Hallo alle miteinander!
Ich brauche mal euren Rat. Ich habe eine kleine Schaltung mit einem
nicht-invertierenden OP, der mir die Spannung über einem
Temperatursensor verstärkt. Hier kann man ja an einigen Stellen
Kondensatoren als "Stütze" einsetzen. Ih bin mir aber nicht sicher, wo
genau Kondensatoren Sinn machen.
Am Ausgang eines OPs soll ja bekanntlich nicht unbedingt ein C sein - C3
und C4 wären hier ja beispielsweise am Ausgang. Mit einem R vor dem C
wäre es demnach ja besser, aber über dem R kann ich mir auch wieder
Störungen einfangen, oder liege ich da falsch?
Wie sollte man die Bauteile wenn dimensionieren? Also außer die
Widerstände für die Verstärkung, die sind klar.
Danke für jede Hilfe.
Am besten gafällt mir C1. C3 weglassen. Die anderen beeinflussen den
Frequenzgang und könnten z.B. zur Störunterdrückung verwendet werden.
Dazu müsstest du noch was sagen.
C1, C3 und C5 ergeben mit den zugehörigen Widerständen jeweils
Tiefpassverhalten, C2 Hochpassverhalten. Welches man nutzt, hängt ganz
davon ab was du willst oder brauchst. Sind Störungen auf der
Sensorleitung zu erwarten, dann C1. Willst sehr hoch verstärken und nur
wenig Bandbreite, dann C3...
Naja, also das ist halt eine Temperaturmessung, da ändert sich nicht
schnell was - eher wirklich langsam! Nach Möglichkeit möchte ich
natürlich einen "ruhigen" Messwert haben, der nicht in seiner letzten
Stelle immer hin und her hüpft, wenn man das ganze anguckt.
Darf ich das Thema nochmal hochholen? Ich wäre echt froh, wenn mir noch
jemand eine ückmeldung dazu geben könnte ;-) Welche Cs haltet ihr für
sinnvoll oder für fehlplatziert?
Benedikt schrieb:> Welche Cs haltet ihr für sinnvoll oder für fehlplatziert?
Eigentlich wurde schon alles (wiederholt) gesagt. Hast du die Antworten
nicht gelesen? Was soll da noch kommen?
Bestenfalls nochmal zur Verdeutlichung: C4 ist sinnlos und gefährlich.
Der macht dir bestenfalls den OP instabil.
Der Rest wurde schon bei dem erwähnt, was ArnoR im
Beitrag "Re: Ihr Experten, bitte helft mir mal - NIV-OP und evtl. (Stütz-)Kondensatoren - Schaltplan" schreibt...
> Welche Cs haltet ihr für sinnvoll oder für fehlplatziert?
Das kommt ausschliesslich darauf an, was DU erreichen willst.
Ich würde auf jeden Fall den C1 einbauen, denn Störungen, die nicht in
den Verstärker kommen, müssen nicht von dem ausgeregelt werden...
Guten Morgen, Benedikt,
für eine Temperaturmessung würde ich getrost alles weglassen ;-)
Du hast es hier nicht mit höheren Änderungsfrequenzen zu tun, Dein
Sensor reagiert mit Sicherheit aus OP-Sicht träge.
M.E. nach bringt Dir keiner der hier eingezeichneten Kondesatoren einen
Vorteil.
Du schreibst:
> ...Nach Möglichkeit möchte ich natürlich einen "ruhigen" Messwert haben,> der nicht in seiner letzten Stelle immer hin und her hüpft, wenn man das> ganze anguckt.
Wenn ich richtig sehe gehst Du auf einen A/D-Wandler, da kommts doch
viel mehr auf den A/D-Wandler und Deine Software an, ob die letzte
Stelle "hüpft" wie Du es nennst.
Ein A/D-Wandler ab geschätzten 8Bit aufwärts wird Dir fast sicher immer
in den letzten Bits wackeln, was normal ist. Die Empfindlichkeit ist da
einfach zu hoch. Daher liegts ja an Dir zum Beispiel eine
Mittelwertbildung über eine gewisse Zeit / Anzahl Messwerte zu machen
oder eben Deine letzte Stelle per Software etwas zu "beruhigen".
Viel Aufwand für den analogen Teil lohnt hier nicht, alles was Du
brauchst kannst Du digital in Deiner Software viel besser erledigen!
Grüsse
Michael
Michael schrieb:> Viel Aufwand für den analogen Teil lohnt hier nicht, alles was Du> brauchst kannst Du digital in Deiner Software viel besser erledigen!
Es lohnt sich durchaus, aus dem Analogteil solche
Sachen/Signale/Störungen rauszuhalten, die zu Artefakten führen können,
die dann den OP und den AD-Wandler "durcheinanderbringen" würden. Und
auch zum Schutz (ESD) kann ein solcher Kondensator am Eingang nichts
schaden...
Michael schrieb:> Du hast es hier nicht mit höheren Änderungsfrequenzen zu tun, Dein> Sensor reagiert mit Sicherheit aus OP-Sicht träge.
Eben. Die richtige Schlußfolgerung wäre also, um Störsignale zu
unterdrücken, einen anständigen Tiefpaß mit C3 aufzubauen und nicht
allen Müll mit zu verstärken.
Gruß
Matthias