oszi40 schrieb:
> Wenn der Speicher knapp ist, wird er natürlich öfter beschrieben.
Warum?
> Das trifft auf für SSD zu.
Mit ordentlichem wear levelling zählt die Gesamtzahl an Schreibvorgängen
(d.h. eigentlich Löschvorgängen) über die gesamte Platte. Ob voll oder
leer ist dabei irrelevant. Tote Masse, d.h. sehr selten geschriebene
Datenmengen spielen für die Abnutzung keine Rolle, da sie ggf. in
ausgelutschte Bereiche umgesiedelt werden, um Raum für weitere
Schreibvorgänge zu bekommen.
Der Füllungsgrad aus Sicht der SSD spielt aber eine Rolle bei der
Performance, da nicht der Schreibvorgang selbst langsam ist, sondern der
Löschvorgang. Hat man eine Disk allerdings einmal sequentiell
durchgeschrieben, beispielsweise infolge eines Restores aus einem
vollständigen unoptimierten Disk-Image-Backup, dann ist sie aus Sicht
der SSD voll, auch wenn aus Sicht des Filesystems nichts drauf ist.
Unabhängig davon kann es allerdings eine Rolle spielen, wo überall
geschrieben wird, da die für die Blockoperationen nötige überzahlige
Manövriermasse begrenzt ist und die Löschblöcke sehr viel grösser sind
als die Filesystemblöcke. Wenn man zufällig verstreut über die Platte
schreibt verursacht man mehr Löschoperationen, als wenn man die passend
konzentriert.