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Konstantstromquelle
[Bearbeiten] EinleitungEine Konstantstromquelle ist eine Schaltung, deren Zweck es ist, den Strom durch eine Last (z. B. eine LED) möglichst konstant zu halten, das heißt Änderungen des Stroms durch Variationen der Betriebsspannung und/oder des Lastwiderstands entgegen zu wirken. Es gibt viele verschiedene Schaltungen, die zu diesem Zweck eingesetzt werden. Sie unterscheiden sich in ihrer Präzision, der minimalen und maximalen Betriebsspannung, und dem Bauteilaufwand. Es sollen hier nur einige besonders einfache Schaltungen vorgestellt werden. [Bearbeiten] Konstantstromquelle mit J-FET[Bearbeiten] BeschreibungEine sehr einfache Konstantstromquelle lässt sich mit einem JFET realisieren. Der resultierende Strom ist durch den verwendeten FET bestimmt, dabei wird die Eigenschaft genutzt, dass der JFET selbstleitend ist, also bei einer Gate-Source-Spannung von 0V seinen maximal möglichen Strom leitet und bei ansteigender negativer Gate-Source-Spannung U_GS den Drain-Source-Kanal zunehmend abschnürt. Es werden Bauteile angeboten, bei denen die Verbindung zwischen Gate und Source des FET schon intern vorgenommen wurde (Konstantstromdiode, engl. current regulator diode). Diese werden mit engeren Toleranzen gefertigt und erlauben daher eine genauere Definition des Stroms. Außerdem benötigen diese keinen Widerstand in der Sourceleitung und brauchen damit weniger Spannungsabfall zum Betrieb. [Bearbeiten] Vorteile
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[Bearbeiten] Schaltung[Bearbeiten] Weblinks
[Bearbeiten] Konstantstromquelle mit bipolarem Transistor[Bearbeiten] Beschreibung[Bearbeiten] Vorteile
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[Bearbeiten] SchaltungWenn die Spannung über R1 0.7V überschreitet, schaltet T2 durch, was die Basis von T1 auf negatives Potential zieht. Die Spannung über R1 lässt nach, wodurch T2 wieder sperrt, was der Basis von T1 wieder ein wenig positives Potential zukommen lässt. Dadurch pendelt sich das ganze auf die konstante Spannung von ca. 0.7V über R1 ein, das heißt auch auf einen konstanten Strom (da R konstant). Der für R1 zu wählende Wert berechnet sich daher wie folgt:
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[Bearbeiten] Preise- [Bearbeiten] Konstantstromquelle mit Linearreglern[Bearbeiten] LM317[Bearbeiten] Grundschaltung[Bearbeiten] BeschreibungEine sehr einfache, günstige und doch genaue Konstantstromquelle kann mittels LM317 aufgebaut werden. Für einen LED Strom von 20mA ist ein R1 von 62,5 Ohm erforderlich, praktisch wird man 68 Ohm wählen. Dabei ist zu beachten, daß die Eingangsspannung Vin mindestens 3,5V + UfLED (Flußspannung der LED) betragen muss. [Bearbeiten] Vorteile
[Bearbeiten] Nachteile
[Bearbeiten] Schaltung[Bearbeiten] Schrittweise einstellbare VarianteEine schrittweise voreinstellbare Variante der Grundschaltung wurde 2008 von einem Mitarbeiter von National Semiconductor (Hersteller des LM317) im EDN-Magazin vorgestellt: Programmable current source requires no power supply. Dabei ist hier mit programmable manuell voreinstellbar gemeint, nicht Mikrocontroller-gesteuert. Auch der Teil des Titles requires no power supply ist irreführend. Die Konstantstromquelle benötigt sehr wohl eine externe Stromversorgung. Die Schaltung benötigt lediglich keine zusätzlichen Hilfsspannungen, entspricht sie doch der oben genannten Grundschaltung. Mittels dreier 0 - 9 BCD-Schalter werden geschickt gewählte Widerstände zwischen ADJ und OUT parallel geschaltet. Die Widerstände sind so gewählt, dass der erste Schalter mit seinen zehn Stellungen und Widerständen zwischen 0 mA und 9 mA in 1 mA Schritten zum Gesamtstrom beiträgt, der zweite 0 mA bis 90 mA in 10 mA Schritten und der dritte 0 mA bis 900 mA in 100 mA Schritten. In dieser Kombination ergibt das eine einstellbare Konstantstromquelle bis 999 mA in 1mA Schritten bei rund 2% Genauigkeit. Insgesamt werden 35 Widerstände (15 x 1,24 kΩ, 15 x 124 Ω, 15 x 12,4 Ω, alle 1%, 1/4 W), ein LM317, drei 0 - 9 BCD-Schaltern und Gehäusematerial (Gehäuse, Kühlkörper für den LM317, Polklemmen, ...) benötigt. Der LM317 wird bei dieser einstellbaren Stromquelle gerade noch innerhalb seiner Spezifikation betrieben - wenn man den Spannungsabfall über ihn gering hält. Im Stromquellen-Beispiel im Datenblatt wird ein maximaler Widerstand von 120 Ω genannt, wohingegen die einstellbare Stromquelle bis zu 1,24 kΩ (nominell 1 mA Ausgangsstrom) und ∞ Ω (offen, nominell 0 mA Ausgangsstrom) verwendet. Mit etwas Geduld kann man aus dem Datenblatt herauslesen, dass 1,24 kΩ gerade noch ausreichen, damit die Regelung des LM317 nicht aussetzt. Dies findet man im Datenblatt in der Graphik Minimum Operating Current und im Beispiel 1.2V-20V Regulator with Minimum Program Current. Mit ∞ Ω ist man definitiv außerhalb des Arbeitsbereiches. Der Strom bei der Einstellung 000 mA (Widerstand -> ∞ Ω, d.h. offen) entspricht nicht 0,0 mA, sondern dem Strom aus dem ADJ-Anschluss für den nicht spezifizierten Fall, dass der LM317 außerhalb seines Arbeitsbereiches betrieben wird. Die im Datenblatt angegebenen 50 μA (typ.), 100 μA (max.) für den Arbeitsbereich können dabei je nach Exemplar überschnitten werden und sind nicht konstant. Die Messung an neueren Chargen (gefertigt nach 2006) des LM317 diverser Hersteller zeigt, dass auch 1mA nicht sicher erreichbar sind. Es ist vielmehr so, das diese KSQ erst korrekt ab 003 mA bis hoch zu den 999 mA funktioniert. Das heißt konkret, die Einstellungen 000 mA, 001 mA und 002 mA sind nicht mehr stromstabilsiert. Das sollte man beachten, sofern man unbedingt den LM317 bei sehr kleine Strömen einsetzen möchte. In der Praxis lohnt es sich besonders bei kleinen Strömen ein Strommessgerät in Reihe zu schalten. Dabei ist Vorsicht bei billigen Multimetern geboten[2]. Deren niedrige Strommessbereichen sind häufig mit einer 200 mA oder 250 mA Schmelzsicherung abgesichert. Schaltet man die Stromquelle versehentlich über 200 mA, beziehungsweise 250 mA, ist ein Sicherungswechsel fällig. [Bearbeiten] Weblinks
[Bearbeiten] PreiseLM317: TO3: 1,90 EUR, TO-220: <0,25 EUR, TO-92: <0,15 EUR, SO-8 <0,20 EUR [Bearbeiten] Andere LinearreglerDer zuvor beschriebene LM317 eignet sich besonders gut als Stromquelle, da er seine Regelspannung auf der 'high-side' erwartet (1,25 V zwischen Vout und ADJ) und man den Regelpfad als Konstantstrompfad missbrauchen kann (ADJ als Ausgang nach GND, wobei der Strom über den Widerstand und nicht von ADJ geliefert wird)). [Bearbeiten] Mittels Shunt und MessverstärkerDie meisten anderen Linearregler messen ihre Regelspannung im Bezug auf GND. Um einen solchen Regler als Konstantstromquelle zu benutzen, kann man einen Stromsensor und einen Messverstärker verwenden. Letzterer steuert dann die Regelung des Linearreglers. Maxim hat in http://www.maxim-ic.com/app-notes/index.mvp/id/921 ein Beispiel veröffentlicht, das so oder so ähnlich auch mit anderen Linearreglern funktioniert. Maxim misst den Strom auf der Eingangsseite (Vorteil: der Innenwiderstand des Ausgangs des Linearreglers wird durch den Messwiderstand nicht erhöht, Nachteil: Der Eigenverbrauch des Linearreglers wird mitgemessen). Man kann den Strom auch auf der Ausgangsseite messen. Das gleiche Prinzip funktioniert für Schaltregler, siehe zum Beispiel LM2576 Step Down auf dieser Seite. [Bearbeiten] Im Regelpfad - High-SideDie meisten einstellbaren Linearregeler werden durch einen Spannungsteiler (R1, R2) zwischen Ausgangsspannung (Vout) und Masse (GND) eingestellt. Der Spannungsteiler wird dabei so dimensioniert, dass eine vorgegebene Spannung Vref (meist 1,25 V) gegen GND an der Anzapfung des Spannungsteilers abfällt, die dann zum Regeleingang des Linearreglers geführt wird. Dabei wird üblicherweise angenommen, dass der Strom Iref in den Regler hinein vernachlässigbar ist. Dann gilt für den Strom I im Spannungsteiler: und Der Strom I im Spannungsteiler ist somit alleine durch Wahl von R2 bestimmt und unabhängig von R1 bei vorgegebenem R2. Ersetzt man daher R1 durch die Last, so erzeugt der Linearregler durch Steuerung von Vout einen konstanten Strom durch die Last. Dabei muss man die Grenzen des Linearreglers beachten: Der maximale Strom Imax des Reglers darf nicht überschritten werden. Damit die Annahme gilt, dass der Reglerstrom Iref gegenüber dem Strom I im Spannungsteiler vernachlässigbar ist muss R2 klein gegenüber dem Innenwiderstand des Regeleingangs sein. Dass bedeutet, dass R2 so zu wählen ist, dass immer gilt. Es muss ein Minimalstrom Imin durch den Spannungsteiler fließen, damit die Regelung nicht aussetzt. Für diesen Strom gilt gegenüber dem Regelstrom Iref: Mit folgt Angenähert: Neben diesen Einschränkungen ist auch zu beachten, dass Die Last R1 auf der High-Side hängt und nicht gegen GND. [Bearbeiten] Konstantstromquelle mit Schaltregler[Bearbeiten] MC34063, Step Up[Bearbeiten] BeschreibungDer Ausgangsstrom beträgt 1,25V/Rx. Die Stromquelle ist nicht kurzschlussfest. Der Widerstand Rsc dient der Strombegrenzung der einzelnen Strompulse (Schaltregler), was u.a. einen gewissen Überlastschutz für den MC34063 darstellt. Rsc = 0.3/I_max, wobei I_max der maximale Pulsstrom ist und dieser kleiner 1.5A sein muss, weil der IC nicht mehr hergibt. In den meisten Anwendung nimmt man hier 0,22 Ohm oder mehr. Das Ganze kann man z. B. für mehrere LEDs in Reihe verwenden um diese mit 5V oder mit 4x 1,5V Batterien zu betreiben. Weiterhin ist zu beachten, dass die Schaltung nicht leerlauffest ist: Im Leerlauf läuft die Spannung auf >40V, und dann geht der MC34063 kaputt. Daher sollte man zur Sicherheit eine Z-Diode parallel zum Ausgang legen, deren Z-Spannung 2..3V über der maximal zu erwartenden Ausgangsspannung liegt, wenn es passieren kann, dass die Last abgeklemmt wird. Aufgrund des Elkos am Ausgang ist die Stromquelle recht träge. R1 dient dazu den MC34063 vor dem Stromstoß zu schützen, wenn sich der Elko in eine zu kleine Last entlädt und der Strom kurzzeitig höher als der eingestellte Wert wird. Die Bauteilwerte sind alle relativ unkritisch. Je nach Betriebsspannung sind die Bauteilwerte etwas anzupassen um den optimalen Wirkungsgrad und die beste Performance zu erzielen. Die eingezeichneten Bauteilwerte sind für geringe Ströme (<100mA) und Eingangsspannungen zwischen 5 und 15V ausgelegt. R2 sollte bei hohen Spannungen vergrößert werden. Wie man die Werte genau berechnet, steht in der Application Note AN920/D. http://www.onsemi.com/pub/Collateral/AN920-D.PDF [Bearbeiten] Schaltung[Bearbeiten] Vorteile
[Bearbeiten] Nachteile
[Bearbeiten] MC34063, Step Down[Bearbeiten] BeschreibungDie Step-Down Version funktioniert im Prinzip genauso wie die normale, lineare Konstantstromquelle, nur dass die ungenutzte Spannung nicht sinnlos verheizt wird. Die Eingangsspannung muss mindestens 2V größer sein als die Ausgangsspannung. Diese Version ist auch ohne die Z-Diode leerlauffest. Kurzschlussfest wird sie durch Rsc. Allerdings entlädt sich der Elko erstmal in die Last, wenn man diese im Betrieb anklemmt. Dadurch kann die Last und der MC34063 beschädigt werden, der Widerstand R1 verhindert aber letzteres. Bei der Step-Down Version kann man die Elkos etwas kleiner machen, als bei der Step-Up Version, da der Stromfluss durch die Spule in die Last nahezu konstant ist. Wenn man die Spule vergrößert, wird der Strom gleichmäßiger und man kann die Elkos verkleinern. Allerdings wird der Wirkungsgrad aufgrund des höheren Gleichstromwiderstands der Spule schlechter und die Schaltung reagiert langsamer auf Laständerungen. Wie immer ist es also ein Kompromiss zwischen Wirkungsgrad, Kosten und Bauteilgröße. [Bearbeiten] Schaltung[Bearbeiten] Vorteile
[Bearbeiten] Nachteile
[Bearbeiten] LM2576 Step DownIn einem Thread im Forum (http://www.mikrocontroller.net/topic/97838#new) wird folgende Schaltung genannt: http://www.mikrocontroller.net/attachment/34179/current_source.pdf Vollständiger Artikel: http://www.ednasia.com/article-621-switchingregularformsconstantcurrentsource-Asia.html [Bearbeiten] Konstantstromquelle mit Komparatoren[Bearbeiten] Einfache Abwärtswandlung (Vout < Vin)[Bearbeiten] BeschreibungDiese Schaltung wurde eigentlich für 1W LEDs entworfen, kann aber sicherlich auch anderweitig verwenden werden. Sie ähnelt sehr der eines vollintegrierten Schaltreglers wie MC34063 oder LM2576 ohne jedoch einen solchen zu verwenden. Der Komparator vergleicht den Spannungsabfall über einem Shunt mit dem einer Referenzspannungsquelle. Ist die Spannung über dem Shunt zu groß, so schaltet er ab und der P-FET sperrt. Umgekehrt, ist die Spannung über dem Shunt kleiner als die Referenzspannung, leitet der P-FET. Die Referenzspannung wird hier einfach durch einen 78L05 und einem Spannungsteiler eingestellt. Für D5 muss zwingend eine Schottky-Diode eingesetzt werden! D1 bis D4 dienen als Brückengleichrichter für die an X1 angelegte Spannung und kann bei Verwendung an Gleichspannung auch weggelassen werden. T1 und T3 dienen als sehr einfacher MOSFET-Treiber. IC1 für die Referenzspannungsquelle kann auch durch eine Z-Diode realisiert werden (aber nicht gerade eine mit 20% Toleranz einsetzen ;-) ) D6 ist nur dafür da, dass wenn die Schaltung mit mehr als der zulässigen Gate-Source Spannung des FETs betrieben wird, dieser es auch überlebt. Über X2 könnte ein PWM-Signal zur Dimmung eingespeist werden. Hierbei muss das PWM-Signal im An-Zustand größer als die Referenzspannung sein. [Bearbeiten] SchaltungACHTUNG: Im Schaltplan ist ein Fehler. Die Z-Diode D6 gehört zwischen +UB und Gate. Und zwar mit Anode an Gate und Kathode an +UB.
Der Orginal-Schaltplan wurde von mir (Benutzer:Esko) nur nach gezeichnet. Und die Idee scheint von hier zu stammen: www.christiankoch.de/archiv/led-ksq/ [Bearbeiten] Vorteile
[Bearbeiten] PreisJe nach verwendeten Komponenten ist es möglich diese Schaltung für unter 2€ aufzubauen, da nur Cent-Artikel verwendet werden.
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[Bearbeiten] Fußnoten
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