Hi,
über die Strecke R1, T1, R2 kannst die den Strom der durch T2 fließt
einstellen wobei T1 als Diode wirkt.
Betrachten wir zunächst die Schaltung ohne R2 und R3:
Sowohl an T1 als auch an der B-E-Strecke von T2 fallen ca. 0,7V ab.
Durch den Temperaturdrift oder aufgrund von Bauteiltoleranzen kann es
sein, dass die B-E-Strecke von T2 eine geringfügig kleinere
Durchlassspannung für einen bestimmten Strom besitzt. Beide Basen und
Emitter liegen aber auf gleichem Potential. Daher fließt durch die
B-E-Strecke von T2 und somit auch durch die C-E-Strecke von T2 ein
höherer Strom.
Baut man jetzt die Widerstände wieder ein, so fließt auch (durch die
oben angenommene Bauteiltoleranz von T1 und T2) durch R3 ein höherer
Strom. Dadurch fällt auch eine höhere Spannung an R3 als an R2 ab.
Folglich liegt der Emitter von T2 auf einem niedrigeren Potential als
der Emitter von T1. Damit ist aber auch die Spannung der B-E-Strecke von
T2 (durch die fest gekoppelten Basen) und damit auch der Strom durch
selbige niedriger. Dadurch fließt aber auch weniger Strom durch die
C-E-Strecke von T2.
Um das ganze Zusammenzufassen: Fließt durch einen Transistor aufgrund
von Bauteiltoleranzen mehr Strom so wirkt der zusätzliche
Spannungsabfall in R2 bzw. R3 dem ganzen entgegen.
Die angebenen 0,2 sollen ja nur ungefähr eingestellt werden. Die
Spannung darf eben nicht zu klein sein, da sonst die Kompensation nicht
gut funktioniert. Zu groß sollte er natürlich auch nicht sein um nicht
allzu viel Spannung zu verlieren, bzw. Leistung zu verbraten.
Ich hoffe damit wären alle Klarheiten beseitigt.
Alle Angaben ohne Gewähr!