Forum: Offtopic Sonnenaktivität beeinflußt radioaktiven Zerfall


von Rüdiger K. (sleipnir)


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Die Sonne beschert uns durch ihr aktuelles atypisches Verhalten nicht 
nur ein Klimawandel im ganzen Sonnensystem, sie scheint auch durch 
bisher unbekannte Wirkmechanismen den bisher als in seinen statistischen 
Parametern als konstant angenommenen radioaktiven Zerfall beeinflussen 
zu können.

Die unten angegebenen Quellen berichten über eine nachweisbare 
Intensitätsmodulation, deren Periodendauer mit der Rotationszyklendauer 
des Sonnenkerns übereinstimmt, der Zunahme des Zerfalls im Winter der 
nördlichen Hemisphäre, wenn die Erde also der Sonne räumlich am nächsten 
ist und kurz vor anderweitig detektierten Solareruptionen.

Direkte Folgen hat dies für die Archäologie, da zu deren 
Grundwerkszeugen die Radiokarbonmethode gehört - diese baut aber auf die 
Annahme einer konstanten Zerfallsrate auf.

http://news.softpedia.com/news/The-Sun-Influences-the-Decay-of-Radioactive-Elements-153704.shtml

http://www.popsci.com/science/article/2010-08/strange-solar-particles-might-be-affecting-earths-radioactive-materials-scientists-say

http://news.discovery.com/space/is-the-sun-emitting-a-mystery-particle.html

von Jonny O. (-geo-)


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hallo,

Der Effekt hat sich als nicht reproduzierbar herausgestellt.

Weiter unten wird dies nochmal beleuchtet:

http://www.wissenslogs.de/wblogs/blog/zundspannung/astrophysik/2010-08-31/einfluss-der-sonne-auf-radioaktiven-zerfall

Handelt sich also schlicht um einen Messfehler (wer viel misst, misst 
Mist).

gruß

von Purzel H. (hacky)


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Etwas aufgeblaeht, der Artikel. Ich fand keine Angabe der korrelation. 
die kann bei 1E-6 liegen. Immerhin kommt bei Solaraktivitaet ein Schwall 
Neutrinos, die auch eine Rolle bei anderen Zerfaellen spielen. So 
weltbewegend ist die Meldung daher nicht, eher von der Sorte : Wir 
brauchen nochmals eine Million um's nochmals anzuschauen.

von (prx) A. K. (prx)


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Rüdiger Knörig schrieb:

> Direkte Folgen hat dies für die Archäologie, da zu deren
> Grundwerkszeugen die Radiokarbonmethode gehört - diese baut aber auf die
> Annahme einer konstanten Zerfallsrate auf.

Bis jetzt hat zwar der radioaktive Zerfall letztlich noch jeden 
Korrelationsvorwurf standhaft ignoriert, aber selbst wenn da ein 
Zusammenhang bestünde wäre die C14-Methode nicht gefährdet. Denn deren 
grösste Unsicherheit ist der zeitlich keineswegs konstante C14-Anteil zu 
Lebzeiten, weshalb diese Methode ohnehin nur dann genau ist, wenn sie 
auf anderem Weg wie beispielsweise über Baumringe kalibiriert ist.

von Rüdiger K. (sleipnir)


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Es gibt momentan zwei gegensätzliche wissenschaftliche 
Veröffentlichungen zu diesem Thema, was auch völlig normal ist. Immerhin 
bestätigen zwei unabhängige Institute diesen Effekt.

von Mike S. (drseltsam)


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Selbst wenn man eine Korrelation herausfindet, bedeutet das nicht, das 
wir hier von großen Einflüssen sprechen, Offenbar kann man den Effekt ja 
noch nicht mal wirklich reproduzieren, daraus den Schluss zu ziehen, 
dass Radiozerfallsdatierungen jetzt sinnlos seien ist Blödsinn. Sind die 
Messwerte halt um 0,001% falsch, na und, wen juckts?

von Uhu U. (uhu)


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Mike Strangelove schrieb:
> Sind die Messwerte halt um 0,001% falsch, na und, wen juckts?

Zumal die C-14-Methode auf deutlich unsichereren Annahmen basiert...

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