Welchen Transistor? Anfänger bittet um Hilfe

Gast #2144074
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Hallo,

Ich will mir eine Schaltung bauen,
und zwar möchte ich mit µC (Atmega64) und Porterweiterung (74HC595) 
schalten.
Und zwar sollen 12V/100mA geschaltet werden. Da brauch ich ja noch ein 
Transistor als Leistungsverstärker dabei. Bei Reichelt gibt es aber sooo 
viele, da wollte ich fragen ob ihr mir helfen könnt. Da dies ein 
größeres Projekt wird wollte ich schon welche für wenig geld haben, es 
gibt bei Reichelt ja welche für 0,04€ aber ich kann mich nicht 
entscheiden welcher es werden soll. An einen ULN hatte ich auch schon 
gedacht, wollte aber lieber Transistoren, weil man da einen mehr oder 
weniger machen kann. Könnt ihr mir helfen? Geschaltet werden sollen 
damit die 100mA @ 12V und eventuell noch eine LED.

Ich hoffe doch sehr das ihr mir bei meiner Entscheidung helfen könnt,
Da ich noch so ziehmlich ein Anfänger mit Transistoren bin.

MFG Hammel
Gast #2144087
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meine Empfehlung:

NPN BC338-25
PNP BC328-25

kann 800mA und 25 V
das hinter dem Strich ist die Stromverstärkung (hier also 250fach)
gibt es auch mit 400fach, dann heist er -40

Kostet bei R 0,04 €
Gast #2144106
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Das hängt von deiner Schaltung ab, ob du den Verbraucher gegen Masse 
schaltest oder gegen Plus. Deine Fragen deuten aber deutlich darauf hin, 
dass du dich erst mal mit den Grundlagen der Transistortechnik 
beschäftigen solltest. Also erst mal 
http://www.mikrocontroller.net/articles/Transistor  durcharbeiten und 
verstehen. Kauf dir am besten gleich ein paar mehr, da ist es nicht so 
schlimm wenn mal einer hops geht...
Gast #2144146
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Habe den Text jetzt durchgelesen, und verstehe jetzt immer noch nicht ob 
ich einen NPN oder PNP Transistor brauche wenn ich das hier machen will:
µC (Atmega64) -> Transistor -> Led und 12V Relais. die oben genannten 
sind schon ganz gut, damit kann ich dann auch noch ein bisschen mehr 
machen, aber ich muss wissen woher ich weiß das ich NPN oder PNP 
brauche.
Bei NPN wird ja mit negativer Spannung geschaltet, bei PNP mit 
Positiver.
Und was gibt ein µC (Atmega32/64) aus Positiv oder Negativ?

Bitte helft mir dringend..

MFG Der Hammel
#2144176
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Hammel schrieb:
> Bei NPN wird ja mit negativer Spannung geschaltet, bei PNP mit
> Positiver.

Nein. Jedenfalls nicht beim µC.

Von den 3 Transistorgrundschaltungsarten benutzt man einen PNP in 
Kollektorschaltung und einen NPN in Emitterschaltung. Beide werden mit 
Plus geschaltet.

Die normalste Anwendung seit es Mikrocontroller gibt, ist ein NPN in 
Emitterschaltung.
Dabei wird der Kollektor mit dem GND des Relais, der LED etc. verbunden. 
An die Plus-Seite der Last kommt jetzt die für diesen passende 
Gleichspannung, z.B. 12V. Sowas geht nur in dieser Schaltungsart.

Der Emitter kommt dann an Masse, die Basis über Vorwiderstand an den 
Port.
Und dann wird Masse durchgeschaltet.

Das Ganze nennt sich auch Open Collector.


Hammel schrieb:
> bc338-25 oder bc338-40 nehme?

Steht im Datenblatt.

Entweder ist das der Verstärkungsfaktor x10 oder die höchstzulässige 
Spannung UCE. Also die oben beschriebene Spannung am Relais.

Das mit dem Verstärkungsfaktor kannst du bei reinen Schaltanwendungen, 
bei denen die Transistoren übersteuert und ohne Rücksicht auf den 
Arbeitspunkt betrieben werden, getrost vergessen.


Simon Abler schrieb:
> http://www.csd-electronics.de/de/index.htm   Bc337-40 /45V 0,5 A

Einer der üblichen Wald-und-Wiesen-Transistoren. Im Prinzip kannst du 
jeden nehmen, der irgendwas zwischen 200mA und 1A schalten kann, BC 
draufsteht und NPN drin ist.


mfg.
Gast #2144190
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Ein ULN2803 kostet was um die 0,50€. Basisvorwiderstände, 
PullDownwiderstände und Freilaufdioden für Induktive Lasten sind bereits 
integriert.
Jede andere Lösung kostet bei Deiner Anwendung mehr Geld, wenn Du alles 
einzeln bestückst.
Gast #2144199
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ULN = 8 Transistoren + "Hühnerfutter" == 0,50€
Transistorlösung = 8 Transistoren + Widerstände == ca. 0,40€ (Mit 
mengenrabatt für Widerstände + Transistoren)
Und wenn man das in Großen Mengen machen möchte lohnt sich das auf die 
10ct zu achten. Vorallem wenn man als student nicht wenig geld in der 
tasche hat.
Gast #2144217
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Hammel schrieb:
> wie hoch muss der widerstand zwischen µC und Transistor sein?

welchen Transistor möchtest Du den nehmen?

Beispiel:

Laststrom am Ausgang: 100mA
Verstärkungsfaktor des Transistors: z.B. 250fach

100mA / 250 = 0.4mA Basisstrom

Ich nehme immer 4fache Sicherheit.
Daher 4 x 0.4 mA = 1.6 mA

Basis mit 5V beschalten

R= U/I = 5V / 0.0016 A = 3.125K

Nimm in diesem Beispiel einen Basiswiderstand mit 3.3K (bei Verstärkung 
250fach)

Und pull Down Widerstand nicht vergessen
#2144243
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@Hammel,
nun überflieg ich gerade den FRED und finde es toll und richtig,
was dir geraten wurde.
Leider hat niemand die einfache Lösung mit n-Mosfet erwähnt.
BS170 oder 2N7000 wären diese Kandidaten.
Da brauchste noch nichteinmal einen Basisvorwiderstand.
Einfach mit dem Gate auf den Portpin und mit Source auf Masse.
Fertisch ist der Fisch.
Ob du statt Vorwiderstand dann ggf. nen Pulldown benötigst
damit die sachen sich beim Reset nicht selbstständig machen,
hängt dann wirklich von der Anwendung ab.

Allemal spart das eine Menge Strom.

Ich wollte es einfach nur erwähnnt haben

Gruss Klaus
Gast #2144244
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Er begrenzt den Strom vom µC über die Strecke zwischen Basis und Emmiter 
des Transistors (NPN)

Würde Dir aber dringendst raten, noch einen Widerstand zwischen Basis 
und Masse mit ca. 10-47 K einzufügen um den Transistor im unbeschalteten 
Moment fest auszuschalten.
#2144247
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Hammel schrieb:
> Mark schrieb:
>> Es geht hier mehr um den Strom, der bei der Verstärkung einbezogen wird.
>
> Der Vorwiderstand kommt ja zwischen µC und Transistor, und ist doch nur
> zum "Schutz" des µCs da (?) oder?
>
> wenn nicht wozu ist der sonst da?


Wenn du dir den Kirchhof für diese Schleife anschreibst wirds klar.

                 |
        _     /
+5V o--|___|---|
                \
                -- Gnd
Am Übergang Basis Emitter (PIN auf GND) hast du einen SPG abfall von ca 
0,6 V
(Wegen der Halbleitereigenschaften)
In deiner Schleife ist nun 0=5-I*R-0,5

Dies gilt nur für Schaltvorgänge

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