Richtmikrofon nachbauen?

Gast #2144000
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Hallo an alle...

ich habe mal eine Frage und hoffe, dass mir hier jemand weiterhelfen 
kann. Ich brauche ein Parabolmikrofon für mein Hobby (Ornithologie). 
Mein Freund hat sich vor kurzem eines zugelegt und ich muss sagen, dass 
ich begeistert bin. Habe hier einen x-beliebeingen linkt von einem shop, 
bei dem dan dieses bestellen kann..

http://www.detektei-schutzdienst-shop.de/product_info.php?refID=99&info=p498_Gutzeit-Richtmikrofon-Spy-Lizer.html

Aber der Preis ist halt schon habbig und finanziell ist das bei mir 
nicht machbar. Jetzt die Frage, gibt es die Möglichkeit so etwas 
nachzubauen mit gutem Ergebnis. Die größe und Form ist egal, da ich bei 
meinen Beobachtungen eh in der Natur bin und da spielt Platz bzw. Optik 
keine Rolle.

Über einen Tipp oder evetuelle Hilf bzw. Schaltpläne wäte ich sehr 
dankbar.

Gruß an alle..
#2144011
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eher nicht, die form des parabolspiegels (der einen großteil der 
verstärkung übernimmt) ist schon ziemlich wichtig bei sowas. der rest 
ist nur ein gutes empfindliches mikrofon und ein rauscharmer 
mikrofonverstärker, ggf. noch ein kopfhörverstärker dahinter. die 
elektronik ist easy nachzubauen, aber der parabolspiegel...?
Gast #2144072
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du kannst auch einen großen gymnastikball als schablone nehmen, dann 
z.b. einen großen gipsklecks drauf, abbinden und trocknen lassen, dann 
von hinten mit irgendwas verstärken (pappmachee). funktioniert bei 
vorsichtiger behandlung sehr gut.

glaube, bei ebay gibts auch kleine camping-parabol-schüsseln, die 
dürften auch gut funktionieren und wesentlich stabiler sein.
Gast #2144128
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nn schrieb:
> Parabolspiegel selbst bauen aus Glasfasermatten, die mit Giessharz
> getränkt werden.
>
> Als Gussform könnte eine Sat-Schüssel dienen. Trennwachs nichr
> vergessen!

Hmm, Offsetspiegel sind für Richtmikrofone aber eher unpraktisch.
Gruss
Harald
Gast #2144135
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thron schrieb:
> Hallo an alle...
>
> ich habe mal eine Frage und hoffe, dass mir hier jemand weiterhelfen
> kann. Ich brauche ein Parabolmikrofon für mein Hobby (Ornithologie).

Angeblich gibt es so Blumenschalen aus Styropor mit ca 30 cm 
Durchmesser,
die sich dafür eignen, obwohl sie nicht die ideale Parabolform haben.
Man bohrt einfach ein Loch in die Mitte und steckt z.B. ein 
Elektretmikro
dort hinein. Einen Mikrofonverstärker braucht man auch noch, aber da
gibts massenhaft Schaltungen im INet.
Gruss
Harald
#2144157
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Hallo,

mich verwirrt an dem Spy-lizer was anderes:

>integriertes Richtrohr mit abnehmbarem Mini-Parabolspiegel

für mich heißt Richtrohr, daß das Mikro in einem Stück Rohr hinten am 
geschlossenen Boden sitzt und somit Seitenschall usw. gedämpft wird.

Parabolspiegel zum Aufstecken??? Sieht erstens nicht nach Parabel aus, 
der Aufsatz. Außerdem fokussiert ein Parabolspiegel die Energie durch 
Reflexionen in seinem Brennpunkt. Da sollte sich dann auch der Empfänger 
befinden.
Wenn ich also den komischen Topf da drauf stecke fährt dann das Mikro 
aus und wird umgedreht (es müßte dann nämlich in den Spiegel 
schauen...".

Lassen wir also mal den Werbequatsch weg. Dann bleibt ein brauchbares 
Mikrofon, der Vorverstärker usw.

Und ein irgendwie brauchbarer Schalltrichter wie bei Ur-Opas Grammofon 
oder Hörgerät. Einfach nach Versuch und Irrtum zu basteln, wenn der 
Verstärkerkram erstmal läuft.

http://de.wikipedia.org/wiki/Richtrohrmikrofon

Vielleicht auch sowas???
http://www.orniwelt.de/products/Vogelstimmen/Richtmikrofon-Aufnahme-Set-inkl-Zieloptik-und-Kopfhoerer.html

Gruß aus Berlin
Michael
Gast #2144257
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wow.....viele Antworten und echt interessante Links dabei....bei der 
vielzahl von Angeboten bin ich fast überfordert....

Mir stellt sich nur die Frage...ob die günstigeren Geräte genauo 
qualitativ sind die "das Überteuerte" aus dem shop..da ist die rede von 
einem 3-Band-Aktiv-Equalizermit. Was auch immer das heißt...wie schätzt 
ihr das ein?

Oder ich baue mir solch ein gerät doch selbst mit viel "schweiß" 
zusammen...um gute Erfolge zu erziehlen....
Persönliche Seite #2144278
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Die Leute aus deinem Shop wissen echt wie man Geld druckt.

http://www.detektei-schutzdienst-shop.de/product_info.php?info=p1104_Minikamera-in-der-Autofernbedienung-inkl--Tonaufnahme.html

http://shop.ebay.de/i.html?_nkw=spy+cam&_sacat=0&_odkw=mini+kamera&_osacat=0&_trksid=p3286.c0.m270.l1313

Du kannst davon ausgehen das dort jedes Produkt um das zehnfache 
überteuert angeboten wird.
Gast #2144300
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wenn schon, denn schon:
Resonanzröhrenmikrofon
du nimmst 16mm Installationsrohr beginnend bei 20cm,
Rohre bis ca 1m50, jedes Rohr um 2cm länger abschneiden, zusammenbinden 
(Klebeband) dahinter Parabolspiegel mit Mikrofon
(Firma: Nisch-Aufzüge) Persönliche Seite #2144342
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Als Jugendlicher kam ich mal an einen Druckkammerlautsprecher. Den habe 
ich zweckentfremdet an den Plattenspielereingang des Röhrenradios 
gehängt und war platt. Ich konnte damit rauscharm Gespräche die am 
anderen Ende der Straße(ca 120m) geführt von Passantengeführt wurden in 
normaler Lautstärke im 3 Stock glasklar höhren. Ohne konnte ich nicht 
mal höhren das da wer spricht. Ich habe dann mit diversen Schüsseln und 
Mikrofonen experimentiert und euch eingen Erfolg mit Eigenbauten gehabt 
aber die Tüte übertraf alles und hatte eine öffnungswinkel von ca. 
15°-20°.

Namaste
Gast #2144357
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Beitrag "Re: Kann man sowas nachbauen?"

als OPV mindestens einen LMV771 und die Gegenkopplung viiel 
niederohmiger machen.
Das ganze symmetrisch mit einer dynamischen Kapsel (aus 'nem TM110 zB. 
die silbernen Taximikrofone) speisen. unsymmetrisch fängt man sich 
zuviel "Dreck" ein  draußen gehts mit den 50Hz Störeren. Dort knall die 
HF rein.
Ansonst fällt mir auf Anhieb keine preiswerte rauscharme Elektretkapsel 
ein, oder hat jemand eine verlässliche Quelle dafür? Dann die Bandbreite 
begrenzen und ein Formantfilter hinterschalten (wirkt Wunder - ist aber 
angesichts DSP und Konsorten nicht mehr zeitgemäß), wenn man rein analog 
bleiben will/muss.

Viel Spaß und Erfolg, ist ein interessantes Thema.

BTW: Du kannst eine Grabvase testen (Pflanzenkölle). unten bohrst Du ein 
Loch rein, wo die (Elektret) Kapsel gerade hineingeht. Arbeitet dann als 
Exo-Horn.

Den ganzen überteuerten Schnickschnack musst Du tatsächlich außen vor 
lassen!
Eine runde Deckenlampe, wie sie oft in der Küche hängt  - oder ein alter 
Deckenfluter - der macht sich (akustisch) super. Ist aber sauschwer und 
riesengroß. Man kann, wie schon oben geagt, auch ein Array aus mehreren 
gleichen Elektretverstärkern bauen, die Kapseln in unterschiedlich lange 
Rohre stecken und über Phasenschieber(allpässe) und Addierer zu einem 
Summensignal zusammenmischen. Rauscharme Kapseln sind schwerer zu 
finden, als rauscharme OPVs.

Gruß
Axelr.
Gast #2144412
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phhuuu....so viele möglichkeiten...hmm..

ich brauche ja als parabolspiegel noch wa und muss auch noch berechnen 
wie weit das micro dort hineinreicht. Also wo wich die "linien" 
kreuzen...

Was haltet ihr von folgendem:

Als Microfon das: 
http://business.lieske-elektronik.de/artikel_304246.htm

und dahinter noch ein rauscharmer verstärker: 
http://www.tonbandstimmen.de/mikvv.htm

oder wäre das doppelt gemoppelt????

Und als Reflektor ein Parabolspiegel....??
#2144413
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Boah, da fliegt ja einen das Blech weg!

Denke daran, das ein Abhörverstärker auf einen
guten Kopfhörer arbeitet, um Rückkoppelungen zu vermeiden.

Der Lautsprecher hat ein Anpasstrafo drinne, (100 Volt Technik)
der Mikroverstärker sollte also einen hochohmigen Eingang besitzen.

Ein goiles Mikro, das sich aber nich gut verstecken
und transportieren lässt, da ist ein umgebautes Megaphon besser.
#2144478
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Man sollte sich wegen der Genauigkeit der Parabolspiegel für Schall 
nicht in die Hosen machen.

Die muss garnicht soo groß sein, da die Wellenlänge des Schalls recht 
groß ist.

Bei 1kHz ist die Wellenlänge des Schalls noch 33 cm. Eine Faustregel 
heißt, dass ein Parabolspiegel die Form auf etwa 1/10 der Wellenlänge 
genau einhalten sollte, da kommt es auf den cm nicht an.
Auch braucht man da ja nicht gerade eine extreme Parabolform nehmen, mit 
einem Verhältnis Brennweite / Durchmesser kleiner als Eins.

Schon ein Regenschirm soll einen guten Effekt bringen. Obwohl der ja 
gerade eine anti-Parabolform hat (Krümmung innen schwacher als außen). 
Mit ein bisschen Klebestreifen kann man ja ein Mikrofon an den Stiel des 
Schirms kleben und erst einmal damit Versuche zu Orientierung machen.

Mit einigen Kenntnissen in Geometrie kann man ja danach passende 
Stoffbahnen zurechtschneiden und mit einem Regenschirmgestell vereinen. 
Wenn die in der richtigen Form geschnitten sind, bekommt der Schirm 
Paraboloid-Form.
Gast #2144485
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Hier hatte ich das mal probiert. Sitzt noch ein SSM2167 als Kompressor 
hintendrann, der rauscht schon etwas :)die Vorstufe klingt sehr gut. 
So gut, das wir dachten, der Vorverstärker sei defekt (kein Witz, wir 
haben dann genaus deswegen den "alten" OPV wieder im Vorverst. 
eingesetzt)

die Bilder sind mitm Handy gemacht, daher...
Angehängte Dateien:
#2144529
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Es gab mal ein Buch ( 1962..1964) "Tonbandjagd auf Tierstimmen" von 
Kosmos.
Google-Books findet es sogar, Autoren Albert Ausobsky sr. und jr.

http://www.google.com/search?hl=de&tbo=p&tbm=bks&q=Tonbandjagd&num=10

da wurde ein Parabolspiegel mit mindestens 80 cm Durchmesser 
selbstgebaut. Viel weniger hat bei den oben genannten Wellenlängen auch 
nicht viel Sinn.

Vom genannten Resonanzröhrenmikrofon hab ich auch schon gelesen, das 
soll noch empfindlicher sein. Jede Röhre ist auf einer anderen Frequenz 
in Resonanz, wie Orgelpfeifen.

Amazon hat sogar eine Abbildung des Buches, 3 Stück gebraucht 
erhältlich:
http://www.amazon.de/Tonbandjagd-auf-Tierstimmen-Albert-Ausobsky/dp/B0000BG09A
Persönliche Seite #2144607
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Das Resonanzröhrenmikrofon ist nicht empfindlicher als ein Parabolmikro 
mit der gleichen Fläche. Es hat jedoch eine bessere 
Störquellenunterdrückung bzw. Zielschärfe.

Ich habe selbst mal ein Parabolmikrofon für solche Zwecke gebaut. Ich 
wollte einen echten Parabolspiegel und habe dazu eine Schablone aus 
Blech mit einer echten Parabel, wo auch der Brennpunkt bekannt ist, 
ausgeschnitten und dann aus "Berg" aus Gips mit der Schablone im Kreis 
herum abgeschabt. Dazu einfach ein Brett mit einem Stab als Achse 
aufbauen.

Das kann man dann Laminieren oder zum Tiefziehen nehmen. Ich hab dann 
noch ein Negativ abgegossen und eine Kunststoffplatte mit Vakuum 
tiefgezogen. Durchmesser ist 20cm. Von der Form hab ich noch Fotos, die 
suche ich mal.
#2144773
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Ich hab dieses hier: http://www.telinga.com/products2.htm

Ist zwar sehr teuer, aber auch sehr, sehr gut.

Der 80-cm-Spiegel ist aus einer 1 mm ich-weiß-nicht-was-Kunststoffolie 
tiefgezogen. Der Griff scheint ursprünglich für eine Bohrmaschine 
entwickelt worden zu sein und das Stück, auf das der Spiegel, das Mikro 
und der Griff montiert wird, ist ein Drehteil aus Hart-PVC.

Diese Parabolspiegel haben übrigens eine untere Grenzfrequenz, die mit 
dem Spiegeldurchmesser zusammenhängt. Mit so winzigen Spiegeln, wie dem 
im Eingangsposting verlinkten, wird man nicht all zu viel Freude haben. 
Das ist bestenfalls Spielzeug.

Ob man sowas selber machen kann? Ich würde sagen, ja. Die Frage ist halt 
nur, ob es nicht letztlich kostengünstiger ist, so ein Gerät fertig zu 
kaufen.

Richtmikrophone mit Interferenzrohr können mit einem 
Parabol-Richtmikrophon nicht im Entfernten mithalten: sie haben keinen 
Gewinn, sondern löschen nur Teile des Schallfeldes aus.
#2144849
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Harald Wilhelms schrieb:
> Random ... schrieb:
>>> 1 kleine Sat- Schüssel
>> ist das nicht ein bischen auffällig? **LOL**
>
> Ist auch eher unpraktisch da man mit einem Offsetspiegel schlecht
> zielen kann.
> Gruss
> Harald

Nunja .. nicht wirklich:
Einfach von hinten ein Loch reinbohren  und ein Ziehlröhrchen
einkleben.
Ansonsten war mein Beitrag natür mehr Unfug und symbolisch

Gruss Klaus
Gast #2144852
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Klaus De lisson schrieb:
> Harald Wilhelms schrieb:
>> Random ... schrieb:
>>>> 1 kleine Sat- Schüssel
>>> ist das nicht ein bischen auffällig? **LOL**
>>
>> Ist auch eher unpraktisch da man mit einem Offsetspiegel schlecht
>> zielen kann.
>> Gruss
>> Harald
>
> Nunja .. nicht wirklich:
> Einfach von hinten ein Loch reinbohren  und ein Ziehlröhrchen
> einkleben.

[ ] Du weisst, wie ein Offsetspiegel funktioniert?
Gruss
Harald
Gast #2144883
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Lothar Miller schrieb:
> Harald Wilhelms schrieb:
>> [ ] Du weisst, wie ein Offsetspiegel funktioniert?
> Siehe http://www.sat-rat.com/html/spiegel.html
>
> Aber ich würde sagen: die nicht ideale Krümmung macht für die
> betroffenen Schallwellenlängen nichts aus.

Du meinst, einen Offsetspiegel als Parabolspiegel nutzen? Dann würde
ich doch besser etwas leichteres, wie eine Styropor-Blumenschale
suchen.
Gruss
Harald
Gast #2144968
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Zu dem Druckkammer-LS von Conrad: Ist da wirklich ein Übertrager drin? 
Bei Conrad steht da zwar 100V-Technik, aber 8 ohm, dass passt nicht 
wirklich zusammen. Und das Datenblatt ist nur ne 
Konformitätserklärung...

Zum Parabel: Das muss nicht wirklich sein, ein Kugelsegment reicht auch 
schon. Und da kann man den Brennpunkt gut bestimmen.

Zum Material: Regenschirm dürfte akustisch zu weich sein.

Zur Größe: Die tiefen Frequenzen dürften bis auf einige Ausnahmen für 
Vogelstimmen uninteressant sein. Entscheidend ist die Vergrößerung der 
Auffangfläche für den Schall. Da mit größerem Durchmesser aber auch der 
"Brennfleck" größer wird, bringt ein großer Spiegel irgendwann keinen 
Gewinn mehr.
#2145084
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Einen starren Parabolspiegel selbst zu bauen, ist doch wohl nicht das 
Problem. Der Spiegel ist ein Rotationsparaboloid und eine Parabel auf 
einem Stück Sperrholz zu konstruieren und der dann entlangzusägen, 
sollte eigentlich keinen Bastler überfordern.

Mit dem Parabel-Brett, das nach dem Sägen unter der Parabellinie lag, 
kann man eine Negativform eine Rotationsparaboloids machen und darauf 
dann mit Polyesterharz und Glasfaservlies einen Parabolspiegel abformen.

Macht etwas Arbeit, ist aber machbar...
#2145227
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Und hier die passende Musik zum Thema:
http://en.wikipedia.org/wiki/Nightingales_%26_Bombers

"The title of this album was inspired by a recording made in Surrey, 
England during the Second World War, by an ornithologist intending to 
record Nightingales. The bombers flew over at the same time and were 
recorded by accident."

Und ein Film, in dem mehrere Parabolspiegel zum Abhören auf einem großen 
Platz zu einer Art "very large array" verbunden werden:
http://de.wikipedia.org/wiki/Der_Dialog
http://de.wikipedia.org/wiki/Very_Large_Array
Gast #2145285
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@Sven:

Sogar in den DDR-Teilen, die heute noch auf vielen
Bahnhöfen in Ost-Berlin in Betrieb sind sind Übertrager
drinne, jeweils mit 2 Anzapfungen: Hoch-. und niederohmig.

Wenn sich also der Conrad - Lausprecher "professionell" nennt
ist ein Übertrager drin.
100 Volt-Technik ist im ela Bereich Standard.
Gast #2145699
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Hallo an alle...wow wahnsinn, was ich da für ein thread angestoßen habe. 
Aber ich muss sagen, mit jedem Satz bin ich verwirrter.

Also jetzt mal Butter bei de Fische, wenn ich mir solch ein Gerät selbst 
bauen möchte (durch eure Diskussion habe ich echt lust bekommen), was 
brauche ich. Ein Schaltplan wäre süper, dann käme ich zurecht.

Also so eine kleine Anleitung......

Muss sagen Leute....ihr habe echt Ahnung von dem was ihr saggt und 
findes es super zu was sich mein Posting entwickelt hat.

Viele Dnak im Voraus....
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Gast #2145731
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>> Wenn sich also der Conrad - Lausprecher "professionell" nennt
ist ein Übertrager drin.

Bei Conrad steht 8ohm, das spricht gegen den Übertrager, auf der 
Herstellerseite steht aber, dass der Übertrager integriert ist. Würde 
also direkt an einen Mikrofonverstärker gehen.

@thron

Ja, Du hast jetzt das Problem, dass Du Dich für eine Variante 
entscheiden musst:

1. Druckkammer-LS + Verstärker für dynamisches Mikro + event. 
Rumpelfilter + Kopfhörerverstärker

2. Kugel oder parabol
a) selbstgebaut
b) gekauft
mit
c) dynamischen Mikro
d) Elektretmikro
+ Verstärker für dyn. oder elektret + event. Rumpelfilter + 
Kopfhörerverstärker

Schaltungen für Mikrofonverstärker und Kopfhörerverstärker würde ich mal 
ergoogeln und vergleichen.

Der Rumpelfilter nimmt tiefe Frequenzen weg, wenn der Wind seitlich aufs 
Mikro trifft.

Der Kopfhörerverstärker sollte mehrere Ausgänge haben, falls man mit 
mehreren Leuten unterwegs ist.

Tragbare Stromversorgung nicht vergessen.

Die Schüssel nicht zu groß wählen, soll ja noch tragbar sein.

Eventuell die Möglichkeit vorsehen, die Schüssel auf ein (Foto)Stativ 
setzen zu können.

Du siehst, man kann das noch ewig ausdehnen. ;-) Jetzt liegts an Dir.
Gast #2145763
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Btw: Die Idee mit einer kleinen Sat-Schüssel finde ich gar nicht so 
schlecht. Wetterfest, Montierung für Mikro und Halterung sind dran, 
Material ist hart und reflektiert damit gut, event. billig zu haben.

Eine Peilung dürfte so schwer nicht dranzubauen sein. Zum Ausrichten der 
Peilung kann man ja entfernt einen Lautsprecher mit Dauerton aufstellen, 
die Schüssel auf maximale Lautstärke ausrichten und die Peileinrichtung 
dann auf den Lautsprecher zeigen lassen.

Sowas gibts übrigens auch bei Fernrohren: 
http://de.wikipedia.org/wiki/Wilhelm_Herschel#Alternativkonstruktion_zum_Newton-Teleskop:_Das_Herschel-Teleskop
Gast #2146054
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thron schrieb:

> Also jetzt mal Butter bei de Fische, wenn ich mir solch ein Gerät selbst
> bauen möchte (durch eure Diskussion habe ich echt lust bekommen), was
> brauche ich. Ein Schaltplan wäre süper, dann käme ich zurecht.

An Deiner Stelle würde ich eine Styropor-Blumenschale, ein Elektret-
Mikrofon und einen Vorverstärker für Elektretmikrofone nehmen. Den
Vorverstärker bekommst Du auch fertig oder als Bausatz bei den
grossen Elektronikversendern. So kannst Du Dich mit vertretbaren
Aufwand (< 20 EUR) auf Stimmenjagd machen. Wenn das dann funktioniert,
aber z.B. zuviel Rauschen hat, kannst Du immer noch nachbessern.
Was hilft es Dir, wenn Du nach langen Bauen den Vögeln im Winter
nach Süden nachreisen musst. :-)
Gruss
Harald
Gast #2146355
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PeterL schrieb:
> @Axel Rühl, Respekt!
> wo (wie) hast du denn das ausgegraben?
> Google findet bei "Resonanzröhrenmikrofon" nicht viel.

Stimmt: heute kommt was gaanz anderes zur Anzeige, wenn ich google 
bemühe.
Schon komisch, ich habe gestern auch nach Resonanzdingens gesucht, ja - 
bei google.

heute kam das:
http://www.hifi-forum.de/viewthread-104-19538.html

Übrigens, der Verrstärker, der da im Beitrag des Shotgunmic von der 
Firma Lafayette kommen soll, stammt aus den frühen 60zigern und ist 
(normal, klar) nicht mehr zu bekommen. War aber damals wohl sehr 
beliebt, was eine weitere Google-Recherche zu Tage brachte.

Ich finde das Argument, den Vögeln hinterherreisen zu müssen, übrigens 
seehr treffend! Nimm was fertiges von Conrad oderso und fahr zum 
Pflanzenkölle und sieh dich dort um. Mein oben gemachter Vorschlag mit 
der Grabvase hat den Nachteil, das die Resonanz hier für einen schmalen 
Frequenzbereich zwar recht ausgeprägt ist, aber das klingt dann fast 
schon so, als ob Du dir eine Muschel ans Ohr hälts.

Hatzte ich mal für Sony-Camcorder gebastelt. 4 OPVs TL074 (also 16 
systeme) parallel an einer Elektretkapsel. Ging so lala. hat auch 
gerauscht, trotz der parallelgeschalteten Verstärkerstufen. Da sollte 
sich das Rauschen wohl um den Faktor wurzel/n trallala  mal Anzahl der 
Verstärker verrringern, sagt/schrieb Herr Wahl in einen seiner Spion- 
und Wanzenhefte. Hmm.  "Moving Coil Technologie".
naja damals wars...

Gruß und viel Erfolg
Axelr.
#2146499
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Müsste man nicht auch ohne den Parabolspielgel auskommen können ?

>Bei 1kHz ist die Wellenlänge des Schalls noch 33 cm

Dh. doch das wenn wir zwei Mikrofone in Linie zum Zielobjekt mit einem 
Abstand von 33cm anbringen und die Verstärkerschaltung der beiden 
Mikrofone per Differenzverstärker verstärkt würden dann gilt

1.) hochselektive Verstärkung eines Frequenzbandes
2.) akustische Resonanz dient der selektiven Richtungs- und 
Frequenzverstärkung
3.) starke Unterdrückung aller Signale (frequenz- und Winkelabhängig) 
ausserhalb der Sichtachse
4.) kein Spiegel mehr nötig

Das System würde schon im akustischen Signalpfad einen hohen SNR 
selektiv für eine Sichtachse und ein Frequenzband erzielebn, noch bevor 
das Signal durch die Mikrofone abgetastet wird.

Gruß Hagen
#2147444
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Man kann auch ein ganz normales Richtmikrophon bauen. Einfach ein langes 
Rohr nehmen und an die Seiten viele Schlitze rein sägen. Schall der von 
vorne kommt geht einfach rein, Schall von der Seite hat unterschiedliche 
Laufzeiten und eliminiert sich somit.
Das ist relativ einfach und frequenzunselektiv.
Gast #2147652
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Hagen Re schrieb:
> Dh. doch das wenn wir zwei Mikrofone in Linie zum Zielobjekt mit einem
> Abstand von 33cm anbringen und die Verstärkerschaltung der beiden
> Mikrofone per Differenzverstärker verstärkt...

siehe hier: http://www.knollep.de/Hobbyelektronik/projekte/37/index.htm
<edith>
aber auch hier: 
http://www.forum.knollep.de/forum/topic.php?id=295&s=e09560f06a234c63e0c3601e55ef3c54
</edith>
Autor: Christian Berger (casandro)
Datum: 16.04.2011 08:22
> Man kann auch ein ganz normales Richtmikrophon bauen. Einfach ein langes
> Rohr nehmen und an die Seiten viele Schlitze rein sägen.

siehe hier: 
http://www.mypromedia.de/Mikrofone/Sennheiser-MKH-60-Richtmikrofon.html

@Tom
schade, das vom langen, gefalteten Horn (der kleine schwarze Tubus auf 
dem Treiber, das kleine weiße Horn darüber und der eigentliche Trichter 
des DKL) nur noch die letzte Sektion, also der Trichter, übrig blieb.
Ich hätte versucht, das gesamte mechanische System zu erhalten.
"Nichts desto trotz" (schreibt man so?) bin ich über die Ergebinsse im 
Video erstaunt!

Leute, der Thread ist immernoch interessant ;)

Gruß Axel

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