät. Da wurde ich wohl kurz und schmerzlos überrumpelt. Ich googelte auch mal nach Strom und Gas GmbH, und derer gibt es tatsächlich einige. Die haben aber noch einen Firmennamenszusatz vorne dran. War das ein Call-Center, wo man Adressen verifiziert? Es sieht ganz danach aus, als müsse ich demnächst nicht nur nach dem Namen des Anrufers fragen, sondern auch nach der Telefonnummer. Etwas lustig fand ich das ganze schon, aber der Hintergrund, daß jemand nur nach meinem Namen fragt, ist vermutlich alles andere als lustig. Wer weiß da näheres?
Wilhelm Ferkes schrieb: > Bin ich mit Herrn Wilhelm Ferkes verbunden? Fragen dieser Bauart beantworte ich schon lange nicht mehr, bevor ich nicht weiß, daß die andere Seite ein aus meiner Sicht berechtigtes Anliegen hat.
Ich melde mich am Telefon immer mit dem Wort: "Liegestuhlverleih" Meine Kompagnons wissen das und werden dadurch nicht stutzig. Leute mit unterdrückter Rufnummer fragen dann zum Beispiel, ob das keine Privatnummer sei. "NEIN! Das ist die Rufnummer des weltweit führenden Konzerns mit Dankschreiben aus den besten Häusern Europas" Schon ist Ruhe. MfG Paul
Nett ist auch: "Krematorium Stuttgart, Ofen drei." oder was in der Art...
@Paul, @Uhu: ;-) Irgend sowas lasse ich mir auch noch einfallen. Vor vielen Jahren meldete ich mich mal eine Weile mit "Katholische Bahnhofsmission Köln". Bekannte wußten das auch. Und Fremde wurden von selbst stumm. Aber da war das mit dem Spam noch nicht so extrem wie heute. Ein früherer Kollege meldete sich in der Firma immer mit Reinigungsdienst, wenn wir am Feierabend nicht sofort draußen waren. ;-) Ich hab hier noch so ne olle Gurke ohne Anrufererkennung im Display. Da kann ich wirklich nur raten. Am Handy sehe ich immerhin eine unterdrückte oder unbekannte Nummer, und kann im Vorfeld schon entsprechend reagieren (bzw. nicht reagieren).
Melde dich einfach mit Arge-Jobcenter und schon ist Ruhe. Ich erlaube mir gern den Spaß mich mit Trinkerheilanstalt zu melden, aber dann weiß ich auch wer gespeichert ist und anruft. Wenn ich dann doch mal jemanden dran hab, den ich nicht kenne, dann frage ich erst mal sehr höflich nach seinem Namen und seiner Telefonnummer und zwar mehrfach, als wäre ich schwerhörig. Wenn der dann noch nicht genug hat kann man das Spiel munter weiter so treiben bis der aufgibt.
"Journaldienst Finanzamt Hintertupfing" "Westfriedhof, Verwaltung Herzliches Beileid, Grüß gott" "Joes Krematorium, Sie killen, wir grillen" "BND, Vermittlung" "Klima-Gaß-Wasse-Scheiße Röhricht" ... funktioniert leider nur bei wiederholten Anrufen, ist dort aber umso wirksamer
Bekommst du die Nummer aus deiner Telefonanalge heraus? Bei mir war es immer wieder der Weltbildverlag, irgendwann war mir das zu blöd -> Beschwerde an die Bundesnetzagentur geschrieben, seitdem ist Ruhe
An der Uni haben wir uns auch ab und zu mal einen kleinen Spaß erlaubt, indem wir erst mit einer ungültigen Nummer ins Netz rausgewählt und dann das "Dü dü dü -- Kein Anschluß unter dieser Nummer" an jemanden im Haus weiterverbunden.
> "Krematorium Stuttgart, Ofen drei."
narf da klaut einer meine sprüche... ;)
"Krematorium Köpenick (Sie krepieren, wir kremieren)"
bzw. "Wir fahren die heißesten Öfen!"
auch beliebt "Deutsche Post"
oder "LKA Berlin, Abteilung für Datenschutz"
"Panzer- und U-Boot-Verleih Munster"
"Atomkraftwerk Gundremmingen, Sicherheitsdienst"
Wenn mich jemand mit unterdrückter oder mir unbekannter Telephonnummer anruft, melde ich mich einfach nur mit "ja". Durch die Dummdeppen, die aus answering machine den "Anrufbeantworter" gemacht haben, halte ich das Beantworten von Telephonen so für vertretbar. Funktioniert.
Michael S. schrieb: > Wenn der dann noch nicht genug hat kann man das Spiel munter weiter > so treiben bis der aufgibt. siehe Anhang man sollte immer ein paar Ausdrucke griffbereit haben ;)
Uhu Uhuhu schrieb: > -- Kein Anschluß unter dieser Nummer" an jemanden im Haus > weiterverbunden Ein Riesenchaos gibt es auch, wenn man gleichzeitig 2 verschiedene Leute anruft, und sie sofort miteinander verbindet. Am besten vergewissert man sich 3 Minuten vorher noch kurz, ob sie anwesend sind. Selbstverständlich sucht man sich da sorgfältig 2 Leute aus, die sich gegenseitig überhaupt nicht ab können. Das endet schon mal im "Haare fönen" mit dem Telefonhörer. Ein früherer Kollege, echter Kölner Jung, Schelm, schlagfertig, spielte das schon mal mit übleren Vorgesetzten. ;-) Rufus Τ. Firefly schrieb: > Durch die Dummdeppen, die aus answering machine den "Anrufbeantworter" > gemacht haben, halte ich das Beantworten von Telephonen so für > vertretbar. Sorry, Rufus, ich bin heute wohl etwas begriffsstutzig. Siehe ersten Beitrag oben, vom Vormittag. Aber ich kenne den Ausdruck "Anrufbeantworter" schon seit 1975, als ich in der Telephonbranche eine Ausbildung begann. Bekannte nennen das Ding seit geraumer Zeit "AB". Den englischen Begriff kannte ich bisher gar nicht so, konkret, habe ihn noch nie vernommen. Heute sagt man wohl eher auch Mailbox. > Wenn mich jemand mit unterdrückter oder mir unbekannter Telephonnummer > anruft, melde ich mich einfach nur mit "ja". Das "Ja" versuche ich bei fremden Anrufern zu vermeiden. Eher ein "Hallo". Heute morgen auch. Da gab es in letzter Zeit doch Vorfälle, wo auch Leute herein fielen. Und zwar wird das "Ja" aufgezeichnet, und nachträglich mit einer angeblich voran gegangenen fremden Frage versehen. Z.B.: Möchten sie unser Produkt kaufen? Die Frage wurde am Telefon aber nicht gestellt. Das passierte Bekannten von mir.
Läubi .. schrieb: > Michael S. schrieb: >> Wenn der dann noch nicht genug hat kann man das Spiel munter weiter >> so treiben bis der aufgibt. > > siehe Anhang ;) was ist das? der Versuch einer Firma sich am illegalen Treiben anderer Televermarkter zu bereichern und selbst Daten zu sammeln?
Läubi .. schrieb: > siehe Anhang man sollte immer ein paar Ausdrucke griffbereit haben ;) YMMD! ;-) Und passend zum Thread: Rechts unten war bei mir gerade: Google-Anzeigen: Mainova, Erdgas und Strom. ;-)
"Katholischer Güterbahnhof" oder "Kaninchenseelsorge" sorgt auch für verdutzte Nachfragen. Es reicht eigentlich, sich einen der Grundsätze aller Verkaufsgespräche zu verinnerlichen: "Wer fragt, der führt. Wer gefragt wird, der wird geführt." Einfach mal drauf achten, die Verkäufer formulieren Angebote fast immer als Frage. Also Fragen immer mit Gegenfragen beantworten, bis zur Penetranz. So kann man das Gespräch schnell an sich reißen, und das spricht sich dann irgendwie in der Branche auch herum. Ich bekomme auf jeden Fall kaum noch Anrufe, eigentlich gar nicht mehr. Finde ich fast schon ein wenig schade, es macht nämlich Spaß, die armen Callcenter-Mitarbeiter bisschen hochzunehmen und auszufragen.
Johannes S. schrieb: > Finde ich fast > schon ein wenig schade, es macht nämlich Spaß, die armen > Callcenter-Mitarbeiter bisschen hochzunehmen und auszufragen. Dann solltest du vielleicht mal an irgend einem Preisausschreiben teilnehmen, oder dir ein paar Kundenkarten besorgen...
Uhu Uhuhu schrieb: > Dann solltest du vielleicht mal an irgend einem Preisausschreiben > teilnehmen, oder dir ein paar Kundenkarten besorgen... Hm, da ist was dran. Wahrscheinlich liegt es eher daran, dass ich weder das eine tue noch das andere besitze. Da habe ich die Vernetzung der Adresssammler wohl überschätzt.
Uhu Uhuhu schrieb: > Dann solltest du vielleicht mal an irgend einem Preisausschreiben > teilnehmen, oder dir ein paar Kundenkarten besorgen... Ich tippe in meinem Fall auf die Telekommunikationsbranche. Vor einiger Zeit, gab ich der Deutschen Telekom AG mal mein Einverständnis, persönliche Daten weiter zu verwenden. Mein Widerspruch steht noch aus, und kaufen muß ich ja immer noch nichts. Die Daten inzwischen in fünfter Hand, sehe ich da aber auch keinen Erfolg mehr für mich. Von Kabel Deutschland vernichtete ich kürzlich mal gut 2 kg einfache Werbebriefe, etwa aus 2 Jahren. Also ca. 100 Stück bei maximal 20g Briefgewicht. Guter Schnitt. Die waren (sind nach wie vor unverändert) äußerst penetrant. Preisausschreiben und Gewinnspiele mache ich grundsätzlich nicht. Von daher kommt die Gefahr nicht. Ich müßte mal wieder im Wälzer "Who is Who" in der Wirtschaft schmökern. Er steht mir allerdings nicht zur Verfügung. Anwälte haben diesen Schmöker im Bücherregal. Gibt es sowas im Internet?
Ben _ schrieb: >> "Krematorium Stuttgart, Ofen drei." > > narf da klaut einer meine sprüche... ;) Das ist ein harter Spruch in den 70ern der DDR. Hier Krematorium,Ofen 3 ,Heizer 5..wersoll verbrannt werden? Wer das gesagt hatte ,kennt die möglichen Folgen. ..ansonsten meldet man sich mit "Hier bin Ich"
Juppi J. schrieb: > Das ist ein harter Spruch in den 70ern der DDR. Hm, ich kenn den aber aus aus dem Westen, auch aus den 70ern. Aber vielleicht gab es da ja sowas wie eine makabere Internationale, die den heutigen Zustand des Gesamtgebildes im Geiste vorweggenommen hat...
Ich achte erstmal auf die Vorwahl wenn mich jemand unbekanntes anruft. Ist es aus der Umgebung gehe ich ran und gucke mal wers ist. Wenn gänzlich unbekannt gehe ich nicht ran und google die Nummer. Meistens ist es dann Marketing oder Umfrage oder so was. In dem Fall richte ich eine Rufumleitung in der FritzBox ein auf die Nummer die mich angerufen hat.
Wilhelm Ferkes schrieb: > Sorry, Rufus, ich bin heute wohl etwas begriffsstutzig. Siehe ersten > Beitrag oben, vom Vormittag. Aber ich kenne den Ausdruck > "Anrufbeantworter" schon seit 1975, als ich in der Telephonbranche eine > Ausbildung begann. Der Ausdruck "Anrufbeantworter" ist eine wörtliche (und damit reichlich blödsinnige) Übersetzung des englischen Originals. Auf Englisch heißt das Entgegennehmen eines Anrufs "to answer a telephone (call)", und damit ist eine "answer machine" nichts, was eine Antwort gibt (auf welche Frage denn auch?), sondern ein "Anrufentgegennehmer" oder --ehrlicher-- Anrufabwimmler. Zwar ist der Anrufabwimmler eine ursächlich deutsche Erfindung der 30er Jahre, die Marktdurchdringung aber gab es erst mit dem "Ansaphone" (phonetisches Kunstwort aus "answer" und "phone"), und damit ist der Ausdruck dafür halt ursprünglich englisch. Merke: Idiotische Eindeutschungen/Übersetzungen sind keine neue Erfindung.
Na ja, so ganz furchtbar idiotisch finde ich das eigentlich nicht: Ich rufe einen bestimmten Telefonanschluß an und bekomme eine Antwort, oder nicht, jenachdem, ob am anderen Ende jemand abnimmt, oder nicht. Nun wird der Anrufabwimmler angeschlossen und der nimmt ab und papageit mir eine Antwort.
na sprüche klauen ist immer relativ, aber ihr könnt meine kumpels ja mal nach "krematorium köpenick" fragen... **fg** ich verwende den ziemlich regelmäßig.
Bitte melde dich an um einen Beitrag zu schreiben. Anmeldung ist kostenlos und dauert nur eine Minute.
Bestehender Account
Schon ein Account bei Google/GoogleMail? Keine Anmeldung erforderlich!
Mit Google-Account einloggen
Mit Google-Account einloggen
Noch kein Account? Hier anmelden.