Hallo zusammen, ich bin neu hier und habe ein technisches Problem, bei dem ich Hilfe benötige. Für ein Projekt im Rahmen des Studiums will ich folgendes umsetzen: Letzes Semester haben wir Platinen entworfen, die insgesamt 24 Signal-Eingänge haben. Diese liegen alle an HCT-238 3-8 Demultiplexern an. Aktive, spannungsgesteuerte Bausteine, wenn mich nicht alles täuscht. Also muss ich mir über die Bereitstellung der Eingangsströme keine Gedanken machen. Die Platine wird mit +5/0V vom Labornetz betrieben. 5V am Eingang = logische 1, 0V = logische 0 Nun zum eigentlichen Ziel: Am Rechner stelle ich mit einem Labview Porgramm, das ich noch schreiben werde den Wert der Eingänge ein. Diese werden dann über die USB Schnittstelle rausgegeben. Nun muss ich sie irgendwie demultiplexen, so dass sie durchgehend an meinen Platinen anliegen. Schaltgeschwindigkeit und -frequenz sind egal/bzw. sehr langsam. Hierfür habe ich bis jetzt 2 Vorschläge zur Realisierung, weiß aber nicht welche davon leichter/kostengünstiger umzusetzen ist (auch vllt in Hinblick auf eine leichtere Labview Programmierung, hiermit habe ich noch keine Erfahrung), bzw. ob es vllt noch eine andere Möglichkeit gibt: -Mit Hilfe eines Atmel Atmega 16 oder 32. Hierfür hätte ich schon ein SW- Programm, dass mir im uC das USB-Eingangssignal auf 4 Ausgänge demultiplext, das müsste ich mir dann umschreiben auf 24 Ausgänge -An der USB-schnittstelle einen USB/RS-232 Adapter verwenden. Dann über Pegelwandler und Schieberegister Muss prinzipiell in der Schnittstelle eine galvanische Trennung erfolgen oder entspricht die Labormasse die der USB-Schnittstelle?? Hinter den Demultiplexern sind bereits Optokoppler verbaut (diese dienten zur Trennung von Steuer- und Laststromkreis der Platine). Etwas Hilfe wäre wirklich super!! Mit freundlichen Grüßen Babio
Hi Also, zuerst mußt du mal klar definieren, was du willst. Am PC Eingänge einstellen und Ausgeben hört sich nach Ausgabe und nicht nach Eingabe an. Wenn ich es denn richtig deute, haben die entwickelten Karten 24 Eingänge, die du mit 9 Ausgängen über Demultiplexer ansteuern willst. Was auch immer, egal, zurück zum Thema. Da ein Atmega 16 eine UART hat, würd ich z. B. USB nach RS232 wandeln. Nun kannst du über diee Schnittstelle Daten einlesen bzw. ausgeben. Die Tutorials hier bieten eine gute Hilfe zum Thema serieller Kommunikation. Gruß oldmax
Hi, erstmal danke für die schnelle Antwort und sorry für die ungenaue Angabe. Wie gesagt: bin noch im Studium und hab sowas noch nicht oft gemacht. Die Verbindung soll unidirektionbal aufgebaut werden vom Rechner zu meinen Platinen. Dort sind 8 * 3-8 Demux-Bausteine verbaut (2-4-Demuxe hätten auch gereicht, waren aber nicht bestellbar mit den gewünschten Eigenschaften). Ich verwende A0 und A1 an den Demuxen + einen Enable Pin, gibt 8 * (2+1) = 24 Signale. Diese 24 Signale stell ich mir am Rechner wie gewünscht ein und will sie dann an die Platinen schicken, wo sie die Steuer-Eingänge für den Laststromkreis darstellen. Während ich auf die nächste Antwort warte mach ich mich mal schlau, was UART ist :-) Gruß Daniel
Benutz doch einfach einen FTDI FT4232, der kann auch als Parallel-Ausgabe genutzt werden (BitBang Modus), da hast du ohne Verrenkungen 4x 8 Bit Parallele I/Os. Gibts auch als FT4232 Mini-Modul, da musst du nichtmal den 64 Pin Chip löten.
Erstmal danke für die Antworten! Die beiden schauen auf den ersten Blick sehr gut aus. Den I/O Warrior hab ich für 49€ + MwSt u Versand im www gefunden, den FT4232 leider nicht. Weißt du zufällig Christian in welcher Größenordnung der preislich liegt? Bzw. würde mir wohl auch der 2232 reichen
Der IOW24 kostet bei Segor 14€ brutto der Chip alleine im DIP Gehäuse, mit Platine 58€ brutto. Der FT4232 kostet bei Farnell (Gibts bestimmt auch bei HBM für Privatkunden) 14€ netto, das Mini-modul 45€ netto. Bei Farnell kannst du auch als Student bestellen. Der IOW24 wäre sicher besser passend für dich, ist bissl einfacher anzusprechen und zu verarbeiten.
Meinst du dass der IOW allgemein leichter anzusprechen ist als der FT4232 oder speziell der IOW24? Dieser verfügt nämlich nur über 16 I/O Pins und ich müsste für meine 24 benötigten Leitungen wieder mit Schieberegistern o.ä. arbeiten. Diese Arbeit würde ich mir eigentlich gerne sparen. 32 I/Os wie beim IOW40 wären super, dann hätt ich noch 8 Pins auf Reserve, falls das fertige Ding irgendwann erweitert werden soll. Noch eine allgemeine Frage: Ich brauche immer ewig bis ich die richtigen Bauteile gefunden habe. Woher wisst ihr so schnell welche Bauteile geeignet sind? Sind das einfach Erfahrungswerte oder gibts da Tricks zur systematischen Suche??
Christian R. schrieb: > Der FT4232 kostet bei Farnell (Gibts bestimmt > auch bei HBM für Privatkunden) 14€ netto, das Mini-modul 45€ netto Das lassen die sich ja mal wieder vergolden. Ich glaube, ich habe das Modul für ca. 20 € vom Schweizer Distributor bekommen, soweit ich mich erinnere, konnte man es auch direkt bei FTDI online bestellen. Kann sonst den FTDI von der Einfachheit und auch für ev. spätere Kleinserien nur empfehlen. Deren Software ist allerdings grottig (bloss die Finger weg davon), aber es gibt ja die libftdi. Gruss, - Strubi
Ich meinte eher die Verarbeitung, den IOW gibts als DIP, kann man notfalls auf Lochraster aufbauen. Auch wenn das bei USB nur der Notfall zum Testen sein sollte. Außerdem denötigt der IOW keine Treiber, meldet sich als HID am PC an. Ansprechen über die DLL ist auch sehr simpel. Für Einsteiger auf jeden Fall zu empfehlen. Der FTDI ist schon etwas schwieriger zu löten, kann allerdings viel mehr und viel schneller. Das modul ist ziemlich teuer, das stimmt allerdings. Eventuell reicht auch der FT2232H, der hat im MPSSE Mode pro Kanal 12 GPIOs, wenn ich das richtig gezählt habe. Damit kommst du ja auch auf deine 24 IOs. Da kostet das Modul nur 22€ netto.
Die FTDI-Chips und Module gibt es auch bei de.rs-online.com (auch FT4232), die liefern über Nacht und ohne Versandkosten. Die FTDI-Teile sind wirklich sehr einfach anzusprechen und in eigene Applikationen einzubinden. Treiber werden von FTDI kostenlos bereitgestellt.
P.S. Kosten: FT2232-Modul bei rs-online 28.29 € netto, FT4232-Modul 31.26 € netto
Bei Digikey gibt's den FT4232 für 8,80 Eur Aber die Apotheken müssen auch leben. ;-)
> Bei Digikey gibt's den FT4232 für 8,80 Eur
Das ist der einzelne Chip, die RS-Preise sind fertige Module. Der 2232
als Chip kostet bei RS 6.65 € und der 4232 8.58 €.
> Bei Digikey gibt's den FT4232 für 8,80 Eur
Zudem ist bei den digikey-Modulen nur der FT2232D verbaut, bei RS der
FT2232H, der ist 4x so schnell.
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