Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Notebook Inselstromversorgung, MPP, Akkuanschluss


von Daniel (Gast)


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Hi,

Ausgangslage
Notebook: 19V @4.74A
Solarpanel: 10W
Gel-Bleiakku: 12V 80Ah Solar geeignet

Ich wollte erst über den Inverter gehen, aber das maximiert
eigentlich nur die Umwandlungsverluste. Im Moment bevorzuge
ich den Weg über Pufferakku. Ich suche nun folgende 2 Teilschaltungen:
MPP für Solarzelle und 12V -> 19V bei max Last von 4.5 A.

Dumme Frage: Wenn Li Akku im Notebook leer wird, ertönt Alarm,
man solle das Ding ans Netz anschliessen. Misst Notebook die
entnommene Ladung (Strom Shuntmessung * Zeit) oder misst es die
Akkuzellen oder ...
Die Frage an sich ist weniger interessant, nur .. wenn ich anderen
Akkutyp reinbringe, wie verträgt sich das? Eventuell ist Li Akku
des Laptops so "intelligent", dass es neben +/- eine Reihe weiterer
Anschlüsse bringt .. zur Statusabfrage oder weiss Teufel was.

Hat sich jemand damit beschäftigt? Gibt es ein Blog .. Homepage?

von Thomas (kosmos)


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Es wird die Akkuspannung gemessen.

Aber mit 10W deines Solarpanels wirst du nicht weit kommen da die 
Notebooks eigentlich schon um die 30-40 Watt schlucken, manche auch 
mehr. Für ein Netbook mit LED-Hintergrundbeleuchtung könnte es aber 
reichen.

Wie sind den die Einsatzbedingungen, wenn man den Lappi nur wenige 
Stunden am Tag braucht, könnte die Ladezeit dazwischen reichen.

Ich würde dann aber 3 x 6V Bleiakkus nehmen und diese nacheinander 
Laden, danach in Reihe schalten und auf die Netzbuchse geben, da es sehr 
fummelig ist an die Akkukontakte zu kommen bzw. eine stabile Verbindung 
dort zu erreichen.

von Werner (Gast)


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Wie du bereits sagtest, der Laptop Akku hat mehrere Anschlüsse. Du wirst 
ihn also nicht einfach ersetzen können.

von Michael (Gast)


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Thomas O. schrieb:
> Aber mit 10W deines Solarpanels wirst du nicht weit kommen da die
> Notebooks eigentlich schon um die 30-40 Watt schlucken, manche auch
> mehr.

Hinzu kommt noch, dass für ein Solarpanel mit 10 W installierter 
Leistung in Deutschland im Mittel grob mit einem Ertrag von 1/10 der 
installierten Leitung zu rechnen ist, also 1 Watt im Mittel.
Mit den genannten Kompnenten kommt man also allenfalls bei bestem 
Sommerwetter auf ganz wenige Betriebsstunden.

von JensM (Gast)


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Der Netzteilanschluss des Notebooks hat nichts mit dem internen Akku zu 
tun. Da ist die Ladeschaltung dazwischen.
Das Notebook will am Netzteilanschluss nur die 19V zur Verfügung haben.
Die 19V müssen bis zu 4,74A zu Verfügung stellen können.

Deshalb den Solarakku mit dem Panel und einem Solarregler aufladen.
An den Solarakku ein KFZ-Notebook Netzteil mit 19V anschliessen.
Das kann gleichzeitig geschehen. Das Netzteil natürlich bei 
nichtbenutzung vom Solarakku trennen um die Standbyverluste zu 
vermeiden.
Das sollte man natürlich auch am normalen Netz machen.

Der Pufferakku ist zwingend notwendig da das Panel die vom Notebook 
benötigte Leistung fast nie erreichen wird. Ausser Notebook im Leerlauf 
mit vollem Akku (Leistungsaufnahme < 10W) und volle Sonneneinstralung 
(Leistung Panel ~10W).

Ob das Panel auf die Dauer reicht das Notebook zu betreiben hängt 
natürlich von der Nutzung ab. Im Notfall zusätzliche Panels zuschalten.

Der Lösungsvorschlag von Thomas O. ist nach meiner Meinung 
unpraktikabel.
Es können dann das Panel und das Notebook nicht gleichzeitig an den 
Akkus hängen.

Gruss JensM.

von Daniel F. (danielosna)


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Wenn ich dich richtig verstehe möchtest du zwei Teile:
Erstens:  Ladeschaltung für den Blei-Gel-Akku
Zweitens: Ladung des Notebooks oder Betrieb des Notebooks
          direkt über den
          Akku (Ohne die Ladebuchse des Notebooks)

Für den zweiten Fall würde ich dir empfehlen, dir ein 
KFZ-Notebook-Ladegerät zu kaufen (die sind wirklich nicht teuer) und 
dieses dann über den Netzteilanschluss deines Notebooks anzuschließen. 
Ein Notebook über einen Eigenbau-Akku zu versorgen halte ich für sehr 
schwierig, da im Akku meist noch spezielle IC zur Akkuüberwachung 
verbaut sind - weiterhin wärst du mit der Akku ersetzen Methode auf den 
Notebooktyp festgelegt während mit einem Universalnetzteil für KFZ 
verschiedene Notebooks betrieben werden können. ausserdem hast du dann 
auch noch ein Netzteil fürs Auto und kannst dein Notebook auch während 
der Fahrt laden...


Edit: zu spät...

von Joachim (Gast)


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Ich kann mich den Vorrednern nur anschließen. Ein Laptop-Akku hat eigene 
Intelligenz und mehrere Abgriffe, da kommen nicht einfach nur 3,7V*3 in 
Reihe geschaltetet raus... Du müßtest wissen was genau der Akku sonst 
noch so an den Laptop schickt (und umgekehrt) und dies simulieren. Ich 
habe mal ne Sony-Videokamera von 1995 mit nem eigenen Akku versorgen 
wollen und selbst dieses Fossil hatte bereits erkannt daß der Akku sich 
elektrisch anders verhielt als der originale Akku.
Du wirst dich auf zu viele Irrwege begeben.

Nimm 'n zigtausendfach bewährter 12->19V Wandler oder 3x6V an der 
Netzteil-Buchse.



Dein 10W-Modul ist nicht gerade zum totlachen. Das menschliche Auge hat 
ein Spektrum - von völliger Dunkelheit bis zur Blendung - von ca 80db. 
Es ist sehr trügerisch zu glauben, daß ein bewölkter Himmel noch die 
Hälfte an max. Leistung liefert nur weil wir noch gut sehen, eher sind 
es 10-20% der Nennleistung des Moduls. Die gängigen 10W Module bringen 
an 15V MPP-Spannung so etwa 600mA, das heißt, in unseren Breiten dümpelt 
das Modul häufig bei 100mA rum... und: Mit Modul + Solarakku + Regler + 
Wandler + Porto/Versand kommst du auf mind 200.- EUR. Wenig Nutzen für 
viel Geld, wie mir scheint.

Ich würde ein großes Fragezeichen hinter das Ganze machen.
Nimm das Geld und investiere es in Solaraktien, da ist dir und der 
Umwelt mehr geholfen.

von Michael (Gast)


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Joachim schrieb:
> Dein 10W-Modul ist nicht gerade zum totlachen.

s.o.
Beitrag "Re: Notebook Inselstromversorgung, MPP, Akkuanschluss"

von Daniel (Gast)


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Danke für viele Meinungen. Ok Li-Laptop Akku bleibt,
ich werde den Weg über 12->19 Konverter gehen und die Suchfunktion
bemühen.

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